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	<title>texte.webhafen.de &#187; Geschichte</title>
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	<description>Rezensionen und andere Texte von Petra Hildebrandt</description>
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		<title>Obst, Gemüse und Kräuter Karls des Grossen</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jul 2008 03:35:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kochen]]></category>
		<category><![CDATA[Meurers-Balke, Jutta]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Strank, Karl Josef]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Archäobotanik]]></category>
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		<category><![CDATA[Kräuter]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelalter]]></category>
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		<description><![CDATA[Eines der ältesten Dokumente frühmittelalterlicher Gartenkultur, vielleicht sogar das älteste schriftliche Dokument der europäischen Gartenbaugeschichte, ist eine Verordnung Karls des Großen über &#8220;Land- und Krongüter&#8221; und welche Pflanzen auf diesen anzubauen seien, die Capitulare de villis vel curtis imperii aus dem 8. Jahrhundert. Zwar regelt diese umfangreiche Verordnung beinahe jeden Aspekt des weltlichen Daseins (etwa [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eines der ältesten Dokumente frühmittelalterlicher Gartenkultur, vielleicht sogar das älteste schriftliche Dokument der europäischen Gartenbaugeschichte, ist eine Verordnung Karls des Großen über &#8220;Land- und Krongüter&#8221; und welche Pflanzen auf diesen anzubauen seien, die <em>Capitulare de villis vel curtis imperii</em> aus dem 8. Jahrhundert.</p>
<p>Zwar regelt diese umfangreiche Verordnung beinahe jeden Aspekt des weltlichen Daseins (etwa &#8220;Bauweise, Verproviantierung und Bewaffnung der Kriegskarren&#8221; , oder welche Handwerker auszubilden seien), aber sie umfasst auch nicht weniger als die Logistik eines riesengroßen Reiches und die Versorgung des nicht eben kleinen Hofstaates Karls des Großen.</p>
<p>Darunter sind eben auch Themen der landwirtschaftlichen Praxis &#8211; Umgang mit Saatgut, Wald- und Weidewirtschaft, Grundlagen von Ackerbau und Viehzucht. Der Staatsmann Karl der Große (und seine Verwalter) erweisen sich hier als souveräne Agrarpolitiker.</p>
<p>In dem Buch</p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3805338791?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3805338791"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/31aKLBFVq6L._SL160_.jpg" border=0></p>
<p>&#8220;»&#8230; dass man in den Gärten alle Kräuter habe &#8230;«:<br />
Obst, Gemüse und Kräuter Karls des Großen</a></h3>
<p>befassen sich die Herausgeber, Karl Josef Strank und Jutta Meurers-Balke, vor allem mit dem letzten Kapitel der <em>Capitulare</em>, welches die Duftpflanzen, Heil- und Würzkräuter, Gemüse, Obst und Vorratsbäume verzeichnet, welche Karl der Große auf jedem Hofgut kultiviert und vorrätig wissen wollte. Diese Liste ist für Gärtner wie Mittelalterforscher, vor allem auch in ethno- und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arch%C3%A4obotanik">archäobotanischer</a> Hinsicht bemerkenswert und interessant.<br />
<span id="more-212"></span><br />
Das Buch ist in 4 Abschnitte unterteilt, die zusätzlich farblich am Schnitt gekennzeichnet sind &#8211; der erste Abschnitt, rund 40 Seiten umfassend, widmet sich den Hintergründen der <em>Capitulare</em>, erklärt was die Capitulare Karls waren und bewirken sollten, und geht im Detail auf die <em>Capitulare de villis vel curtis imperii</em> und ihre zahlreichen Anweisungen ein. Der Text ist ein wenig trocken geschrieben, man merkt dass hier der Lehrbuchcharakter stärker im Vordergrund stand als die Unterhaltung, er erschliesst sich nur mühsam, und man muss schon ein starkes Interesse für das Thema mitbringen. </p>
<p>Den Hauptteil des &#8211; rundum hochwertig gedruckten und bebilderten &#8211; Hardcoverbuchs macht ein Pflanzenlexikon eben der Gewächse aus, die in Karls Liste genannt sind, und sie sind auch nach dem Erscheinen in dieser Liste sortiert, was ein wenig verwirren kann (eine Farbreproduktion dieser mittelalterlichen Handschrift ist die letzte Seite vor dem Pflanzen-Teil). Dank guter Indizes am Ende kann man über dieses kleine Eigenheit jedoch entspannt hinwegsehen.</p>
<p>Es folgen 110 einzelne Pflanzenporträts, die zum botanischen und deutschen Namen auch die französische, englische und niederländische Bezeichnung mitliefern, mit jeweils einer botanischen Definition, einem Absatz zur Archäobotanik, einem längeren Text zur historischen Nutzung und Bedeutung, sowie Hinweisen zur Verwendung und Bedeutung in unserer Zeit. Zu jeder Pflanze gibt es mindestens eine farbige Abbildung, oft noch Zeichnungen von Fruchtständen, oder wo passend Abbildungen alter Stiche, Zeichnungen oder Handschriften zu diesen Pflanzen.</p>
<p>Das ist eine wunderbare, höchst informative Sammlung, für den ambitionierten Hobbygärtner, der sich auch für alte Sorten interessiert, ebenso sehr wie für Mittelalter-Fans und Kräuterkundige. Denn während die Pastinake von den vergessenen Gemüsen heute wieder zu den bekannteren gewandert ist, werden sich wohl nur die wenigsten an Dachhauswurz, Blutmeier, Pferde-Eppich oder Ährenminze erinnern. Auch die Informationen zu archäologischen Funden oder zur Verwendung manchen Kräutleins in der traditionellen Heilkunde sind Kleinode des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ethnobotanik">ethnobotanischen</a> Wissens.</p>
<p>Abgerundet wird der lexikalische Teil durch eine kleine, feine Auswahl (nicht nur) mittelalterlicher Rezepte mit einigen der vorgestellten Gemüse, Kräuter und Früchte. Hier hätte ich mir eher eine historische Auswahl gewünscht, aber das ist im Wortsinne Geschmackssache.</p>
<p>Wer die Ideen aus dem Buch in Aktion erleben möchte: Bei Aachen / Gut Melaten wurde ein &#8220;<a href="http://www.biozac.de/biozac/capvil/karlgart.htm">Karlsgarten</a>&#8221; nach den Ideen des <em>Capitulare de villis vel curtis imperii</em> angelegt. Die Karlsgärten wurden im Internationalen Karlsjahr 2000 eröffnet, und ihnen widmet sich auch das letzte Kapitel des Buches, inklusive eines genauen Plans. Ans Ende gesetzt haben die Herausgeber dann noch alphabetische Indizes der verzeichneten Pflanzen nach lateinischen und deutschen Bezeichnungen.</p>
<p>Die Autoren:</p>
<p><strong>Dr. Karl Josef Strank</strong> ist Biologe an der RWTH Aachen und Geschäftsführer des Freundeskreises Botanischer Garten Aachen e.V.</p>
<p><strong>Dr. Jutta Meurers-Balke</strong> ist Leiterin des Labors für Archäobotanik des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Universität zu Köln, und untersucht Pflanzenfunde aus Ausgrabungen</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Sehr ansprechend finde ich die Bindung mit Schutzumschlag, das große Format des Buches und die Vielzahl der ebenso schönen wie erhellenden Farb-Abbildungen, die zusammen mit einer gelungenen Typographie und kleinen Ausschmückungen wie dem lateinischen Text aus der <em>Capitulare</em> zur jeweiligen Pflanze (am oberen Seitenrand) dieses umfangreiche Werk zu einem echten Liebhaberstück werden lassen. </p>
<p><strong>Wunderschön.</strong></p>
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		<title>Time-Life: Wie sie damals lebten &#8211; Im alten Ägypten</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Dec 2007 18:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dersin, Denise]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Pharaonen]]></category>
		<category><![CDATA[Time-Life]]></category>

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		<description><![CDATA[In der von Denise Dersin für Time-Life herausgegebenen Reihe &#8220;Wie sie damals lebten&#8221; erschien 1996 erstmals der Band über das antike Äygpten: Im alten Ägypten. 3050 &#8211; 30 v. Chr (Wie sie damals lebten) Im Impressum kann man lesen dass das Buch fachlich von Peter A. Piccione begleitet wurde und von Thomas Dousa, der als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der von Denise Dersin für Time-Life herausgegebenen Reihe &#8220;Wie sie damals lebten&#8221; erschien 1996 erstmals der Band über das antike Äygpten:</p>
<h3 align="center"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/9053908315?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=9053908315"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/6176TTN2Z5L._SL160_.jpg" border="0" /><br clear="all" /><br clear="all" />Im alten Ägypten. 3050 &#8211; 30 v. Chr (Wie sie damals lebten)</a></h3>
<p>Im Impressum kann man lesen dass das Buch fachlich von <a href="http://www.cofc.edu/~piccione/">Peter A. Piccione</a> begleitet wurde und von Thomas Dousa, der als Sprachspezialist maßgeblich am <a href="http://oi.uchicago.edu/research/projects/dem/">Demotic Dictionary</a> beteiligt war und ist.</p>
<p>Auf 192 Seiten entfaltet sich ein bunt dekoriertes Bild der äygptischen Kultur über mehrere Jahrtausende. Das gebundene Buch ist hochwertig verarbeitet, die Qualität der oft großen Abbildungen sehr gut.<br />
<span id="more-182"></span><br />
Wie in vielen populärwissenschaftlich gehaltenen Büchern geht es hier eher um Glanz und Glorie des Staates am Nil, um Pharaonen, Götter, Gräber und Gelehrte, aber auch ein klein wenig um das Leben der einfachen Leute. Die Texte sind ansprechend geschrieben und gut verständlich, allerdings für ein nicht in der Materie vorbelastetes Laienpublikum, an das sie sich offensichtlich richten, oft nicht erläuternd genug.</p>
<p>Mich stören an diesem Buch zwei Dinge.</p>
<p>Das eine ist die Tatsache, dass sich eine Art Nacherzählung der altägyptischen Historie als Haupttext durch das Buch zieht, der fast auf jeder zweiten Seite von farbig abgesetzten Sonderkästen und Themenblöcken unterbrochen wird (im Inhaltsverzeichnis &#8220;Bildessays&#8221; genannt). Diese Blöcke passen oft nicht zum sie umgebenden Thema, der Lesefluss stockt, dazu kommen reichlich betextete Abbildungen, nicht selten aus einem weiteren Kontext. Das Buch am Stück zu lesen ist quasi unmöglich, es ist gezielt auf Blättern und Schmökern hin ausgelegt.</p>
<p>Der zweite Punkt sind die thematischen Sprünge durch die Geschichte. Die einzelnen &#8220;Kapitel&#8221; widmen sich den Themen &#8220;Stimmen aus dem Volk&#8221; (Alltagsleben), &#8220;Herr der zwei Länder&#8221; (Pharaonen), &#8220;Tapfer kämpfte ich an der Seite seiner Majestät&#8221; (Militär und Expansion) und &#8220;Reise ohne Wiederkehr&#8221; (Religion). Nicht nur, dass das Pharaonentum ohne Religionszusammenhänge und den Totenkult gar nicht verstanden werden kann, vor allem wandert die Erzählung vom Alten ins Mittlere ins Neue Reich, springt aber zwischen den Epochen immer wieder hin und her, da folgen Abschnitte über Hatschepsuts Expedition nach Punt, nachdem man Ramses II. längst abgehandelt hat, da werden Sachverhalte immer und immer wieder herausgeholt (wie der Einfall der Hyksos), das ist extrem ermüdend und zeigt erneut, dass das Buch nicht auf durchgängige Lektüre hin konzipiert wurde.</p>
<p>Unter dem Strich: Wer sich wirklich ernsthaft mit dem Dasein der Menschen im Ägypten der Antike befassen will, sollte lieber zu &#8220;<a href="http://texte.webhafen.de/2007/05/leben-im-alten-agypten/">Leben im Alten Ägypten</a>&#8221; greifen. Dieser Time-Life-Band dagegen taugt nur zum Bildchen ansehen.</p>
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		<title>Joyce Tyldesley &#8211; Hatschepsut</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jun 2007 04:37:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Tyldesley, Joyce]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Hatschepsut]]></category>
		<category><![CDATA[Pharaonen]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu den faszinierendsten Gestalten der Historie Altägyptens gehört die Pharaonin Hatschepsut &#8211; und wohl auch zu den umstrittensten, haben ihr doch die Archäologen in den vergangenen Jahrzehnten so mancherlei angedichtet, das mehr der Fantasie und Misogynie der Wissenschaftler als der Faktenlage entsprang. Wer und vor allem, was war Hatscheput wirklich? Was waren ihre Motive und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu den faszinierendsten Gestalten der Historie Altägyptens gehört die Pharaonin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hatschepsut" title="Wikipedia  Hatschepsut">Hatschepsut</a> &#8211; und wohl auch zu den umstrittensten, haben ihr doch die Archäologen in den vergangenen Jahrzehnten so mancherlei angedichtet, das mehr der Fantasie und Misogynie der Wissenschaftler als der Faktenlage entsprang. Wer und vor allem, <strong>was</strong> war Hatscheput wirklich? Was waren ihre Motive und Ziele? Wie ist ihr Wirken insgesamt in der 18. Dynastie einzuordnen? Diesen Fragen stellt sich</p>
<h3 align="center"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3809030120?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3809030120"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/715C5FXHEML._SL160_.gif" border="0" /><br clear="all" /><br clear="all" />Joyce Tyldesley: Hatschepsut<br clear="all" />Der weibliche Pharao</a></h3>
<p>1996 erschienen, kann man <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3809030120?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3809030120">Hatschepsut. Der weibliche Pharao</a> wohl als die derzeit aktuellste und umfassendeste Biographie der Königin aus dem 15. Jahrhundert vor Christus bezeichnen.</p>
<p><span id="more-159"></span></p>
<p>Tyldesley führt ihre Leser auf einer Spurensuche durch das Land am Nil. Sie beginnt mit einer für die Analyse des Selbstverständnisses der Pharaonen dieser Zeit sehr hilfreichen Übersicht über die militärisch-politische Lage des Staates Ägypten am Beginn der 18. Dynastie. Dabei zeigt sie auf, dass  die Pharaonen des Neuen Reiches sich als rechtmässige Erben und inhaltliche Nachfolger der glorreichen, idealisierten Regierungszeit der 12. Dynastie sahen. Dann entflicht und entwirrt sie die Verwandtschaftsverhältnisse und auch die öffentliche Wahrnehmung des königlichen Clans der Thutmosiden.</p>
<p>Von dort schlägt sie den Bogen von der Königstochter und Königin Hatschepsut (also der Gemahlin eines Pharao, die für diesen die Regierungsgeschäfte quasi als Regentin führt) zur Herrscherin Hatschepsut, die sich zum (männlichen) Pharao wandelte. Tyldesley kann klar zeigen, dass Hatschepsut zunächst ohne Ambitionen in der ihr von der Gesellschaft zugewiesenen Rolle verharrte. Was schließlich für sie den Ausschlag gab, entgegen der Konvention den Posten des Pharao zu übernehmen, ist ungewiß &#8211; sicher ist aber, dass die Pharaonin ihr Land gewissenhaft regierte und eine Zeit der kulturellen und wirtschaflichen Blüte einleitete.</p>
<p>Die Autorin räumt sorgfältig mit verbreiteten Vorurteilen über Hatschepsut auf, etwa dass sie eine machtgierige böse Stiefmutter gewesen sei die ihren Neffen unterdrückte und seines Thron beraubte, oder das Militär &#8211; typisch Frau eben &#8211; habe verfallen lassen. Natürlich führt Tyldesley den Leser auch in den Prachtbau von <em>Djeser-Djeseru</em>, heute Deir-el-Bahari, einen der wohl schönsten Tempel der Menschheitsgeschichte.</p>
<p>Sie versucht Licht in die Beziehung von Hatschepsut und ihrer inoffiziellen rechten Hand Senenmut zu bringen, zeigt, wie politische Propaganda in der Antike funktionierte, und wie geschickt es die Pharaonin verstand, sich den starken Einfluß der Religion zunutze zu machen um ihre Herrschaft zu festigen.</p>
<p>Schließlich findet Tyldesley auch Erklärungsmodelle für das Verschwinden Hatschepsuts aus den offiziellen Königslisten, die noch ganz andere Interpretationen als die bislang favorisierten zulassen &#8211; etwa dass ein Teil der Auslöschungen von Darstellungen von Hatschepsut, die sich immer stark als Tochter Amuns / Ammon-Ras präsentierte, auf Bilderstürmer der Zeit um Echnaton zurückgehen; oder dass ihre Tilgung aus den Königslisten zugunsten einer reinen Thutmosiden-Reihe auch eine Folge davon ist, dass sie sich auf ihren Stelen stets nur als Mitregentin eines der Thutmosis-Pharaonen angegeben hat und damit keine reine &#8216;eigene&#8217; Regierungszeit aufweisen konnte, selbst wenn sie de facto mehr als zwei Jahrzehnte die Geschicke des Landes bestimmte.</p>
<p>Tyldesleys Buch über Hatschepsut kann man mit Fug und Recht als das aktuelle Standardwerk zum Thema bezeichnen. Ihre Sachkenntnis und die unaufgeregte Zusammenstellung und Analyse der vorliegenden Fakten und Theorien ermöglichen einen relativ vorurteilsfreien Blick auf die mysteriöse Pharaonin, die Gliederung ist in sich schlüssig.</p>
<p>Wie viele Sachbücher ist der Text teilweise mühsam zu lesen, was aber weniger an den sprachlichen Fähigkeiten der Autorin als an der Komplexität des Themas und der zu verarbeitenden Faktenfülle liegt. Eine flüssige Biographie im klassischen Sinne ist das Buch jedoch nicht, eher eine Annäherung in Splittern und Bruchstücken an ein Leben, das vor mehr als 3.000 Jahren gelebt wurde.</p>
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		<title>Leben im alten Ägypten</title>
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		<pubDate>Sat, 19 May 2007 10:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antérion, Dominique]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Thomazo, Renaud]]></category>
		<category><![CDATA[Trassard, Francois]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Pharaonen]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Alltag zwischen Tempeln und Pyramiden&#8221; ist das schön gemachte Sachbuch Leben im Alten Ägypten von Francois Trassard, Dominique Antérion und Renaud Thomazo untertitelt, und der sehr flüssig von Isa Odenhart-Donvez übersetzte Text vermag in der Tat, den Leser in den Alltag der pharaonischen Zeit zu entführen. Auf rund 190 aussagestark bebilderten Seiten (inklusive einem guten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Alltag zwischen Tempeln und Pyramiden&#8221; ist das schön gemachte Sachbuch</p>
<h3 align="center"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3806219478?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3806219478"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/513XHQHHHQL._SL160_.jpg" border="0" /><br clear="all" /><br clear="all" />Leben im Alten Ägypten</a></h3>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3806219478?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3806219478">von Francois Trassard, Dominique Antérion und Renaud Thomazo</a> untertitelt, und der sehr flüssig von Isa Odenhart-Donvez übersetzte Text vermag in der Tat, den Leser in den Alltag der pharaonischen Zeit zu entführen.</p>
<p><span id="more-154"></span></p>
<p>Auf rund 190 aussagestark bebilderten Seiten (inklusive einem guten Index und exzellenten Abbildungsnachweis) erwecken die Autoren das Reich am Nil zu sprühendem Leben. Die Themenbereiche sind in 10 Obereinheiten einsortiert</p>
<ul>
<li>Familie und Sitten</li>
<li>Wohnung und Komfort</li>
<li>Kleidung und Körper</li>
<li>Nahrung und Tischsitten</li>
<li>Gesellschaft und öffentliche Ordnung</li>
<li>Kultur und Freizeit</li>
<li>Religion und Volksglaube</li>
<li>Arbeit und Handel</li>
<li>Land und Reisen</li>
<li>Armee und Krieg</li>
</ul>
<p>Die jeweiligen Unterpunkte sind klar gegliedert und in kleine inhaltliche Einheiten unterteilt, die es dem Leser leicht machen, sich das umfangreiche und komplexe Thema gut zu erschließen und abschnittsweise zu lesen und zu verstehen, die Themengebiete sind exzellent aufgearbeitet und ebenso unterhaltsam wie sachkundig und informativ.</p>
<p>Mit Abstand <strong>das beste populärwissenschaftliche Buch über die Alltagskultur der alten Ägypter</strong>, das ich seit langem in Händen halten durfte. Uneingeschränkt empfehlenswert.</p>
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		<title>Edda Bresciani &#8211; An den Ufern des Nils</title>
		<link>http://texte.webhafen.de/2007/05/edda-bresciani-an-den-ufern-des-nils/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2007 06:00:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bresciani, Edda]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Pharaonen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie lebten die Ägypter zur Zeit der Pharaonen? Diesem Thema widmet sich Edda Bresciani &#8211; An den Ufern des Nils Edda Bresciani ist Professorin für Ägyptologie. Anhand zahlreicher Quellen führt sie ihren Leser in das Reich am Nil. Auf runden 250 Seiten, viele davon hochinteressante und hochwertige Farbabbildungen von Wandmalereien und Skultpuren des alten Ägypten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie lebten die Ägypter zur Zeit der Pharaonen? Diesem Thema widmet sich</p>
<h3 align="center"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/380621655X?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=380621655X"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/21MQEW7TNSL._SL160_.jpg" border="0" /><br clear="all" /><br clear="all" />Edda Bresciani &#8211; An den Ufern des Nils</a></h3>
<p>Edda Bresciani ist Professorin für Ägyptologie. Anhand zahlreicher Quellen führt sie ihren Leser in das Reich am Nil. Auf runden 250 Seiten, viele davon hochinteressante und hochwertige Farbabbildungen von Wandmalereien und Skultpuren des alten Ägypten, aber auch Skizzen und Zeichnungen und Papyri, breitet sie das &#8220;<em>Alltagsleben zur Zeit der Pharaonen</em>&#8220;, so der Untertitel, vor uns aus.</p>
<p><span id="more-148"></span></p>
<p>Die Themen:</p>
<ul>
<li>Der Nil, der große Strom und das schwarze Land</li>
<li>Landwirtschaftliche Produktion und Viehzucht</li>
<li>Baumeister und Handwerker</li>
<li>Gesellschaft und öffentliches Leben</li>
<li>Frau, Mann, Mode</li>
<li>Die Welt der Tiere</li>
<li>Liebe und Erotik</li>
<li>Unterricht und Wissenschaft</li>
<li>Musik und Tanz</li>
<li>Feste, Orakel, Magie</li>
<li>Gräber, Mumien und Bestattungsbräuche</li>
</ul>
<p>Das Buch ist vollgestopft mit Details und Fakten, denen jedoch insgesamt ein innerer Zusammenhang fehlt, weswegen sich das Leben der alten Ägypter auch nur höchst mühsam erschließt. Bresciani zitiert viele Originalquellen, Gebete, Liebesgedichte, Lehrpapyri, um ihre Daten zu untermauern, was oft ermüdend ist.</p>
<p>Hinzu kommt, dass die Übersetzung aus dem Italienischen sehr schlecht gelungen ist, immer wieder stolpert man beim Lesen über eine störend fehlerhafte Grammatik und logische und sprachliche Ungereimtheiten, die das Verständnis zusätzlich erschweren. Wie die Übersetzungen antiker ägyptischer Texte, aus der Hieroglyphenschrift ins Italienische und von dort ins Deutsche, gelitten haben mögen, kann man leider nicht feststellen.</p>
<p>Trotz der guten Bebilderung und der immensen Fachkenntnis der Autorin ist das Buch anstrengend zu lesen, und nach der Lektüre hat man das Gefühl, nicht wirklich mehr als vorher zu wissen, die Kultur und das Leben der Ägypter nicht besser zu verstehen, weil die einzelnen Informationen kein lebendiges Gesamtbild ergeben. Als Nachschlagewerk wiederum ist das Buch nicht stringent genug gegliedert, das angehängte Glossar ist kurz und die Auswahl der erklärten Begriffe recht beliebig, allein die umfängliche Bibiographie macht &#8220;An den Ufern des Nils&#8221; wirklich interessant für jemanden, der sich intensiv mit dem Leben im antiken Reich am Nil befassen möchte.</p>
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		<title>Manfred Reitz &#8211; Alltag im alten Ägypten</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2007 11:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Reitz, Manfred]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Das alte Ägypten &#8211; eine der ersten Hochkulturen der Menschheit &#8211; ist uns vor allem durch seine Totenbauten wie die Pyramiden oder die großartigen Kunst- und Goldschätze präsent, die wir aus Museen, Ausstellungen und Abenteuerfilmen kennen. Aber wie sah der Alltag eines Ägypters vor mehr als 3000 Jahren aus? Was aßen und tranken die Menschen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das alte Ägypten &#8211; eine der ersten Hochkulturen der Menschheit &#8211; ist uns vor allem durch seine Totenbauten wie die Pyramiden oder die großartigen Kunst- und Goldschätze präsent, die wir aus Museen, Ausstellungen und Abenteuerfilmen kennen. Aber wie sah der Alltag eines Ägypters vor mehr als 3000 Jahren aus? Was aßen und tranken die Menschen, wie sahen ihre Wohnungen aus, was brachte ihre Gesellschaft zum Pulsieren?</p>
<p>Am Leben der Menschen und ihrer Alltagskultur &#8211; von der Arbeit auf den Feldern über das Handwerk, die Staatsorganisation (eine zentrale straffe Bürokratie voller titelsüchtiger Beamter) und die Familie bis zu Wirtschaft und Handel in einem Staatswesen das kein Geld kannte &#8211; lässt  uns</p>
<h3 align="center"><img src="http://images.amazon.com/images/P/3894414642.03._AA_SCMZZZZZZZ_V45373906_.jpg" alt="Reitz: Alltag im alten Aegypten" /><br clear="all" /><br clear="all" />Manfred Reitz &#8211; Alltag im alten Ägypten</h3>
<p>teilhaben.</p>
<p><span id="more-141"></span></p>
<p>Auf 184 Seiten, die mit hochwertigen Farb-Reproduktionen von Grabinschriften, Hieroglyphen und anderen Zeugnissen des altägyptischen Schaffens sehr stimmungsvoll illustriert sind, vermittelt Reitz einen oftmals überraschenden Einblick in das Leben vor mehreren tausend Jahren. Er zeigt uns, wie die ägyptische Familie organisiert war, wie die Anbetung verschiedenster Götter in den unterschiedlichen Provinzen (Gauen) dennoch zu einer einheitlichen Staatsreligion zusammengefaßt werden konnte, wie ein Staat funktionierte, bei dem Gehälter in Lebensmitteln oder Arbeitsleistungen Dritter ausgezahlt wurden, wie das Steuersystem angelegt war, vor allem aber wie der Mensch am Nil sein Leben lebte.</p>
<p>Naturgemäss kann sich der Autor nur auf die Quellen beziehen, die vorliegen, und das sind zumeist Grabinschriften wohlhabenderer Leute oder alte Papyri. Über das Dasein von armen Bauern, Sklaven und Leibeigenen erfährt man wenig, dafür umso mehr über ägyptische Parties oder die Entwicklung der Kleidung durch die Jahrtausende. Das Wissen das er zusammengetragen hat ist dennoch beeindruckend und hilft, das <em>Land von Binse und Biene</em> mit neuen Augen zu sehen und besser zu verstehen.  Für jeden Fan des antiken Ägypten ist dieses Buch zu empfehlen.</p>
<p>Schade ist, dass Reitz bei seinen Beschreibungen oft Dinge zusammenmischt die aus unterschiedlichen Epochen stammen &#8211; selbst bei einer so stabilen Gesellschaft wie Ägypten kann man davon ausgehen dass sich in mehr als 1500 Jahren zwischen Altem und Neuem Reich einiges verändert hat &#8211; und auch die Umschreibung von Eigennamen nicht konsistent nach einem System durchhält (beispielsweise Kha-emwese / Chaemwese).</p>
<p>Um gezielt Details zu einer Epoche herauszufinden bleibt ein genaueres Quellenstudium unverzichtbar. Als großer Überblick über das Sozialleben des Staates am Nil, der den Leser in der Phantasie dorthin reisen lassen kann, ist &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3894414642?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3894414642">Alltag im Alten Ägypten</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3894414642" style="border: medium none  ! important; margin: 0px ! important" border="0" height="1" width="1" />&#8221; allerdings bestens geeignet.</p>
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		<title>Christian Jacq &#8211; Die Ägypterinnen</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Feb 2007 09:05:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Jacq, Christian]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Pharaonen]]></category>

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		<description><![CDATA[Christian Jacq ist studierter Ägyptologe, und hat einige Reihen bekannter Romane geschrieben, die im alten Ägypten angesiedelt sind. Dankenswerterweise hat er aber seine Fachkenntnis, gepaart mit der Fähigkeit, derlei Themen flüssig zu vermitteln, auch in einige Sachbücher zum Thema gepackt. In Die Ägypterinnen &#8211; Eine Kulturgeschichte stellt Jacq die These auf, dass Frauen im pharaonischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Jacq">Christian Jacq</a> ist studierter Ägyptologe, und hat einige Reihen bekannter Romane geschrieben, die im alten Ägypten angesiedelt sind. Dankenswerterweise hat er aber seine Fachkenntnis, gepaart mit der Fähigkeit, derlei Themen flüssig zu vermitteln, auch in einige Sachbücher zum Thema gepackt.</p>
<p>In</p>
<h3 align="center"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3538070741?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3538070741"><img src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/71YQGJ53DPL._SL160_.gif" border="0" /><br clear="all" /><br clear="all" />Die Ägypterinnen &#8211; Eine Kulturgeschichte</a></h3>
<p>stellt Jacq die These auf, dass Frauen im pharaonischen Ägypten eine besondere Stellung einnahmen, die dieses Staatsgefüge und seine Gesellschaft deutlich von allen darauf folgenden (bis zur heutigen &#8220;modernen&#8221; Gesellschaft) unterscheidet.</p>
<p><span id="more-132"></span></p>
<p>Diese These belegt er anhand von zahlreichen Portraits historischer Frauengestalten des Landes am Nil &#8211; von Königinnen, Königinmüttern und Pharaoninnen, über Priesterinnen, Ärztinnen, Heilerinnen und Schreiberinnen bis zu Geschäftsfrauen und Handwerkerinnen.</p>
<p>Stets streut er die kultischen Zusammenhänge ein, lässt im Kopf des Lesers ein zutiefst religiöses Ägypten entstehen, geleitet von der <em>Ma&#8217;at</em>, der allem innewohnenden Ordnung, zeigt aber auch die rechtliche Seite auf &#8211; etwa dass Frauen im pharaonischen Ägypten heiraten konnten wen sie wollten, ihr Leben lang Hüterinnen ihres eigenen Vermögens blieben, frei kommen und gehen konnten wohin sie wollten, kurzum: nicht automatisch einer patriarchalen Kontrolle unterlagen.</p>
<p>Faszinierend sind seine Einblicke in die Welt des ägyptischen Harems, einer Institution, die mit dem orientalischen Harem rein gar nichts gemein hat, sondern eher eine angesehene Handwerks- und Künstlergemeinde beschreibt, oder seine &#8211; bisweilen bissigen &#8211; Seitenhiebe auf die wohl nur allzu glühende Phantasie mancher Ägyptologen. So ist nach Jacqs Auffassung vieles, das wir heute für &#8216;reale&#8217; altägyptische Geschichte oder Fakten halten, nur den Köpfen und Interpretationen von Altertumsforschern entsprungen. Beispielhaft zeigt er dies an der Pharaonin Hatschepsut und den Gerüchten über ihre angebliche  &#8220;Auslöschung&#8221; aus den historischen Annalen durch ihren Nachfolger.</p>
<p>Spannend finde ich die Exkurse des Wissenschaftlers in die Medizin der Ägypterinnen, die nicht nur wirksame Verhütungsmittel kannten (Kinder zu bekommen war für eine Ägypterin keine Pflicht), sondern auch mit, wie man heute weiß, natürlichen Antibiotika agierten, und eine hoch entwickelte Gynäkologie besaßen, die sogar Krebsleiden behandelte.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3538070741?ie=UTF8&amp;tag=simo-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3538070741">Die Ägypterinnen. Eine Kulturgeschichte</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=simo-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3538070741" style="border: medium none  ! important; margin: 0px ! important" border="0" height="1" width="1" /> liest sich ausgesprochen flüssig, allerdings setzt der Autor sehr viel Hintergrundwissen über die ägyptische Götterwelt voraus, das man sich nebenbei erarbeiten muss, sollte man es noch nicht  besitzen &#8211; eine systematische Darstellung des pharaonischen Pantheons wäre hier hilfreich gewesen. Will man die Stellung der Frau im <em>Land von Binse und Biene </em>tatsächlich begreifen, kommt man nicht umhin, sich dieses Wissen über die Göttinnen und Götter auch noch anzueignen.</p>
<p>Die Lektüre vermittelt ein interessantes Bild der ägyptischen Kultur vor 2000 und mehr Jahren, wenn auch Jacq, wohl um seinen Punkt zu unterstreichen, manche Themen ausspart. So sind die Frauenfiguren, die er uns zeigt, stets erfolgreiche Frauen der Oberschicht oder des Königshauses, der Tempel oder auch Aufsteigerinnen.</p>
<p>Bei Jacq wird die Tatsache, dass das pharaonische Reich in großem Maße auf Sklavenarbeit angewiesen war (unterstrichen durch seinen Hinweis, dass viele Frauen keine Kinder hatten, und die durchschnittliche Kinderzahl unter 2 pro Paar lag!) schlicht negiert, statt dessen beschreibt er die Sklaverei als eine Art Arbeitsfreizeit, bei der man praktischerweise frei und reich werden konnte, quasi als Gastarbeiter, denen man nur ein kleines bißchen nachhelfen musste damit sie einsahen, wie toll doch Ägypten für ihre Karrieren war. Dabei zeigt Helck im <em>Lexikon der Ägyptologie</em> auf, dass z.b. ein durchschnittlicher Beamtenhaushalt im Mittleren Reich rund 75 Sklaven und Sklavinnen, zur Hälfte etwa Männer und Frauen, zur Hälfte etwa Asiaten und Ägypter, unterhielt, und Sklaven vererbt oder verkauft wurden, ebenso deren Kinder. Dagegen Jacq:</p>
<blockquote><p>In Griechenland und in Rom wurden gewisse Arbeiten von Sklaven erledigt, die man kaufen und auch wieder verkaufen konnte; in Ägypten gibt es nichts Vergleichbares. Kein menschliches Wesen wurde hier als eine seelenlose Sache betrachtet.</p></blockquote>
<p>Auch die Tatsache, dass zu dem Strafrepertoire des pharaonischen Ägypten unter anderem die Versklavung von Frauen und Kindern gehörte, also eine Sippenhaft; dass Folter ein akzeptiertes Strafmittel darstellte; dass die &#8220;freie&#8221; Frau in der &#8220;heiligen&#8221; Ehe auf Erlaß eines Pharaos dem Manne weggenommen werden konnte; dass z.B. im Alten Reich Frauen als &#8220;Acker für den Herrn&#8221; betrachtet wurden; dass die angeblich gleichgestellte Frau in der Ehe die einzige war, für die ein Ehebruch (drastische) Folgen hatte &#8211; das alles lässt Jacq weg.</p>
<p>So kann man Jacqs Buch über die Ägypterinnen und ihre Kulturgeschichte als eine Seite einer Medaille sehen, die das schöne, das erhabene, das idealisierte pharaonische Ägypten zeigt, allerdings die Schattenseiten ausblendet. Das Buch macht Laune, die Forschung mit neuen Augen zu betrachten und nicht alles als gegeben hinzunehmen, was Experten behaupten &#8211; das gilt allerdings gleichermaßen für dieses Werk von Christian Jacq.</p>
<p>Lesenswert &#8211; <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cum_grano_salis">cum grano salis</a>.</p>
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		<title>Stephen Coote &#8211; Drake</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Oct 2006 05:50:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Coote, Stephen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Elisabethaner]]></category>
		<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[Piraten]]></category>
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		<description><![CDATA[Die meisten kennen Sir Francis Drake vor allem als den heldenhaften Seebären im Dienste ihrer Majestät, der kühn und keck mit einer kleinen Nußschale von Schiff die Spanier in der Karibik das Fürchten lehrte und Silberbarren und Golddublonen scheffelte, bis sein Schiffchen beinahe zu sinken drohte. Dass hinter dem Bauernsohn, der schon frühzeitig bei Freunden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die meisten kennen Sir Francis Drake vor allem als den heldenhaften Seebären im Dienste ihrer Majestät, der kühn und keck mit einer kleinen Nußschale von Schiff die Spanier in der Karibik das Fürchten lehrte und Silberbarren und Golddublonen scheffelte, bis sein Schiffchen beinahe zu sinken drohte.</p>
<p>Dass hinter dem Bauernsohn, der schon frühzeitig bei Freunden der Familie anheuerte und zur See fuhr, viel mehr steckte als nur ein schlichter Pirat, weiss Stephen Coote mit viel Liebe zum Detail zu erzählen.</p>
<h3 align="center"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0312341652?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=0312341652"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51NKC2079PL._SL160_.jpg" border="0" /><br clear="all" /><br clear="all" />Stephen Coote &#8211; Drake<br />
The Life and Legend of an Elizabethan Hero</a></h3>
<p>Er setzt den genialen Strategen, die geborene Führungspersönlichkeit Drake ebenso in Szene wie die historischen Zusammenhänge &#8211; und die tief verwurzelte Überzeugung des protestantischen, elisabethanischen England, im Auftrage Gottes gesandt zu sein, die Macht der verhassten Papisten zu brechen. Das erscheint zunächst größenwahnsinnig, ist aber erst aus der Zeitgeschichte heraus zu verstehen. Denn das katholische Spanien war in der Tat daran interessiert, Britannien wieder zu Ehren der Kirche zu unterjochen und vor allem die eigene Seeherrschaft und Pfründe zu sichern.</p>
<p><span id="more-108"></span></p>
<p>Es war ein Zeitalter voller Eroberungszüge und Glorie, und Drake schaffte es nicht nur, legendär erfolgreiche Beutezüge an die afrikanische Küste und von dort in die Karibik zu machen, wo er den Spaniern teuer seine Sklaven verkaufte, sondern auch die Welt zu umsegeln &#8211; unter haarsträubenden Bedingungen, mit meuternden Mannschaften, revoltierenden adligen Geldgebern an Bord, Eifersüchteleien mit seinem eigenen Bruder und in verheerenden Stürmen. All dem entkam er und spielte schließlich eine wichtige Rolle im englischen Sieg über die Armada 1587.</p>
<p>Stephen Coote zeigt uns einen Drake, wie wir ihn in Historienfilmen nicht sehen können &#8211; skrupellos, und doch von starker Christlichkeit zutiefst geprägt, mit feinem Gespür für die Stimmungen in seiner Mannschaft, was auf wochenlangen Exkursionen mit vielen rauen Männern auf einem winzigen Schiff überlebenswichtig war.</p>
<p>Mit dem nötigen Quäntchen Glück &#8211; trotz wechselnder Koalitionen und Unterstützungen auch in der britischen Krone &#8211; schaffte es der Junge aus einfachstem Stande, wie er es verstand &#8220;durch Gottes Segen&#8221; an die Spitze der englischen Gesellschaft.</p>
<p>Coote bindet die Historie Drakes gekonnt in einen größeren Zusammenhang ein. Sein Buch ist spannend zu lesen, erschlägt aber bisweilen beinahe mit dem Detail. Eine faszinierende, großartige Biographie, die im Segelschiff rund um die Welt und in die Tiefen der Religionskriege führt.</p>
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		<item>
		<title>Kenneth S. Lynn &#8211; Hemingway: eine Biographie</title>
		<link>http://texte.webhafen.de/2005/09/kenneth-s-lynn-hemingway-eine-biographie/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Sep 2005 05:45:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Lynn, Kenneth S.]]></category>
		<category><![CDATA[Ernest Hemingway]]></category>

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		<description><![CDATA[Hemingway-Biographien gibt es reichlich. Was könnte auch verlockender sein als das aufregende, abenteuerliche Leben eines tragischen Macho-Helden, der sich stets als Sinnbild der Männlichkeit in Szene setzte, sich als Großwildjäger und Casanova einen Namen machte und die Weltliteratur um eindrucksvolle Figuren und Romane bereicherte? Kenneth S. Lynn &#8211; Hemingway: eine Biographie Kenneth Lynn ging einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hemingway-Biographien gibt es reichlich. Was könnte auch verlockender sein als das aufregende, abenteuerliche Leben eines tragischen Macho-Helden, der sich stets als Sinnbild der Männlichkeit in Szene setzte, sich als Großwildjäger und Casanova einen Namen machte und die Weltliteratur um eindrucksvolle Figuren und Romane bereicherte?</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/redirect?link_code=as2&amp;path=ASIN/3499130327&amp;tag=webhafen-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742" title="Hemingway Biographie von Kenneth Lynn"><br />
</a></p>
<h3 align="center"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/redirect?link_code=as2&amp;path=ASIN/3499130327&amp;tag=webhafen-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742" title="Hemingway Biographie von Kenneth Lynn"><img src="http://images-eu.amazon.com/images/P/3499130327.03.MZZZZZZZ.jpg" border="0" /><br clear="all" /><br clear="all" />Kenneth S. Lynn &#8211; Hemingway: eine Biographie</a></h3>
<p>Kenneth Lynn ging einen anderen Weg, für den er so manche Kritik einstecken musste. Seine Biographie Hemingways unterscheidet sich nicht nur in der Methodik, sondern auch in den Schlüssen zu denen er kommt, von bisherigen Darstellungen. Lynn schaut kritisch hinter die Fassade des stierkämpfenden Romanciers.</p>
<p><span id="more-20"></span></p>
<p>Akribisch erzählt der Autor die Abschnitte des Lebens von <a href="http://mitglied.lycos.de/tud/index1.htm">Ernest Hemingway</a>, angefangen von der frühesten Kindheit, beleuchtet seine Beziehungen zu Mutter. Vater, Geschwistern. Diese Beziehungen und ihre psychischen Zwänge, die Art wie sie den jungen Ernest formten, ziehen sich als roter Faden durch die Biographie. Eingeholt von seinen eigenen Süchten und Inszenierungen, den Lebenslügen, die er nicht nur den anderen, sondern vor allem sich erzählt hat, beendet Hemingway schließlich sein Leben selbst &#8211; in einem letzten, dramatischen Akt, einem letzten Mannbarkeitsritus? Oder gibt er nur auf, wie es sein Vater lang vor ihm getan hat?</p>
<p>Lynn greift auf altbekannte Fakten zurück, hier kommt nicht etwa neues Material zum Tragen, nein, Lynn verwendet es nur auf neue Weise. Er zitiert bisweilen seine Vor-Schreiber und streicht heraus, was ihm gut und was weniger erhellend erschien an den Arbeiten derer, die sich Hemingways Leben bisher vornahmen. Station für Station, Kapitel für Kapitel erlebt der Leser Hemingways Leben und Reisen, seine Beziehungen zu Freunden, Frauen und Familie, aber auch die Lügen, den Alkohol, den Selbstbetrug, die Suche nach dem Adrenalinkick, die Facetten einer vielschichtigen und schwierigen Persönlichkeit mit all ihren Tugenden wie Lastern. Und auch Historisches kommt nicht zu kurz &#8211; brillant erklärt Lynn, wie es dazu kam, dass Paris für Amerikaner nach dem 2. Weltkrieg so verlockend war, lässt uns in die Schützengräben blicken, in die grauengeweiteten Augen von Soldaten.</p>
<p>Ob tatsächlich die Prägungen, die Kenneth Lynn in das Leben Hemingways hineinliest, so tief reichten, dass Ernest, der als kleiner Junge Mädchenkleider trug und von seiner Mutter als Mädchen zurechtgemacht wurde, deswegen sein ganzes Leben gegenüber der Welt beweisen mußte, dass er ein wahrer Mann war, kann man akzeptieren oder nicht. Die genaue und bisweilen schonungslose Analyse von Hemingways Lebensgeschichten, der Fakten und dem was er dazuerfunden oder später umgedeutet hat, seiner Freundschaften und Beziehungen, macht die Stärke dieser Biographie aus &#8211; fast minutiös kann man nachvollziehen, wie sich Hemingway wann in seinem Leben gefühlt haben muß, welche Einflüsse in sein Werk eingegangen sein mögen und warum &#8211; das macht Lust auf mehr (Hemingway).</p>
<p>Nicht ins Rampenlicht hat Lynn hier Hemingway gestellt, sondern viele kleine Schlaglichter gesetzt, die die literarische Figur von &#8220;Pappa&#8221; Hemingway plastischer und in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen als bisher. Diese intensiv menschliche Charakterisierung des Schriftstellers zeigt uns einen authentischen, glaubwürdigen Hemingway jenseits des Titelbild-Machos, den er so gern gab.</p>
<p>Die große Vielfalt an Details und Hintergründen, die Lynn zusammengetragen hat, ist teilweise sehr anstrengend zu verarbeiten. Daher ist &#8220;Hemingway: eine Biographie&#8221; nicht leicht zu lesen, ja eigentlich am Stück gar nicht verdaulich, dafür ist sie auch viel zu lang. Eher kann man sich diesem Gesamtwerk eines Lebens kapitelweise nähern. Ideal ist sie aber geeignet, um auch gezielt zu Lebensabschnitten und Werken Hemingways passende Sekundärbezüge herstellen zu können &#8211; oder sich langsam einen der Großen der Weltliteratur ganz neu zu erschließen. Ein großartiges Buch über einen großen Schriftsteller.</p>
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