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	<title>texte.webhafen.de &#187; Phantastik</title>
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	<description>Rezensionen und andere Texte von Petra Hildebrandt</description>
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		<title>Stephen King &#8211; Lisey&#8217;s Story</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Sep 2007 03:25:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[King, Stephen]]></category>
		<category><![CDATA[Phantastik]]></category>

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		<description><![CDATA[Stephen King, der Großmeister der Horrorliteratur, ist vor wenigen Tagen 60 Jahre alt geworden. In den letzten 30 Jahren hat er mehr als 50 Romane geschrieben, von denen die meisten auch ins Deutsche übersetzt wurden. Warum Stephen King: Lisey&#8217;s Story auf Deutsch &#8220;Love&#8221; heissen muss ist mir allerding schleierhaft, ebenso wie die Frage, warum der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_King" title="Wikipedia: King">Stephen King</a>, der Großmeister der Horrorliteratur, ist vor wenigen Tagen 60 Jahre alt geworden. In den letzten 30 Jahren hat er mehr als 50 Romane geschrieben, von denen die meisten auch ins Deutsche übersetzt wurden. Warum</p>
<h3 align="center"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0743289412?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=0743289412"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41Ol00ePToL._SL160_.jpg" border="0" /><br clear="all" /><br clear="all" />Stephen King: Lisey&#8217;s Story</a></h3>
<p>auf Deutsch &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453265327?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3453265327">Love</a>&#8221; heissen muss  ist mir allerding schleierhaft, ebenso wie die Frage, warum der Verlag das Buch nicht einfach &#8220;Bool&#8221; genannt hat, ist dies doch der am häufigsten verwendete erfundene Begriff, der sich wie ein (blutiger) roter Faden durch den Roman zieht.<br />
<span id="more-175"></span><br />
Die Handlung:</p>
<p>Lisa Landon, Ehefrau eines berühmten und erfolgreichen Horrorautors, findet zwei Jahre nach dem Tod ihres Mannes endlich die Kraft, sich den Geistern in seinem Arbeitsraum zu stellen und durch seine Papiere zu sehen, um das meiste davon nach und nach wegzugeben an Universitäten. Viele der Dinge die sie findet, wecken alte Erinnerungen in ihr &#8211; manche davon so heftig, dass sie sie erneut durchlebt &#8211; und an einigen scheint sie plötzlich wie ein Geist tatsächlich noch einmal live teilzuhaben und neue Erkenntnisse über ihr Leben mit Ehemann Scott zu gewinnen. Scott hatte eine grauenvolle Kindheit die von dunklen Geheimnissen überschattet wurde, und die Fähigkeit, sich in ein anderes, ebenso mystisch-faszinierendes wie tödlich-gefährliches Universum zu versetzen, das er Boo&#8217;ya Moon nannte. Auch mit Boo&#8217;ya Moon muss Lisa sich auseinandersetzen und mit einer mörderischen Art Schnitzeljagd, einem &#8220;<em>bool hunt</em>&#8220;, für den ihr Ehemann ihr noch zu seinen Lebzeiten Hinweise ausgestreut hat, die es nun zu enthüllen und zu verstehen gilt.</p>
<p>In der Zwischenzeit erleidet eine von Lisas Schwestern einen psychischen Zusammenbruch und &#8220;Little Lisey&#8221; muss sich um sie kümmern, ebenso wie um einen psychopathischen Fan ihres Mannes, der ihr nach dem Leben trachtet.</p>
<p>Die Grenzen sind also innerhalb eines bekannten King-Territoriums abgesteckt.</p>
<p>Als ich anfing, &#8220;Lisey&#8217;s Story&#8221; zu lesen, war ich fasziniert &#8211; hier erschloss sich mir ein King-Roman wie aus seinen besten Zeiten, mit Tiefe, Vielschichtigkeit, einer kalten Gänsehaut beim Lesen, einem &#8220;<em>sense of wonder</em>&#8221; und ineinander verflochtenen Familien- und Lebensgeschichten, die viele Stunden Lesespaß versprachen. Doch die Faszination verflog schnell und machte einer gelangweilten Anstrengung, dieses Buch zu Ende zu lesen, platz, etwas, das mir bei King selten passiert ist.</p>
<p>King ist für den inneren Dialog seiner Figuren wohl bekannt, in <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0743289412?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=0743289412">Lisey&#8217;s Story</a> treibt er diese Methode allerdings zum Exzess, gewürzt mit übermäßig vielen Parenthesen und einem Vokabular erfundener Begriffe aus einer privaten Geheimsprache zwischen Lisey und Scott sowie nicht minder willkürlichen und überreichlich eingesetzten Slang- und Dialektausdrücken aus dem Repertoire von Liseys Familie. Was spannende, erhellende sprachliche Spielereien hätten werden können, die einer relativ simpel gestrickten Liebesgeschichte, die sich um einen typischen King-Mystery-Plot windet, Würze verleihen, entwickelt sich so zu einem den Lesefluß hindernden Ärgernis.</p>
<p>Ein weiteres Problem ist, dass King die Geschichte von Lisey und Scott, aber auch die Geschichte von Lisey und ihren Schwestern, nach und nach in Rückblenden wie auch in Kapiteln aus der Jetztzeit erzählt, in denen Lisey Altes neu erlebt oder im Zusammensein mit ihren Schwestern Neues über Scott erfährt und dabei ihr Leben und ihre Liebe neu bewerten kann. Die Erzählstruktur wäre der Spannung förderlich, nur leider benötigt King geschlagene 200 Seiten, um überhaupt an einen Punkt in der Erzählung zu kommen, an dem dieses Konzept aufgeht und endlich etwas passiert.</p>
<p>Die Figur Lisey und ihre Motivationen werden durch den Roman hindurch immer unglaubwürdiger und schwerer zu verstehen. Erst auf den letzten 150 oder 200 Seiten nimmt der Roman Fahrt auf und wird zu einem der spannenden &#8220;page turner&#8221; wie man sie von King kennt, doch da hat er den Leser schon bis zum Abwinken mit seinen Sprachmarotten und sinnlosen Handlungsteilen genervt.</p>
<p>Am Ende wirkt <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0743289412?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=0743289412">Lisey&#8217;s Story</a> wie eine bunte Mischung aus Versatzstücken verschiedener King-Romane und -welten. Stark ist die Welt Boo&#8217;ya Moon, die er erfindet, und die Übergänge dorthin, und die emotionale Achterbahn wie tiefe Liebe zwischen Scott und Lisey, die diesen Roman ebenso trägt wie das komplexe Beziehungsgeflecht zwischen Lisey und ihren Schwestern. Das alles reicht aber nicht aus um den Roman wirklich gut und lesenswert zu machen.</p>
<p>Bezeichnenderweise wendet sich King im Nachwort an seine Leser mit den Worten</p>
<blockquote><p>Quite often reviewers of novels (&#8230;) will say &#8220;So-and-so would have benefited from actual editing.&#8221; To those tempted to say that about Lisey&#8217;s Story, I would be happy to submit sample pages from my frist-draft manuscript, complete with [my editor's] notes (&#8230;) Nan did a wonderful job,</p></blockquote>
<p>Abgesehen davon, dass wohl niemand davon ausgeht, dass ein Autor oder Verlag einen Erstentwurf veröffentlicht, hätte dieser Roman meines Erachtens tatsächlich mehr Bearbeitung gebraucht, und die Zeilen Kings sagen mir, dass ihm das wohl bewusst ist. <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0743289412?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=0743289412">Lisey&#8217;s Story</a> hätte eine prima Novelle abgegeben, oder auch einen super Roman, wenn er knapp 200 Seiten weniger umfasste und entsprechend um seitenweise inneren Dialog der Haupthandlungsträger gekürzt worden wäre. So aber bleibt unterm Strich ein schales Gefühl der Enttäuschung, trotz eines fulminanten, emotionalen Finales des Romans, welches das Buch insgesamt leider nicht zu retten vermag.</p>
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		<title>Ian R. MacLeod &#8211; Aether</title>
		<link>http://texte.webhafen.de/2007/05/ian-r-macleod-aether/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2007 06:30:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[MacLeod, Ian R.]]></category>
		<category><![CDATA[Phantastik]]></category>

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		<description><![CDATA[Es darf schon als erstaunlich bezeichnet werden, wenn im Zeitalter der schnelldrehenden Fantasy- und Scifi-Taschenbuchausgaben ein Roman des Genres Fantasy als Hardcover herausgebracht wird. Klett-Cotta als Herausgeber von u.a. der bibliophilen Hardcover-Ausgabe der Carroux-Übersetzung des Herrn der Ringe hat dieses Experiment mit Aether von Ian R. MacLeod gewagt. &#8220;Aether&#8221; ist ein sehr ungewöhnliches Fantasy-Buch, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es darf schon als erstaunlich bezeichnet werden, wenn im Zeitalter der schnelldrehenden Fantasy- und Scifi-Taschenbuchausgaben ein Roman des Genres Fantasy als Hardcover herausgebracht wird. Klett-Cotta als Herausgeber von u.a. der bibliophilen <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/redirect?link_code=as2&amp;path=ASIN/3608936661&amp;tag=webhafen-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742">Hardcover-Ausgabe der Carroux-Übersetzung des Herrn der Ringe</a> hat dieses Experiment mit</p>
<h3 align="center"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/redirect?link_code=as2&amp;path=ASIN/3608937722&amp;tag=webhafen-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742"><img src="http://images-eu.amazon.com/images/P/3608937722.03.MZZZZZZZ.jpg" border="0" /><br clear="all" /><br clear="all" />Aether von Ian R. MacLeod</a></h3>
<p>gewagt.</p>
<p>&#8220;Aether&#8221; ist ein sehr ungewöhnliches Fantasy-Buch, das sowohl vom Setting &#8211; eine Art viktorianisches England mit Einsprengseln frühester industrieller Revolution &#8211; als auch vom Thema her mehr an Dickens und <a href="http://www.klassiker-der-weltliteratur.de/thackeray.htm">Thackeray</a> erinnert, als an einen klassischen Fantasyroman.</p>
<p><span id="more-146"></span></p>
<p><a href="http://www.ianrmacleod.freeserve.co.uk/">MacLeod</a> erzählt aus einer Welt, die vom &#8220;Aether&#8221; bestimmt wird, einer magischen Substanz, die in unmenschlicher Schufterei in Minen ähnlich wie die Kohle abgebaut wird, und der die Kraft innewohnt, Dinge zu bewirken. Mit Aether werden Zauber gewoben, Schlösser versiegelt, Maschinen angetrieben und statisch unmöglich haltbare Gebäude zusammengehalten. Aether ist der Pulsschlag einer in Gilden organisierten Gesellschaft.</p>
<p>Zwei Haken hat die Sache allerdings. Der Aether ist nicht unerschöpflich &#8211; dieses Faktum ist aber nur den höchsten Gildenmeistern bekannt &#8211; und der Kontakt mit dem magischen Mineral kann verändern, die Menschen zu Feen, Trollen, Wechselbälgern werden lassen, kann sie langsam und grauenvoll dahinschwinden lassen&#8230; so passiert es der Mutter von Robbie, der als Kind der Werkzeugmachergilde geboren wird, und den es doch zu viel Höherem zieht.</p>
<p>Sehr detailreich und soziologisch genau hat MacLeod seine Welt ausgestattet, die einem so bekannt und doch so fremd vorkommt. Es macht Spaß, seinen verstreuten Indizien nachzuspüren &#8211; wie etwa einer Weltausstellung, der ersten, am Themseufer &#8211; und sein Aether-England zeitlich ungefähr einzuordnen, sind seit dieser ersten Weltausstellung doch etwa 100 Jahre &#8211; ein industrielles Zeitalter &#8211; vergangen.</p>
<p>Und natürlich gibt es in der sauber geordneten Welt der Gildenmeister und -meisterinnen (eine Bezeichnung die jedem eingeweihten Gildenmitglied zusteht) auch Underdogs, Gildenfreie, Bracks &#8211; und Ultrareiche, die Adligen gleich von Ball zu Ball und von Seance zu Seance flattern. Dazwischen die Wesen des Schattenreiches, die Opfer des Aethers, die doch dank ihrer besonderen Gaben gebraucht werden, um das System am Laufen zu halten&#8230; oder in Irrenanstalten verschwinden, wenn sie für ihre Umwelt unerträglich zu werden scheinen.</p>
<p>Aus der Sicht von Robert Borrows lernt der Leser diese Welt kennen, wächst mit ihm auf, beginnt, Zusammenhänge zu erfassen, Grenzen zu sehen. Quer durch alle sozialen Schichten und quer durch England, von den Kohle/Aether-Revieren ins Swinging London führt die Reise von Großmeister Borrows, der begreift, dass jemand die Welt retten muß, weil es so nicht weitergehen kann&#8230;</p>
<p>&#8220;Aether&#8221; ist eine aus dem Rahmen des Gewohnten herausfallende Geschichte, die sich am besten unter klassischer &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fantastik">Phantastik</a>&#8221; einordnen lässt. Am Ende hat sie aber einen Nebengeschmack von Banalität und Sinnlosigkeit, erscheint bisweilen wie ein Jugendroman mit moralisch erhobenem Zeigefinger. Die Handlung ist spätestens auf der Hälfte des Romans nicht mehr zwingend, die Charaktere bleiben ausserhalb ihrer sozialen Funktionen seltsam fahl, und schon aus dem einleitenden Kapitel ergeben sich Rückschlüsse auf das recht vorhersehbare Ende.</p>
<p>Spannend ist vor allem das historische Konstrukt einschließlich Nachbarstaaten, das MacLeod entwirft, das feine Einflechten realer historischer Details in seine fiktive parallele Realität, die Spurensuche nach Bekanntem in einer anderen Daseinsebene &#8211; hier ist ihm ein ausgezeichneter Entwurf gelungen, den Großmeister Borrows und seine Lebensgeschichte aber leider nur zum Teil zu sprühendem Leben erwecken können.</p>
<p>Ein wahrlich &#8216;anderer&#8217; Fantasyroman mit Längen und einigen Schwächen, der wegen seines aussergewöhnlichen Blickwinkels und Weltenentwurfs dennoch das Lesen wert ist.</p>
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		<title>Douglas Coupland &#8211; Hey Nostradamus!</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Jul 2006 03:20:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Coupland, Douglas]]></category>
		<category><![CDATA[Phantastik]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Spiritualität]]></category>

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		<description><![CDATA[GOD IS NOWHERE / GOD IS NOW HERE Es sind diese Worte, die Cheryl Anway auf ihren Notizblock kritzelt, bevor sie der Vancouver-Variante des Columbine High School Massakers zum Opfer fällt. Es sind diese Worte, die sie zu einer der verehrten Heldinnen des Dramas machen, und die sich als Thema durch Couplands vielleicht seltsamsten Roman [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>GOD IS NOWHERE / GOD IS NOW HERE</strong></p>
<p>Es sind diese Worte, die Cheryl Anway auf ihren Notizblock kritzelt, bevor sie der Vancouver-Variante des <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Columbine_High_School_massacre">Columbine High School Massakers</a> zum Opfer fällt. Es sind diese Worte, die sie zu einer der verehrten Heldinnen des Dramas machen, und die sich als Thema durch Couplands vielleicht seltsamsten Roman ziehen.</p>
<p>Cheryl Anway ist nicht mal 18, und bereits tot, während sie den ersten von vier Teilen des Romans erzählt. Sie ist ein All-American Girl (oder Canadian, aber das spielt hier kaum eine Rolle). Aus der Monotonie des Daseins entrückt sie sich selbst, indem sie bei YOUTH ALIVE!, einer religiösen Jungscharbewegung, Mitglied wird. Kontemplativ aus einem Reich des Dazwischen beäugt sie ihr Dasein, ihre Religiosität und ihre heimliche Ehe mit Jason, der wie sie ein ALIVE!-Kid ist. Schon für diesen ersten Teil des Buches, der uns den Glanz und die Glorie der Welt mit den Augen eines Kindes oder Künstlers nahebringt, lohnt es sich,</p>
<h3 align="center"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/redirect?link_code=as2&amp;path=ASIN/0007162510&amp;tag=webhafen-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742">Hey Nostradamus!<br clear="all" /><br clear="all" /><img src="http://images-eu.amazon.com/images/P/0007162510.03.MZZZZZZZ.jpg" border="0" /></a></h3>
<p>aufzuschlagen.</p>
<p>Der nächste Teil der Geschichte führt uns über ein Jahrzehnt später in die Welt von Jason, dessen Leben seit dem Massaker, seit Cheryl in seinen Armen starb, in Trümmern liegt. Sein Kampf mit der Welt, der Obrigkeit, Gott und nicht zuletzt seinem religiösen, verstörten Vater, begleitet uns durch eine kaputte Lebensgeschichte, die in den Bann schlägt. Seine Zusammentreffen mit seinem perfekten Bruder und dessen Frau und der Halbwelt Nordamerikas sind nur Stationen auf dem Weg zum furiosen Finale&#8230;</p>
<p><span id="more-62"></span></p>
<p>Das ist vielleicht das auffälligste Merkmal an Couplands Buch: die Charaktere haben eine Tiefe und Echtheit, wie sie der Autor in <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/redirect?link_code=as2&amp;path=ASIN/3442414199&amp;tag=webhafen-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742">Generation X</a> nie erreichen konnte. Ebenso katastrophale wie zutiefst menschliche Wendungen des Storyverlaufs machen es fast unmöglich, dieses Buch aus der Hand zu legen.</p>
<p>Auch für <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/redirect?link_code=as2&amp;path=ASIN/0007162510&amp;tag=webhafen-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742">Hey Nostradamus!</a> gilt, das es ein Generation-X-Roman ist &#8211; ich bezweifle, dass jemand ausserhalb der heutigen Lebensumstände und (Pop-)Kultur etwas mit Doug Couplands Plots und Problemen anfangen könnte &#8211; zeitlos sind seine Charaktere mitnichten, sie sind absolut zeitgemäss, legen den Finger in die Wunde des heutigen, moralinsauren, computerüberwachten Amerika. Und so führt uns der dritte Teil, erzählt von Heather, die ganz neue, kreative Seiten an Jason entdeckt und die ihre Erfahrungen mit einer paranormal begabten Frau macht, auch in die Welt von Software, mit der man Gesichter erkennen und vergleichen und Analoge von Menschen, das sind Menschen, die einem bis auf wenige Punkte absolut ähnlich sehen, finden kann. Diese Hightech-Elemente flicht Coupland mit gewohnter Souveränität als einen kleinen und doch bedeutsamen Subplot ein.</p>
<p>Allen Charakteren, und da schließt sich dann im letzten Abschnitt mit Reg, dem manisch religiösen Vater von Jason (der mich an den finnischen Independent-Film &#8220;<a href="http://www.cinema-muenster.de/dielinse/projekte+reihen/nordlichter05/badboys.html">Bad Boys &#8211; A True Story</a>&#8221; erinnert) ein Kreis &#8211; ist gemeinsam, dass sie gegen ihre innere Leere kämpfen, versuchen zwanghaft das Richtige zu tun und einen Weg zu sich oder dem was sie als das Göttliche erfahren, zu finden. In diesem Kampf um Liebe, Respekt und einen Daseinszweck über den banalen Alltag hinaus ergeben ihre verdrehten Lebensgeschichten einen Sinn, der uns zum Ausgangspunkt zurückbringt &#8211; es ist eine Frage des individuellen Standpunktes.<br />
<em><br />
God is nowhere. God is now here.</em></p>
<p>Ein spannender, aufregender, nachdenklicher und düsterer Roman.</p>
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		</item>
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		<title>Stephen King &#8211; Dreamcatcher</title>
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		<pubDate>Sun, 28 May 2006 09:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[King, Stephen]]></category>
		<category><![CDATA[Phantastik]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>

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		<description><![CDATA[Vier Männer, Freunde seit Kindertagen, treffen sich zu ihrem jährlichen Jagdausflug in den Wäldern von Maine. Sie alle leiden in der einen oder anderen Form an Midlife-Crisis, am Verlust von Illusionen, Träumen, Hoffnungen &#8211; Beaver, dessen letzte Beziehung gerade gescheitert ist; Pete, der einmal Astronaut werden wollte und heute ein Autoverkäufer mit einem Alkoholproblem ist; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vier Männer, Freunde seit Kindertagen, treffen sich zu ihrem jährlichen Jagdausflug in den Wäldern von Maine. Sie alle leiden in der einen oder anderen Form an Midlife-Crisis, am Verlust von Illusionen, Träumen, Hoffnungen &#8211; Beaver, dessen letzte Beziehung gerade gescheitert ist; Pete, der einmal Astronaut werden wollte und heute ein Autoverkäufer mit einem Alkoholproblem ist; Henry, der Psychiater, der kühl seine Selbstmordoptionen durchdenkt, und Jonesy, Dozent für Geschichte, der sich gerade von einem verheerenden Verkehrsunfall erholt, bei dem er starb und wiederbelebt werden musste.</p>
<h3 align="center"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/redirect?link_code=as2&amp;path=ASIN/0743467523&amp;tag=webhafen-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742"><img src="http://images-eu.amazon.com/images/P/0743467523.03.MZZZZZZZ.jpg" border="0" /><br clear="all" /><br clear="all" />Stephen King &#8211; Dreamcatcher</a></h3>
<p>Nach und nach erfahren wir in Rückblenden, was diese vier Männer so eng aneinander bindet &#8211; ein 5. Kind, Douglas, genannt <strong>Duddits</strong>, ein Junge mit Down-Syndrom. Seit Jahren haben sie ihren Freund Duddits nicht mehr gesehen, deswegen beschließen sie, ihn nach dem Jagdausflug aufzusuchen. Doch es kommt alles anders. Ein verwirrter, offensichtlich todkranker Mann stolpert in ihr Camp. Noch ehe sich die Freunde einen Reim darauf machen können, kippt der Plot von einer psychologischen Studie in blanken Horror: aus dem Fremden wächst ein mörderisches Alien&#8230;</p>
<p><span id="more-50"></span></p>
<p>Während die atmosphärischen Details, der wachsende Horror, die Verbindung der Freunde zu ihrem Kumpel Duddits mit der Brillanz geschildert sind, die man von King kennt, bleiben andere Teile des Buches streckenweise unter Kings Möglichkeiten. Man fragt sich, welchem B-Movie zum Beispiel der Anführer der Special Forces entsprungen ist, der die Invasion der Aliens in den Wäldern Maines eindämmen soll. Commander Kurtz ist ein plumper, mörderischer Militärpsychopath der übelsten Sorte und man wünscht sich, King hätte der Figur etwas mehr Tiefe und Ambivalenz gegeben.</p>
<p>Der Mittelteil des Buches, der uns in die militärische Operation versetzt, die 350 Zivilisten samt allen vermutlich infektiösen und bösen Aliens vom Antlitz der Erde brennen soll, ist recht zäh und um mindestens 100 Seiten zu lang geraten &#8211; hier hätte ein Lektor auf etwas Straffung bestehen können und sollen.</p>
<p>Der Plot gipfelt in einer fulminanten Verfolgungsjagd dreier Gruppierungen quer durch Neuengland, nur behindert von einem Blizzard. Wäre nicht der Kampf von Jonesy, dessen Geist und Körper von einem Alien besessen sind und der in seinem Hirn einen bisweilen aberwitzigen, aufregenden psychologischen Krieg gegen den Ursupator führt, welcher die Menschheit unterjochen will (und wird, wenn man ihn nicht bremst), wäre dieser Teil des Buches geradezu unerträglich fade. Schließlich ist klar, dass die drei Gruppen &#8211; Jonesy mit seinem Alien, Henry, ein Ex-Militär und Duddits sowie der durchgeknallte Covert-Ops-Boss mit seinen Schergen &#8211; sich erst in letzter Sekunde treffen werden, um ein filmreifes Finale samt Shoot-Out hinzulegen.</p>
<p>Was <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/redirect?link_code=as2&amp;path=ASIN/0743467523&amp;tag=webhafen-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742">Dreamcatcher</a> trotz seiner Schwächen lesenswert macht, ist sowohl Kings Verarbeitung seines Unfalls und seiner körperlichen und seelischen Qualen in den Figuren wie auch seine Fähigkeit, aus der Banalität heraus glaubwürdigen Horror und Gänsehaut zu erzeugen. Stark ist das Buch da, wo sich King der Verbindung zwischen Imagination und Realität, der Macht der Erinnerungen und des Geistes annimmt und wieder einmal eine besondere Freundschaft beschreibt, in die er den Leser unmerklich und gnadenlos miteinbindet.</p>
<p><strong>Teilweise große Kunst, teilweise offenbar gezielt auf eine Verfilmung hin geschrieben und arg flach, ist Dreamcatcher wohl nicht Kings bestes Buch, aber auch nicht sein schlechtestes.</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Alan Dean Foster &#8211; Katzenspiel</title>
		<link>http://texte.webhafen.de/2006/05/alan-dean-foster-katzenspiel/</link>
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		<pubDate>Sun, 21 May 2006 10:55:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Foster, Alan Dean]]></category>
		<category><![CDATA[Phantastik]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin ein Fan der meisten Bücher von Alan Dean Foster &#8211; ob es nun sein Homanx-SciFi-Universum ist oder die zwerchfellerschütternde Fantasy-Comedy &#8220;Bannsänger&#8220;. So freute ich mich, eine Abenteuer-Phantastik-Story aus seiner Feder zu lesen. Alan Dean Foster &#8211; Katzenspiel Jason Carter ist Schauspieler und sein großes Handicap ist, daß er einfach zu gut aussieht. Niemand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin ein Fan der meisten Bücher von <a href="http://www.alandeanfoster.com">Alan Dean Foster</a> &#8211; ob es nun sein <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/redirect?link_code=ur2&amp;tag=webhafen-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;path=external-search%3Fsearch-type=ss%26index=books-de%26keyword=Homanx">Homanx</a>-SciFi-Universum ist oder die zwerchfellerschütternde Fantasy-Comedy &#8220;<a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/redirect?link_code=ur2&amp;tag=webhafen-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;path=external-search%3Fsearch-type=ss%26index=books-de%26keyword=Banns%E4nger">Bannsänger</a>&#8220;.</p>
<p>So freute ich mich, eine Abenteuer-Phantastik-Story aus seiner Feder zu lesen.</p>
<h3 align="center"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/redirect?link_code=as2&amp;path=ASIN/3453133293&amp;tag=webhafen-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742"><img src="http://images-eu.amazon.com/images/P/3453133293.03.MZZZZZZZ.jpg" border="0" /><br clear="all" /><br clear="all" />Alan Dean Foster &#8211; Katzenspiel</a></h3>
<p>Jason Carter ist Schauspieler und sein großes Handicap ist, daß er einfach zu gut aussieht. Niemand will ihm Charakterrollen anbieten. Gefrustet vom Job und zwischen zwei Drehs beschließt er, sich auf eine abenteuerliche Schatzsuche in Südamerika zu begeben. Gemeinsam mit Marjorie, der zähen Garderobiere des letzten Drehs, erforscht er Daten, die ein etwas durchgedrehter Archäologe versehentlich am Drehort verloren hatte, und stolpert schon bald hinter einem Indio durch den dampfenden Dschungel, um die letzten Geheimnisse der Inka zu finden, wo schon hunderte vor ihm gescheitert sind.</p>
<p><span id="more-48"></span></p>
<p>Zwischenzeitlich erfährt der Leser, daß eine hochentwickelte Alienspezies über die Geschicke der Menschheit wacht &#8211; oder eher über die der Katzen auf der Erde und ihrer Haustiere, der Menschen&#8230; und auch bei den Aliens ist man nicht immer einer Meinung, was den nötigen Fortgang der Geschichte angeht. Zwei der Aliens verfolgen sehr unterschiedliche Ziele, und so findet sich alsbald Jason Carter in ein mörderisches Spiel verwickelt. Eine rassige Peruanerin verfolgt ihn mit zwei Indios, die vom Inka Theme Park und dem Monopol für Inka Cola träumen, und als schließlich auch der verstörte Archäologe bis an die Zähne bewaffnet die kleine Exkursion stellt, befinden sie sich an den Ruinen eines Prä-Inka-Tempels.</p>
<p>Eine Katze löst einen Transmitter aus, der sie in eine fremde Welt führt, in der Nachfahren der geflüchteten Inkas gerade beschließen, sich für die Vertreibung durch die Spanier zu rächen, wieder die Macht auf der Erde zu übernehmen und mit ausgeklügelter Technik die Erdbewohner gehirnzuwaschen &#8211; mit Hilfe des Fernsehens&#8230;</p>
<p>Die Geschichte der geflüchteten Inkas, die auf die Hinterlassenschaft einer HighTech-Zivilisation stoßen und in einer alternativen Realität bzw. auf einem fernen Planeten eine neues, modernes Inka-Reich aufbauen, ist sehr phantastisch ausgestaltet &#8211; aus diesem Plot hätte man eine Menge machen können. Leider verstrickt sich Alan Dean Foster in Klischeeanhäufungen &#8211; ein wenig Indiana Jones, ein wenig mystische Katzenweisheit, ein paar raumfahrende Aliens die leider leider vergessen haben den Raumhafen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nazca-Linien">Nazca</a> neu zu justieren&#8230; das alles ist ein buntes Kaleidoskop von SciFi, Abenteuer und Phantastik, das zu einem Hollywood-Mischmasch verkommt, und in dem die einzelnen Stränge zugunsten von Action und rasantem Spannungsbogen in dünne Bändchen zerfasern. Die Charaktere bleiben flach, die besondere Atmosphäre der magischen Orte geht verloren.</p>
<p>Am Ende kommt trotz aller medienkritisch-witzigen Einsprengsel ein Stück relativ flache, jugendgerechte Unterhaltung im Comic-Stil heraus, das inhaltlich weiter unter dem bleibt, was Foster leisten kann &#8211; schade.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Walter Moers &#8211; Der Fönig (Hörbuch)</title>
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		<pubDate>Tue, 16 May 2006 13:11:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Hörbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Moers, Walter]]></category>
		<category><![CDATA[Phantastik]]></category>
		<category><![CDATA[CD]]></category>
		<category><![CDATA[Dirk Bach]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Märchen]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Frieg oder Kriegen &#8211; eine Krage von Sein oder Nichtsein Eines Tages erwacht der Fönig zum Gezwitscher einer Fohlmeise, eines Folibris und eines Faninchens. Ein Bliff in die Zeitung vermiest prompt den föniglichen Tag: &#8220;Frieg gegen Kranfreich? Ausgerechnet heute&#8220;, stöhnt der Fönig. &#8220;Wo doch heute Klohmarft ist!&#8221; Tja, als Fönig hat man es nicht leicht: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frieg oder Kriegen &#8211; eine Krage von Sein oder Nichtsein</strong></p>
<p>Eines Tages erwacht der Fönig zum Gezwitscher einer Fohlmeise, eines Folibris und eines Faninchens. Ein Bliff in die Zeitung vermiest prompt den föniglichen Tag:</p>
<p>&#8220;<em>Frieg gegen Kranfreich? Ausgerechnet heute</em>&#8220;, stöhnt der Fönig. &#8220;<em>Wo doch heute Klohmarft ist!</em>&#8221; Tja, als Fönig hat man es nicht leicht: den ganzen Tag &#8220;K&#8221; und &#8220;F&#8221; vertauschen müssen, sich dabei nicht vertun dürken und auch noch nebenbei ein Fönigreich regieren sollen!<strong> Aber flein beigeben? Niemals!</strong></p>
<h3 align="center"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/redirect?link_code=as2&amp;path=ASIN/3821852224&amp;tag=webhafen-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742"><img src="http://images-eu.amazon.com/images/P/3821852224.03.MZZZZZZZ.jpg" border="0" /><br clear="all" /><br clear="all" />Walter Moers &#8211; Der Fönig</a></h3>
<p>So beginnt ein modernes &#8216;Moerschen&#8217; aus der Feder ebendieses Autors, Walter Moers, und nicht nur angesichts superfurzer Haare und der zu erwartenden Verwechslungen von Kiffen und Fikken ist das Ergebnis ein überaus zwerchkellbelastender fomödiantischer Märchenspass kür fleine und grosse Zuhörer.</p>
<p><strong>Dirk Bach</strong> spricht das bei Eichborn/Lido verlegte Hörbuch so genialistisch und nahezu kehlerkrei, dass man bei dieser reiken Leistung vor lauter Lachen faum mitfommt bei den Gags, die das fleine bitterböse Märchen zu bieten hat&#8230; zu meffern gäb es eigentlich nur, dass das Stüff am Ende viel zu furz ist und der Spaß zu schnell vorbei. Ansonsten ein absolut sinnloses, lustbetontes, spaßiges Fleinod der Hörspielfunst, das einkach Laune macht &#8211; <strong>sehr zu empkehlen, vor allem kür erwachsene Märchenkans.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Terry Pratchett, Neil Gaiman &#8211; Ein gutes Omen</title>
		<link>http://texte.webhafen.de/2006/05/terry-pratchett-neil-gaiman-ein-gutes-omen/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 May 2006 14:15:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Gaiman, Neil]]></category>
		<category><![CDATA[Phantastik]]></category>
		<category><![CDATA[Pratchett, Terry]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>

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		<description><![CDATA[Terry Pratchett kennen die meisten Leser von seinen Scheibenwelt-Romanen. Auch Terry Pratchett &#38; Neil Gaiman &#8211; Ein gutes Omen gehört in den Bereich der Phantastik, hat aber mit Discworld nur einen übersprühenden Sinn für Humor gemeinsam. In aller Kürze, Gaiman und Pratchett, die sich hier als geniales Duo erweisen, beschwören Armageddon auf die Erde hinab. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Terry Pratchett kennen die meisten Leser von seinen Scheibenwelt-Romanen. Auch</p>
<h3 align="center"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3492285058?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3492285058"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/216MYKVKH6L._SL160_.jpg" border="0" /><br clear="all" /><br clear="all" />Terry Pratchett &amp; Neil Gaiman &#8211; Ein gutes Omen</a></h3>
<p>gehört in den Bereich der Phantastik, hat aber mit Discworld nur einen übersprühenden Sinn für Humor gemeinsam. In aller Kürze, Gaiman und Pratchett, die sich hier als geniales Duo erweisen, beschwören Armageddon auf die Erde hinab.</p>
<p>Der Himmel, vertreten durch den Erzengel Rafael, und die Hölle in Form des Dämons Aleister Crowley, sollten eigentlich alles tun, um das von Gott vorherbestimmte Zeitenende herbeizuführen. Beide haben aber<em> irgendwie </em>viel wichtigeres zu tun auf Erden und geben sich, nun sagen wir, nicht die allerintensivste Mühe, ihren jeweiligen Aufgaben im Sinne ihrer Herren nachzukommen&#8230;</p>
<p><span id="more-44"></span></p>
<p>Genauer gesagt, die beiden alten Kumpels verbrüdern sich und setzen quasi Himmel und Hölle in Bewegung, um sich so schöne Dinge wie seltene Bibelausgaben, anständige Musik, gutes Essen und das angenehme Irdendasein noch ein Weilchen zu erhalten. Dabei müssen sie natürlich im Rahmen dessen bleiben, was ihre jeweiligen Dienstherren so erlauben. Schließlich kann man gut und böse nicht verwechseln, oder?</p>
<p>An anderer Stelle sind die Reiter der Apokalypse unterwegs auf der Suche nach Adam, dem Antichristen, einem kleinen Jungen, der halb Engel und halb Teufel ist und den Höllenhund bei sich hat &#8211; denn nur Adam kann Armageddon einleiten. Die Dämonen der Unterwelt wiederum sind hinter dem pflichtvergessenen Crowley her, und Erziraphael hängt immer noch diese <em>peinliche</em> Sache mit dem Flammenschwert und dem Paradies nach&#8230; Turbulenzen bei der sauberen Daseinsbeendigung sind also vorprogrammiert.</p>
<p>Rechtgläubigen Christen ist dieses Buch auf keinen Fall zu empfehlen &#8211; hier wird wortgewandt, hochsatirisch und dabei bibeltreu das christliche Glaubenskontinuum mitsamt unserer modernen Gesellschaft auf das Genaueste seziert, ohne je fade oder belehrend zu wirken. Stattdessen ist beim Lesen mit eruptivem Gelächter zu rechnen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Chuck Palahniuk &#8211; Lullaby</title>
		<link>http://texte.webhafen.de/2006/03/chuck-palahniuk-lullaby/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Mar 2006 11:05:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Palahniuk, Chuck]]></category>
		<category><![CDATA[Phantastik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Geschichte beginnt mit einer Immobilienmaklerin der besonderen Art &#8211; sie verkauft Häuser, in denen es spukt. So richtig spukt, und das ist wichtig. Wenige Wochen, nachdem ihre Klienten das Haus bezogen haben &#8211; wunderschöne, alte, mit Antiquitäten ausgestatte Häuser und Villen &#8211; wollen sie nämlich Hals über Kopf wieder ausziehen und das Haus verkaufen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Geschichte beginnt mit einer Immobilienmaklerin der besonderen Art &#8211; sie verkauft Häuser, in denen es spukt. So richtig spukt, und das ist wichtig. Wenige Wochen, nachdem ihre Klienten das Haus bezogen haben &#8211; wunderschöne, alte, mit Antiquitäten ausgestatte Häuser und Villen &#8211; wollen sie nämlich Hals über Kopf wieder ausziehen und das Haus verkaufen. Wer möchte auch schon das Gesicht eines Toten neben sich in der Badewanne sehen, die sich plötzlich mit Blut füllt, oder nachts grauenerregende Schreie hinter der Wand hören&#8230;</p>
<p>Da niemand ein Verlustgeschäft machen will beim Verkauf, bleibt das kleine Geheimnis zwischen Hausbesitzer und Makler &#8211; und schon ist das Objekt erneut teuer an den nächsten Kunden verkauft.</p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/redirect?link_code=as2&#038;path=ASIN/3442545692&#038;tag=webhafen-21&#038;camp=1638&#038;creative=6742"  title="Lullaby"><img src="http://images-eu.amazon.com/images/P/3442545692.03.MZZZZZZZ.jpg" border=0><br clear=all/><br clear=all/>Chuck Palahniuk &#8211; Lullaby</a></h3>
<p>Nebenbei erfahren wir, dass die Maklerin für den weiteren Verlauf der Geschichte wichtig sein wird, und schon wechseln wir zu Carl. Carl ist Journalist, lebt einsam in einer kleinen Wohnung und geht langsam am alltäglichen Lärm des Lebens kaputt, einer akustischen Umweltverschmutzung die ihn ebenso plagt wie ein furchtbarer Schmerz in seinem Inneren. Vor Jahren verlor er über Nacht Frau und Kind. Und bei seiner Arbeit als Reporter findet Carl heraus, dass der plötzliche Tod seiner Familie damit zu tun haben könnte, dass er ihnen ein bestimmtes Gedicht, ein afrikanisches Lied, aus einem Buch vorgelesen hat. Ein Wiegenlied, ein <b>Lullaby</b>. Immer mehr Fälle von plötzlichem Kindstod macht er ausfindig, in denen das Buch noch aufgeschlagen auf der Seite mit dem Gedicht im Kinderzimmer liegt. Was hat er entdeckt?</p>
<p><span id="more-42"></span></p>
<p>Das Lied ist ein Merzlied, eine Beschwörung die töten kann. Gemeinsam mit der Maklerin, ihrer Sekretärin Mona, einer Esoterik-Anhängerin, und dem schrägen Ökoterroristen Oyster, der sein Geld mit einer ausgetüftelten Form von Erpressung großer Firmen verdient, macht sich Carl auf den Weg durch die USA, um alle Exemplare des Buches mit dem Gedicht zu finden und zu vernichten. Doch schon bald wird klar, dass sie noch sehr viel mehr suchen &#8211; das Grimoire nämlich, einen alten magischen Band mit Zaubersprüchen, die die Welt verändern könnten. Und jeder von den vier ungleichen Gesellen hat seine eigenen Pläne damit&#8230;</p>
<p>Was wie eine abstruse Fantasy-Horror-Geschichte klingt, läßt sich eigentlich nicht in ein Genre pressen. Die Figur des Oyster etwa versorgt uns mit wissenschaftlichen Daten über die schon stattgefunden habende ökologische Katastrophe in den USA, die die Einwanderer mit ihrer mitgebrachten Flora und Fauna lostraten, über das langsame Sterben des Eingeborenen, das anschließend zu Massensterben vieler Arten wird.</p>
<p>Als &#8220;Mediensatire&#8221; wird Lullaby gern bezeichnet, weil Palahniuk mit dem Merzlied den ultimativen Virus in die Welt setzt, und tatsächlich ist seine Vision vom gesprochenen und später gedachten Virus, der eine stumme, auf ungefährliche Texte überprüfte, abgeschaltete mediale Welt zur Folge hätte, für den Homo sapiens des 21. Jahrhunderts ebenso phantastisch wie unvorstellbar &#8211; und gerade deswegen atemberaubend.</p>
<p>Ein Stück weit ist &#8216;Lullaby&#8217; ein Road Movie, ein wenig ein altmodischer Kriminalroman, und eine Gesellschaftssatire, in der die Öko-Eso-Hippie-Szene genau so aufs Korn genommen wird wie das Establishment. Dieser bunte Genremix spiegelt sich wider in der teilweise surrealen Handlung, die Palahniuk klar, knapp und ausdrucksstark und mit ebenso viel nihilistischem Witz wie zynischer Gnadenlosigkeit beschreibt. -<b> Genial.</b></p>
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		</item>
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		<title>Stephen King &#8211; Bag Of Bones</title>
		<link>http://texte.webhafen.de/2005/09/stephen-king-bag-of-bones/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Sep 2005 05:44:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[King, Stephen]]></category>
		<category><![CDATA[Phantastik]]></category>

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		<description><![CDATA[Stephen King ist bekannt für eher plakative Horrorgeschichten. Mit Bag of Bones zeigt King jedoch eine ganz andere Facette seines Schaffens und führt uns in eine beinahe altmodische Geistergeschichte. Stephen King &#8211; Bag of Bones Alles beginnt mit dem Schriftsteller Michael Noonan, der vom abrupten Tod seiner Frau Jo erzählt. Über diesen Verlust ist er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.stephen-king.de/">Stephen King</a> ist bekannt für eher plakative Horrorgeschichten. Mit <em>Bag of Bones</em> zeigt King jedoch eine ganz andere Facette seines Schaffens und führt uns in eine beinahe altmodische Geistergeschichte.</p>
<h3 align=center><a title="Bag of bones" href="http://www.amazon.de/exec/obidos/redirect?link_code=as2&amp;path=ASIN/034071820X&amp;tag=webhafen-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank"><img src="http://images-eu.amazon.com/images/P/034071820X.03.MZZZZZZZ.jpg" border="0" alt="" /></p>
<p>Stephen King &#8211; Bag of Bones</a></h3>
<p>Alles beginnt mit dem Schriftsteller Michael Noonan, der vom abrupten Tod seiner Frau Jo erzählt. Über diesen Verlust ist er nie hinweg gekommen, und so leidet er unter schweren Alpträumen, an die er sich jedoch morgens nicht erinnern kann, lähmenden Ausbrüchen akuter Trauer, und einer Schreibblockade.</p>
<p>Noonan, der Ich-Erzähler, beschließt, sich in sein Sommerhaus am Dark Score Lake zurückzuziehen, das den Namen &#8220;Sarah Laughs&#8221; trägt &#8211; ein Lieblingsplatz in den Zeiten seiner Ehe &#8211; und sich dort seinen inneren Gespenstern zu stellen. Doch die sind bald die geringste seiner Sorgen&#8230; in dem Haus spukt es. Die Geister besuchen ihn in <em>Sara Laughs</em>, mischen sich in sein Leben ein&#8230;</p>
<p><span id="more-21"></span></p>
<p>Ist es der Geist seiner toten Frau, der hier umgeht? Immer lebendiger wird die verstorbene Jo für den Leser, und es ist wohl nicht zufällig, dass man sich doch stark an <a href="http://www.cpw-online.de/lemmata/du_maurier_daphne.htm">Daphne du Mauriers</a> &#8220;Rebecca&#8221; erinnert fühlt. Oder ist der Geist der sich in den Wänden des alten Hauses eingenistet hat, vielleicht der einer schwarzen Frau, die Jahre zuvor hier vergewaltigt und bestialisch ermordet wurde?</p>
<p>Wenig später trifft Mike eine junge Frau und ihr Kind, Mattie und Kyra. Er fühlt sich schon bald zu beiden hingezogen &#8211; und stolpert in einen Privatkrieg mit dem Großvater des Kindes, dem reichsten Mann der Gegend, der seine ganz eigenen Gründe hat, das Sorgerecht für die Kleine haben zu wollen. In der Folge wird Mike noch in ganz andere mysteriöse Vorgänge verwickelt, die seit Jahrzehnten wie eine düstere Wolke über der Stadt hängen.</p>
<p>Was nach Durchschnitts-Geistergeschichte klingt, lässt sich bei King zunächst ganz sacht und melancholisch an, kaum merklich und doch immer enger zieht er das Netz zusammen, in dem sich Mike und der Leser fangen, bis man schließlich der Story ebensowenig entkommen kann wie die Figuren, von denen einige leider das Ende nicht erleben werden.</p>
<p>King erkundet in <em>Bag Of Bones</em> souverän die inneren Strukturen der sozialen Gemeinschaft, in der Noonan lebt. Auf Umwegen führt er uns zu einer Art Theorie der Geister und spukenden Seelen weiter, die bereits in anderen seiner Werke aufblitzten, und bringt das alles in einem phantastischen und dennoch nachvollziehbaren Zusammenhang. Auch eine Reminiszenz an die Geister aus dem <a href="http://www.engelchen.de/world/england2.htm">Dickens&#8217;schen &#8220;Christmas Carol&#8221;</a> bindet der Großmeister des Horror so ein, als sei er ein nativer Bestandteil seines Schaffens. Kings Charaktere sind wie so oft sehr intensiv geschildert und erfüllen auch die fiktionalen Wälder Maines mit Leben &#8211; und einer Gänsehaut&#8230;</p>
<p><em>Bag of Bones</em> ist ein Roman der, obwohl er sich geografisch in gewohntem King-Territorium (Dark Score Lake, Derry, Maine) befindet und im literarischen Sinne &#8220;klassischen&#8221; Horror liefert, jenseits der ausgetretenen Pfade des Beststellerautors funktioniert.</p>
<p>King würzt die Handlung mit mehr oder weniger subtiler Ironie und einer vielschichtigen Erzählung um vergangene und gegenwärtige Gefühle. Gerade durch seinen eher unterschwelligen Umgang mit dem Mysteriösen, mit den dunklen Orten in uns selbst, zieht der Roman den Leser in seinen Bann.</p>
<p>Auch für Nicht-King-Fans zu empfehlen.</p>
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