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	<description>Rezensionen und andere Texte von Petra Hildebrandt</description>
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		<title>Lynne Heitman &#8211; The Pandora Key</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Aug 2010 13:40:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heitman. Lynne]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi / Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Entführung]]></category>
		<category><![CDATA[Mafia]]></category>

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		<description><![CDATA[Lynne Heitman &#8211; The Pandora Key Der Schlüssel den Pandora &#8211; so ein Titel macht neugierig. Ich weiss nicht mehr wie The Pandora Key auf meinen Lesestapel kam, aber von der ersten Seite faszinierte mich der Roman. Alles beginnt damit, dass Privat Eye Alex Shanahan, Ich-Erzähler des Buches &#8212; nein, halt. Alles beginnt mit einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0743456165?ie=UTF8&#038;tag=simo-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0743456165"><img src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/517C4KVC0ZL._SL160_.jpg"></p>
<p>Lynne Heitman &#8211; The Pandora Key</a></h3>
<p>Der Schlüssel den Pandora &#8211; so ein Titel macht neugierig. Ich weiss nicht mehr wie <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0743456165?ie=UTF8&#038;tag=simo-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0743456165">The Pandora Key</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=simo-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0743456165" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> auf meinen Lesestapel kam, aber von der ersten Seite faszinierte mich der Roman.</p>
<p>Alles beginnt damit, dass Privat Eye Alex Shanahan, Ich-Erzähler des Buches &#8212; nein, halt. Alles beginnt mit einem seltsam zusammenhanglos erzählt erscheinenden Ereignis, einer Person, Mann oder Frau, die gezwungen ist, gegen ihren Willen an Bord eines Flugzeuges jemanden zu erschiessen während Terroristen das Flugzeug besetzt haben. &#8211; Bis heute ist mir nicht klar, ob sich diese Szene auf die Handlung im Buch bezieht (was durchaus denkbar ist und passen könnte) oder aber ein Hinweis auf die (Vor-) Geschichte der Hauptfigur ist, denn wie ich später feststellte, handelt es sich hier um den 4. Band einer Serie.</p>
<p>Wie überhaupt manche Dinge sich quälend langsam für mich als Neueinsteiger in die Welt von Alex Shanahan erschlossen &#8211; ich brauchte fast 1/3 des Buches um herauszubekommen dass der toughe Privatdetektiv, der sich in Hosen, Windjacke, Halbschuhe kleidet eine Frau ist. Das mag offensichtlich sein wenn man die anderen Romane kennt, aber ausgerechnet Shanahan, die Ich-Erzählerin, bleibt ein Rätsel. </p>
<p>Ein Rätsel, oder vielmehr eine Verkettung von Rätseln, ist auch der Fall mit welchem sie es zu tun bekommt. Aus heiterem Himmel taucht Rachel Ruffiero, die Ex-Ehefrau ihres Geschäftspartners (und Pfleglings) Harvey Baltimore auf, und schickt Alex auf einen fragwürdigen Auftrag, während sich Rachel mit augenscheinlich unlauteren Absichten an Harvey wieder heranmacht. Und als Alex von ihrem sinnlosen Ausflug zurück kehrt, der ihr nichts anderes verraten hat als dass Rachel eine manipulative Lügnerin erster Güte ist (was sie vorher schon wusste), findet sie das Haus leer, jedenfalls zunächst. Harvey, der kaum aus seinem Rollstuhl aufstehen konnte, ist verschwunden, ebenso Rachel.</p>
<p>Stattdessen stehen plötzlich zwei bewaffnete FBI-.Agenten vor ihr und erzählen ihr eine Geschichte über verschwundenes Geld, Betrüge in Millionenhhebei Rachels ehemaligem Arbeitgeber, und wollen wissen wie Harvey in die Sachen verstrickt ist &#8211; während alles was Alex will ist, Harvey zu finden und aus der Bredouille zu retten, in welcher er ihrer Meinung nach steckt.</p>
<p>Ganz unrecht hat sie damit nicht; mit der Hilfe von Freunden findet und befreit sie Harvey aus der Gewalt von Entführern, die sich als Aussenstelle der ukrainischen Mafia entpuppen&#8230;</p>
<p><span id="more-693"></span><br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/0743456165?ie=UTF8&#038;tag=simo-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0743456165">The Pandora Key</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=simo-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0743456165" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> ist ein klassischer Thriller, mit verborgenen Wahrheiten und Motiven und Bösewichtern von der bösen und von der ganz bösen Sorte &#8211; hier tummeln sich nicht nur sehr fragwürdige Geschäftsgenossen, Finanzhaie und islamistische Terroristen, sondern auch noch FBI, CIA, eine private Militär-Beratungsfirma mit ebenso geheimer und privater Armee, und die russische und ukrainische Mafia samt aller ihrer Hinterleute und Handlanger. </p>
<p>Was zu Beginn wie eine simple Betrugsgeschichte um eine gierige Ex-Ehefrau aussieht, entpuppt sich als ein verschlungenes Gewirr von Lügen, Halbwahrheiten und Zufällen, garniert mit aufrechten Helden, schmierigen Journalisten und dem notwendigen Quäntchen Systemkritik um so etwas wie &#8220;Anspruch&#8221; postulieren zu können. Der Roman liest sich &#8211; bis auf ein paar Längen (ausgerechnet in Actionszenen) flott und ist routiniert geschrieben, macht sogar Spaß, hat aber einige massive Schwächen.</p>
<p>Das beginnt schon bei der Ausgestaltung der Figuren und Handlungsorte &#8211; keinen der Charaktere kann man sich bildhaft vorstellen, dazu gibt die Autorin nämlich so gut wie keine Hinweise; die Heldin des Ganzen ersteht auch nicht als Persönlichkeit vor dem Leser &#8211; eine Charakterentwicklung oder tiefer gehende Beschreibungen der Haupthandlungsträger fehlen. Das wäre nicht so fatal, würde Heitman nicht <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Powergaming">Powergaming</a> betreiben. Es reicht nicht, dass Rachel in Betrug im großen Maßstab und Mord verwickelt ist und die russische Mafia am Hals hat, es genügt nicht dass ein Teil der Hinweise auf den Fall aus einer Jahre zurückliegenden Flugzeugentführung stammen &#8211; alles muss gleich zwei Nummern grösser sein: die <em>Mafiya</em>-Schergen sind die bösesten brutalsten und gemeinsten der Welt; es geht um 1 Milliarde Dollar, und es muss auch noch eine globale Verschwörung und die weltweit erfolgreichste und böseste und best bewaffnetste schwarze Armee dahinter stecken, die natürlich nicht davor zurück scheut jeden umzubringen der ihre Geheimnisse kennt. Das ist alles zwei Schichten zu viel und zu dick aufgetragen, als sollten die Superlative über sichtbare Plotlücken hinwegtäuschen.</p>
<p>Ein weiteres Ärgernis ist, dass Shanahan ihre Informationen eigentlich nur aus zweiter Hand hat und fast alle relevanten Details für die Handlung von Dritten (rückwirkend) erzählt und berichtet werden; wie eine Marionette lässt sich Shanahan an den Fäden der anderen / der Autorin zerren. Zum Ende des Romans kommen dann fast alle Parteien (vorhersehbar) zu einem fulminant langatmigen und unglaubwürdigen Finale zusammen.</p>
<p>Trotz aller offenkundigen Schwächen war <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0743456165?ie=UTF8&#038;tag=simo-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0743456165">The Pandora Key</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=simo-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0743456165" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> für einige Stunden Thriller-Unterhaltung gut; da Alex Shanahan aber auf mich keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat, wird es wohl der letzte Roman dieser Autorin sein, den ich lese.</p>
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		<title>N. T. Morley &#8211; Master / Slave</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 14:08:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erotik]]></category>
		<category><![CDATA[Morley, N. T.]]></category>
		<category><![CDATA[Anthologie]]></category>
		<category><![CDATA[BDSM]]></category>
		<category><![CDATA[Bondage]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[N. T. Morley ist selbst ein recht bekannter Autor erotischer Literatur. In Master / Slave hat er insgesamt 60 erotische Kurzgeschichten aus dem Bereich BDSM zusammengestellt &#8211; jeweils 30 aus der Sicht des &#8220;Master&#8221; und 30 aus der Sicht des &#8220;Slave&#8221; erzählte. Das Buch kann man umdrehen, so dass auf der einen Hälfte die Stories [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>N. T. Morley ist selbst ein recht bekannter Autor erotischer Literatur. In </p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0425202690?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0425202690"><img src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/21BAR245X6L._SL160_.jpg"></p>
<p>Master / Slave</a></h3>
<p>hat er insgesamt 60 erotische Kurzgeschichten aus dem Bereich BDSM zusammengestellt &#8211; jeweils 30 aus der Sicht des &#8220;Master&#8221; und 30 aus der Sicht des &#8220;Slave&#8221; erzählte. Das Buch kann man umdrehen, so dass auf der einen Hälfte die Stories aus dominanter Sicht zu finden sind, auf der anderen Seite die submissiven.</p>
<p>Erotikgeschichten gibt es viele, gute darunter zu finden ist jedoch alles andere als leicht, und das gilt doppelt für alle Spielarten von BDSM. Doch in dieser fein ausgewählten Anthologie gelingt es Morley, nicht nur relativ bekannte Namen wie Cecilia Tan, Patrick Califia, Debra Hyde oder Midori zu Wort kommen zu lassen, sondern auch neue Stimmen erheben sich hier und (ver-) führen den Leser tief in die Welt von Dominanz und Unterwerfung.</p>
<p>Erotik findet im Kopf statt; so sind auch die Geschmäcker verschieden. Wer sich für <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0425202690?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0425202690">Master/Slave</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0425202690" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> interessiert, sollte sich darüber im Klaren sein, dass hier ausschliesslich männliche Doms und weibliche Subs vorkommen, und eine eher (mässig) harte Spielart von BDSM gepflegt wird. (Interessanterweise beschweren sich bei Amazon.com die Kommentatoren sowohl über &#8220;zuviel vanilla&#8221; wie auch &#8220;zuviel BDSM / weird sex&#8221; &#8211; man kann es einfach nicht jedem recht machen).</p>
<p>Unabhängig von den eigenen sexuellen Neigungen sind die Stories in dieser Sammlung sprachlich ausgefeilt, abwechslungsreich ausgewählt,und nicht selten von durchaus literarischer Tiefe. Die Dynamik zwischen den Protagonisten ist exzellent ausgearbeitet, kurzum, es ist eine Lust, diese erotischen Kurzgeschichten zu lesen und sich in die spannungsgeladene Atmosphäre und Erotik der Erzählungen hineinziehen zu lassen. Die Auswahl der Geschichten ist für meine Begriffe ausgesprochen gelungen und höchst anregend. Ein schöner Reader, nicht nur fürs Kopfkissen <img src='http://webhafen.de/textblog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  .</p>
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		<title>Susanne Fröhlich &#8211; Frisch gepreßt (Hörbuch)</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Jun 2010 07:05:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Fröhlich, Susanne]]></category>
		<category><![CDATA[Hörbuch]]></category>
		<category><![CDATA[CD]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>

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		<description><![CDATA[In Frisch gepreßt lässt Susanne Fröhlich, muntere Radio-Talkerin des Hessischen Rundfunks, ihre Protagonistin, Claudia Schnidt, als Ich-Erzählerin frisch von der Leber weg berichten, wie es denn so zu geht, wenn eine frisch gebackene Mutter 5 Tage im Krankenhaus zubringt. Susanne Fröhlich &#8211; Frisch gepreßt &#8211; 1 CD Genauer, die Geschichte beginnt damit, dass Frau Schnidt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3821854243?ie=UTF8&#038;tag=simo-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3821854243">Frisch gepreßt</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=simo-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3821854243" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> lässt Susanne Fröhlich, muntere Radio-Talkerin des Hessischen Rundfunks, ihre Protagonistin, Claudia Schnidt, als Ich-Erzählerin frisch von der Leber weg berichten, wie es denn so zu geht, wenn eine frisch gebackene Mutter 5 Tage im Krankenhaus zubringt.</p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3821854243?ie=UTF8&#038;tag=simo-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3821854243"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51D0RcbMF9L._SL160_.jpg"></p>
<p>Susanne Fröhlich &#8211; Frisch gepreßt &#8211; 1 CD</a></h3>
<p>Genauer, die Geschichte beginnt damit, dass Frau Schnidt &#8211; im Kreisssaal befindlich &#8211; eben genau das tun soll &#8211; Pressen, und zwar das Baby aus sich heraus. Völlig entnervt von einem widerwärtigen Gynäkologen und dem wenig brauchbaren Erzeuger ihres herbeigesehnten Nachwuchses, schafft sie es schließlich, das Kind zur Welt zu bringen &#8211; und findet sich zwischen zwei merkwürdigen Mit-Wöchnerinnen wieder, liebreizenden Schwestern, gnatzigen Ärzten, Krankenhauskost, Babyfläschchen und Beinahe-Schwiegereltern, darüber räsonierend wie es nur zu all dem kommen konnte.</p>
<p>Mit viel Ironie und Sarkasmus gespickt lässt Claudia Schnidt uns nicht nur am Alltag im Krankenhaus teilhaben, der von der Flatulenz und dem Stuhlgang der Bettnachbarin ebenso geprägt wird wie von regelmässigen Mahlzeiten und scharenweise auftauchenden Medizinstudenten, sie erinnert sich auch daran wie sie den Vater ihres Kindes nach manchen Wirrungen kennenlernte&#8230; Die Geschichte an sich ist weder neu noch weltbewegend, dafür aber sehr erheiternd in Szene gesetzt, und ich vermute, so manche frisch gebackene Mutter könnte ab und an Tränen lachen. </p>
<p>Susanne Fröhlich spricht ihren Text selber, was bei einer routinierten Sprecherin wie ihr natürlich sinnvoll ist; ich hätte mir ihren Vortrag oft noch pointierter gewünscht (ich weiss dass sie das kann), aber so richtig zum Leben erweckt sie die Story akustisch eigentlich erst, als sie einen breites Südhessisch babbelnden Medizinstudenten mit Porsche in Claudias Leben auftauchen lässt, der _irgendwie_ daran schuld ist dass sie nun mit dem Kindsvater (einem anderen) liiert ist, obwohl der doch an ihr eigentlich gar kein Interesse hatte&#8230;</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3821854243?ie=UTF8&#038;tag=simo-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3821854243">Frisch gepreßt</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=simo-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3821854243" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" />  ist ein Buch voll Alltags- und Situationskomik, mit liebevoll überzeichneten Charakteren wie aus dem echten Leben, und macht einfach Spaß. Die gelesene Fassung ist aber nicht allzu lang, auf eine Silberscheibe passt das Büchlein &#8211; und auch die Handlung im Krankenhaus umfasst, ohne die Rückblicke, gerade mal 5 Tage.</p>
<p>Ich habe das Buch beim Autofahren gehört &#8211; nichts wo man konzentriert hinhören muss, aber auch nichts von dem ich sagen würde, muss man gehört oder gelesen haben. </p>
<p>Summa summarum: <strong>Ganz nett.</strong></p>
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		<title>Felicity Lawrence &#8211; Not on the label</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 11:15:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Lawrence, Felicity]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
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		<category><![CDATA[Supermarkt]]></category>

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		<description><![CDATA[Felicity Lawrence ist Mitarbeiterin des Guardian und, man möchte fast sagen, Journalistin alter Schule, eine die mit offenen Augen und Ohren ihre Themen recherchiert und auch nicht vor Gegenwind zurückschreckt. Ihr Buch Not on the Label What really goes into the food on your plate erschien bereits 2004; dem Thema Essen und food politics widmet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.guardian.co.uk/profile/felicitylawrence">Felicity Lawrence</a> ist Mitarbeiterin des Guardian und, man möchte fast sagen, Journalistin alter Schule, eine die mit offenen Augen und Ohren ihre Themen recherchiert und auch nicht vor Gegenwind zurückschreckt. Ihr Buch<a href="http://www.amazon.de/gp/product/0141015667?ie=UTF8&#038;tag=foodfreak-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0141015667"><br />
<h3 align=center><img src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51RXAZ53BCL._SL160_.jpg"></p>
<p>Not on the Label<br />
What really goes into the food on your plate</h3>
<p></a></p>
<p>erschien bereits 2004; dem Thema Essen und <em>food politics</em> widmet sie sich seit rund 20 Jahren. Das Buch basiert zum Teil auf Feature-Artikeln, die sie für den Guardian geschrieben hat. Obwohl deswegen ein Teil der Daten darin heute veraltet ist, wirft es dennoch einen erschreckend aktuellen Blick auf die vor allem britische Welt der Nahrungsmittel in Supermärkten; man kann aber davon ausgehen dass das meiste davon heute 1:1 auch auf den Rest Europas übertragbar ist.</p>
<p>Das erste Kapitel, &#8220;Chicken&#8221;, widmet sich der Massenproduktion von Geflügel &#8211; von den (un-) hygienischen Bedingungen ihrer Schlachtung, über das grenzenlose Verschieben von Hühnerteilen und deren Verfallsdatum quer durch die EU, bis hin zum Aufbessern des Verkaufsgewichtes mittels &#8220;hydrolisierten Proteinen&#8217;, die auch schon mal vom Schwein (100 % halal) oder dem Hirn eines BSE-Rindes kommen können. Spätestens hier und bei der Zutatenliste eines bekannten Fastfood-Geflügelbestsellers könnte man als Leser beschliessen, nie mehr im Leben  irgendetwas mit Huhn in der Systemgastronomie zu essen.</p>
<p>In diesem Kapitel legt Lawrence bereits deutliche Hinweise auf den Schwerpunkt des Buches aus &#8211; zwar geht es ihr auch um die organisierte Lebensmittelpanscherei in der industriellen Produktion von Nahrung; vor allem aber will sie aufzeigen, dass das &#8216;System&#8217; Supermarkt mit seinem Preisdruck, der Verlagerung von Lagerflächen auf die Strasse, und der abartigen Erpressung der Erzeuger Schuld daran ist, dass wir nicht preisgünstigere, sondern im Wortsinne billigere Lebensmittel zu hohen Kosten auf anderen Gebieten vorgesetzt bekommen.</p>
<p>So dreht sich das Kapitel &#8216;Salad&#8217; auch nur vordergründig um gewaschene Blätter in gasgefüllten Beuteln, die das ach so gesunde Grün ebenso frisch halten wie sie ihm jeglichen Nährwert nehmen. Schnell komt sie auf ein Thema, das sich durch das ganze Buch wie ein roter Faden zieht: die Ausbeutung, ja sklavenähnliche Haltung von Farmarbeitern &#8211; in England pakistanische oder auch EU-interne Migranten, die von Ganglords unter menschenunwürdigen Bedingungen ausgebeutet werden; in den Plastikgewächshaus-Monokulturen Spaniens dann Algerier und Marokkaner, die wie Vieh in winzigen Kaschemmen leben. Sklaverei existiert &#8211; mitten unter uns, in den reichsten Nationen der Welt &#8211; damit wir billigen gewaschenen Salat im Supermarkt vorfinden? Etwas läuft hier grundlegend falsch.<br />
<span id="more-658"></span><br />
Auch für die Ökologie der industrie-landwirtschaftlich genutzten Regionen bleibt die Massenproduktion nicht ohne Folgen; neben der erhöhten Nitratbelastung von (austrockenenden) Böden und Gewässern und der Verseuchung der Landschaft und der Menschen mit Pestiziden kommt reichlich sozialer Sprengstoff hinzu, Und schon heute investieren die europäischen Großhersteller in Nordafrika, wo die Böden noch unverbraucht und die Löhne noch billiger sind, wo statt mit Umwelt- und Sozialauflagen der EU-Länder mittelfristig eher mit scharenweise anreisenden weiteren migrantischen Arbeitern vom gesamten schwarzen Kontinent zu rechnen ist.</p>
<p>Ein Grund dafür, dass das System Supermarkt funktioniert, ist die Tatsache dass Transporte zu billig sind. Das Einfliegen von Bohnen aus Kenia ist dank nicht besteuerten Kerosins billiger, als die Bohne in Europa zu produzieren. Und auch innereuropäisch sind Transporte noch zu billig. </p>
<p>Interessant sind nicht nur die Beobachtungen, die Lawrence hinsichtlich Obst und Gemüse macht. Etwa dass wir Supermärkten und deren nicht geringer politischer Einflussnahme (Lord Sainsbury hatte einen direkten Draht nach Downing Street) den Normungswahn für Früchte und Gemüse verdanken, und dass im Grunde fast nichts im Supermarkt reif geernetet anlandet, weil es ja vergammeln könnte. Ein Farmer, der einem lokalen Supermarkt neben seinem Hof angeboten hat, in der Saison reife Pflaumen direkt dorthin zu liefern, wurde beschieden das gehe nicht, die entsprächen nicht den vorgeschriebenen Schönheits- und Reifenormen, und waren nicht lang genug haltbar.</p>
<p>Frisch bedeutet auch &#8220;perishable&#8221;, frische Waren altern und verändern sich &#8211; der Supermarkt will von allem etwas anbieten, um den Kunden nur bei sich einkaufen zu lassen, deswegen darf möglichst kein Produkt mal nicht verfügbar sein, es soll immer standardisiert schmecken &#8211; eine McDonaldisierung der Lebensmittel. So wird Brot mit dem halben Chemiebaukasten leicht und locker, federnd und wochenlang haltbar gemacht, Äpfel oder Kartoffeln oder Gurken müssen Werten auf Farb- und Gewichtsskalen entsprechen und frei von Schalenfleckchen sein, um akzeptiert zu werden. Das Risiko und die finanzielle Last all solcher Marotten tragen vor allem die Produzenten, während die Konsumenten Ware bekommen, die perfekt aussieht, aber Geschmack und Nährwerte schon lang auf dem Weg eingebüsst hat.</p>
<p>Abschliessend widmet sich Lawrence der schönen neuen Welt der Fertiggerichte, die vor allem für den Hersteller und Supermarkt &#8216;added value&#8217; versprechen &#8211; in den Packungen schlummern massenhaft subventionierte Kohlenhydrate, angereichert mit Industriefetten und Aromen, und das alles wird als gesunde leckere Kost an den Käufer gebracht.</p>
<p>Einen weiteren Aspekt des steigenden Marktanteils der großen Supermärkte sollte man nicht ausser Acht lassen &#8211; auch in Deutschland sterben seit Jahren kleine und vor allem unabhängige Händler und Produzenten. Es gibt Landstriche, da gibt es keinen Laden mehr, keinen Bäcker im Ort, keinen Metzger; da gibt es nur den Supermarkt im nächsten größeren Ort. Wer nicht mobil ist, hat massive Schwierigkeiten einzukaufen. Und selbst in grossen Städten gibt es nur mit viel Glück noch einen Bäcker der nicht zu einer Kette gehört, einen klassischen Schlachter, oder vielleicht (türkische) Gemüseläden mit eigener Metzgerei, alles andere ist Supermarkt, Discounter und Massenfertigungs-Kettenbäcker.</p>
<p>5 Konzerne teilen sich mittlerweile die europäische Supermarktwelt, 5 Konzerne, die den Produzenten diktieren wie sie was und wann zu welchem Preis zu liefern haben. Perfide am Preisdruck der Supermärkte ist, dass sie nicht nur dem Konsumenten suggerieren, alles sei billiger zu haben &#8211; auch wenn die Kunden diejenigen sind die z.B, die Milchproduktion in Europa per Steuergeldern subventionieren &#8211; sondern die Politik hat auch kein Interesse daran, den marktbeherrschenden Methoden der Konzerne auf die Finger zu schauen, denn sie halten die gefürchtete Inflationsrate niedrig&#8230; </p>
<p>Lawrence setzt in <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0141015667?ie=UTF8&#038;tag=foodfreak-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0141015667">Not on the Label</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=foodfreak-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0141015667" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> viele alt bekannte, aber auch eine Menge neue Erkenntnisse über die Macht der Lebensmittelmultis in einen großen Gesamtzusammenhang. Sie zeigt, dass all die Dinge, die an unserer Lebensmittelproduktion und dem Wachsen globaler Handelsgiganten statt der Erhaltung lokaler Märkte falsch sind, nicht zufällig so sind, sondern einem großen, systematischen Plan folgen. Einem Plan, der den Einkäufer zum billig abgefütterten und geschröpften  Konsumentenvieh macht, und nur eins schafft: mehr Profit für die Supermärkte.</p>
<p>Das ist keine schöne Lektüre, aber eine notwendige. Ich würde mir ein solches Buch aktualisiert für Deutschland und den gesamteuropäischen Raum wünschen. Lesenswert ist es auf jeden Fall, auch mit 6 Jahren Abstand und von dieser Seite des Kanals aus. <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0141015667?ie=UTF8&#038;tag=foodfreak-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0141015667">Not on the Label</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=foodfreak-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0141015667" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> macht deutlich, wie dringend Europa Konzepte wie <em>eat local</em> braucht, damit Europas Verbraucher irgendwann überhaupt noch eine Wahl haben was sie kaufen, und bei wem.</p>
<hr />
&nbsp;<br />
Aktuelle Artikel von Felicity Lawrence zum Thema Lebensmittelindustrie kann man <a href="http://www.guardian.co.uk/profile/felicitylawrence">auf der Website des Guardian</a> finden.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Anthony Bourdain &#8211; So koche ich</title>
		<link>http://texte.webhafen.de/2010/04/anthony-bourdain-so-koche-ich/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Apr 2010 09:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bourdain, Anthony]]></category>
		<category><![CDATA[Kochen]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Kochbuch]]></category>

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		<description><![CDATA[In diesem Buch beschreibt Anthony Bourdain, wie ein Laie zu Hause Gerichte wie die der Küche des Les Halles, wo er einige Jahre Küchenchef war, mit viel Vorbereitung und wenig finalem Aufwand auf (semi-) professionellem Niveau selbst herstellen kann. So koche ich. Im Les Halles, New York Geschrieben ist das Werk, als würde Tony himself [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Buch beschreibt Anthony Bourdain, wie ein Laie zu Hause Gerichte wie die der Küche des Les Halles, wo er einige Jahre Küchenchef war, mit viel Vorbereitung und wenig finalem Aufwand auf (semi-) professionellem Niveau selbst herstellen kann. </p>
<p><center><img src="http://www.23hq.com/23666/5530232_3aedbebdb42ffe249805365c4e9c9b35_standard.jpg" alt=""  border=0/></center></p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/389667269X?ie=UTF8&#038;tag=foodfreak-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=389667269X">So koche ich. Im Les Halles, New York</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=foodfreak-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=389667269X" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /><br />
</h3>
<p>Geschrieben ist das Werk, als würde <em>Tony himself</em> direkt zum Leser als Kochlehrling sprechen, in einem auf Deutsch manchmal etwas befremdlich anmutenden Duktus, was auch an der Problematik liegen könnte, seinen Slang in eine andere Sprache zu übertragen. In der gewohnt rotzigen, kerligen Art, die er zu kultivieren pflegt, mit ein bisschen Flair im Stil von &#8220;ein Koch erscheint nur dan nicht zur Arbeit wenn seine Mama gestorben ist oder er mit den Füssen voraus rausgetragen werden muss&#8221;, führt Bourdain den Leser durch das kleine und grosse Kücheneinmaleins einer professionell arbeitenden Küche, von Mise-en-place (zu lauter Lieblingsmusik,  was bei ihm zu einer Zen-Übung wird) über Kalbsfond und <em>demi-glace</em> bis zu den Höhen und Tiefen der klassisch-französischen (Fleisch-) Küche.<br />
<span id="more-625"></span><br />
Obwohl ich seine unkonventionelle Ansprache witzig finde, stört sie mich bei diesem Buch etwas &#8211; die Rezepte, die Bourdain vorstellt, sind im grossen und ganzen Küchenklassiker, down-to-earth, und es ist ermutigend dass er zeigt wie man &#8220;aus den ekligen schwabbligen Teilen&#8221; richtig gutes Essen macht, entgegen der heutigen Tendenz, Filet, Brüstchen etc. zu servieren. Er schreibt von der <em>Chef-driven cuisine</em>, im Gegensatz zur <em>ingredient-driven cuisine</em>, beschreibt warum die Küchen armer Länder oft so viel reichhaltiger und vielfältiger sind als die der &#8220;fetten&#8221; Nationen. Das alles ist höchst interessant zu lesen, ebenso wie zahlreiche Praxistipps die sich in den eher unprätentiösen Rezeptanweisungen verstecken, passt aber im Gesamtzusammenhang irgendwie nicht mit der launigen Erzählweise zusammen &#8211; es ist als müssten eine Folge <em>No Reservations</em> und ein klassisches Kochbuch fusionieren, und die Mixtur harmoniert nur sehr bedingt.</p>
<p>Die Rezepte für sich genommen sind geradeheraus und nachkochbar, wenn auch wohl nicht alle Rezepte den Praxistest durchlaufen haben. Ärgerlich ist, dass konsistent die französischen Zuschnitte für Fleisch und deren Bezeichnungen ohne auch nur ein Glossar oder den Hinweis, wie etwas ähnliches in Deutschland heissen könnte, übernommen wurden. (Begriffe wie Metzgerfilet, Bürgermeisterstück etc. existieren durchaus, aber vermutlich wäre das zu viel der Leistung für eine billige Übersetzung gewesen).</p>
<p>Die geradlinige Ausrichtung an der französischen &#8220;Bistro&#8221;-Küche alter Art ist es, die sowohl Segen als auch Fluch dieses Buches ist. Rezepte für <em>beurre blanc</em>, Bechamel, Rotweinbutter, Rillettes, oder Coq au Vin finden sich auch in anderen guten Grundkochbüchern. Die wenigsten der vorgestellten Rezepte haben  den &#8220;Oh das will ich unbedingt nachkochen&#8221;-Sex-Appeal, wenn sie auch durchaus gut und zuverlässig und lecker klingen. Stelle ich mir die Frage, ob ich dieses Buch kaufen würde, wenn nicht Tony Bourdain der Autor wäre, lautet die Antwort ganz klar: <strong>nein.</strong> </p>
<p>Vielleicht sähe das bei der englischsprachigen Version anders aus, aber ich habe meine Zweifel. Kochbücher über gute französische Küche gibt es reichlic. Der eine oder andere hält &#8220;den Bourdain&#8221; für ein unverzichtbares Standardwerk &#8211; so gern ich Tony mag, für mich ist das Buch nach der ersten, schmunzelnden Lektüre nur ein Staubfänger, den ich ohne allzu viele Schmerzen gern wieder in der Bibliothek abgebe.</p>
<p>Eine ausführliche Rezension zu diesem Buch findet man auch bei Valentina&#8217;s Kochbuch:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.valentinas-kochbuch.de/index.php?article_id=19">Anthony Bourdain: So koche ich &#8211; Ein sympathischer Macho mit kleinen Fehlern</a></UL></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Elisabeth Scotto &#8211; Wiederentdeckte Gemüse</title>
		<link>http://texte.webhafen.de/2010/04/elisabeth-scotto-wiederentdeckte-gemuse/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 07:08:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kochen]]></category>
		<category><![CDATA[Scotto, Elisabeth]]></category>
		<category><![CDATA[Gemüse]]></category>

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		<description><![CDATA[Alte und unbekannte Gemüsesorten bereichern in den letzten Jahren zunehmend den Speiseplan von locavores und Gourmets, und eine Vielzahl von Büchern widmet sich dem Thema, so auch Wiederentdecktes Gemüse, von Elisabeth Scotto &#8220;95 Rezepte&#8221; verspricht das Cover des grossformatigen Hardcover- Buches von Kaleidoskop / Christian-Verlag, und die Kapitelüberschriften lesen sich viel versprechend: Kürbisse Wurzelgemüse Blattgemüse [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alte und unbekannte Gemüsesorten bereichern in den letzten Jahren zunehmend den Speiseplan von <em>locavores</em> und Gourmets, und eine Vielzahl von Büchern widmet sich dem Thema, so auch </p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/388472584X?ie=UTF8&#038;tag=foodfreak-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=388472584X"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51WMHATAF3L._SL160_.jpg" alt="" border=0 /></p>
<p>Wiederentdecktes Gemüse, von Elisabeth Scotto</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=foodfreak-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=388472584X" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /><br />
</h3>
<p>&#8220;95 Rezepte&#8221; verspricht das Cover des grossformatigen Hardcover- Buches von Kaleidoskop / Christian-Verlag, und die Kapitelüberschriften lesen sich viel versprechend:</p>
<ul>
<li>Kürbisse
<li>Wurzelgemüse
<li>Blattgemüse
<li>Würzende Gemüse
<li>Fruchtgemüse</UL></p>
<p>Da finden sich zum Beispiel Neuseelandspinat, Schwarzer Rettich, Knollenziest, Kapuzinerbart, Topinambur.. das lässt sich auf den ersten Blick nicht schlecht an.<br />
<span id="more-618"></span><br />
Doch das Buch enttäuscht. Auf 181 Seiten sind vor allem (wenig aussagekräftige) Bilder zu großem Format aufgezogen, kleine knappe Rezepte füllen komplette Seiten (grösser als A4), beinahe halbe Seiten werden unbedruckt gelassen &#8211; bei einem so grossen Format ein Ärgernis, Fotos seltener Gemüse (Portulak, Neuseeland-Spinat) bleiben dafür auf Taschenbuchabbildungsformat beschränkt &#8211; eine seltsame Auswahl.</p>
<p>Ebenso seltsam mutet die Auswahl der Gemüse und der Rezepte an.</p>
<p>Die <em>Fruchtgemüse</em> widmen sich ausführlich und mit reichlich Rezepten Zucchini, Tomaten, Paprika und Auberginen, lassen aber zum Beispiel eine vernünftige Warenkunde und Überblicke über die Sortenvielfalt vermissen; wie überhaupt fast jegliche Info zu den vorgestellten Gemüsen (einschliesslich Saison, Herkunft etc.) fehlt. </p>
<p>Das gesonderte Vorstellen von runden und langen Schalotten, roten, weissen und Haushaltszwiebeln, Schnittknoblauch, Kohlrabi, Knoblauch und Porree fällt schwerlich unter wiederentdeckte Gemüse &#8211; es sei denn für Leute die generell kein Gemüse essen. </p>
<p>Überhaupt scheinen einigermassen Kochbewanderte nicht die Zielgruppe zu sein&#8230; das einzige Rezept für schwarzen Rettich ist eines für &#8220;Rettich hobeln und mit Salatdressing anmachen&#8221;, wie man Sahnemeerrettich macht, findet man auch in anderen Kochbüchern, die Salatzubereitungen beschränken sich auf Klassiker &#8211; einzig das Kürbiskapitel bietet sowohl bei den Sorten als auch bei den Rezepten ein etwas vielfältigeres Angebot jenseits des Bekannten.</p>
<p>Keines der vorgeschlagenen Rezepte ist aussergewöhnlich oder verlockend; ein Blick in die Welt der Food-Blogger liefert zu Knollenziest (Stachys), Pastinaken, Kürbissen, Mangold etc. sehr viel Spannenderes. Wer auf der Suche nach neuen kulinarischen Genüssen ist, wird mit diesem Buch vermutlich nicht glücklich. </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>William Gibson: Pattern Recognition</title>
		<link>http://texte.webhafen.de/2009/12/william-gibson-pattern-recognition/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Dec 2009 14:28:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gibson, William]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi / Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[footage]]></category>

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		<description><![CDATA[Pattern Recognition hat es bei io9, dem grossen Scifi-Portal, auf die Liste der Top 20 der ScienceFiction &#038; Fantasy der Dekade geschafft, und so bin ich dann froh, mit William Gibsons Roman doch wenigstens eines dieser Bücher gelesen zu haben. (Autorin Annalee Newitz bezeichnet es als &#8216;reine&#8217; Scifi-Liste, aber die Harry-Potter-Bücher gehören für mich definitiv [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0425192938?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=0425192938">Pattern Recognition</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0425192938" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> hat es bei <a href="http://io9.com/">io9</a>, dem grossen Scifi-Portal, auf die <a href="http://io9.com/5423847/20-best-science-fiction-books-of-the-decade">Liste der Top 20 der ScienceFiction &#038; Fantasy der Dekade</a> geschafft, und so bin ich dann froh, mit William Gibsons Roman doch wenigstens eines dieser Bücher gelesen zu haben. (Autorin Annalee Newitz bezeichnet es als &#8216;reine&#8217; Scifi-Liste, aber die Harry-Potter-Bücher gehören für mich definitiv nicht in die SF).</p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0425192938?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=0425192938"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41BVQWR6M8L._SL160_.jpg" border=0 ><br /><br >William Gibson &#8211; Pattern Recognition</a></h3>
<p>Gleichzeitig ist das aber auch erstaunlich, denn <em>Pattern Recognition</em> ist eigentlich kein Science-Fiction Roman, eher schon das was man als Gegenwartsliteratur bezeichnet, für den durchschnittlichen Literatur-Rezensenten vielleicht ein bisschen zu geekig und nerdig, aber im grossen und ganzen ein Roman, der in der Jetztzeit spielt und sich ihrer Mittel, Schauplätze und Marken bedient.</p>
<p>Die Hauptfigur, Cayce Pollard, erinnert auffällig an Marly Kruschkova, und das ist fast  das Beste was man über sie sagen kann. Zu Beginn des Romans ist Cayce, gesprochen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Count_Zero#Hauptfiguren">Case</a> (wird Gibson hier nicht etwas arg selbstreferentiell, oder gehen ihm die Charakternamen aus?), noch eine Figur die neugierig macht &#8211; deren seltsamer Tick, auf viel beworbene Logos und Markennamen allergisch zu reagieren, eigenartig mit ihrer Fähigkeit korrespondiert, Trends zu erkennen &#8211; Cayce ist ein hochbezahlter Spezialist, ein &#8216;cool hunter&#8217;, eine Beraterin in Sachen Top-oder-Flop wenn es um Marketingaktionen geht. </p>
<p>Ihr Spleen, keine Massenwaren zu tragen und nur &#8216;echte&#8217; Originale, wahre Designschätze an ihren Körper zu lassen, diese aber bar jeden Logos (Gibson hat anscheinend <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3442153123?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3442153123">No Logo</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3442153123" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> aufmerksam gelesen) macht sie fast zu einer Stil-Ikone, macht Laune, sich auf die gleiche Weise dem marktschreierischen Logogedröhne unseres Alltags zu entziehen. Aber Cayce schafft es durch den ganzen Roman nicht, aus einem halb jetlag-bedröhnten, halb soziophoben Beinahe-Komazustand zu so etwas wie richtigem Leben zu erwachen, obwohl die Aufgabe, die sie erwartet, unglaublich faszinierend zu sein scheint. Sie jagt &#8220;Footage&#8221;.</p>
<p>Das grösste Rätsel das sich dem Leser am Anfang des Buches stellt ist die Frage was &#8220;footage&#8221; überhaupt ist, und warum Cayce davon so fasziniert ist, warum Menschen auf der ganzen Welt dieser Footage nachjagen und ihren Sinn zu ergründen suchen. &#8220;Footage&#8221;, stellt sich heraus, sind winzige Videoschnipsel, kinofilmartige Ausrisse aus einem Gesamtwerk oder auch filmische Vignetten die für sich allein stehen &#8211; das ist bei den Fans umstritten &#8211; und was die &#8220;footage&#8221; umso interessanter macht ist ihre mysteriöse Herkunft. Leider kann Gibson dem Leser die Faszination der Fans für die <em>Footage</em> nicht vermitteln, denn seine Beschreibung der Videoclips ist nicht minder ausrisshaft. Niemand weiss, wer diese Videos produziert, woher sie kommen, oder auch nur wie sie ins Web gelangen.<br />
<span id="more-600"></span><br />
Das Web ist, neben London, New York, Tokio, den Wohnungen von Freunden, Hotelzimmern, auch der primäre Aufenthaltsort von Cayce &#8211; da wäre auf der einen Seite das Web-Board / Forum der Footage Fans, mit allen Auswüchsen und Trollen wie sie in real existierenden Bulletin Boards schon lange vorkommen, und ihre E-Mail, aufdringlich konsistent als &#8220;Hotmail&#8221; bemarkennamst.</p>
<p>Überhaupt, die Markennamen. Natürlich befasst sich ein Trendscout mit Marken, und die Marken-Allergie von Pollard ist einer der Punkte die sie spannend und zum Teil sympathisch machen &#8211; Gibson treibt das allerdings zum Exzess, seine Anmerkungen etwa zum Selbstmarketing von British Airways und Virgin Atlantic sind zwar halbwegs erheiternd, aber weder plottragend noch notwendig, ebenso wenig wie das ständige Auftauchen von Prada, Hotmail und anderen. Man kommt sich wie ein einem schlechten Agentenfilm des beginnenden 21. Jahrhunderts vor &#8211; <em>product placement</em> galore, und das ausgerechnet in einem Buch dessen Hauptfigur das wirklich widerlich fände.</p>
<p>Um die &#8220;Footage&#8221;, ihre Herkunft und Wirkung baut Gibson einen komplexen Plot auf, der umso mysteriöser und vielschichtiger wird, je näher Cayce der Frage kommt, woher die Filmschnipsel stammen. Gemeinsam mit den Geeks im Footage-Fan-Board versucht Cayce, dem Mysterium auf die Spur zu kommen &#8211; dazu schrecken sie auch vor schrägen Dingen wie der Erzeugung einer virtuellen Person nicht zurück, die einem japanischen Footage-Fan durch ihre geballte Anhäufung beliebter japanischer Sex-Fetische und die Aussicht auf ein Real-Life Treffen in Tokio ein Geheimnis entlocken soll.</p>
<p>Auf der anderen Seite zieht Gibson dann &#8211; schwuppdiwupp &#8211; deus ex machina &#8211; mal eben alte NSA-/CIA-Kontakte von Cayces Vater (nein wie praktisch)  aus der Tasche, die ihr ermöglichen Dinge in Erfahrung zu bringen, an deren Klärung die Mächtigen des Romans bisher verzweifelt sind. </p>
<p>Ich habe <em>Pattern Recognition</em> mit Spaß gelesen &#8211; ich kann mich in die Geek-Welt, in der sich Cayce herumtreibt, gut hineindenken, wenn ich die Ausgangsbasis (Dasein im internationalen Jetset) auch etwas unglücklich als Setting finde &#8211; erneut habe ich James-Bond-Reminiszenzen.</p>
<p>Die teilweise lakonische, reduzierte, abgehackte Sprache Gibsons harmoniert sehr gut mit der Realitätswahrnehmung der Hauptfigur, und der Art und Weise wie sich viele Netizens ausdrücken. So zwingend und in der Bildsprache beeindruckend wie etwa die Sprache von <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0441007465?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=0441007465">Neuromancer</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0441007465" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> ist der Text jedoch nirgends. Schliesslich fehlt es <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0425192938?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=0425192938">Pattern Recognition</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0425192938" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> am Ende an einer Vision &#8211; die Aufklärung des grossen Mysteriums um die <em>Footage</em> ist dermassen konstruiert und unglaubwürdig und banal, das Ende so antiklimaktisch, dass ich mich frage, wie  einem Profi wie Gibson (und seinem Lektor) ein solcher (Anfänger-) Fehler in der Plotausgestaltung unterlaufen kann. Es wirkt als habe er zwar das Mysterium erdacht, sich aber nie Gedanken über eine schlüssige oder gar spannende Auflösung gemacht &#8211; das ist extrem unbefriedigend. </p>
<p>Gibsons Überlegungen zur Macht von Medien, viralem Marketing, und den subliminalen Verlockungen des markenzentrierten, konzernbasierten Universums um uns herum sind die Stärke dieses Buches, machen nachdenklich, und knüpfen ganz vorsichtige Bande an die Systemkritik des Cyberpunk. Das ist auch das, was für mich am Ende diesen Roman trotz austauschbar mondän-urbaner Schauplätze, vergleichweise flacher Charaktere und einem unsäglich öden Ende lesenswert macht. Einen Platz in den Top Twenty der Dekade hat er allerdings nicht verdient. </p>
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		<title>Terry Pratchett: Der Winterschmied (Hörbuch)</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 11:24:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Hörbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Pratchett, Terry]]></category>
		<category><![CDATA[Boris Aljinovic]]></category>
		<category><![CDATA[Scheibenwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Tiffany Weh]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Winterschmied ist das dritte Buch einer auf der Scheibenwelt angesiedelten Jugendbuchreihe von Terry Pratchett rund um die werdende Hexe Tiffany Weh (im Original Tiffany Aching). Ich kannte keinen der Romane zuvor, das ist aber auch nicht nötig, um an Terry Pratchett: Der WinterschmiedHörbuch (5 CD)Gelesen von Boris Aljinovic einen Riesenspass zu haben. Tiffany ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3442468396?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3442468396">Der Winterschmied</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3442468396" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> ist das dritte Buch einer auf der Scheibenwelt angesiedelten Jugendbuchreihe von Terry Pratchett rund um die werdende Hexe Tiffany Weh (im Original Tiffany Aching). Ich kannte keinen der Romane zuvor, das ist aber auch nicht nötig, um an </p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3866044933?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3866044933"><img src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51Hf0Rgwd4L._SL160_.jpg" border=0 alt="Winterschmied CD" title="Der Winterschmied, von Terry Pratchett"><br /><br/>Terry Pratchett: Der Winterschmied<br />Hörbuch (5 CD)</a><br />Gelesen von Boris Aljinovic</h3>
<p>einen Riesenspass zu haben. </p>
<p>Tiffany ist in Hexenausbildung bei Fräulein Verrat, einer Hexe die rund 100 Jahre älter ist als sie, und bei all ihren Schrullen höchst respektiert. Eines schönen Tages nimmt Fräulein Verrat Tiffany mit zu einem Morisken-Tanz, einer ausgesprochen ernsten Angelegenheit, denn bei diesem Tanz wird traditionell (und irgendwie magisch) der Wechsel vom Winter zum Sommer eingeleitet.</p>
<p>Die alte Hexe warnt ihre Schülerin, weder hinzusehen noch sich zu bewegen. Doch Tiffany kann nicht anders als hinsehen, lässt sich von einem unerklärlichen und unvernünftigen Drang treiben, mitten in den Tanz hineinzuspringen und mitzutanzen &#8211; mit dem Ergebnis, dass der Winterschmied, die Urgewalt, die für Schnee, Eis, Kälte und den Winter an sich zuständig ist, sich in sie verliebt.</p>
<p>Fortan fallen Millionen Schneeflocken in der Gestalt von Tiffany, der das alles unglaublich peinlich ist &#8211; das wäre nicht weiter schlimm, aber ein menschlicher Teenager ist nicht der passende Partner für einen Quasi-Gott, der noch nie zuvor Gefühle empfunden hat. Und während die Scheibenwelt in einem ewigen, alles erstickenden Winter zu versinken droht, und Eisberge in Gestalt von Tiffany den Schiffsverkehr lahmlegen, verwandelt sich Tiffany langsam in ein Abbild der Sommerfrau, der Gegengewalt zum Winterschmied, der seinerseits alles unternimmt, um menschlicher zu werden, um der Angebeteten näher zu sein.</p>
<p>Mit von der Partie sind &#8211; natürlich &#8211; die &#8220;Kleinen Grössten Männer&#8221;, die persönliche blaue Schutztruppe von Gnomen rund um Rob Irgendwer, die Tiffany niemals ganz aus den Augen lassen, eine Menge Hexen &#8211; darunter Nanny Ogg und Granny Weatherwax, die selbstredend mal wieder eine ganz eigene Agenda verfolgt &#8211; und haufenweise fröhliche ausgelassene Wortspielereien und fantastische irrwitzige Ideen.  Und so ziehen die &#8216;Grössten&#8217; los, einen Helden ausfindig zu machen, weil nur ein Held die verfahrene Situation mit der Sommerfrau lösen kann, überqueren den Fluss der Toten, gehen dabei dem Fährmann gehörig auf den Wecker, während Nanny Ogg in einer unerwarteten Hühnerschwemme steckt, und Tiffany eine Menge darüber lernt wie die Magie der Scheibenwelt funktioniert und was eine Hexe &#8211; und einen Menschen &#8211; wirklich ausmacht.</p>
<p>Das alles wäre für sich genommen schon recht heiter und vergnüglich &#8211; wie Boris Alijnovic auf diesen 5 CDs aber die einzelnen Charaktere und sogar auftretenden Geräusche stimmlich zu sprühenden Leben erweckt, ist das Tüpfelchen auf dem i. </p>
<p>Ein eher leichtfüssig gehaltener, dennoch tiefgründiger Hexen-Roman von der Scheibenwelt, der als Hörbuch für besonders gute Laune sorgt &#8211; sehr gut gelungen!</p>
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		<title>Mia Ming: Schlechter Sex</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 03:09:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ming, Mia]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>

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		<description><![CDATA[“Von Stellungsfehlern, grotesken Fantasien und absurden Leidenschaften, Macht- und Minderwertigkeitskomplexen, sexuellen Traumwelten und der frustrierenden Realität” will Mia Ming &#8211; Schlechter Sex33 Frauen berichten über ihre lustigsten, peinlichsten &#038; absurdesten Erlebnisse laut Klappentext berichten. Das klang vielversprechend, und ich erhoffte mir Inspirationen davon auch für meine eigene Schreibarbeit &#8211; perfekte, weichgezeichnete Liebes- und Sexzenen kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>“Von Stellungsfehlern, grotesken Fantasien und absurden Leidenschaften, Macht- und Minderwertigkeitskomplexen, sexuellen Traumwelten und der frustrierenden Realität” will</p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3896028146?ie=UTF8&#038;tag=foodfreak-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3896028146"><img src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51K3OYqbZcL._SL160_.jpg" border=0></p>
<p>Mia Ming &#8211; Schlechter Sex<br/>33 Frauen berichten über ihre lustigsten, peinlichsten &#038; absurdesten Erlebnisse</a></h3>
<p>laut Klappentext berichten. </p>
<p>Das klang vielversprechend, und ich erhoffte mir Inspirationen davon auch für meine eigene Schreibarbeit &#8211; perfekte, weichgezeichnete Liebes- und Sexzenen kann man allerorten im Kino sehen, aber wie sieht schiefgegangenes Liebesspiel, katastrophaler Sex aus? </p>
<p>Mia Ming hat 33 Erlebnisberichte von Frauen zusammengetragen, die im weitesten Sinne mit Sex zu tun haben &#8211; und setzt Vorworte an Männer und Frauen vor die Texte, die den Frauen zu sagen scheinen, schaut her, ihr seid nicht alleine mit dem miesen Sex an dem die Kerle schuld sind, es geht auch anderen so, und den Männern: schaut hin und lernt was draus. Letzteres mag ja noch halbwegs hinkommen, aber ersteres…?</p>
<p>Zunächst einmal, wenn man einen Begriff wie Todsünden verwendet, sollte man möglichst im klassischen Komplex derselben bleiben &#8211; in der christlichen Lehre, aus der sich dieser Begriff entlehnt, gibt es <a href=”http://de.wikipedia.org/wiki/Tods%C3%BCnde”>sieben</A>, nicht 33 Todsünden, und die Überschriften scheinen auch ebenso beliebig wie sinnlos gewählt &#8211; warum soll Sex mit einem unerfahrenen Mann nicht schön sein? Auch Gier, oder selbst Unterwürfigkeit, kann im entsprechenden Kontext extrem erotisch sein. Ein Blick auf die anderen “Todsünden” zeigt aber sehr deutlich, dass es eigentlich gar nicht um (schlechten) Sex geht, sondern um lausige Beziehungen. </p>
<ul>
<li>Gier
<li>Unterwürfigkeit
<li>Nachlässigkeit
<li>Grobheit
<li>Respektlosigkeit
<li>Ignoranz
<li>Selbstüberschätzung
<li>Anspruchslosigkeit
<li>Unerfahrenheit
<li>Geiz
<li>Eitelkeit
<li>Maßlosigkeit
<li>Vergeistigung
<li>Untreue
<li>Unkontrolliertheit
<li>Verantwortungslosigkeit
<li>Phantasielosigkeit
<li>Verkommenheit
<li>Unbedarftheit
<li>Arroganz
<li>Narzissmus
<li>Falschheit
<li>Übermut
<li>Niedertracht
<li>Belanglosigkeit
<li>Widerwärtigkeit
<li>Unaufrichtigkeit
<li>Unbeholfenheit
<li>Egoismus
<li>Orientierungslosigkeit
<li>Übereifer
<li>Unorganisiertheit
<li>Wahllosigkeit</UL><br />
Beim Lesen habe ich das Gefühl in einer 80er-Jahre-Blase zu stecken.<br />
<span id="more-586"></span><br />
Bis auf zwei oder drei der “Erlebnisse” haben alle versammelten Geschichten etwas darüber zu erzählen, wie beschissen Frauen mit sich selbst umgehen. Mit Verlaub, eine Frau die wider besseres Wissen oder Neigung mit einem Lover in einen Swinger-Club geht, und sich dort sexuellen Handlungen hingibt die sie als widerwärtig empfindet, wobei ihr Ambiente und Gäste vorher schon nicht zusagten, kann dafür schwerlich den Kerl verantwortlich machen. Es gibt da dieses schöne Wörtchen ‘Nein’ …</p>
<p>Betrunkener Mitleidssex mit jemandem, den man nicht mal attraktiv findet ist die Schuld desjenigen? Seit wann?</p>
<p>Auch andere der Berichte sind ein Indiz dafür, dass viele Frauen sich auf Kerle im Bett einlassen, die ich nicht mal mit Gummihandschuhen anfassen würde &#8211; aber ist der Mann Schuld wenn ihm eine Frau nachrennt mit der er einmal Sex hatte und sie nicht kapiert dass er nicht mehr von ihr will? Oder ist es eine Todsünde, mit jemandem nur eine intellektuell stimulierende, aber keine körperliche Beziehung haben zu wollen? Viel mehr als von miesem Sex (um Stellungen geht es gar nicht) kündet dieses Buch von massiven Kommunikationsproblemen zwischen den Geschlechtern, die nicht selten etwas mit den impliziten Erwartungen der Frauen zu tun haben.</p>
<p>Zurück zu den Todsünden… es mag zunächst antifeministisch klingen, hier nicht das Klagelied über die ach so nachlässige böse Männerwelt anzustimmen, aber ich glaube dass Frauen ganz prima für sich selbst Verantwortung übernehmen können. Eine Frau die sich (im Bett wie sonstwie) mit einem phantasielosen, verantwortungslosen, unaufrichtigen oder widerwärtigen (sic) Mann einlässt,  ist selbst schuld wenn sie nicht das bekommt was sie braucht. Zu erwarten dass jeder Mr. Right ist, ist wie das Mädchen im Märchen das erwartet dass der Prinz in schimmernder Rüstung sie auf dem Einhorn abholt.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3896028146?ie=UTF8&#038;tag=foodfreak-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3896028146">Schlechter Sex: 33 Frauen erzählen&#8230;</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=foodfreak-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3896028146" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> geht nicht nur am angeblichen Thema weit vorbei, sondern ist auch auch noch extrem enttäuschend.</p>
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		<title>Eckart von Hirschhausen: Die Leber wächst mit ihren Aufgaben</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 06:57:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[von Hirschhausen, Eckart]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Hirschhausen scheint momentan medial überall zu sein &#8211; im Radio, im Fernsehen, auf der Bühne &#8211; und auf meinem Lesestapel. Ein bisschen war ich der immergleichen Bonmots und einstudierten Szenen über Glück und Menschheit ja schon überdrüssig, und hatte so meine Zweifel ob ich Eckart von Hirschhausen: Die Leber wächst mit ihren Aufgaben wirklich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Hirschhausen scheint momentan medial überall zu sein &#8211; im Radio, im Fernsehen, auf der Bühne &#8211; und auf meinem Lesestapel. Ein bisschen war ich der immergleichen Bonmots und einstudierten Szenen über Glück und Menschheit ja schon überdrüssig, und hatte so meine Zweifel ob ich </p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3499623552?ie=UTF8&#038;tag=simo-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3499623552"><img src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41Z8vH69VRL._SL160_.jpg" border=0></p>
<p>Eckart von Hirschhausen: Die Leber wächst mit ihren Aufgaben</a></h3>
<p>wirklich lesen sollte. Aber ein Blick in das Buch, und ich begann zu kichern&#8230; kein schlechtes Zeichen.</p>
<p><span id="more-559"></span></p>
<p>Natürlich hat man das eine oder andere, was Herr Dr. med Hirschhausen hier zusammengetragen hat, mittlerweile von ihm schon mal irgendwo gehört &#8211; das tut dem Spaß an seiner fröhlich-lockeren Schreibe mit viel trockenem Humor jedoch keinen Abbruch.</p>
<p>Er widmet sich allzeit spannenden Themen wie Männern und Frauen, Sex und dessen Folgen, Schlaf, Sport, Ärzten, gesunder Ernährung, Krankheiten und Alternativmedizin, aber auch Computertechnik oder dem ganz normalen Alltagswahnsinn, und verpackt Forschungswissen (und seine absurden Auswüchse) ebenso in entspannt zu lesende Glossen wie eine deftige Kritik am Ärztestand und Gesundheitswesen, und nicht selten leuchten einem zwischen Lesen und Lachen aus diesen Texten auch Lebensweisheiten entgegen, die von einem Zen-Meister stammen könnten. Von Hirschhausen beschreibt das selbst so: </p>
<blockquote><p>Humor ist der leckere Belag zwischen zwei Scheiben relevantem Inhalt.</p></blockquote>
<p>Mir gefallen seine medizinischen Satiretexte am Besten, vielleicht weil ein Verriss erst dann wirklich gut ist, wenn er von einem Insider kommt. Das Liebesspiel der Schnecken, oder die Erkenntnis dass Schokolade gar nicht süchtig macht, sind dagegen eher kleine Perlen des Alltagshumors, und die überzeichnete Szene eines Anrufs beim Callcenter einer grossen Airline lässt einem den Toast auch schon mal im Halse stecken bleiben, weil man die Szene selbst fast so erlebt haben könnte&#8230;</p>
<p>Kein grossartiges Buch, und auch keines das man von Anfang bis Ende durchlesen und davon komplett begeistert sein wird, dafür aber bestens geeignet um Stücke draus vorzulesen. Wer den Humor des Kabarettisten mit Medizinstudium mag, wird hier noch so einige höchst vergnügliche Texte finden, die ein Grinsen oder Lachen in das trübe Grau des Alltags zaubern können &#8211; und wie heisst es doch so schön:<strong> Lachen ist die beste Medizin.<br />
</strong></p>
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