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	<title>Rezensionen &#187; Science Fiction</title>
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	<description>von Petra Hildebrandt</description>
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		<title>William Gibson: Pattern Recognition</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Dec 2009 14:28:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gibson, William]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi / Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[footage]]></category>

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		<description><![CDATA[Pattern Recognition hat es bei io9, dem grossen Scifi-Portal, auf die Liste der Top 20 der ScienceFiction &#038; Fantasy der Dekade geschafft, und so bin ich dann froh, mit William Gibsons Roman doch wenigstens eines dieser Bücher gelesen zu haben. (Autorin Annalee Newitz bezeichnet es als &#8216;reine&#8217; Scifi-Liste, aber die Harry-Potter-Bücher gehören für mich definitiv [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0425192938?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=0425192938">Pattern Recognition</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0425192938" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> hat es bei <a href="http://io9.com/">io9</a>, dem grossen Scifi-Portal, auf die <a href="http://io9.com/5423847/20-best-science-fiction-books-of-the-decade">Liste der Top 20 der ScienceFiction &#038; Fantasy der Dekade</a> geschafft, und so bin ich dann froh, mit William Gibsons Roman doch wenigstens eines dieser Bücher gelesen zu haben. (Autorin Annalee Newitz bezeichnet es als &#8216;reine&#8217; Scifi-Liste, aber die Harry-Potter-Bücher gehören für mich definitiv nicht in die SF).</p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0425192938?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=0425192938"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41BVQWR6M8L._SL160_.jpg" border=0 ><br /><br >William Gibson &#8211; Pattern Recognition</a></h3>
<p>Gleichzeitig ist das aber auch erstaunlich, denn <em>Pattern Recognition</em> ist eigentlich kein Science-Fiction Roman, eher schon das was man als Gegenwartsliteratur bezeichnet, für den durchschnittlichen Literatur-Rezensenten vielleicht ein bisschen zu geekig und nerdig, aber im grossen und ganzen ein Roman, der in der Jetztzeit spielt und sich ihrer Mittel, Schauplätze und Marken bedient.</p>
<p>Die Hauptfigur, Cayce Pollard, erinnert auffällig an Marly Kruschkova, und das ist fast  das Beste was man über sie sagen kann. Zu Beginn des Romans ist Cayce, gesprochen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Count_Zero#Hauptfiguren">Case</a> (wird Gibson hier nicht etwas arg selbstreferentiell, oder gehen ihm die Charakternamen aus?), noch eine Figur die neugierig macht &#8211; deren seltsamer Tick, auf viel beworbene Logos und Markennamen allergisch zu reagieren, eigenartig mit ihrer Fähigkeit korrespondiert, Trends zu erkennen &#8211; Cayce ist ein hochbezahlter Spezialist, ein &#8216;cool hunter&#8217;, eine Beraterin in Sachen Top-oder-Flop wenn es um Marketingaktionen geht.</p>
<p>Ihr Spleen, keine Massenwaren zu tragen und nur &#8216;echte&#8217; Originale, wahre Designschätze an ihren Körper zu lassen, diese aber bar jeden Logos (Gibson hat anscheinend <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3442153123?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3442153123">No Logo</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3442153123" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> aufmerksam gelesen) macht sie fast zu einer Stil-Ikone, macht Laune, sich auf die gleiche Weise dem marktschreierischen Logogedröhne unseres Alltags zu entziehen. Aber Cayce schafft es durch den ganzen Roman nicht, aus einem halb jetlag-bedröhnten, halb soziophoben Beinahe-Komazustand zu so etwas wie richtigem Leben zu erwachen, obwohl die Aufgabe, die sie erwartet, unglaublich faszinierend zu sein scheint. Sie jagt &#8220;Footage&#8221;.</p>
<p>Das grösste Rätsel das sich dem Leser am Anfang des Buches stellt ist die Frage was &#8220;footage&#8221; überhaupt ist, und warum Cayce davon so fasziniert ist, warum Menschen auf der ganzen Welt dieser Footage nachjagen und ihren Sinn zu ergründen suchen. &#8220;Footage&#8221;, stellt sich heraus, sind winzige Videoschnipsel, kinofilmartige Ausrisse aus einem Gesamtwerk oder auch filmische Vignetten die für sich allein stehen &#8211; das ist bei den Fans umstritten &#8211; und was die &#8220;footage&#8221; umso interessanter macht ist ihre mysteriöse Herkunft. Leider kann Gibson dem Leser die Faszination der Fans für die <em>Footage</em> nicht vermitteln, denn seine Beschreibung der Videoclips ist nicht minder ausrisshaft. Niemand weiss, wer diese Videos produziert, woher sie kommen, oder auch nur wie sie ins Web gelangen.<br />
<span id="more-600"></span><br />
Das Web ist, neben London, New York, Tokio, den Wohnungen von Freunden, Hotelzimmern, auch der primäre Aufenthaltsort von Cayce &#8211; da wäre auf der einen Seite das Web-Board / Forum der Footage Fans, mit allen Auswüchsen und Trollen wie sie in real existierenden Bulletin Boards schon lange vorkommen, und ihre E-Mail, aufdringlich konsistent als &#8220;Hotmail&#8221; bemarkennamst.</p>
<p>Überhaupt, die Markennamen. Natürlich befasst sich ein Trendscout mit Marken, und die Marken-Allergie von Pollard ist einer der Punkte die sie spannend und zum Teil sympathisch machen &#8211; Gibson treibt das allerdings zum Exzess, seine Anmerkungen etwa zum Selbstmarketing von British Airways und Virgin Atlantic sind zwar halbwegs erheiternd, aber weder plottragend noch notwendig, ebenso wenig wie das ständige Auftauchen von Prada, Hotmail und anderen. Man kommt sich wie ein einem schlechten Agentenfilm des beginnenden 21. Jahrhunderts vor &#8211; <em>product placement</em> galore, und das ausgerechnet in einem Buch dessen Hauptfigur das wirklich widerlich fände.</p>
<p>Um die &#8220;Footage&#8221;, ihre Herkunft und Wirkung baut Gibson einen komplexen Plot auf, der umso mysteriöser und vielschichtiger wird, je näher Cayce der Frage kommt, woher die Filmschnipsel stammen. Gemeinsam mit den Geeks im Footage-Fan-Board versucht Cayce, dem Mysterium auf die Spur zu kommen &#8211; dazu schrecken sie auch vor schrägen Dingen wie der Erzeugung einer virtuellen Person nicht zurück, die einem japanischen Footage-Fan durch ihre geballte Anhäufung beliebter japanischer Sex-Fetische und die Aussicht auf ein Real-Life Treffen in Tokio ein Geheimnis entlocken soll.</p>
<p>Auf der anderen Seite zieht Gibson dann &#8211; schwuppdiwupp &#8211; deus ex machina &#8211; mal eben alte NSA-/CIA-Kontakte von Cayces Vater (nein wie praktisch)  aus der Tasche, die ihr ermöglichen Dinge in Erfahrung zu bringen, an deren Klärung die Mächtigen des Romans bisher verzweifelt sind.</p>
<p>Ich habe <em>Pattern Recognition</em> mit Spaß gelesen &#8211; ich kann mich in die Geek-Welt, in der sich Cayce herumtreibt, gut hineindenken, wenn ich die Ausgangsbasis (Dasein im internationalen Jetset) auch etwas unglücklich als Setting finde &#8211; erneut habe ich James-Bond-Reminiszenzen.</p>
<p>Die teilweise lakonische, reduzierte, abgehackte Sprache Gibsons harmoniert sehr gut mit der Realitätswahrnehmung der Hauptfigur, und der Art und Weise wie sich viele Netizens ausdrücken. So zwingend und in der Bildsprache beeindruckend wie etwa die Sprache von <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0441007465?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=0441007465">Neuromancer</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0441007465" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> ist der Text jedoch nirgends. Schliesslich fehlt es <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0425192938?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=0425192938">Pattern Recognition</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0425192938" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> am Ende an einer Vision &#8211; die Aufklärung des grossen Mysteriums um die <em>Footage</em> ist dermassen konstruiert und unglaubwürdig und banal, das Ende so antiklimaktisch, dass ich mich frage, wie  einem Profi wie Gibson (und seinem Lektor) ein solcher (Anfänger-) Fehler in der Plotausgestaltung unterlaufen kann. Es wirkt als habe er zwar das Mysterium erdacht, sich aber nie Gedanken über eine schlüssige oder gar spannende Auflösung gemacht &#8211; das ist extrem unbefriedigend.</p>
<p>Gibsons Überlegungen zur Macht von Medien, viralem Marketing, und den subliminalen Verlockungen des markenzentrierten, konzernbasierten Universums um uns herum sind die Stärke dieses Buches, machen nachdenklich, und knüpfen ganz vorsichtige Bande an die Systemkritik des Cyberpunk. Das ist auch das, was für mich am Ende diesen Roman trotz austauschbar mondän-urbaner Schauplätze, vergleichweise flacher Charaktere und einem unsäglich öden Ende lesenswert macht. Einen Platz in den Top Twenty der Dekade hat er allerdings nicht verdient.</p>
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		<title>Robert Sheckley: Star Trek DS9 (14) &#8211; Das Spiel der Laertaner</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Dec 2008 11:19:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Sheckley, Robert]]></category>
		<category><![CDATA[DS9]]></category>
		<category><![CDATA[StarTrek]]></category>

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		<description><![CDATA[In das bekannte Universum von StarTrek, auf die Raumstation Deep Space Nine mit ihren ebenso aus dem TV bekannten Charakteren, führt Robert Sheckley &#8211; Star Trek DS9 (14) &#8211; Das Spiel der Laertaner Die Handlung (laut Klappentext): Dr. Julian Bashir ist entzückt, als die bezaubernde Allura in »Deep Space Nine« auftaucht. So fällt es der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In das bekannte Universum von StarTrek, auf die Raumstation <em>Deep Space Nine</em> mit ihren ebenso aus dem TV bekannten Charakteren, führt</p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453126459?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3453126459"><img src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51KWXJDTKDL._SL160_.jpg" border=0></p>
<p>Robert Sheckley &#8211; Star Trek DS9 (14) &#8211; Das Spiel der Laertaner</a></h3>
<p>Die Handlung (laut Klappentext):</p>
<blockquote><p><em>Dr. Julian Bashir ist entzückt, als die bezaubernde Allura in »Deep Space Nine« auftaucht. So fällt es der Dame vom Planeten Laertes im Gamma-Quadrunten nicht weiter schwer, den Doktor zu animieren, für sie in Quarks Kasino Andralor zu spielen. Und Quark ist ebenfalls entzückt, dass Allura so lange spielen will, bis eine der beiden Parteien bankrott ist.</p>
<p>Doch schon bald vergeht dem Ferengi das Grinsen. Dr. Bashir gewinnt Spiel um Spiel &#8211; entgegen aller Wahrscheinlichkeit und Manipulation. Als das Ganze sogar dem naiven Dr. Bashir unheimlich wird und er aus dem Spiel aussteigen will, taucht ein Iaertanischer Schlachtkreuzer vor DS 9 auf. An Bord befindet sich der »Meister des Spiels«; und der droht Commander Sisko, die Raumstation zu atomisieren, falls das Spiel nicht wie vereinbart fortgesetzt wird.</p>
<p>Zur gleichen Zeit kommt es an weit voneinander entfernten Orten des Alpha-Quadranten zu unerklärlichen Katastrophen: Gebäude, Raumschiffe, ja sogar ganze Gebirge verschwinden spurlos&#8230;</em></p></blockquote>
<p><span id="more-351"></span><br />
Bereits nach den ersten zwanzig Seiten Lektüre steht fest, dass Julian Bashir hormongesteuert sich, Deep Space Nine, und das Universum in die Katastrophe führen wird, und dass &#8211; natürlich &#8211; hinter der ach so harmlos wirkenden Laertanerin, die doch nur spielen will, etwas viel Grösseres steckt.</p>
<p>Obwohl die zugrunde liegende Idee einigermassen interessant ist, und die Theorien über die Natur des Universums und das Wirken von Naturgesetzen bzw. &#8220;Konstanten&#8221; geradezu klassisches Scifi-Material sind, kann bzw. konnte SF-Routinier <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Robert_Sheckley">Robert Sheckley</a> in seinem einzigen StarTrek-Band nicht überzeugen. Dafür ist die Handlung zum einen viel zu vorhersehbar, vom Spannungsaufbau bis zu den üblichen &#8220;red herrings&#8221; die eine Lösung suggerieren die dann doch nicht kommt, vor allem aber bleiben die gewohnen Charaktere der ScienceFiction Serie hier fahl, sind zu klischeemässig, abziehbildhaft gezeichnet.</p>
<p>Ein Handlungsstrang jenseits von DS9 windet sich um Kira und Dax, die den Planeten Lampusa besuchen, auf dem Laertaner leben. Obwohl der Plot vorgeblich zur Gesamthandlung beiträgt, ist er uninspiriert und seltsam dissoziiert geschrieben, wie überhaupt das gesamte Buch einfach wenig fesselnd ist.</p>
<p>Science Fiction Romane gibt es sehr viel bessere, und auch StarTrek-Romane mit mehr Tiefgang, Witz und Esprit haben durchaus schon auf meinem Schreibtisch gelegen. Diesen kann man getrost auslassen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Richard Morgan &#8211; Broken Angels</title>
		<link>http://rezensionen.webhafen.de/2008/10/richard-morgan-broken-angels/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Oct 2008 15:48:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Morgan, Richard]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberpunk]]></category>
		<category><![CDATA[envoy]]></category>
		<category><![CDATA[Marsianer]]></category>
		<category><![CDATA[Takeshi Kovacs]]></category>

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		<description><![CDATA[Band 2 der Takeshi Kovacs Reihe Richard Morgan &#8211; Broken Angels Takeshi Kovacs is back &#8211; 30 Jahre sind seit den Ereignissen aus Altered Carbon vergangen, doch Kovacs ist &#8220;jung&#8221; und knackig wie gehabt &#8211; dank Re-Sleeving. Im neuen Körper hat er allerdings wenig Vergnügen, er landet mitten in einem hässlichen Krieg auf der Welt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Band 2 der Takeshi Kovacs Reihe</em></p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0345457714?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0345457714"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51%2BFXf6w0bL._SL160_.jpg" border=0></p>
<p>Richard Morgan &#8211; Broken Angels</a></h3>
<p>Takeshi Kovacs is back &#8211; 30 Jahre sind seit den Ereignissen aus <a href="http://rezensionen.webhafen.de/2008/09/richard-morgan-altered-carbon/">Altered Carbon</a> vergangen, doch Kovacs ist &#8220;jung&#8221; und knackig wie gehabt &#8211; dank Re-Sleeving. Im neuen Körper hat er allerdings wenig Vergnügen, er landet mitten in einem hässlichen Krieg auf der Welt Sanction IV, wo sich die &#8220;Guten&#8221; aka die Regierungseinheiten unter dem Namen <em>Carrera&#8217;s Wedge</em> und die &#8220;bösen Aufständischen&#8221; aka die Anhänger von Joshua Kemp (Kempists) befehden und dabei auch vor massiven Kollateralschäden nicht Halt machen.</p>
<p>Wie schon der Erstling von Morgan führt auch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0345457714?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0345457714">Broken Angels</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0345457714" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> in eine dystopische, düstere Zukunft die von ultrareichen Konzernen und korrupten Politikern beherrscht wird &#8211; wie in allen wahren Cyberpunk-Universen. Und nur durch den Kunstgriff, dass Identitäten und damit Personen in &#8220;stacks&#8221;, digitalen Speichern, gesichert werden können, ermöglicht es Morgan seinem Antihelden, sich auf eine wahrhaft tödliche Mission zu begeben.<br />
<span id="more-272"></span><br />
Während Kovacs noch im Krankenhaus auf seine vollständige Wiederherstellung von der letzten Attacke wartet, um erneut ins Kriegsgeschehen einzugreifen und sich seinen Sold zu verdienen, macht jemand ihm ein Angebot &#8211; auf Sanction IV soll ein ganz besonderes marsianisches Artefakt aufgetaucht sein. Die Marsbewohner haben das Universum lange vor der Menschheit erkundet, und sind mit Methoden durch Raum und Zeit gereist, die immer noch im Dunkel des Alls verborgen liegen. Das fragliche Artefakt könnte ein marsianisches Raumschiff sein, behauptet sein Kontakt. Das Problem: es befindet sich an einem nur sehr schwer erreichbaren Ort, und jemand muss es sichern, damit die Entdecker darauf juristisch gültigen Anspruch erheben können. Für diesen Job kommen den Initiatoren die Fähigkeiten eines ehemaligen Envoy, eines der besten Infiltrationsspezialisten der bekannten Galaxis, gerade Recht. Sie locken Kovacs mit einer obszön hohen Summe Geld &#8211; und Takeshi lässt sich auf das Spiel ein und tut das gleiche wie seine Gegner &#8211; mit gezinkten Karten spielen. Nur besser.</p>
<p>Mit dem Geld des Konzerns stellt Kovacs einen Einsatztrupp zusammen, der ihn und die Archäologin, die das Artefakt entdeckt hat, ans Ziel begleiten soll. Doch was sie entdecken ist sehr viel fremdartiger als alles was sie sich vorstellen konnten &#8211; und mehr als eine Partei mischt bei dem Spiel um die mögliche Macht im Universum mit. Ein Wettlauf mit der Zeit und dem Gegner beginnt, denn im Zielgebiet gibt es radioaktiven Fallout, und das Team verreckt nach und nach qualvoll an Strahlenkrankheit.</p>
<p>Obwohl Morgan den Roman im gleichen Universum und mit dem gleichen Hintergrund ansiedelt wie Altered Carbon, ist <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0345457714?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0345457714">Broken Angels</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0345457714" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> ein völlig andersartiges Stück SciFi geworden. Das liegt zum einen daran, dass Morgan die Desillusionierung von Kovacs (und dem Leser) hinsichtlich der Schmutzigkeit von Geld, Konzernen, Politik, Krieg mit einer Intensität vorantreibt, dass einem schwindlig werden kann, zum anderen aber &#8211; und vor allem  &#8211; an seinem Entwurf einer wahrhaft fremdartigen Kultur von ehemaligen Marsbewohnern, deren Artefakte die Menschheit in Staunen versetzen und die dem menschlichen Geist unendlich fern sind. Das ist Science Fiction at its best, gepaart mit einem zutiefst amoralischen und gerade deswegen berückend moralischen Helden, der zugunsten des ihm innewohnenden Sinns für Gerechtigkeit das Recht mit Füssen tritt, und gegen seine Konditionierung für eine ganz eigene Form von Mitgefühl und Humanität kämpft. Angereichert ist das Ganze wie auch schon im 1. Band mit viel knallharter Gewalt, abenteuerlichem Sex und Lug, Trug und Doppelbödigkeit an allen Ecken und Enden &#8211; und macht einen Riesenspaß.</p>
<p>Hard-boiled Science Fiction hat einen Namen: Richard Morgan. Mehr!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Richard Morgan &#8211; Altered Carbon</title>
		<link>http://rezensionen.webhafen.de/2008/09/richard-morgan-altered-carbon/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Sep 2008 10:30:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krimi / Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Morgan, Richard]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberpunk]]></category>
		<category><![CDATA[envoy]]></category>
		<category><![CDATA[hard boiled detective]]></category>
		<category><![CDATA[hard-boiled]]></category>
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		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[noir thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Takeshi Kovacs]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Unsterblichkeitsprogramm]]></category>

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		<description><![CDATA[Band 1 der Takeshi Kovacs Reihe This seamless marriage of hardcore cyberpunk and hard-boiled detective tale is an astonishing first novel. zitiert der Klappentext The Times und verspricht a lightning fast, breathtakingly violent noir thriller set in the San Francisco of the 26th century. Die Rede ist vom in der Tat atemberaubenden Erstlingswerk von Richard [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Band 1 der Takeshi Kovacs Reihe</em></p>
<blockquote><p>This seamless marriage of hardcore cyberpunk and hard-boiled detective tale is an astonishing first novel.</p></blockquote>
<p>zitiert der Klappentext <em>The Times</em> und verspricht</p>
<blockquote><p>a lightning fast, breathtakingly violent noir thriller set in the San Francisco of the 26th century.</p></blockquote>
<p>Die Rede ist vom in der Tat atemberaubenden Erstlingswerk von <a href="http://www.richardkmorgan.com/">Richard Morgan</a>,</p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/057507390X?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=057507390X"><img src="http://webhafen.de/textblog/wp-content/uploads/2008/09/alteredcarbon.jpg" alt="altered carbon cover" border=0 title="alteredcarbon" height="180"></p>
<p>Altered Carbon</a></h3>
<p>derweil auch auf Deutsch unter dem Titel <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453879511?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3453879511">Das Unsterblichkeitsprogramm</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3453879511" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> zu haben.</p>
<p>Bereits der Einstieg in den Roman ist ein Knaller (und erinnert an die <em>runs</em> von Shadowrun oder Neuromancer). Kovacs und seine Partnerin haben einen Einbruch bei einer Biotech-Firma hinter sich und warten nun, von Drogen hellwach gehalten und schwer bewaffnet, auf den Gegenschlag, der auch kommt &#8211; und beide tötet.</p>
<p>Wie lässt man einen Ich-Erzähler eine Handlung vortragen, bei der er schon zu Anfang ums Leben kommt? Die Antwort ist ein<em> Stack</em>. In dem Universum das Morgan entwirft, sind Persönlichkeiten, der Geistesinhalt, Erinnerungen, Seele komplett digitalisierbar und jeder Mensch erhält bei Geburt einen Chip in die Schädelbasis implantiert, den Stack, auf dem das alles gespeichert wird. Stirbt man, kann man &#8211; entsprechende Bedingungen vorausgesetzt &#8211; wieder in einen neuen Körper implantiert werden, das nennt sich re-sleeving (ein Sleeve, also ein Behältnis, eine Hülse, ist die wenig schönfärberische Bezeichnung für so einen neuen Körper).</p>
<p>Sterben ist beinahe unmöglich, ausser der Stack wird zerstört ohne dass es ein Backup davon gibt.</p>
<p>Kovacs, die Hauptfigur des Romans, erwacht in einem neuen Körper auf der Erde, 186 Lichtjahre von seiner Heimatwelt, Harlans World entfernt. Ihm ist sofort klar dass er in den Knast gewandert war &#8211; im Zeitalter des Stacks bedeutet das nichts anderes als dass die Persönlichkeit für die entsprechende Dauer der Strafe in einem Speicher eingelagert wird &#8211; und jemand hat ihn aus dem Gefängnis geholt und per <em>needlecast</em>, einer hyperschnellen Funkverbindung, zur Erde nach Bay City transferiert, um ihm einen Job anzubieten oder vielmehr aufzuzwingen. Denn Kovacs ist kein gewöhnlicher Verbrecher, er ist gewissermassen staatlich akkreditierter Spezialist für jegliche Art von Undercover-Einsatz. Er ist ein <em>Envoy,</em> ein (ehemaliges) Mitglied eines Corps von Spezialisten der Regierung, und soll auf der Erde den Mord an Laurens Bancroft, einem drei Jahrhunderte alten Multimillliardär, aufklären.<br />
<span id="more-241"></span><br />
Beauftragt hat ihn Bancroft, der wissen will wer Grund hatte ihm nach dem Leben zu trachten, und mit dem Ergebnis der Polizei nicht zufrieden ist &#8211; die Polizei beharrt nämlich aufgrund der Indizien darauf, Bancroft müsse sich selbst ermordet haben. Und so macht sich Kovacs auf, einen verwickelten Mordfall in einer ihm fremden Gesellschaft zu untersuchen, denn die Erde unterscheidet sich sehr grundlegend von der Kolonialwelt, auf der er aufwuchs. Erschwert wird seine Untersuchung auch davon, dass der Körper den er trägt, bis vor kurzem einem korrupten Polizisten gehörte, dem der eine oder andere aus der Unterwelt nach dem Leben trachtet &#8211; und der mit der Polizistin verbandelt war, die Kovacs auf die Finger schauen soll.</p>
<p>Tatsächlich sind die grundlegenden Storymerkmale die eines klassischen Detektivromans des Hard-Boiled-Subgenres &#8211; ein Machoheld, der sich mit der prototypischen <em>femme fatale</em> herumschlagen muss, und gegen das Gesetz, mit seinem eigenen Verständnis von falsch und richtig und mit viel Gewalt sein Ding durchzieht und den Fall zur Aufklärung bringt. Das wäre nicht eben aufregend, wenn nicht Morgan die Leser mitsamt seinem Helden kopfüber in ein faszinierendes Scifi-Universum beförderte, das der wahre Star dieses Romans ist.</p>
<p>Ob es Hotels sind, die sich selbst irgendwann zur KI upgraded haben und nun ihre eigenen Besitzer und Betreiber sind, oder die Geschichte einer langsamen Besiedlung des Alls durch <em>homo sapiens</em>, die eingestreuten Details über verschwundene Marsbewohner die vor dem Menschen die Galaxie erforscht haben, oder die Renegaten-Philosophin Quell, die eine Art Schutzheilige von Harlans World ist; das Leben der <em>Meths</em>, der Methusalems, der Uralten mehrfach inkorporierten Seelen, oder die neue Welt von wüsten Designerdrogen und virtuellem und echtem Snuff; Werbebots die subliminale Botschaften direkt ins Gehirn broadcasten, oder der Streit zwischen den Katholiken des 26. Jahrhunderts, die eine Reinkorporierung der Seele für Sünde halten und der effektiven Regierung des Protektorats, der sogenannten UN, eine Resolution zur völligen seelischen Selbstbestimmung abringen wollen &#8211; Morgans Roman ist randvoll mit irrwitzigen Ideen und Fakten einer alternativen Realität, von der ich mehr erfahren will. Begierig verschlingt man Seite um Seite, die sich Kovacs durch den Wust von Lügen, Betrug, Gentechnik und Hightech, Emotionen und Berechnung kämpft, welcher den Mordfall verschleiert und kompliziert. Dem Autor ist hier eine Synthese aus Scifi und Thriller gelungen, die den Pulsschlag rapide nach oben treibt, aber vor allem den Leser völlig in diese fremdartige Welt hineinzieht &#8211; das macht ihren Reiz aus</p>
<p>Seine Sprache ist dabei präzise und auf dem Punkt, der Slang, die Ausdrücke die er für die Selbstverständlichkeiten des 26. Jahrhunderts prägt, hat einen Geschmack von erfundener Authentizität wie bei Chandler, die Diktion der Charaktere ist stimmig, es macht einfach Spass bis über beide Ohren in die Andersartigkeit des Daseins in dieser Zukunftsvision einzutauchen. Der starke Cyberpunk-Faktor kommt mir dabei sehr entgegen, die klassische Sci-Fi ist gerade auf dem Gebiet Entwicklung der Bio- und Computertechnologie oft ein wenig sehr zurückhaltend gelagert.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/057507390X?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=057507390X">Altered Carbon</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=057507390X" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> ist, bei aller Faszination für das Genre, den rasanten Plot und die aberwitzige Welt, die Morgan entwirft, nicht ohne Macken. Kovacs, den er als eine Art hochgezüchteten psychopathischen, supereffizienten Profikiller beschreibt, eine menschliche Kampfmaschine wie sie Tarantino nicht besser für Kill Bill hätte erfinden können, ist angeblich mit überlegenen Fähigkeiten wie passendem Intellekt ausgestattet, und doch ergeht er sich in einer blutigen Vendetta vor, wie ihm als Bewohner einer volltechnisierten Welt klar sein muss, Überwachungstechnik en masse, ohne auch nur geringfügigste Vorkehrungen zu treffen, die das Gesetz davon abhalten könnten ihn bis zum nächsten Urknall in den Knast zu stecken; angeblich hat Kovacs tiefgreifende mentale Konditionierungen erfahren, aber sein Verhalten spiegelt das nur sehr selten wieder.</p>
<p>Auch seine Beziehungen zu Frauen sind, gelinde gesagt, seltsam, und das wirkt sich leider auch auf den Plot aus. An einem bestimmten Punkt etwa wird plötzlich (ich will nicht zu viel verraten) eine Frau aus seiiner Vergangenheit wichtig, und er riskiert absolut alles, um ihr zu helfen, dabei hat er weite Teile des Romans keinen Gedanken an sie verschwendet oder sich auch nur für ihren Verbleib interessiert.</p>
<p>Gleichzeitig kann er grosse Teile seiner Ermittlungen eigentlich nur erfolgreich durchführen, weil die Frauen mit denen er zusammentrifft, ihm helfen, selbst wenn sie damit mal eben ihre komplette Existenz riskieren, dabei hat keine von ihnen dafür einen rechten Grund, ja sogar die KI des Hotels in dem er wohnt wickelt er sozusagen um den Finger, ohne dass man das nachvollziehen könnte.</p>
<p>Die Gewalt im Roman scheint bisweilen Selbstzweck, dafür bleiben die so fein erdachten technischen Details dann doch auf der Strecke. Wenn zum Beispiel jeder Bürger einen Chip im Schädel trägt der seine Persönlichkeit beinhaltet, und man die Körper wechseln kann, wird auch eine Identifikationsmethode (sagen wir mal: analog zu RFID) nötig, mit der man sofort feststellen kann wer die Person in einem Körper ist, und eine solche Technik würde automatisch auch die Verfolgung der entsprechenden Person ohne zusätzliche extra-Wanzen o.ä. vereinfachen, ebenso wäre ein Grossteil der Überwachungskameras unnötig. Hier wurde das Konzept (aus dramaturgischen Gründen?) nicht zuende gedacht. So abgefahren auf der einen Seite die digitalisierten Personae sind, so old-school und retro ist die eingesetzte Überwachungstechnik.</p>
<p>Dennoch ist <a href="http://www.amazon.de/gp/product/057507390X?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=057507390X">Altered Carbon</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=057507390X" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> ein fantastisches Stück Sci-Fi-Unterhaltung, das &#8211; so man was plakative Darstellungen von Sex und Gewalt angeht nicht zimperlich ist &#8211; einen Riesenspaß macht und einen mit auf einen rasanten Trip in ein neues, faszinierendes Universum nimmt. Ich hatte lange nicht mehr so viel Vergnügen beim Lesen mir neuer SF.</p>
<p>Band 2 und 3 sind schon geordert&#8230;</p>
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		<title>Walter Tevis &#8211; Die Letzten der Menschheit (Mockingbird)</title>
		<link>http://rezensionen.webhafen.de/2008/08/walter-tevis-die-letzten-der-menschheit-mockingbird/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 Aug 2008 12:53:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Tevis, Walter]]></category>
		<category><![CDATA[Amerika]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[New York]]></category>
		<category><![CDATA[Spofforth]]></category>
		<category><![CDATA[Walter Tevis]]></category>

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		<description><![CDATA[Only the mockingbird sings at the edge of the woods. Es ist dieser Satz, der dem englischen Original von Die Letzten der Menschheit seinen Titel gab: Mockingbird. Vor 20 oder 25 Jahren habe ich Walter Tevis&#8217; Endzeitvision eines von der Menschheit fast verlassenen Planeten das erste Mal gelesen. Im Rückblick, mit einigem an postapokalyptischer Fiction [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Only the mockingbird sings at the edge of the woods.</em></p>
<p>Es ist dieser Satz, der dem englischen Original von</p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3811820133?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3811820133"><img src="http://webhafen.de/textblog/wp-content/uploads/2008/07/dieletzten.jpg" border=0 height=200 alt="" /></p>
<p>Die Letzten der Menschheit</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3811820133" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> </h3>
<p>seinen Titel gab: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0575079150?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0575079150">Mockingbird.</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0575079150" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /></p>
<p>Vor 20 oder 25 Jahren habe ich Walter Tevis&#8217; Endzeitvision eines von der Menschheit fast verlassenen Planeten das erste Mal gelesen. Im Rückblick, mit einigem an postapokalyptischer Fiction mehr, das ich gelesen habe, erscheint <em>Mockingbird</em> längst nicht mehr so apokalyptisch wie damals, aber auch beim Wiederlesen hat sich die alte Faszination dank einer grossartigen Erzählung erneut eingestellt.</p>
<p>Im 25. Jahrhundert ist die Erde scheinbar von Menschen entleert. Nur Spofforth zieht einsam durch ein verfallendes New York seiner Wege, nimmt wie jeden Tag den Fussmarsch auf das alte Empire State Building auf sich, das nur noch von Servicerobots bevölkert wird, und starrt auf den Zerfall. Das erinnert zunächst fatal an die Eingangssequenz von <a href="http://www.datenhamster.org/2008/03/i-am-legend/">I am Legend mit Will Smith</a>, könnte aber kaum weiter davon entfernt sein.</p>
<p>Die Menschheit, oder was von ihr übrig ist, existiert sehr wohl &#8211; aber sie vegetiert von Halluzinogenen benebelt und psychedelische TV-Screens beglotzend dumpf vor sich hin; das Leben wie wir es kennen wird von Robots erledigt. Als höchstes Kulturgut gilt es, sich aus dem Leben anderer herauszuhalten und Emotionen und Risiken zu vermeiden, Familien existieren nicht länger, niemand beherrscht mehr die Kunst des Lesens, und auch die Welt der Roboter die alles am Laufen halten, unterliegt langsamem Zerfall, da niemand mehr in der Lage ist Dinge zu reparieren oder warten. Das Ende ist nah, weil <em>homo sapiens</em> einfach zu weggetreten ist um sich um etwas zu kümmern &#8211; einschliesslich der eigenen Vermehrung. &#8220;Spontane Selbstverbrennungen&#8221; sind der <em>dernier cri</em>.<br />
<span id="more-217"></span><br />
Die Person, die wir im ersten Kapitel kennenlernen, ist Bob Spofforth. Er ist ein Typ-9 Roboter, die höchstentwickelte Maschine die die Erde je betreten hat, und hochintelligent. Spofforth hat daher viele Aufgaben in der Verwaltung der Stadt. Eines Tages erfährt er, dass ein Mann namens Paul Bentley, Professor in Ohio, ihn kontaktiert hat. Und das faszinierende: Bentley beherrscht das Lesen. Er hat es sich selbst anhand alter Kinderbücher beigebracht.</p>
<p>Spofforth bietet ihm einen Job an &#8211; Bentley soll die Texte alter Stummfilme ablesen und den Ton für ihn aufzeichnen. Und aus einem der Stummfilme stammt auch die Zeile, die Pauls Leben so verändert wie der Aufenthalt in New York:</p>
<p><strong>Nur die Spottdrossel singt am Rande des Waldes.</strong></p>
<p>Der Satz verursacht eine merkwürige Traurigkeit bei Bentley, eine schmerzliche Sehnsucht, ein tiefes Gefühl das zu empfinden doch so schlecht ist &#8211; aber ihm kommt es nicht schlecht vor. Und als er beginnt mit Hilfe eines Aufzeichners täglich seine Gedanken festzuhalten, und die vom Staat wie Bonbons verteilten Psychopharmaka absetzt, erkennt Bentley, dass das Leben mit klarem Kopf und klarem Bewusstsein, das Selbst Denken, das Erfahren des Menschseins durch den Prozess des Lesens und Schreibens und der Selbsterkenntnis, das ist was homo sapiens eigentlich ausmacht.</p>
<p>Das ist, im groben, die Message des Buches, doch Tevis hat noch viel mehr zu bieten. Er schickt Bentley, von Spofforth schliesslich in ein Gefangenenlager an der Küste weit weg von New York verbannt, durch das Amerika der Postapokalypse, in ein Gefängnis das heute nicht grausamer sein könnte, in Orte, die seit dem letzten nuklearen Krieg von Vorräten aus Schutzbunkern leben und ihr eigenes Obst und Gemüse anbauen und eine eigenartige Form des Christentums praktizieren, aber auch zu freundlichen telepathischen Bussen und einer defekten Toasterfabrik, in der Roboter seit 40 jahren Ausschuss am Fliessband produzieren, wieder einstampfen, und erneut produzieren, bis Bentley auftaucht.</p>
<p>Die Handlung windet sich um eine Liebesgeschichte, die ebenso kompliziert wie zartfühlend erzählt wird, die Geschichte der hochintelligenten Ausreisserin Mary Lou, in die sich nicht nur Paul, sondern auch der Robot Spofforth verlieben &#8211; und Mary Lou ist diejenige, die schliesslich auch die Ursache der ganzen Katastrophe, die über die Menschheit hereingebrochen ist, erkennt.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3811820133?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3811820133">Die Letzten der Menschheit</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=simo-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3811820133" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> ist ein Monument der Science Fiction als Literaturgattung &#8211; und ein Monument der Menschlichkeit. Gemeinsam mit <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453164121?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3453164121">Fahrenheit 451</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3453164121" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> ist es eine Hommage an das gedruckte Wort und den menschlichen Geist.</p>
<p>Wunderschön. Unbedingt lesen.</p>
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		<title>Joe Haldeman &#8211; The Accidental Time Machine</title>
		<link>http://rezensionen.webhafen.de/2008/08/joe-haldeman-the-accidental-time-machine/</link>
		<comments>http://rezensionen.webhafen.de/2008/08/joe-haldeman-the-accidental-time-machine/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 07 Aug 2008 18:40:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Haldeman, Joe]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitreise]]></category>

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		<description><![CDATA[Joe Haldeman gehört seit The Forever War (deutsch: Der ewige Krieg) zu den bekannten Namen in der Science Fiction, und erhielt sowohl Hugo- als auch Nebula Awards. 2007 legte er einen neuen Roman mit dem Titel The Accidental Time Machine vor. Das Buch war der Lesevorschlag für den August bei Reading With Becky, und SciFi [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Joe_Haldeman">Joe Haldeman</a> gehört seit <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_Forever_War">The Forever War</a> (deutsch: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453164148?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3453164148">Der ewige Krieg</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3453164148" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" />) zu den bekannten Namen in der Science Fiction, und erhielt sowohl <a href="http://www.thehugoawards.org/">Hugo-</a> als auch Nebula Awards.</p>
<p>2007 legte er einen neuen Roman mit dem Titel</p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0441014992?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0441014992"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51N9EZ7HDNL._SL160_.jpg" border=0></p>
<p>The Accidental Time Machine</a></h3>
<p>vor.</p>
<p>Das Buch war der Lesevorschlag für den August bei <a href="http://readingwithbecky.wordpress.com/">Reading With Becky</a>, und SciFi mag ich ohnehin gern, so kam ich dazu tatsächlich einmal Science Fiction zu lesen die nicht schon 20 oder mehr Jahre auf dem Buckel hat.</p>
<p>Hauptfigur des Romans ist Matt, studierter Physiker am MIT, der seit 4 Jahren einen Assistentenjob hat und an seiner Dissertation wurstelt. Der Winter in Boston ist nasskalt, und er arbeitet zuviel. Spät abends vor dem Wochenende bastelt er an einem Kalibrator, einem Gerät das &#8220;genau ein Photon per Chronon&#8221; emittieren soll, wenn man auf das Knöpfchen drückt. Doch stattdessen verschwindet das Gerät. &#8211; Und ist eine Sekunde später wieder da.<br />
<span id="more-219"></span><br />
Bei weiteren Versuchen stellt sich heraus, dass das Gerät &#8211; die zufällig entstandene Zeitmaschine &#8211; nach jedem Drücken des Reset-Knopfes länger dort verweilt, wo auch immer es sich befindet. Und so nutzt Matt das lange Wochenende &#8211; sein Boss hat ihn heimgeschickt, seine Freundin hat ihn verlassen &#8211; zu weiteren Experimenten mit der Maschine. Er besorgt sich eine Schildkröte und schickt sie mit einem etwas komplexeren Versuchsaufbau dahin wo auch immer die Maschine verschwindet. Herman the Turtle überlebt das Experiment, ohne auch nur ein Salatblatt angerührt zu haben, obwohl er 3 Tage verschwunden blieb, und die beigelegte Stoppuhr lief nur 1 Sekunde. Matt schliesst daraus, dass das Ding (warum?) durch die Zeit in die Zukunft reist, und überlegt, ob er selbst mit der Maschine reisen könne.</p>
<p>Als er auch noch seinen Job an der Uni verliert, ist der Entschluss schnell gefasst, und er begibt sich in ein gewagtes Experiment. Mit dem alten Auto eines Freundes als Transportkäfig, in den er selbst einsteigt (unter anderem bewaffnet mit einem Taucheranzug, um nicht zu ertrinken, sollte er im Hafenbecken wieder auftauchen), löst er die Maschine aus &#8211; und wird gefühlte Sekunden später festgenommen, weil der Mann, der ihm das Auto geliehen hat, gestorben ist als sein Auto vor seinen Augen verschwand. Das ist 4 Wochen her. Nun soll Matt sich wegen Autodiebstahls und Mord verantworten.</p>
<p>Doch etwas erstaunliches passiert: kaum dass er im Knast sitzt, wird er per Kaution (1 Million Dollar) auch wieder herausgeholt &#8211; und die Anwälte, eine teure hochangesehene Sozietät, versichern ihm, jemand der ihm ähnlich gesehen habe habe ihnen das Geld gegeben und den Zeitpunkt wann sie ihn herausboxen sollen. Und dieser Jemand hatte noch eine Botschaft für ihn: <em>Grab the car and go</em>.</p>
<p>Das lässt Matt sich nicht zweimal sagen. Zweimal allerdings drückt er den Knopf seiner Zeitmaschine, die sich in logarithmischen Sprüngen in der Zeit vorwärts bewegt, was dazu führt dass er rund 200 jahre nach seinem Verschwinden in einer unbelebt wirkenden Gegend Neuenglands wieder auftaucht und sich mit einer mittelalterlich anmutenden Theokratie konfrontiert sieht, in welcher &#8220;Die zweite Wiederkunft Christi&#8221; stattgefunden hat und das MIT zum <em>Institut für Theosophie</em> mutiert ist.</p>
<p>Haldeman spendiert dem Leser einiges Geplänkel über Wissenschaft und den allwissenden Gott in der religiös orientierten Gesellschaft, bis Matt vor dem allessehenden, anscheinend holographischen Jesus die Flucht ergreift und sich nun gleich fast zweitausend Jahre in die Zukunft katapultiert, im Schlepptau eine hübsche und naive christliche Jungfrau.</p>
<p>Es folgt ein kurzer Einblick in eine von hemmungslosem Gütertausch und Bartering geprägte Gesellschaft wohlhabender Kalifornier, die wenig anderes tun als es sich gut gehen lassen, und ihr Leben von einer KI mit Namen LA (nein wirklich) regeln lassen. Doch noch immer hat Matt keine Methode gefunden, eine Zeitmaschine zu bauen die ihn in der Zeit zurück bringt. Da macht LA ihm einen eigentümlichen Vorschlag&#8230;</p>
<p>Das Buch ist im groben in 4 Abschnitte unterteilt. Der erste umfasst Matts Leben vor der Zeitreise bzw. in seiner eigenen Lebenszeit, der zweite ist die Episode mit den &#8220;Christeners&#8221; die im Westen Neuenglands einen offenbar lokalen Gottesstaat errichtet haben, Abschnitt drei ist die rosa Happypillen-Zukunft im Kalifornien / New Mexico etwa des Jahres 4200, und Abschnitt 4 schliesslich ist ein wildes Gehopse durch die Zeiten. Wie hinten angeklebt wirkt dann noch ein Teil über das Leben des Protagonisten nach der Auflösung.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0441014992?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0441014992">The Accidental Time Machine</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0441014992" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> liest sich relativ flüssig, ist aber leider ein ziemlich oberflächlicher Roman, der an mittelmässige Jugendliteratur erinnert, sowohl vom Umfang als auch vom Tiefgang her.</p>
<p>Die Charaktere bleiben vergleichsweise flach, Matt wandert durch die Zeiten ohne von den Implikationen wirklich beeindruckt oder emotional berührt zu sein, die Beziehungen zwischen den Charakteren, namentlich Matt und Martha (eine arg offensichtliche Version der Weena aus <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_Time_Machine">Wells&#8217; Time Machine</a>) sind abziehbildhaft und vorhersehbar, und so etwas wie Charakterentwicklung gibt es bei Haldeman quasi gar nicht. Dazu passt, dass er nie wirklich erklärt, was passiert ist, und auch die beiden höchst interessanten Kulturen, die er vorstellt, nur anreisst und nicht schlüssig erklärt (ebensowenig wie das Fehlen anderer gesellschaftlicher Strömungen in ihnen, sie scheinen komplett totalitär zu sein, ein Totalitarismus dem sich entgegen der menschlichen Natur alles unterwirft).</p>
<p>Hätte Haldeman sich die Zeit genommen, mehr als nur einen flüchtigen Blick auf diese Kulturen zu werfen, sie auszuarbeiten im Kontrast zu den Erfahrungen von Matt (und Martha), vielleicht wäre etwas anderes, aufregenderes und den Geist fordernderes dabei herausgekommen als nur eine &#8220;Buck Rogers with a small beer belly&#8221;-Version, wie sich Matt irgendwann selbst ironisch sieht. So aber ist das ganze ein Space Race auf dem Niveau eines mäßigen Scifi-B-Movies, mit einem Ende das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deus_ex_machina">Deus ex Machina</a> quer drübergestempelt hat und absolut unbefriedigend ist.</p>
<p>Fazit: nach einem etwas lauen Anfang nett zu lesen, aber sowohl Charaktere als auch Handlung und Ideengerüst bleiben ohne Tiefgang. Ein Buch das man ebenso schnell vergisst wie man es gelesen hat, und das zu Recht. Schade.</p>
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		<title>Christopher Hinz &#8211; Paratwa (Paratwa 3)</title>
		<link>http://rezensionen.webhafen.de/2008/02/christopher-hinz-paratwa-paratwa-3/</link>
		<comments>http://rezensionen.webhafen.de/2008/02/christopher-hinz-paratwa-paratwa-3/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 21 Feb 2008 04:35:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hinz, Christopher]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Paratwa]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://webhafen.de/textblog.neu/?p=183</guid>
		<description><![CDATA[Mit Christopher Hinz: Paratwa(3. Roman der Paratwa-Saga) findet die Paratwa-Trilogie (auf dem Rückentext schönfärberisch und fälschlich als &#8220;Saga&#8221; betitelt) ihren Abschluß. Wer bis hierhin durchgehalten hat, wird mit einer wahrhaft phantastischen Geschichte belohnt, bei der ich leichte Zweifel habe, ob sie vom Autor bereits beim Entwurf des ersten Teils so angelegt wurde, aber das spielt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit</p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453119045?ie=UTF8&#038;tag=simo-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3453119045">Christopher Hinz: Paratwa<br clear=all>(3. Roman der Paratwa-Saga)</a></h3>
<p>findet die Paratwa-Trilogie (auf dem Rückentext schönfärberisch und fälschlich als &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Saga">Saga</a>&#8221; betitelt) ihren Abschluß.</p>
<p>Wer bis hierhin durchgehalten hat, wird mit einer wahrhaft phantastischen Geschichte belohnt, bei der ich leichte Zweifel habe, ob sie vom Autor bereits beim Entwurf des ersten Teils so angelegt wurde, aber das spielt für die Auflösung nur insofern eine Rolle, als sie den Blickwinkel, aus dem man den Handlungsverlauf betrachtet, plötzlich völlig verändert &#8211; und ich hätte mir zumindest kleine Hinweise darauf in den anderen Romanen gewünscht.</p>
<p>Tatsächlich ist <em>Paratwa</em> wegen dieser vollkommen anderen Perspektive der wohl stärkste Band der Trilogie.</p>
<p>Aber der Reihe nach&#8230;<br />
<span id="more-190"></span><br />
Susan Quint findet ihre Bestimmung als zweite Hälfte, als Paarling, von Gillian, der natürlich ein Ash-Ock-Paratwa ist bzw. dessen überlebende Hälfte. Doch Susan und Gillian stellen fest, dass sie der Verbindung nicht mehr entfliehen können und allein ihr Monarch, das Ash Ock namens Empedokles, nun ihr Dasein steuert und ihnen keine Gelegenheit mehr geben wird, sie selbst zu sein, sie sind zu einem Sklavendasein verdammt.</p>
<p>Gleichzeitig treten die Paratwa und ihre neu geschaffenen Armeen an, die Menschheit zu versklaven. Um die Menschheit williger zu machen auf ihre alte Heimat zurückzukehren und sich zu unterwerfen, haben sie alle Menschheitskolonien mit tödlichen Virenbomben versehen, und nun droht <em>homo sapiens</em> wahlweise der Untergang oder die totale Kapitulation vor den Wesen, die die Paratwas als Vorhut erschaffen haben, um sich die Erde untertan zu machen.</p>
<p>Doch <em>homo sapiens</em> hat noch eine handfeste Überraschung für die Invasoren auf Lager&#8230;</p>
<p>Ich will nicht zu viel verraten. Auch im dritten Band gelingt es Hinz nicht, wirklich lebensechte Charaktere zu erschaffen und die Handlung um die Virenbomben ist viel zu langatmig und gewunden &#8211; die Hintergrundgeschichte aber, die sich in diesem Roman entfaltet, ist so voll von neuen Ideen und dem Besten an wissenschaftlicher SciFi, dass es sich für mich gelohnt hat, alle drei Bände zu lesen, wenn auch streckenweise mit etwas Zähneknirschen. Worauf ich eigentlich noch warte, ist die Filmtrilogie zu dieser Sci-Fi-Story, die dank ihrer Actionszenen perfekt geeignet sein müsste für eine bombastische Verfilmung. Wer schreibt das Drehbuch?</p>
<p><strong>Paratwa-Trilogie:</strong><br />
Band 1 &#8211; <a href="http://rezensionen.webhafen.de/2008/01/christopher-hinz-killer-aus-dem-eis-paratwa-1/">Killer aus dem Eis</a><br />
Band 2 &#8211; <a href="http://rezensionen.webhafen.de/2008/02/christopher-hinz-ash-ock-paratwa-2/">Ash Ock</a><br />
Band 3 &#8211; <a href="http://rezensionen.webhafen.de/2008/02/christopher-hinz-paratwa-paratwa-3/">Paratwa</a></p>
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		<title>Christopher Hinz &#8211; Ash Ock (Paratwa 2)</title>
		<link>http://rezensionen.webhafen.de/2008/02/christopher-hinz-ash-ock-paratwa-2/</link>
		<comments>http://rezensionen.webhafen.de/2008/02/christopher-hinz-ash-ock-paratwa-2/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 Feb 2008 04:33:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hinz, Christopher]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Paratwa]]></category>

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		<description><![CDATA[Der zweite Band der Paratwa-Trilogie ist &#8211; wie so viele zweite Bände von Dreiteilern &#8211; nicht viel mehr als ein Lückenbüßer zwischen dem ersten und dem dritten Teil, zwischen Auftakt und Finale. Und leider merkt man das Christopher Hinz: Ash Ock 2. Roman der Paratwa-Saga überdeutlich an. Rund 50 Jahre sind seit den Geschehnissen aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der zweite Band der Paratwa-Trilogie ist &#8211; wie so viele zweite Bände von Dreiteilern &#8211; nicht viel mehr als ein Lückenbüßer zwischen dem ersten und dem dritten Teil, zwischen Auftakt und Finale. Und leider merkt man das</p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453119037?ie=UTF8&#038;tag=simo-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3453119037"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/2134W0EDANL.jpg" border=0><br clear=all><br clear=all>Christopher Hinz: Ash Ock<br clear=all> 2. Roman der Paratwa-Saga</a></h3>
<p>überdeutlich an.</p>
<p>Rund 50 Jahre sind seit den Geschehnissen aus <em>Killer aus dem Eis</em> vergangen, genau die Zeit, die die Helden der Geschichte, Nick und Gillian, erneut in Stasis verbringen sollten, die Zeit, die die Menschheit glaubte noch zu haben, ehe der Angriff der Paratwas kommen sollte.</p>
<p>Doch bis der Leser Gillian und Nick trifft, führt Hinz uns zunächst in die Welt von Corelli-Paul Ghandi, der zum Helfershelfer und Geliebten einer der Hälften von Sappho, der ersten Ash-Ock-Paratwa wird, und ihr hilft, die Menschheit langsam und unbemerkt zu unterwandern. Wir lernen Susan Quint kennen, die sich in diesem Roman eigentlich durch nichts auszeichnet ausser durch eine serienreife Flucht, die aber für den späteren Handlungsverlauf von Bedeutung sein wird. Wr lernen einen ganz neuen Typus Paratwa kennen, und dann ist da noch der Löwe von Alexander, Anführer einer Gruppe von Cousteaus, der einmal auf den Namen Jerem hörte&#8230;<br />
<span id="more-189"></span><br />
Die Handlungsfäden sind gekonnt gesponnen, aber nicht wirklich spannend &#8211; vielleicht, weil so viel dessen was hier geschieht (zumindest für mich) vorhersehbar war, vielleicht auch weil die eigentlichen Haupthandlungsträger wieder einmal zu wenig Raum bekommen. Ein zusätzliches Ärgernis ist, dass der Übersetzer des zweiten (und dritten) Bandes nicht nur <strong>nicht </strong>derselbe wie beim ersten Band ist, sondern sich auch in einigen wichtigen Punkten nicht an dessen Vorlagen hält.</p>
<p>Walter Brumm ist zweifelsohne ein erfahrener SciFi-Übersetzer, und auch seine Übersetzungen bestimmter Kernbegriffe sind sicher enger am Text als im ersten Band, aber es irritiert schon, wenn zum Beispiel aus E-Tech plötzlich Öko-Tech wird, oder aus einem &#8220;Superei&#8221; ein &#8220;Cohéstab&#8221; (im dritten Band geht er dann kurz auf diese Diskrepanz in einem erklärenden Nebensatz ein).</p>
<p>Wie schon in Band 1 ist die Geschichte, die Hinz entwirft, durch ihre Komplexität faszinierend, nicht aber durch die auftretenden Figuren, die auch hier nur Funktionen ausüben, aber nicht zu echten Persönlichkeiten wachsen; Band 1 war allerdings sehr viel stringenter an einem Handlungsfaden entlang komponiert und hatte mehr faszinierende Fakten zu bieten als Band 2.</p>
<p>Am Ende ist es allein die Vision eines sich abzeichnenden apokalpytischen Untergangs der Menschheit, die mich zu Band 3 greifen lässt.</p>
<p><strong>Paratwa-Trilogie:</strong><br />
Band 1 &#8211; <a href="http://rezensionen.webhafen.de/2008/01/christopher-hinz-killer-aus-dem-eis-paratwa-1/">Killer aus dem Eis</a><br />
Band 2 &#8211; <a href="http://rezensionen.webhafen.de/2008/02/christopher-hinz-ash-ock-paratwa-2/">Ash Ock</a><br />
Band 3 &#8211; <a href="http://rezensionen.webhafen.de/2008/02/christopher-hinz-paratwa-paratwa-3/">Paratwa</a></p>
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		<title>Christopher Hinz &#8211; Killer aus dem Eis (Paratwa 1)</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jan 2008 04:29:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hinz, Christopher]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[Paratwa]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon länger lag die Paratwa-Trilogie von Christopher Hinz auf meinem Lesestapel, und als ich endlich dazu kam sie zu lesen, liessen sich die vielen begeisterten Rezensionen bei Amazon USA wie Deutschland vielversprechend an, ja Hinz hatte für den Einstiegsband in die Trilogie sogar einen Compton Crook Award verliehen bekommen. Christopher Hinz &#8211; Killer aus dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon länger lag die Paratwa-Trilogie von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Christopher_Hinz">Christopher Hinz</a> auf meinem Lesestapel, und als ich endlich dazu kam sie zu lesen, liessen sich die vielen begeisterten Rezensionen bei Amazon USA wie Deutschland vielversprechend an, ja Hinz hatte für den Einstiegsband in die Trilogie sogar einen <em>Compton Crook Award</em> verliehen bekommen.</p>
<h3 align="center"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453119029?ie=UTF8&amp;tag=simo-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3453119029"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/21QMKKHMDSL._AA_SL160_.jpg" border="0" /><br clear="all" /><br clear="all" />Christopher Hinz &#8211; Killer aus dem Eis<br clear="all" />Band 1 der Paratwa Trilogie</a></h3>
<p>Nach knapp 100 Seiten rieb ich mir verwundert die Augen. Nach 120 Seiten beschloß ich, die Rezensionen bei Amazon noch einmal zu lesen. Konnte es wirklich an der Übersetzung von Dagmar Kreye und Abel Miser liegen, dass ich mit diesem Vertreter der klassischen Hard Science Fiction, die ich normalerweise schätze, so gar nicht warm wurde? Oder war es eine etwas zu offensichtliche Reminiszenz an <em>Terminator,</em> ein Effekt, der bei einem 4 Jahre nach dem ersten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Terminator_%28Film%29">Terminator-Film</a> erschienen Buch möglicherweise ganz unbewusst vom Autor eingeflochten wurde?<br />
<span id="more-188"></span><br />
Geschlagene 140 Seiten dauerte es, bis die beiden Hauptfiguren der Trilogie in Augenschein traten, und fast 500 Seiten, bis sich mir ein wenig der <em>Sense of wonder</em> und die Begeisterung für dieses Buch zu erschließen begannen &#8211; bei aller Liebe für die SciFi, das ist einfach zu viel.</p>
<p>Aber der Reihe nach&#8230;</p>
<p>Der Roman beginnt mit einer Polizeieinheit, die auf eine verseuchte, postapokalyptische Erde zurückkehrt, um die Spur von Plünderern zu verfolgen. Dabei stellen sie fest, dass etwas Großes &#8211; zwei Stasiskammern &#8211; aus einem Geheimversteck in Philadelphia geborgen wurde, und sie fürchten sich vor dem, was möglicherweise in diesen Kammern gewesen sein könnte.</p>
<p>Etwas später erlebt man aus dem Blickwinkel einer jungen Frau und ihres Sohnes auf den Erdkolonien im All, wie die Insassen eben jener Stasiskammern einen bis ins Detail choreographierten Mord begehen, und es wird klar dass es sich um ein Paratwa handelt, den furchtbarsten Killer, den die Menschheit je geschaffen hat &#8211; vereinfacht gesagt, ein Geist in zwei Körpern.</p>
<p>im Original heisst der Roman <em>Liege Killer</em> und verweist damit im Gegensatz zum deutschen Titel schon deutlich auf den Zusammenhang, dass hier nämlich ein Vasall quasi für seinen Lehnsherrn morden geht, eine Erkenntnis, für die die &#8220;Verantwortlichen&#8221; in den Raumkolonien beinahe mehr als einen Roman brauchen. Und so tauen nun die Überlebenden der Erdkatastrophe ihrerseits zwei Lebewesen aus der 200 Jahre zurückliegenden Vergangenheit auf &#8211; die einzigen, die den Paratwa zur Strecke bringen können&#8230;</p>
<p>Die Handlung um Nick und Gillian, das Spezialteam, ist spannend, aber &#8211; zumindest aus einem Blickwinkel 20 Jahre nach dem ersten Erscheinen des Romans &#8211; klischeeüberladen. Die Menschheit lebt in über 100 Koloniezylindern, die die Erde geostationär umkreisen und sich aus Solarenergie speisen. Einige Millionen Menschen haben nach dem biologisch-atomaren Krieg den Sprung in All geschafft, und sie sind politisch in höchst unterschiedliche Organisationen aufgesplittert, die ihrerseits von einer Art Treffen der Vorstandsvorsitzenden, dem Rat von Irrya, regiert werden. Dazwischen funken die Costeaus, ein Mittelding aus Rebellen und Raumpiraten, die sich der Politik der Kolonien nicht unterordnen wollen.</p>
<p>Immer wieder wird gelobt, wie realistisch und glaubwürdig doch dieses Buch von Hinz sei, und ich fasse mich an den Kopf. Der größte der Raumzylinder ist über 100 km lang. Eine vom Krieg gebeutelte Menschheit schafft es, einige Dutzend lebensfähige riesengroße Raumstationen zu erschaffen und ins All zu befördern, plus die millionenstarken Überreste der Menschheit? <strong>Wir</strong> schaffen es mit Müh und Not, eine 100 Meter lange ISS irgendwie am Funktionieren zu halten, mit ganzen 900 Kubikmetern Rauminhalt, bei galoppierenden Kosten; der Start eines einzigen Space Shuttles verbraucht Unmengen Material und Geld &#8211; ich halte gerade diese Prämisse des Romans für aberwitzig und undurchführbar.</p>
<p>Richtig ist allerdings, dass Hinz den Leser sehr gekonnt in das komplexe Universum einführt, das er sich ausgedacht hat, nach und nach die Beziehungsgeflechte verknüpft, technisch-wissenschaftliche Informationen so erklärt und einbindet, dass alles völlig natürlich wirkt, nicht belehrend oder nur nacherzählend. Und das ist es auch, was diesen Roman interessant und lesenswert macht. Leider bleibt dennoch hinter der Vielzahl der Handlungsorte und Informationen die tatsächliche Storyline auf der Strecke, ein Großteil des vermittelten Wissens ist atmosphärisch, aber für den Handlungsverlauf überflüssiger Ballast.</p>
<p>Mein größter Kritikpunkt allerdings ist, dass die Charaktere nicht lebensecht sind, sondern rein auf ihre Funktionen beschränkt sind. Sie bleiben zweidimensional und ohne Tiefgang: der Hacker, der Kämpfer, der Politiker, die Mutter, der rebellische Sohn&#8230; das sind Rollenklischees, die die Figuren nicht zu durchbrechen vermögen.  Ich finde es schade, dass Hinz sich die Mühe der Entwicklung einer komplexen durchdachten Zukunftsvision macht, in der er ein ganzes Storyuniversum unterbringen könnte, und dann seine Chancen bei den Protagonisten einfach vergibt.</p>
<p>Trotz einiger Längen und Schwächen ist das Ganze am Ende aber doch so spannend, dass ich wissen will wie es weitergeht im zweiten Teil.</p>
<p><strong>Paratwa-Trilogie:</strong><br />
Band 1 &#8211; <a href="http://rezensionen.webhafen.de/2008/01/christopher-hinz-killer-aus-dem-eis-paratwa-1/">Killer aus dem Eis</a><br />
Band 2 &#8211; <a href="http://rezensionen.webhafen.de/2008/02/christopher-hinz-ash-ock-paratwa-2/">Ash Ock</a><br />
Band 3 &#8211; <a href="http://rezensionen.webhafen.de/2008/02/christopher-hinz-paratwa-paratwa-3/">Paratwa</a></p>
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		<title>Jeffrey Lang: StarTrek (TNG) &#8211; Das Unsterblichkeitsprinzip</title>
		<link>http://rezensionen.webhafen.de/2007/07/jeffrey-lang-startrek-tng-das-unsterblichkeitsprinzip/</link>
		<comments>http://rezensionen.webhafen.de/2007/07/jeffrey-lang-startrek-tng-das-unsterblichkeitsprinzip/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 Jul 2007 04:12:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lang, Jeffrey]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[StarTrek]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Story beginnt mit dem noch sehr jungen Noonien Soong, der &#8211; gemeinsam mit Ira Graves und Professor Waslowick &#8211; auf einem fernen unbekannten Eisplaneten klettern geht, und dabei Überbleibsel einer alten, zerstörten Androidenzivilisation findet. Das Thema ist also klar: Data &#8211; und Androiden. Jeffrey Lang: Das Unsterblichkeitsprinzip (StarTrek: The Next Generation) Wie man schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Story beginnt mit dem noch sehr jungen <a href="http://memory-alpha.org/wiki/Noonian_Soong">Noonien Soong</a>, der &#8211; gemeinsam mit Ira Graves und Professor Waslowick &#8211; auf einem fernen unbekannten Eisplaneten klettern geht, und dabei Überbleibsel einer alten, zerstörten Androidenzivilisation findet. Das Thema ist also klar: Data &#8211; und Androiden.</p>
<h3 align="center"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453863577?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3453863577"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51M0CS5C36L._SL160_.jpg" border="0" /><br clear="all" /><br clear="all" />Jeffrey Lang: Das Unsterblichkeitsprinzip<br />
(StarTrek: The Next Generation)</a></h3>
<p>Wie man schon dem Titel entnehmen kann, sind Fragen der Sterblichkeit und Unsterblichkeit ein Thema des Buches. Zu Beginn kehrt Data auf die Enterprise-E zurück, nachdem er gerade den leblosen Körper seiner &#8220;verstorbenen&#8221; Mutter Dr. Julianna Tainer geborgen hat. Data empfindet den Verlust als sehr schmerzlich, da ihm klar wird, dass alle die er kennt sterben werden, nur er nicht. Er weiss nicht wie er damit fertig werden soll, und nur die Zusprache von Captain Picard hält ihn davon ab, seinen Emotionschip auf Dauer zu deaktivieren.</p>
<p>Die <em>Enterprise</em> wird überraschend nach Galor IV beordert, wo Commander Maddox &#8211; der Mann der Data einst zerlegen und analysieren wollte &#8211; an einem geheimen Projekt gearbeitet hat. In seinem Labor kam es zu einem Unfall mit tödlichem Ausgang, und irgendjemand hat auf den Boden des Labors in Blut &#8220;DATA&#8221; geschrieben&#8230;</p>
<p><span id="more-165"></span></p>
<p>Schon bald kommt das Team der Enterprise zu dem Schluß, dass der vorgebliche Unfall ein gezieltes Attentat war. Commander Maddox liegt in einem unerklärlichen Koma und kann nicht befragt werden, doch auch so stellt sich heraus, dass Maddox an einem neuen Androiden gearbeitet hat, einem Prototypen, der sogar Data überlegen sein soll, und dessen zentrale Matrix mit einer neuartigen Technologie entwickelt wurde. Data, Riker und die smarte Sicherheitschefin Rhea McAdams folgen den Spuren der Attentäter und finden sich unversehens in einer geheimen unterirdischen Station wieder, die von Androiden bewacht wird, die selbst Data mühelos ausser Gefecht setzen können.</p>
<p>Durch glückliche Umstände können sie entkommen &#8211; da wird die Enterprise von einem Androidenschiff angegriffen&#8230;</p>
<p>Jeffrey Lang schlägt einen weiten Bogen durch die Star Trek Geschichte mit seinem Roman, indem er Personen wie Noonien Soong, Ira Graves (der Mann der sich Datas Gehirn bediente um seinen Tod aufzuhalten) oder Bruce Maddox heranzieht und gekonnt in seinen Plot einbindet. Auch Reg Barclay und sein Arbeit auf der Jupiterstation mit Dr. Lewis Zimmerman, die Erfahrungen der USS Voyager mit dem MHN und die Geschehnisse aus &#8220;First Contact&#8221; bindet er elegant in seinen Roman ein, so dass die Figuren glaubwürdig, konform mit dem ST-Canon und treffsicher weiterentwickelt werden. Am spannendsten ist dabei Datas emotionale Entwicklung.</p>
<p>Die Handlung enthält aussergewöhnlich viel &#8220;Technobabbel&#8221;, der einem gestandenen StarTrek-Fan aber eher Spaß als Probleme beim Lesen bereiten dürfte. Leider versteigt sich Lang in die fixe Idee, noch mehr Plots aus der StarTrek-Historie in diesen Roman einzubringen, es tauchen Handlungszusammenhänge aus TOS auf (die ich wegen Spoilers nicht verraten will), die meines Erachtens dann doch zuviel des Guten für diesen Roman sind  &#8211; das ist allerdings Geschmackssache.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453863577?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3453863577">Das Unsterblichkeitsprinzip</a> ist ein kenntnisreich geschriebener, vergleichsweise schlüssiger und sehr unterhaltsamer und spannender Roman aus dem Star Trek Universum, der vor allem Fans des Androiden Data begeistern dürfte &#8211; <strong>gelungen</strong>.</p>
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