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	<title>texte.webhafen.de &#187; Medizin</title>
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	<description>Rezensionen und andere Texte von Petra Hildebrandt</description>
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		<title>Dr. Sandra Cabot &#8211; Das Leber-Reinigungs-Programm</title>
		<link>http://texte.webhafen.de/2008/12/dr-sandra-cabot-das-leber-reinigungs-programm/</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Dec 2008 03:54:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cabot, Sandra]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Alternativmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Entgiftung]]></category>
		<category><![CDATA[Leber]]></category>

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		<description><![CDATA[“So verbessern Sie Ihre Leberwerte und entgiften Sie Ihren Körper” verspricht die australische Ärztin Dr. Sandra Cabot in Das Leber-Reinigungs-Programm Und nach den üblichen credentials geheilter Patienten, wie sie zu jeder Wunderkur gehören, erläutert Cabot die Grundlagen ihres Plans, mit lexikalischem Wissen über die Leber, tollen Diagrammen, und vielen ebenso vagen wie durch keinerlei Studien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>“So verbessern Sie Ihre Leberwerte und entgiften Sie Ihren Körper” verspricht die australische Ärztin Dr. Sandra Cabot in</p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3442162424?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3442162424"><img src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/21Mfd-2uLzL._SL160_.jpg" border=0></p>
<p>Das Leber-Reinigungs-Programm</a></h3>
<p>Und nach den üblichen <em>credentials</em> geheilter Patienten, wie sie zu jeder Wunderkur gehören, erläutert Cabot die Grundlagen ihres Plans, mit lexikalischem Wissen über die Leber, tollen Diagrammen, und vielen ebenso vagen wie durch keinerlei Studien oder Quellen belegten Behauptungen. </p>
<p>Immerhin weiss Dr. Cabot einiges über Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren und hat auch schon mal davon gehört dass der menschliche Körper Cholesterin braucht, aber prompt empfiehlt sie anschliessend den Verzehr von möglichst wenig tierischem Eiweiss und das Wegschneiden allen bösen Fetts… </p>
<p>Die Lehre von Dr. Cabot windet sich im wesentlichen um einen Satz von Regeln, ich nenne sie mal ihre 12 Gebote:</p>
<ol>
<li>Hören Sie auf Ihren Körper</li>
<li>Trinken Sie viel stilles Mineralwasser</li>
<li>Essen Sie wenig Zucker</li>
<li>Zählen Sie nicht ständig Kalorien</li>
<li>Meiden Sie unverträgliche Nahrungsmittel</li>
<li>Achten Sie auf einwandfreie Nahrungsmittel</li>
<li>Essen Sie nicht wenn Sie Stress haben</li>
<li>Kaufen Sie Produkte aus biologischem Anbau</li>
<li>Achten Sie auf Ihre Eiweissquellen</li>
<li>Wählen Sie Brot und Brotaufstriche klug aus</li>
<li>Vermeiden Sie Verstopfung</li>
<li>Verwenden Sie die richtigen Fette</li>
</ol>
<p><span id="more-305"></span><br />
Bei einigen dieser Punkte, die sie dann jeweils noch mit einer Erläuterung versieht (etwa nur Biobrot zu essen und auf jegliche Butter oder Margarine zu verzichten), kann ich nur den Kopf schütteln oder frei nach Homer Simpson <strong>D’oh!</strong> sagen &#8211; toll, hören Sie auf Ihren Körper, das ist mal konkret.</p>
<p>Bei Punkt 11 wundert es mich dann auch nicht mehr dass unter den Nahrungsmitteln zur &#8220;Leberheilung&#8221; bei Cabot Flohsamen auftauchen, die als Abführmittel verwendet werden.</p>
<p>Dennoch hege ich keinen Zweifel, dass in der Tat viele Menschen gesundheitliche Verbesserungen spüren werden, wenn sie sich an Cabots Ratschlägen orientieren &#8211; allein schon die massive Reduktion von Zucker und industriell gefertigten Nahrungsmitteln und ein bewussterer Umgang mit qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln sollte bei den meisten diesen Effekt haben.</p>
<p>Im Verein mit den (immer gleichen) Menüvorschlägen und Rezepten, die gut die Hälfte dieses Buches ausmachen, kommt am Ende bei Cabots &#8220;Programm&#8221; eine tendenziell vegetabile aber interessanterweise (auch dafür fehlt jegliche Erklärung) milchproduktfreie Vollwertkost heraus, die das Braten verbietet und beinahe komplett fettfrei ist. </p>
<p>Auffällig ist, dass quer durch das Buch immer wieder auf das Thema Abnehmen und Gewichtsverlust hin gewiesen wird, während Belege für die angeblich leberheilende Wirkung der vorgeschlagenen Ernährungsweise fehlen. Plötzlich macht die Kalorienregel wieder Sinn &#8211; juchheissa, noch eine Diät unter dem Deckmäntelchen eines medizinischen &#8220;Programms&#8221;. &#8211; Muss man dafür (noch) ein (Diät-Koch-) Buch kaufen? Nein.</p>
<p>Der Tag soll nach Cabot stets mit “Zwei Gläsern Wasser mit frisch gepresstem Zitronen- oder Orangensaft” beginnen, weil das die Entgiftung fördere &#8211; einen Hinweis auf das wie und warum sucht man vergebens, ebenso wie eine Erläuterung fehlt, wieso man anschliessend rohen Gemüsesaft trinken soll. Aber vermutlich klärt sich das, wenn man die weiteren Bücher der Autorin zum Thema <a href="http://www.amazon.de/gp/product/096739838X?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=096739838X">Juicing</a> kauft.</p>
<p>Die grundsätzliche und unreflektierte Verwendung von Tofu und Sojamilch in der Diät ist zumindest fragwürdig, gerade wenn man Cabots Punkte über unverträgliche Nahrungsmittel und &#8220;richtige&#8221; Eiweissquellen im Auge behält.  Die Empfehlung, Menschen mit einer schwachen Verdauung sollten mehr Rohkost essen, ist gelinde gesagt überraschend &#8211; meiner Erfahrung nach haben Menschen mit einer schwachen Verdauung nämlich massive Probleme mit Rohkost. </p>
<p>Auch was Fettprofile, “gesunde” Vollkornnudeln, Säure-Basen-Gleichgewicht und generelle Infos zu Lebensmitteln (z.B.: Erdnüsse sind keine Nüsse, Cashews kann man nicht &#8220;frisch&#8221; verzehren) sowie die Auswirkungen rauer Mengen Kohlenhydrate auf den Leberstoffwechsel angeht, kann ich bei der Lektüre nur den Kopf schütteln.</p>
<p>Die starke Fixierung auf Brot dürfte Cabot allerdings gerade im deutschen Sprachraum viele Fans einbringen.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3442162424?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3442162424">Das Leber-Reinigungs-Programm</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3442162424" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> ist alter Wein in neuen Schläuchen: eine fettarme eiweissarme kohlenhydrat- und ballaststoffreiche tendenziell vegetabile Ernährung, mit den Empfehlungen zu Rohkost und einem Obst- und Gemüseanteil von mindesten 40% in der Nahrung (plus Vollkorn und Hülsenfrüchte als Eiweissquellen) erinnert es stark an die Ernährungsratschläge von <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3442135338?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3442135338">Fit for Life</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3442135338" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" />.</p>
<p>Das ist weder neu noch revolutionär noch lesenswert. </p>
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		<item>
		<title>Hans-Ulrich Grimm: Echt künstlich</title>
		<link>http://texte.webhafen.de/2007/11/hans-ulrich-grimm-echt-kunstlich/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Nov 2007 03:47:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Grimm, Hans-Ulrich]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Zusatzstoffe]]></category>

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		<description><![CDATA[Verstörend sind überwiegend die Bücher des Hans-Ulrich Grimm, jedenfalls für den gutgläubigen Konsumenten. Damit ist nicht der Konsumtrottel gemeint, der stört sich an gar nichts, wenn es nur billig ist. Grimm ist ein Journalist von der investigativen Sorte, und was er gründlich untersucht, das sind die Produkte der Nahrungsmittelindustrie, über die wir uns alle noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Verstörend sind überwiegend die Bücher des Hans-Ulrich Grimm, jedenfalls für den gutgläubigen Konsumenten. Damit ist nicht der Konsumtrottel gemeint, der stört sich an gar nichts, wenn es nur billig ist. Grimm ist ein Journalist von der investigativen Sorte, und was er gründlich untersucht, das sind die Produkte der Nahrungsmittelindustrie, über die wir uns alle noch viel zu viele Illusionen machen.</p></blockquote>
<p>schrieb <a href="http://www.zeit.de/2004/13/Siebeck_2fKolumne_13">Wolfram Siebeck 2004 in der ZEIT</a> über den ehemaligen SPIEGEL-Redakteur Grimm, der vielen von seinem Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3608936130?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3608936130">Die Suppe lügt. Die schöne neue Welt des Essens</a> ein Begriff ist, oder Haustierbesitzern vielleicht auch durch seine Auseinandersetzung mit Masterfoods (dem Hersteller der meisten Marken-Tierfutter in Deutschland), wie <a href="http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&#038;dig=2007/03/07/a0115">hier im Interview mit der taz</a> zu lesen ist.</p>
<p>In</p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3981091515?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3981091515"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/21MvfHblFSL._SL160_.jpg" border=0><br clear=all><br clear=all>Hans-Ulrich Grimm: Echt künstlich</a></h3>
<p>nun nimmt sich der Journalist wieder einmal sein Lieblingsthema vor, die Zusatzstoffe in Lebensmitteln, genauer, alles was eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lebensmittelzusatzstoff">E-Nummer</a> hat.<br />
<span id="more-181"></span><br />
Der &#8220;reine&#8221; Prosa-Buchteil umfasst dabei nur etwa 70 Seiten, während die übrigen zwei Drittel des Buches eine nach Nummer sortierte kommentierte Erläuterung aller Lebensmittelzusatzstoffe mit E-Nummer sind. Wer schon Bücher von Grimm gelesen hat, kennt viele der Dinge, die er hier zusammenträgt aus der schönen neuen Welt der Geschmacksfälschung und Aromen, aber auch hartgesottene Kundige des lebensmittelrechtlichen Grauens finden noch Details, die ihnen das Fertigfutter im Halse stecken bleiben lassen.</p>
<p>Grimm erklärt das kleine Einmaleins all derer, die Aromen und Geschmacksverstärkern, Binde-, Konservierungs- und Säuerungsmitteln, Farbstoffen und Süßungsmitteln schon immer skeptisch gegenüber stehen. Er erklärt warum Fertignahrung (und ihre miserable Deklaration) für Allergiker ein Risiko darstellt, warum nicht immer die Dosis das Gift macht, er lässt uns einen Blick auf kumulierte Wechselwirkungen von Zusatzstoffen werfen (die sich potenzieren statt sich zu addieren) und stellt das Theorem von der &#8220;akzeptablen täglichen Dosis&#8221; von Substanzen auf den Prüfstand. Grimm zeigt seinen Lesern, wo die tatsächlichen Gefahren von künstlichen Nahrungsmitteln für den menschlichen Körper liegen, für welchen Geruch und Geschmack wichtige Orientierungskriterien bei der Nährstoffzufur darstellen, die damit ausgehebelt werden.</p>
<p>Wie sagte Johann Lafer kürzlich so schön in seiner Sendung <a href="http://www.swr.de/lafer/-/id=1709032/1vabrna/index.html">Lafer: einfach kochen!</a> : &#8220;Die Leute müssen lernen dass sie nichts kaufen dürfen wo E-Nummern hintendrauf stehen.&#8221; Besser kann man es nicht zusammenfassen.</p>
<p>Aufschlußreich ist auch, wie die Produzenten von Zusatzstoffen, vor allem von Geschmacksverstärkern, sich Fachkonferenzen und Wissenschaftler finanzieren, die dann die Unbedenklichkeit ihrer Produkte <em>vollkommen unabhängig und neutral</em> beurteilen &#8211; ein Schelm wer Böses dabei denkt.</p>
<p>Die Gefahren von Aspartam (und die Tatsache, dass 50 % aller Studien, bzw. <a href="http://www.holisticmed.com/aspartame/recent.html">92% aller nicht von der Aspartam-Industrie bezahlten Studien</a> diese belegen) führt Grimm ebenso aus wie das Problem der allgegenwärtigen Zitronensäure, die den Zahnschmelz zerstört. Zitat:</p>
<blockquote><p>Die Experten des Institutes (Bundesamt für Riskobewertung) konnten bei Zitronensäure in der gesamten wissenschaftlichen Literatur einfach keine unschädliche Dosis finden.&#8221; </p></blockquote>
<p>Zitronensäure fördert darüber hinaus die Bleiaufnahme im Körper sowie die Aufnahme von Aluminium, das wiederum an Alzheimer- und Parkinson-Erkrankungen beteiligt sein könnte (und <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/mahlzeit/667925/">nach letzten Erkenntnissen auch an Brustkrebs</a>).</p>
<p>Sie forderten Warnhinweise auf allen Produkten die Zitronensäure enthalten &#8211; und das sind nicht wenige. Aber die Industrie fand das gar nicht gut, deswegen ist das Thema nun still und leise vom Tisch&#8230;</p>
<p>Auch der Unwillen gerade der deutschen Regierung, nötige Daten über den Zusatzstoffkonsum der Deutschen zu erheben,  wie von der EU gefordert und in anderen Ländern längst umgesetzt, spricht Bände.</p>
<p>So ist das Fazit dieses kurzen Buchs, dessen Info-Teil zum Thema E-Nummern auch bei <a href="http://www.food-detektiv.de/">Dr. Watson &#8211; Der Food-Detektiv</a> online verfügbar ist, für mich, dass es selbst mir als informierter Verfechterin guter Qualität noch über einiges die Augen geöffnet hat und ich nun noch bewusster einkaufen gehe.</p>
<p><strong>Es ist keine schöne Lektüre, aber eine aufschlußreiche und wichtige &#8211; empfehlenswert.</strong></p>
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		<item>
		<title>Kristina Amelong &#8211; Ten Days To Optimal Health</title>
		<link>http://texte.webhafen.de/2007/09/kristina-amelong-ten-days-to-optimal-health/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Sep 2007 04:24:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Amelong, Kristina]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Alternativmedizin]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Zehntagesprogramm zur Gesundung, das klingt zu schön um wahr zu sein &#8211; aber: zehn Tage sind ein Zeitraum, die man sich für eine Kuranwendung, eine testweise Umstellung des eigenen Lebenstils locker mal freischaufeln kann, und so fand ich Kristina Amelong &#8211; Ten Days to Optimal Health sehr interessant. Für das Buch, dessen Ernährungsempfehlungen sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Zehntagesprogramm zur Gesundung, das klingt zu schön um wahr zu sein &#8211; aber: zehn Tage sind ein Zeitraum, die man sich für eine Kuranwendung, eine testweise Umstellung des eigenen Lebenstils locker mal freischaufeln kann, und so fand ich</p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0975589962?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0975589962"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/31AKQFZ172L._SL160_.jpg" border=0><br clear=all><br clear=all>Kristina Amelong &#8211; Ten Days to Optimal Health</a></h3>
<p>sehr interessant.</p>
<p>Für das Buch, dessen Ernährungsempfehlungen sich erfreulicherweise an den letzten Erkenntissen der Wissenschaft orientieren, sprach auch die sehr positive <a href="http://www.westonaprice.org/bookreviews/ten-days-optimal-review.html">Rezension auf der Website der Weston A. Price Foundation</a>.</p>
<p>Kristina Amelong hat die typische &#8220;Karriere&#8221; von jemandem hinter sich, der in der Alternative-Medizin-Gemeinschaft landet &#8211; jahrelange erfolglose Versuche, ihre marode Gesundheit zu stabilisieren, am Leben zu bleiben, durch reine, gesunde (vollwertige, vegetarische) Nahrung zu gesunden, sich verschlimmernde und dem Medizin-Establishment unerklärliche Beschwerden, und schließlich die Entdeckung eines eigenen Weges, der Sinn macht und für sie zur Gesundung geführt hat. Vieles dieser Arbeit an sich selbst fällt unter &#8220;<a href="http://ebm.bmj.com/">evidence based medicine</a>&#8220;.</p>
<p><span id="more-176"></span>Die Autorin macht keinen Hehl daraus, dass sie selbst zertifizierte Therapeutin für <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Colon-Hydro-Therapie">Colon-Hydro-Therapie</a> ist und diese sowie zu Hause selbst angewendete Darmspülungen und Einläufe für hilfreich hält, sie sind ein Bestandteil ihres Gesundheitsprogrammes, zusammen mit einer nährstoffreichen Ernährung die frei von Getreiden und Zuckern ist, soweit verträglich rohe Milch und tierisches Eiweiss und Fett umfasst, und sich im großen und ganzen an den Empfehlungen der Weston A. Price Foundation bzw. letzter Low-Carb-Forschung orientiert.</p>
<p>Während der Ernährungsteil schlüssig und sinnvoll (und belegbar) ist, mangelt es jedoch den Empfehlungen für die Darmspülung an eben dieser Belegbarkeit. Was davon zu halten ist, hat Dr. Michael Eades in seinem Post über <a href="http://www.proteinpower.com/drmike/?p=943">Cures of the Past</a> sehr eindrucksvoll demonstriert, besonders erinnerlich ist mir aus den Kommentareen dazu dieser Absatz:</p>
<blockquote><p>I have asked several people after they had a colonoscopy done about what it looked like on the monitor and they all said pretty and pink. No mention of double cheeseburgers being lodged in there.<br />
<em><br />
That’s pretty much the case in colonoscopies. Pretty and pink. When I had one done about 10 years ago, which I watched in real time, mine was pretty and pink.</em></p></blockquote>
<p>Solchermassen neugierig gemacht, machte ich mich auf die Suche nach den <em>health claims</em> von Amelong &#8211; aber tatsächlich bleibt sie im ganzen Buch eine schlüssige und wissenschaftliche Erklärung (oder gar Studie) über den Nutzen von Colonirrigationen schuldig, ja sie äussert sogar:</p>
<blockquote><p>Many can be healthy without colon cleansing.</p></blockquote>
<p>Das beruhigt mich ungemein, wäre mir doch sonst schleierhaft wieso nicht die Menschheit an verstopften Gedärmen ausgestorben ist und jeder ab einem bestimmten Alter an einem geplatzen verkrusteten überfüllten Verdauungstrakt stirbt&#8230;</p>
<p>Ihr Verständnis der Medizin ähnelt dann auch mehr den Verfechtern der <em>Natural Hygiene</em>, die <a href="http://www.susunweed.com/">Susun Weed</a> gern als die Vertreter der <a href="http://www.susunweed.com/herbal_ezine/March05/healingwise.htm">Heroischen Tradition</a> bezeichnet,</p>
<blockquote><p>There is not one unified Heroic tradition, but many similar traditions collectively called the Heroic tradition. Alternative health care practitioners generally represent the Heroic thought pattern, symbolized by a circle.</p>
<p>This circle defines the rules, which, we are told, must be followed in order to save ourselves from disease and death. <strong>Healing in the Heroic tradition focuses on cleansing. According to this tradition, disease arises when toxins (dirt, filth, anger, negativity) accumulate.</strong> When we are bad, when we eat the wrong food, think the wrong thought, commit a sin, we sicken and the healer is the savior, offering purification, punishment, and redemption -. (Hervorhebung durch mich)</p></blockquote>
<p>Im wesentlichen ist Amelongs Buch eine Erklärung des Zehn-Tage-Plans (der möglichst dreimal hintereinander durchlaufen werden sollte) und eines daran anknüpfenden 5-Tage-Plans, der aus einer Art erweitertem Fasten mit nahrhaften Brühen und Rphmilch bestehen soll, summa summarum also eher eine 35-Tages-Detox denn ein Kur(z)programm. Aber ein Zehntagesplan verkauft sich nun einmal besser&#8230; Amelong wimet sich (nicht überraschend) ausführlich der Colon-Hydrotherapie und Anleitungen für Darmspülungen zuhause sowie &#8220;therapeutischen Einläufen&#8221; mit allerlei angeblich gesunden, leberstärkenden oder sonstigen Wirkungen.</p>
<p>Weder bin ich der Meinung, dass <em>homo sapiens</em> konzipiert wurde um sich die Darmflora mit pro Sitzung / Stunde etwa 120-200 Litern Wasser aus dem Körper spülen zu lassen, noch dass der menschliche Darm mit Einläufen mit Kaffee, ätherischen Ölen oder anderen Substanzen gestresst werden sollte, erst recht nicht in Eigenregie, ohne ernsthafte ärztliche Begleitung oder Indikation. Schon deswegen nehme ich von Amelongs &#8220;<a href="http://www.optimalhealthnetwork.com/">Optimal Health</a>&#8220;-Plan Abstand. Die Ernährungsrichtlinien schließlich sind so allgemein gehalten (wenn auch sinnvoll), dass sie für eine kurmässige Anwendung und für jemanden der sich mit der Materie nicht auskennt, untauglich sind &#8211; wer sich aber schon einmal mit den Ernährungsrichtlinien einer Low-Carb-Ernährung oder der <em>Weston A. Price Foundation </em>auseinandergesetzt hat, für den ist dieses Buch überflüssig.</p>
<p>Kurzum: <strong>nicht zu empfehlen.</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Michael F. Holick &amp; Mark Jenkins &#8211; Schützendes Sonnenlicht</title>
		<link>http://texte.webhafen.de/2007/04/michael-f-holick-mark-jenkins-schutzendes-sonnenlicht/</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Apr 2007 09:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Holick, Michael F.]]></category>
		<category><![CDATA[Jenkins, Mark]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
		<category><![CDATA[UV]]></category>
		<category><![CDATA[Vitamin D]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass Sonnenlicht gut tut, kann jeder am eigenen Leib erfahren &#8211; ein Sonnenbad entspannt und wärmt, wenn es Sommer wird geht auch die gute Laune nach oben. Und doch warnen Forscher zunehmend davor, in die Sonne zu gehen, die Lichtschutzfaktoren der Sonnenschutzmittel werden immer höher, die Hautkrebsraten steigen, das Ozonloch wird größer &#8211; darf man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass Sonnenlicht gut tut, kann jeder am eigenen Leib erfahren &#8211; ein Sonnenbad entspannt und wärmt, wenn es Sommer wird geht auch die gute Laune nach oben. Und doch warnen Forscher zunehmend davor, in die Sonne zu gehen, die Lichtschutzfaktoren der Sonnenschutzmittel werden immer höher, die Hautkrebsraten steigen, das Ozonloch wird größer &#8211; darf man noch in die Sonne gehen, wenn man gesund bleiben will?</p>
<p>Die vielleicht überraschende Antwort auf diese Fragen gibt ein Wissenschaftler der Universität Boston, Professor Dr. Michael Holick, der sich seit Jahren mit Gesundheit und UV-Einstrahlung befasst. In zahlreichen Studien, die in renommierten medizinischen Fachblättern erschienen sind, konnte er belegen, dass Sonnenlicht längst nicht so schädlich ist, wie uns die Kosmetikindustrie weismachen will, sondern im Gegenteil lebensnotwenig.</p>
<p>In Englisch ist das Buch</p>
<h3 align="center"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3830422083?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3830422083"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/5111WEM54ZL._SL160_.jpg" alt="Holick, Sonnenlicht" /><br clear="all" /> <br clear="all" />Michael F. Holick, Ph.D., M.D., und Mark Jenkins<br clear="all" />Schützendes Sonnenlicht<br clear="all" />Die heilsamen Kräfte der Sonne</a></h3>
<p>treffend mit &#8220;The UV Advantage&#8221; &#8211; der UV-Vorteil &#8211; betitelt.</p>
<p><span id="more-142"></span></p>
<p>Nur knappe 128 Seiten plus eine umfangreiche Bibliographie umfasst dieses Büchlein, aber diese Seiten sind randvoll mit Information &#8211; so zeigt Holick etwa auf, dass es klare Zusammenhänge zwischen der Sonnenexposition und dem Blutdruck, der Sonneneinstrahlung und Osteoporose, aber auch der (fehlenden!) Sonneneinstrahlung und Krebs gibt. So könnte eine (moderate) Nutzung der Sonne allein in den USA geschätzte 27.000 Todesfälle durch Brustkrebs verhindern, und 37.000 Fälle von tödlich verlaufendem Prostatakrebs, da aus Sonnenlicht produziertes Vitamin D als Schutzfaktor bei diesen Erkrankungen wirkt, während jährlich je etwa 500 Männer und Frauen an einem Nicht-Melanom-Hautkrebs sterben.</p>
<p>Als ausgebildeter Dermatologe weiss Holick von was er spricht, und erklärt ebenso genau wie gut verständlich, wie sich Sonnenlicht auf die Haut auswirkt, und welche Arten von Krebs dabei entstehen können. Die Nicht-Melanom-Krebsarten (Basalzell- und Stachelzellkrebs) sind in der Tat Folgeschäden von zu starker Sonneneinstrahlung &#8211; Sonnenbrand, zu viel Sonne, vor allem in den ersten 30 Jahren des Lebens &#8211; , das maligne Melanom aber, die bösartigste Krebsform, wird nicht von Sonne oder UV verursacht  &#8211; im Gegenteil, Studien zeigen, dass je weniger Sonnenlicht jemand regelmäßig abbekommt, umso höher die Rate an Melanomen ist.</p>
<p>Auch andere faszinierende Erkenntnisse hat Holick zusammengetragen &#8211; so ist Sonnenlicht ein hervorragender Blutdrucksenker, hilft bei Hauterkrankungen, Diabetes, Herzprobleme,n Depressionen, Allergien und auch PMS. Bei Osteoporose und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Osteomalazie" title="Wikipedia: Osteomalazie" target="_blank">Osteomalazie</a> ist Sonnenlicht geradezu ein unerläßliches Heilmittel.</p>
<p>Dabei macht Holick stets klar dass er nicht für das Bräunen eintritt, sondern für einen maßvollen und regelmässigen Kontakt der Haut mit dem natürlichen Sonnenlicht in seinem vollen, vor allem auch UV-B umfassenden Spektrum.</p>
<p>Nicht unbedingt aktuell sind seine Ernährungsempfehlungen, und den in das Buch integrierten Exkurs über (sinnvolle dermatologisch begründete) kosmetische Chirurgie halte ich im Zusammenhang des Themas für deplaziert, ansonsten gehört dieses Buch in die Hand eines jeden Arztes und eigentlich auch jedes Menschen, der sich und seine Lieben aktiv gesund erhalten möchte.</p>
<p>Wer angesichts etwa <a href="http://med-blog.de/medblog/archives/512-Sonnenschein-senkt-den-Blutdruck.html" title="Medblog: Sonnenschein senkt den Blutdruck" target="_blank">dieser Studienergebnisse</a> zu Blutdruck und  Sonnenlicht seinen Patienten noch Betablocker verordnet, sollte wieder einmal nachlesen, was im hippokratischen Eid über das Gebot dem Kranken nicht zu schaden steht.</p>
<p><strong>Pflichtlektüre!</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ghislaine Saint-Pierre Lanctôt &#8211; Die Medizin Mafia</title>
		<link>http://texte.webhafen.de/2007/04/ghislaine-saint-pierre-lanctot-die-medizin-mafia/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Apr 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Lanctôt, Ghislaine]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Verschwörungstheorien]]></category>

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		<description><![CDATA[Gleich vorweg &#8211; selten habe ich ein so verqueres Buch gelesen, und ich bin aus den Reihen der Rohkost-, Instinkto- und sonstigen Ernährungsfetischisten und -faschisten so einiges gewöhnt&#8230; Ghislaine Saint-Pierre Lanctôt ist Medizinerin und hat viele Jahre als solche praktiziert. Enttäuscht von den Mißständen des Medizinsystems hat sie sich dann der Kritik an der Medizin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gleich vorweg &#8211; selten habe ich ein so verqueres Buch gelesen, und ich bin aus den Reihen der Rohkost-, Instinkto- und sonstigen Ernährungsfetischisten und -faschisten so einiges gewöhnt&#8230;</p>
<p>Ghislaine Saint-Pierre Lanctôt ist Medizinerin und hat viele Jahre als solche praktiziert. Enttäuscht von den Mißständen des Medizinsystems hat sie sich dann der Kritik an der Medizin verschrieben.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/redirect?link_code=as2&amp;path=ASIN/3887214013&amp;tag=webhafen-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank"><br />
</a></p>
<h3 align="center"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/redirect?link_code=as2&amp;path=ASIN/3887214013&amp;tag=swebhafen-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank"><img src="http://images-eu.amazon.com/images/P/3887214013.01.MZZZZZZZ.jpg" border="0" /><br clear="all" /><br clear="all" />Ghislaine Saint-Pierre Lanctôt &#8211; Die Medizin Mafia</a></h3>
<p><span id="more-140"></span></p>
<p>Schon beim ersten Anlesen des Buches bin ich irritiert. Das Buch ist in Schwarz, Grau und zwei Gelbtönen als Schmuckfarben gehalten, die Typographie ist chaotisch &#8211; da werden mehrere Fonts, darunter der Hausfont der Anthroposophen, bunt durcheinandergemischt, allein im Inhaltsverzeichnis tummeln sich drei verschiedene Schriftarten in unterschiedlichen Größen, durch das gesamte Buch zieht sich ein typographisches Chaos, das offensichtlich gewollt ist, die Lesbarkeit aber nicht eben erhöht. Und auch die Qualität der Übersetzung läßt zu wünschen übrig &#8211; ganze Passagen lesen sich wie frisch aus einer Übersetzungssoftware, ohne dass sie Korrektur gelesen wurden; in der Interpunktion behält die Übersetzerin ihre falschen Kommasetzungen wenigstens konsistent durch das Buch bei.</p>
<p>Das alles könnte man hinnehmen, wäre der Inhalt des Buches nicht gleichermaßen wirr. Die Autorin hat viele aufschlußreiche Fakten und Hinweise zusammengetragen, die sie zum Glück in einer einigermaßen guten Literaturliste am Ende des Buches für Interessierte nachlesbar macht. Die einer wissenschaftlichen Überprüfung standhaltenden Thesen muß man jedoch aus einem Wust von Esoterikgeschwafel und abstrusesten Verschwörungstheorien heraussuchen.</p>
<p>Lanctôt hätte mit ihrem Buch eine Handhabe zu einer fundierten, wissenschaftlichen Medizinkritik liefern können &#8211; in den Bereichen, die sie anspricht, wie Krebs, AIDS, Unterdrückung alternativer Heilmethoden, Impfungen, gibt es auch in der Schulmedizin mehr Dogmen als Fakten. Die Präsentationsweise ihrer Ansichten macht es jedoch unmöglich, Fakt und Fiktion zu trennen, auch belegbare Tatsachen werden hier durch die Verquickung mit Äußerungen, die an paranoide Wahnvorstellungen erinnern, unlesbar, unbrauchbar, unglaubwürdig.</p>
<p>Ihre Auseinandersetzung mit dem Medizinsystem &#8211; inhaltlich teilweise durchaus nachvollziehbar &#8211; wächst sich aus zu einer weltumspannenden Verschwörung mit dem Bösen, personfiziert in Organisationen wie der WHO. Spätestens aber, wenn eine Ärztin behauptet, die Unterscheidung zwischen Viren und Bakterien sei eine künstliche, von der Pharmaindustrie aufgezwungene, verliert sie ihre Glaubwürdigkeit für mich, egal wie gut ihre Einsichten zum Beispiel in alternative Heilmethoden sind.</p>
<p><strong>Ein krudes Machwerk, wirr geschrieben, mäßig ins Deutsche übertragen und furchtbar gedruckt.</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Nicolai Worm &#8211; Syndrom X</title>
		<link>http://texte.webhafen.de/2007/04/nicolai-worm-syndrom-x/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Apr 2007 07:39:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Worm, Nicolai]]></category>
		<category><![CDATA[Anthropologie]]></category>
		<category><![CDATA[Low-Carb]]></category>

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		<description><![CDATA[Dr. Nicolai Worm, in Deutschland einer grösseren Zahl von Lesern vor allem durch sein Buch Low-Carb bekannt, legte im Jahr 2000 mit &#8220;Syndrom X&#8221; sein erstes grösseres Werk zum Thema Ernährung und Medizin vor. Im Gegensatz zu dem reinen &#8220;Diät&#8221;-Buch Low Carb geht Worm hier sehr genau ins Detail (und Gericht) mit der modernen Ernährung. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Nicolai Worm, in Deutschland einer grösseren Zahl von Lesern vor allem durch sein Buch <em>Low-Carb </em>bekannt, legte im Jahr 2000 mit &#8220;Syndrom X&#8221; sein erstes grösseres Werk zum Thema Ernährung und Medizin vor. Im Gegensatz zu dem reinen &#8220;Diät&#8221;-Buch <em>Low Carb</em> geht Worm hier sehr genau ins Detail (und Gericht) mit der modernen Ernährung.</p>
<h3 align="center"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3927372234?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3927372234"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/21YXZ42MZWL._SL160_.jpg" border="0" /><br clear="all" /><br clear="all" />Nicolai Worm &#8211; SYNDROM X &#8211; oder: Ein Mammut auf dem Teller</a></h3>
<p>Zunächst erläutert der Autor, was überhaupt unter <a href="http://www.ernaehrgesund.de/artikel/zuckerinfarkt/syndromx.html">Syndrom X</a> zu verstehen ist. In den USA spricht man auch von <a href="http://www.megru.unizh.ch/j3/module/endokrinologie/endo.php?uniId=E92210&amp;di=10">metabolischem Syndrom</a> oder Insulinresistenz, und die meisten Wohlstandsbürger kennen die verbundenen Diagnosen &#8211; schlechte Cholesterinwerte, Übergewicht, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen &#8211; kurz: Zivilisations- oder Wohlstandskrankheiten.</p>
<p><span id="more-139"></span></p>
<p>Worm zeigt anhand aktueller Studien auf, dass die meisten dieser Probleme hausgemacht sind und wir mit einer wirklich gesunden Ernährung &#8211; der, an die der Mensch seit Tausenden von Jahren perfekt angepaßt ist &#8211; auch das Syndrom X heilen können. Nicht jedoch mit der zucker- und getreidereichen Industrienahrung der letzten 100 Jahre. Er nimmt auch die Ernährungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) unter die Lupe, die seit Jahren die Forschungsergebisse etwa der Harvard Medical School ignoriert, um auch weiterhin industriegetreu die Mär vom gesunden Zucker und vom bösen Fett erzählen zu können.</p>
<p>Dass Bewegung automatisch schlank macht ist ebenso ein Märchen wie die Behauptung, dass ein reiner Gewichtsverlust automatisch die Insulinresistenz mindert. Komplexe Kohlenhydrate und hochungesättigte Fettsäuren sind das gesündeste Essen für den Menschen? Fleisch ist ungesund? Das Gegenteil ist der Fall. Das Thema der gesunden Fette und der Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren kann Worm einfach und dennoch mit bestechender Fachkenntnis an den Leser bringen, und er bringt dabei auch gleich Licht in das dunkle Durcheinander von Thesen und Theorien über gutes und böses Cholesterin.</p>
<p>Das teilweise provokant geschriebene Buch ist ein Augenöffner für jeden, der sich mit dem Thema Ernährung befasst und bereit ist, die eigenen Glaubenssätze über gesundes Essen kritisch zu überprüfen. Worm liefert kenntnisreich eine Vielzahl von Fakten und Forschungsergebnissen aus der Medizin, die belegen, dass unsere Ernährung, aber auch unser Lebensstil, ganz anders aussehen muss, als wir bislang glaubten, wenn wir unserem Körper wirklich die Nährstoffe geben wollen, die er für ein fehlerfreies, gesundes Funktionieren benötigt.</p>
<p>Abgerundet wird &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3927372234?ie=UTF8&amp;site-redirect=de&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3927372234">Syndrom X oder Ein Mammut auf den Teller! Mit Steinzeitdiät aus der Wohlstandsfalle</a>&#8221; durch ein umfangreiches Literatur- und Quellenverzeichnis aller zitierten Studien.</p>
<p><strong>Dieses Buch sollte Pflichtlektüre für alle Ärzte, Krankenschwestern und Ernährungsberater sein.</strong></p>
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		</item>
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		<title>Udo Pollmer &#8211; Esst endlich normal!</title>
		<link>http://texte.webhafen.de/2007/04/udo-pollmer-esst-endlich-normal/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Apr 2007 09:31:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Pollmer, Udo]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Diät]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer abnehmen will, braucht drei Dinge: einen starken Willen eine kalorienreduzierte Diät reichlich Bewegung Damit tut er oder sie etwas für die Gesundheit, minimiert das Risiko degenerativer Erkrankungen und verlängert das eigene Leben, entlastet dabei auch noch das Gesundheitssystem von Kosten.Richtig? Nein. Grundfalsch. Und zwar in allen Punkten. Diäten sind sinnlos und machen die meisten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer abnehmen will, braucht drei Dinge:</p>
<ul>
<li>einen starken Willen</li>
<li>eine kalorienreduzierte Diät</li>
<li>reichlich Bewegung</li>
</ul>
<p>Damit tut er oder sie etwas für die Gesundheit, minimiert das Risiko degenerativer Erkrankungen und verlängert das eigene Leben, entlastet dabei auch noch das Gesundheitssystem von Kosten.Richtig?</p>
<p>Nein. <strong>Grundfalsch</strong>. Und zwar <strong>in allen Punkten</strong>.</p>
<blockquote><p>Diäten sind sinnlos und machen die meisten Menschen dicker, sagt der Ernährungsexperte Udo Pollmer. Warum dennoch immer wieder neue Wunderdiäten angeboten werden und Millionen Menschen &#8211; den seit langem bekannten Jo-Jo-Effekt ignorierend &#8211; jedes Mal von neuem darauf anspringen, erklärt er in seinem neuesten Buch. &#8220;Esst endlich normal! Wie die Schlankheitsdiktatur die Dünnen dick und die Dicken krank macht&#8221;, lautet der Titel, erschienen im Piper-Verlag.</p></blockquote>
<p>schreibt etwa <a href="http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/astuecke/89816/index.html">3sat in der Wissenschaftssendung <em>nano</em> zu einem Interview mit Udo Pollmer</a> zu seinem neuen Buch</p>
<h3 align="center"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3492249426?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3492249426"><img src="http://images.amazon.com/images/P/3492249426.01._AA_SCMZZZZZZZ_.jpg" title="Esst endlich normal" alt="Esst endlich normal" align="absmiddle" border="0" height="160" hspace="4" vspace="4" width="101" /></p>
<p>Udo Pollmer: Esst endlich normal!</a></h3>
<p>oder, etwas knapper und prägnanter: &#8220;<strong>Wer Angst vorm Essen hat, wird fetter.</strong>&#8221;</p>
<p><span id="more-136"></span></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Udo_Pollmer">Udo Pollmer</a> werfen seine Gegner gern vor, dass der Leiter des <a href="http://www.das-eule.de/index.html">Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften</a> bisweilen polemisch sei. Das ist so weit richtig, und wenn man sich wie Pollmer en detail mit den Lügen und Halbwahrheiten der Ernährungs- und Diätindustrie und vieler seiner Kollegen aus Medizin und Nahrungsmittelchemie befasst, ist Zynismus und Polemik wohl eins der wenigen Mittel, sich den (gesunden) Verstand zu bewahren statt an der Misere zu verzweifeln &#8211; denn was Pollmer da vor den interessierten Lesern ausbreitet ist nicht mehr und nicht weniger als eine Abrechnung mit der Diätgesellschaft, die &#8211; entgegen der wissenschaftlichen Beweislage und besseren Wissens &#8211; Diäten um jeden Preis propagiert und den Mythos von &#8220;Fettleibigkeit als Killer Nummer Eins&#8221; weiter verbreitet.</p>
<p>&#8220;Wer dieses Buch gelesen hat, wird nie wieder eine Diät machen.&#8221; schreibt der Piper-Verlag etwas reißerisch auf den Rückeinband, und doch, hat man sich das Buch erst einmal einverleibt und in aller Konsequenz verdaut und verarbeitet, muss man ihnen zustimmen.</p>
<p>Denn Udo Pollmer rollt das Feld geich von mehreren Fronten auf. Er zeigt, dass die amtlichen und massenmedialen Behauptungen über Zusammenhänge von BMI und (mäßigem) Übergewicht und Gesundheitsgefahren nicht bloß maßlos übertrieben, sondern mit statistischen Tricksereien erstunken und erlogen wurden, dass &#8211; und warum &#8211; Diäten biologischer Unsinn sind und auf die Dauer nicht nur nicht funktionieren, sondern am Ende sehr viel kranker machen.</p>
<p>Weiter stellt er die Frage nach den Vorteilen des Abspeckens (nämlich: keinen, wer abnimmt verbessert weder seine Gesundheit noch verlängert er dadurch sein Leben &#8211; ganz im Gegenteil! das ist eine Tatsache); nach den Motivationen und Folgen der von Renate Künast angestoßenen &#8220;<a href="http://www.ernaehrung-und-bewegung.de/">Plattform für Ernährung und Bewegung</a>&#8220;, die nach letztem Kenntnisstand genau das Gegentei von dem erreichen muß, was sie eigentlich anstrebt (und Millionen Euro Steuergelder verpulvert für Dinge, von denen a priori feststeht, dass sie nicht funktionieren werden). Und so stellt er auch die Gretchenfrage &#8211; <strong>cui bono</strong> &#8211; wem nützt das Ganze?</p>
<p>Nachdenklich macht Pollmer mit seinen Überlegungen zum Thema Diskriminierung &#8211; Gewicht ist erblich, Gewicht ist eine Veranlagungssache, der BMI ist zusätzlich denkbar ungeeignet als Meßinstrument (oder wer würde allen Ernstes George Clooney oder Brad Pitt für zu fett halten oder Renate Künast für gerade noch eben als dünn genug durchgehend?) und die Diskriminierung von Menschen mit einem von einer (willkürlichen) Norm abweichenden Körperbau ist ein grober Verstoß gegen die Menschenwürde. Aber wer nicht willig (oder fähig) ist sich dem erfolgreichen Abspecken zu unterwerfen, dem darf man anscheinend in Deutschland auch die Menschenwürde aberkennen&#8230;</p>
<p>Für mich besonders interessant sind seine (wie alle Behauptungen des Buches handfest durch Studien untermauerten) Erkenntnisse über die inneren Regelkreise und Funktionen des Körpers, die die alte Kalorien-In-Kalorien-Out-These ad absurdum führen, die deutlich zeigen, dass der menschliche Körper ein sehr viel komplexeres und schlaueres System ist als die Ernährungswissenschaftler uns weismachen wollen &#8211; und auch sehr viel besser als die aktuell politisch erwünschten Ernährungstrends tatsächlich weiss, was er braucht und was ihm gut tut, und <a href="http://www.welt.de/print-welt/article182457/Der_Koerper_holt_es_sich.html">sich genau das holt</a>.</p>
<blockquote><p>Unser Geschmack ist keine böse Laune der Natur, er hat einen evolutionären Sinn. Freude am Essen ist überlebensnotwendig. Wenn wir unserer Natur entsprechend handeln, empfinden wir Freude, wie bei der Sexualität. Aber wir wittern hinter jedem Genuß Fallstricke des Teufels.</p></blockquote>
<p>- zitiert nach einem <a href="http://www.welt.de/print-welt/article182457/Der_Koerper_holt_es_sich.html">Interview mit Pollmer in der WELT.</a></p>
<p>Genau die Lustfeindlichkeit, die protestantische Verzichtsethik ist es auch die Pollmer als zugrundeliegendes Syndrom unseres Diätwahns ausmacht, im Verein mit knallharten Wirtschaftsinteressen. So zitiert er selbst einen seiner Lieblingsgegner, den ehemaligen Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), Volker Pudel, so:<br />
<em>Es käme ihm so vor, als hätten Jahrzehnte Beratung nur eines erreicht: Die Menschen äßen, was sie immer gegessen haben, aber jetzt mit schlechtem Gewissen.</em></p>
<p>Und, auch das lernen wir bei Pollmer, Streß ist der größte Gegner der Gesundheit. Streß, das ist nicht nur Mobbing oder das Dasein mit Hartz V, Streß wird auch und vor allem vom Fernsehen verursacht &#8211; einer der größten Dickmacher (neben Diäten, die Pollmer deswegen auch auf den Index des für Abnehmwillige Verbotenen setzt) ist das Streßhormon Cortisol, und das wird schon bei mehr als 1 Stunde Fernsehen am Tag ausgeschüttet. Studien haben ergeben, dass <strong>bei gleicher Bewegung und gleicher Kalorienaufnahme</strong> eine zusätzliche Stunde (oder mehr) vor der Glotze am Tag das Gewicht signifikant erhöht.</p>
<p>Und so bleibt mir nach der Lektüre dieses Buches, das ich <strong>jedem</strong>, vor allem aber Abnehmwilligen, Ärzten, Ernährungsberatern, Eltern und ganz besonders Politikern, die gerade über finanzielle Zwangsmaßnahmen gegen Dicke nachdenken, ans Herz legen oder wahlweise auch über den Schädel ziehen möchte, nur noch eins &#8211; das Diäten an den Nagel zu hängen, und statt dessen meinem Körper Vitamin D (Tageslicht) zuzuführen und TV und Streß zu reduzieren. Das ist die beste Gesundheitsvorsorge.</p>
<p><strong>Lesen!</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Edward M. Hallowell &amp; John Ratey &#8211; Zwanghaft zerstreut</title>
		<link>http://texte.webhafen.de/2007/01/edward-m-hallowell-john-ratey-zwanghaft-zerstreut/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Jan 2007 09:02:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hallowell, Edward M.]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Ratey, John]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[ADHS]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Untertitel dieses (mittlerweile) Standardwerks zum Thema ADD/ADHS lautet: &#8220;oder die Unfähigkeit, aufmerksam zu sein.&#8221; Edward M. Hallowell &#8211; Zwanghaft zerstreut Driven To Distraction, also sinngemäss, zur Ablenkung getrieben, heisst dieses Buch im Original, was ich als passender empfinde als den psychologisch doch recht besetzten Terminus zwanghaft. Zerstreut kling nach fahrigem alten Professor, nicht jedoch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Untertitel dieses (mittlerweile) Standardwerks zum Thema ADD/ADHS lautet: &#8220;oder die Unfähigkeit, aufmerksam zu sein.&#8221;</p>
<h3 align="center"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/redirect?link_code=as2&amp;path=ASIN/3499607735&amp;tag=webhafen-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742"><img src="http://images-eu.amazon.com/images/P/3499607735.03.MZZZZZZZ.jpg" border="0" /><br clear="all" /><br clear="all" />Edward M. Hallowell &#8211; Zwanghaft zerstreut</a></h3>
<p><strong>Driven To Distraction</strong>, also sinngemäss, zur Ablenkung getrieben, heisst dieses Buch im Original, was ich als passender empfinde als den psychologisch doch recht besetzten Terminus <em>zwanghaft</em>. Zerstreut kling nach fahrigem alten Professor, nicht jedoch nach der Lebensrealität der meisten ADDler.</p>
<p><a href="http://www.drhallowell.com/">Hallowell</a>, das vielleicht vorweg, ist Kinderpsychiater und leidet selbst an einer Aufmerksamkeitsstörung. Für die Allgemeinheit, und das betrifft Therapeuten ebenso wie Betroffene oder deren Eltern, fasst er auf 444 Seiten kompakt zusammen, was ADD ist, wie man es diagnostiziert, welche Probleme es im Lebensalltag bereiten kann, und wie man es behandeln kann, so daß Betroffenen ihr Leben etwas leichter gemacht wird.</p>
<p><span id="more-131"></span></p>
<p>Das Buch ist &#8211; sieht man von einer fehlenden Lokalisierung auf deutsche oder wenigstens europäische Gegebenheiten (Fallbeispiele, Schulsystem, Antidiskriminierungsgesetz) ab, praxisnah und gibt einige gute Tipps und Leitfäden an die Hand, um sich dem Thema AD(H)S nicht nur zu nähern, sondern auch ein tiefergehendes Verständnis dafür zu entwickeln. Besonders informativ fand ich die große Bandbreite von Fällen, die ADD in seinen unterschiedlichsten Ausprägungen zeigen, sowie die Tatsache, dass Hallowell auch die sonst meist stiefmütterlich angegangenen Themenkreise wie hypoaktive ADDLer und Erwachsene genau angeht. Sein Überblick über den Verlauf von Diagnose und Therapiemöglichkeiten ist ein großer Augenöffner und nimmt viel Unsicherheit und Ängste.</p>
<p><strong><br />
Fazit: ein rundum gutes Kompendium zum Thema</strong>, unbedingt lesenswert, was Fakten oder Hilfen zum deutschen Schul- und Medizinsystem angeht, jedoch ungeeignet.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Doris Ryffel-Rawak &#8211; ADHS bei Frauen &#8211; den Gefühlen ausgeliefert</title>
		<link>http://texte.webhafen.de/2006/11/doris-ryffel-rawak-adhs-bei-frauen-den-gefuhlen-ausgeliefert/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Nov 2006 22:31:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Ryffel-Rawak, Doris]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[ADHS]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Psychiatrie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://webhafen.de/textblog.neu/?p=115</guid>
		<description><![CDATA[Doris Ryffel-Rawak ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und bekannte Expertin auf dem Gebiet von Aufmerksamkeitsstörungen. Doris Ryffel-Rawak &#8211; ADHS bei Frauen &#8211; den Gefühlen ausgeliefert Mit ihrem Buch deckt sie nun auch für den deutschsprachigen Markt ab, was Autorinnen wie Sari Solden auf andere Weise im amerikanischen Sprachraum versucht haben &#8211; einen spezifischen Blick [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Doris Ryffel-Rawak ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und bekannte Expertin auf dem Gebiet von Aufmerksamkeitsstörungen.</p>
<h3 align="center"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3456841213?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3456841213"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41HWBKEX5RL._SL160_.jpg" border="0" /><br clear="all" /><br clear=all></brclear=all>Doris Ryffel-Rawak &#8211; ADHS bei Frauen &#8211; den Gefühlen ausgeliefert </a></h3>
<p>Mit ihrem Buch deckt sie nun auch für den deutschsprachigen Markt ab, was Autorinnen wie <a href="http://www.amazon.de/gp/product/1887424970?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=1887424970">Sari Solden</a> auf andere Weise im amerikanischen Sprachraum versucht haben &#8211; einen spezifischen Blick auf das Leid und Leiden von Frauen mit AD(H)S.</p>
<p><span id="more-119"></span></p>
<p>Endlich einmal werden Themen angesprochen, die in der meist auf männliche, hyperaktive Kinder ausgerichteten Standardliteratur zum Thema kein Gehör finden &#8211; Somatisierungsstörungen, Essstörungen, PMS sind gesundheitliche Einschränkungen, unter denen gerade AD(H)S-betroffene Frauen sehr viel stärker leiden als ihre Geschlechtsgenossinnen. Warum das so ist, ist noch unklar, Forschung tut not. Hormonelle Schwankungen sind für AD(H)S-Patientinnen mit sehr viel dramatischeren Auswirkungen verbunden als für die anderen. Das Leben von Frauen wird auch aufgrund der Anforderungen, die an sie in Familie und Gesellschaft gestellt werden, mit AD(H)S ungleich schwieriger.</p>
<p>Ryffel-Rawak schenkt hier verschiedenen Frauengruppen aus ihrer therapeutischen Praxis Gehör; vom Mädchen über die Frau in den Zwanzigern, Dreissigern und Vierzigern bzw. ab dem 50. Lebensjahr. Sie blickt auf Lebensläufe und Lebensbeichten und stellt das Gemeinsame in ihnen heraus, zeigt Lösungsansätze auf und wiederkehrende Probleme.</p>
<p>Ein engagiertes, mutiges Buch, das Betroffenen wie Therapeuten die Augen öffnen und viel Ideen und Handwerkszeug liefern kann. (Nicht nur) für Frauen mit ADHS sehr zu empfehlen.</p>
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		<title>John E. Upledger &#8211; Auf den inneren Arzt hören</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Oct 2006 05:10:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Upledger, John E.]]></category>
		<category><![CDATA[Alternativmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[CranioSacral]]></category>
		<category><![CDATA[Osteopathie]]></category>
		<category><![CDATA[Rückenschmerzen]]></category>

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		<description><![CDATA[Dr. John E. Upledger, gelernter Chirurg, beschreibt in seinem Buch seinen Weg hin zu einer anderen Medizin. In den 70er Jahren entwickelte Upledger die Tradition der osteopathischen Behandlung weiter zu einem System, das heute als CranioSacral-Methode bekannt und eng mit Upledger verknüpft ist. Zwar waren die Konzepte der Kraniosakral-Therapie schon vor Upledger bekannt, er stellte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dr. John E. Upledger, gelernter Chirurg, beschreibt in seinem Buch seinen Weg hin zu einer anderen Medizin. In den 70er Jahren entwickelte Upledger die Tradition der osteopathischen Behandlung weiter zu einem System, das heute als CranioSacral-Methode bekannt und eng mit Upledger verknüpft ist. Zwar waren die Konzepte der Kraniosakral-Therapie schon vor Upledger bekannt, er stellte aber den Zusammenhang her zwischen den Schwingungen der Duralmembran (die äußere Membran, die Gehirn und Nervenbahnen des Menschen umhüllt) und den Meningealmembranen, den Knochenstrukturen, an denen diese befestigt sind, dem Bindegewebe, der Zerebrospinalflüssigkeit und den damit verbundenen Strukturen.</p>
<h3 align="center"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3720524973?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3720524973" target="_blank"><img src="http://images-eu.amazon.com/images/P/3720524973.03.MZZZZZZZ.jpg" border="0" /><br clear="all" /><br clear="all" />John E. Upledger &#8211; Auf den inneren Arzt hören</a></h3>
<p>Upledger erzählt in Anekdoten seinen Weg hin zur kraniosakralen Therapie, berichtet von wundersam erscheinenden Heilungen durch Handauflegen, erläutert grundsätzliche Überlegungen der <a href="http://www.br-online.de/umwelt-gesundheit/thema/osteopathie/index.xml">Osteopathie</a> wie die der mobilen Schädelplatten und ihrer Blockaden und geht dann über zu Thesen von Gewebe-Erinnerung und einem ganzheitlichen Verständnis des Körpersystems Mensch.</p>
<p><span id="more-112"></span></p>
<p>Seine Kenntnisse vom Bewegungsapparat und Nervensystem des Menschen sind beeindruckend. Die Osteopathen und Kraniosakraltherapeuten haben einen ganz anderen, nicht-invasiven  Blickwinkel auf viele Erkrankungen. Sie gehen davon aus dass man mit &#8220;Handauflegen&#8221; und Energien senden &#8211; bisweilen erinnert das Konzept an Reiki &#8211; Blockaden im Gewebe lösen und so Beschwerden lindern kann. Manche der Therapien sind klar und einleuchtend, etwa wenn es um Kieferfehlstellungen geht. Warum nicht erst einmal einen Osteopathen wörtlich Hand an den Kopf anlegen lassen, ehe man sich mit jahrelangem Schienentragen oder gar kieferorthopädischer Chirugie befaßt? Denn das macht die Osteopathie und Kraniosakraltherapie aus &#8211; sie sind völlig unschädlich und in vielen Fällen wirksamer als die Schulmedizin.</p>
<p>Upledgers Lebensbericht macht neugierig auf diese andere Heilmethode, auf dieses andere Verständnis von Medizin, das nicht von Laborwerten, sondern einzig vom Befinden des Patienten und den wissenden Händen des Therapeuten geprägt ist. <a href="http://www.upledger.de" target="_blank">Die Upledger-Socitey gibt auch für Laien Einsteigerkurse in ihre Heilarbeit</a>. Streckenweise wird das Buch dann recht esoterisch, wenn der Autor etwa von blockierten Energiezysten als Krankheitsursachen spricht. Letzten Endes ist Wissenschaft aber, was funktioniert. Und da, wo Kraniosakraltherapie Wirkung zeigt &#8211; bei Schmerzpatienten, Menschen mit sogenannten Bandscheibenvorfällen, und sie durch Behandlungen die keinerlei Schaden anrichten können, von schwersten Symptomen befreit &#8211; kann den Patienten letztlich egal sein, ob die wissenschaftliche Schule die CranioSakral-Arbeit als Heilmethode akzeptiert.</p>
<p>Ob Kraniosakraltherapie wirklich das Wundermittel ist, für das Uplegder es ausgibt, kann das sehr einseitig ausgelegte Buch nicht beantworten. Für mich sind viele der Heilsansprüche dieses Systems zu absolut, zu religiös geprägt, zu sehr den wissenschaftlichen &#8220;gesunden Menschenverstand&#8221; in Frage stellend, um sie einfach so glauben zu können. Das sollte jedoch niemanden davon abhalten, sich mit dieser Heilmethode zu befassen, und dafür ist &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3720524973?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3720524973">Auf den inneren Arzt hören. Eine Einführung in die Craniosacral-Therapie</a>&#8221; ein durchaus brauchbarer und spannender Einstieg in die Materie.</p>
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