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	<title>Rezensionen &#187; Biographie</title>
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	<description>von Petra Hildebrandt</description>
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		<title>Jutta Speidel &amp; Bruno Maccallini – Wir haben gar kein Auto</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Feb 2011 15:25:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Maccallini, Bruno]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Speidel, Jutta]]></category>
		<category><![CDATA[Alpen. Radreisen]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom Cover dieses Buches, auf welchem die Schauspielerin Jutta Speidel ganz groß, ihr Lebensgefährte typografisch angepasst ein klein wenig kleiner als Autor auftaucht, prangt einem die goldblonde Bajuwarin mit dem radbehelmten Italiener vor einem Alpenpanorama entgegen. Jutta Speidel &#038; Bruno Maccallini &#8211; Wir haben gar kein Auto&#8230; &#8211; Mit dem Rad über die Alpen Vielleicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom Cover dieses Buches, auf welchem die Schauspielerin Jutta Speidel ganz groß, ihr Lebensgefährte typografisch angepasst ein klein wenig kleiner als Autor auftaucht, prangt einem die goldblonde Bajuwarin mit dem radbehelmten Italiener vor einem Alpenpanorama entgegen.</p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3548373186?ie=UTF8&#038;tag=simo-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3548373186"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41yDkNPCWuL._SL160_.jpg"></p>
<p>Jutta Speidel &#038; Bruno Maccallini &#8211; Wir haben gar kein Auto&#8230; &#8211; Mit dem Rad über die Alpen</a></h3>
<p>Vielleicht befremdet das ein wenig, ist doch in Deutschland Signore Maccallini vielen immer noch durch seinen Satz mit dem Auto in einer Kaffeewerbung erinnerlich, aber in gewisser Weise ist die Aufteilung treffend.</p>
<p>&#8220;Über die Alpen&#8221; wollen sie also <em>mit dem Radl </em>fahren, mal eben so &#8211; das ist ein wenig schönfärberisch, von &#8220;über&#8221; kann nämlich keine Rede sein. Aber gut, Bill Bryson &#8211; dessen Reiseerzählungen ich sehr schätze &#8211; redet ja auch von einem <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0552997021?ie=UTF8&#038;tag=simo-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=0552997021">Walk in the Woods</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=simo-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0552997021" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" />, wo er eine ausgewachsene Expedition auf dem Appalachian Trail meint..</p>
<p>Speidel und Maccalini wollen die <a href="http://www.radtouren.at/de/radwege/genussradtouren/via-claudia-augusta.html">Via Claudia Augusta</a> befahren, die sich auf einer alten Römerstrasse durch die Alpen windet und am Reschenpass gen Italien absinkt. Von Bayern, ihrer Heimat, nach Italien, in seine Heimat &#8211; durch lauschige Wiesen, niedliche Bergdörfchen, mit Brotzeiten auf Almen und Verweilen unter schattigen Bäumen&#8230; alles könnte wunderschön sein, nur gehen ihre Vorstellungen vom gemeinsamen Trip doch etwas auseinander.<br />
<span id="more-940"></span><br />
Das beginnt schon bei der Terminwahl, im Leben zweier selbständig arbeitender Künstler nicht einfacher als im Angestelltendasein, und endet nicht bei der Frage nach der richtigen Ausrüstung und dem benötigten Training. Wo sie sich ein ruhiges Beisammensein erhofft, will er alles voll multimedial begleiten, und auch die Zeitwahrnehmung der Radler und der Blick auf die Menschen denen sie begegnen stammen aus verschiedenen Welten.</p>
<p>So ist das Buch dann folgerichtig in dieser Dualität aufgebaut &#8211; nach einer kurzen Skizze der Tagesroute erzählt zunächst Jutta Speidel in einem lockeren, manchmal auch burschikosen Ton ihre Version der Tagesereignisse, dann folgt der &#8220;Tagebucheintrag&#8221; (das ist wirklich nur annähernd so zu verstehen) ihres Lebensgefährten. Leider merkt man den Texten von Maccallini an, dass sie im Italienischen gesprochen oder geschrieben wurden und dann &#8211; relativ ohne Schwung &#8211; von einem Übersetzer ins Deutsche übertragen worden sind, es fehlt ihnen ein wenig an Lebendigkeit und Elan, was besonders gegen die energetischen Beschreibungen Speidels abfällt.</p>
<p>Ich weiss nicht was ich mir von dem Reisebericht erwartet hatte &#8211; nach <a href="http://rezensionen.webhafen.de/2008/05/hape-kerkeling-ich-bin-dann-mal-weg-horbuch/">Kerkelings Wanderung über den Jakobsweg</a> vielleicht etwas mit mehr Tiefgang, mehr Beschreibung der Reise, ein Reisebuch eben, aber genau das ist <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3548373186?ie=UTF8&#038;tag=simo-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3548373186">Wir haben gar kein Auto</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=simo-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3548373186" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> nicht geworden. Stattdessen plänkeln sich Jutta und Bruno durch vorhersehbare Klischees und Beziehungskataströphchen auf ihrer Tour, die mit all ihren Eindrücken, Regionen, Erlebnissen völlig in den Hintergrund gerät.</p>
<p>Ein Blick auf die Website <a href="http://www.viaclaudia.org/">viaclaudia.org</a> kann mehr von der Faszination dieser Route vermitteln als 100 oder 200 Seiten des Buches, und ob sich die an und für sich sympathischen Schauspieler mit diesem Buch marketingtechnisch wirklich so gut präsentieren, darf auch bezweifelt werden. Sicher, es hat einige schmunzelnde Momente und witzige Stellen, die aber, je weiter man liest und sie radeln, weniger werden. Wirklich Spaß macht das Buch bereits auf der Hälfte der Strecke nicht mehr, und ehrlich gesagt interessieren mich auch die Intimrasurgewohnheiten von Frau Speidel oder die persönliche Beziehung des italienischen Mannes zu seinem Telefon wie seinem Penis dann doch nur begrenzt.</p>
<p>Summa summarum: ganz große Fans der Speidel mögen das Buch vielleicht; wer gern gute Reiseberichte liest, sich für eine Radreise duch die Alpen interessiert oder die Schönheit der Via Augusta, kann es getrost auslassen. <strong>Enttäuschend</strong>.</p>
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		<title>William Shatner &#8211; Up Till Now (Hörbuch)</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Nov 2010 15:06:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Hörbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Shatner, William]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspieler]]></category>
		<category><![CDATA[StarTrek]]></category>

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		<description><![CDATA[Bislang habe ich gute Erfahrungen mit Hörbüchern gemacht, die von ihren Autoren gesprochen wurden; allerdings sind das dann im Normalfall Medienprofis (etwa Hape Kerkeling oder Susanne Fröhlich); und so überrascht es nicht, dass auch in diesem Fall, in dem ein professioneller Bühnen-, Film- und TV-Schauspieler mit Jahrzehnten Erfahrung sein Werk einspricht, das Ganze akustisch schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bislang habe ich gute Erfahrungen mit Hörbüchern gemacht, die von ihren Autoren gesprochen wurden; allerdings sind das dann im Normalfall Medienprofis (etwa <a href="http://rezensionen.webhafen.de/2008/05/hape-kerkeling-ich-bin-dann-mal-weg-horbuch/">Hape Kerkeling</a> oder <a href="http://rezensionen.webhafen.de/2010/06/susanne-frohlich-frisch-geprest-horbuch/">Susanne Fröhlich</a>); und so überrascht es nicht, dass auch in diesem Fall, in dem ein professioneller Bühnen-, Film- und TV-Schauspieler mit Jahrzehnten Erfahrung sein Werk einspricht, das Ganze akustisch schon mal perfekt in Szene gesetzt ist.</p>
<p><center><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/31Wsko41Q0L._SL160_.jpg"></center>&nbsp;</p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0230700055?ie=UTF8&#038;tag=simo-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=0230700055">William Shatner: Up Till Now (Autobiografie)<br />
gesprochen von William Shatner</a></h3>
<p><strong>Das Buch:</strong></p>
<p>William Shatner schaut auf ein ereignisreiches Leben zurück. Wer in ihm nur &#8216;Captain Kirk&#8217; sieht, wird auch als hart gesottener StarTrek Fan hier eines Besseren belehrt &#8211; William Shatner hat die Theater- und Filmlandschaft über 60 Jahre bereist und dabei Fußabdrücke hinterlassen &#8211; mal kleine, mal grosse, mal tiefe, mal fast vergessene.</p>
<p>Mit viel Witz, aber auch durchaus Bescheidenheit und einer ihm gut stehenden Demut blickt er zurück auf sein bewegtes Leben, berichtet von seiner Kindheit im kanadischen Montreal, seiner aufblühenden Leidenschaft für&#8217;s Theater und ersten Auftritten in Toronto und New York, dann ersten Rollenangeboten in großen Hollywoodproduktionen, die ihm zwar Respekt, aber kein Geld einbrachten, dem Kampf eines aufstrebenden Schauspielers darum, seinen Lebensunterhalt zu verdienen, aber auch von seiner Arbeit am heute berühmten und hoch erfolgreichen <a href="http://www.stratfordfestival.ca/">Shakespeare-Festival in Stratford, Ontario</a>. Wunderbar ist zum Beispiel zu lesen wie Yul Brynner ihm in den Hintern trat. Dabei sieht er im Rückblick auch ein, dass er oft übermäßig selbstbezogen war und Fehler gemacht hat, und warum seine Ehen nicht unbedingt immer von Erfolg gekrönt waren.</p>
<p>Natürlich kommt auch die Rolle des James Tiberius Kirk zur Sprache, wie diese sein Leben veränderte und wie und warum Star Trek die Welt verändert hat (es gibt eine wunderbare Doku mit Shatner unter dem Titel <a href="http://memory-alpha.org/wiki/How_William_Shatner_Changed_the_World">How William Shatner changed the world</a>, die sich mit den Auswirkungen von StarTrek auf die heutige Technologie befasst). Er versucht die Animositäten zwischen ihm und den anderen Mitgliedern der StarTrek Crew zu verstehen, wenn ihm das auch nicht immer gelingt, und erzählt von den Auseinandersetzungen mit Leonard Nimoy, mit dem ihn heute eine tiefe Freundschaft und auch viel Zusammenarbeit an anderen Dingen verbindet.<br />
<span id="more-770"></span><br />
Aber in Shatner steckt sehr viel mehr als nur James T. Kirk &#8211; neben vielen anderen Projekten auch T.J. Hooker, der, so sagt er, das Krimigenre der Zeit neu definierte; und natürlich, wie sollte es anders sein, die formidable Zusammenarbeit mit James Spader bei <a href="http://www.datenhamster.org/2009/06/boston-legal/">Boston Legal</a>, zu einem Zeitpunkt wo andere sich längst aufs Altenteil zurück gezogen haben und sogar das Arbeitstier Shatner <em>eigentlich</em> kürzer treten wollte &#8211; wie gut dass er es nicht getan hat.</p>
<p>Neben zahlreichen witzigen Anekdoten aus der Film- und Fernsehwelt gewährt der Schauspieler vor allem tiefsinnige wie heitere Einblicke in sein Privatleben. <em>Up Till Now</em> zeigt eine erstaunlich komplexe, umfangreiche Karriere und einen auf seine Art liebenswerten und vielschichtigen Workaholic, der bis heute baff ist, wie kleine Entscheidungen sein Leben verändert haben. Sein Credo dabei war: wenn ich es machen kann, mache ich es &#8211; wer weiss wofürs mal gut ist. Dass Shatner sich auch nach fast 80 Lebensjahren einen <em>sense of wonder</em> bewahrt hat und neuem gegenüber aufgeschlossen bleibt, macht ihn noch sympathischer.</p>
<p>Die Mischung aus ruhigem selbstkritischem Erzählen und einer oft leichtfüssigen Selbstironie ist sehr angenehm, Shatner plaudert über sein, könnte man sagen. Lieblingsthema: sich selbst &#8211; und das auf eine Art, die sicher nicht nur dem gestandenen StarTrek Fan Freude bereitet &#8211; sein Blick auf die Historie der Film- und Fernsehindustrie ist fast ebenso spannend wie seine Lebensgeschichte, die nicht ohne tiefe Tragik bleibt.</p>
<p>Eine Biografie die Spaß macht.</p>
<p><strong><br />
Das Hörbuch:</strong></p>
<p>Man merkt jedem Satz, jedem Wort, jedem stimmlichen Dynamikwechsel den Sprech-Profi an. Dabei inszeniert Shatner sich nicht &#8211; außer an den quer durch das Buch eingestreuten Hinweisen auf seine Website oder die Unternehmen für die er geworben hat und/oder noch wirbt &#8211; sondern wirkt ganz natürlich, authentisch, der nice guy next door, der Dir bei einem Bier seine wirklich interessante Lebensgeschichte erzählt.</p>
<p>Die Dynamikwechsel sind zumindest beim Hören im Auto manchmal etwas lästig; summa summarum muss ich aber sagen: hätte man nicht besser machen können, eine fabelhafte Einspielung, die Freude macht und sich gut und angenehm hören lässt. Ich denke, selbst gelesen kann es nur halb so gut sein, einfach weil hier eben <strike>Denny Crane</strike> Bill Shatner höchstpersönlich erzählt. &#8211; Denny Crane. <img src='http://rezensionen.webhafen.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Grosses Kino.</strong></p>
<p><center><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=foodfreak-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;asins=0312372655&#038;fc1=000000&#038;IS2=1&#038;lt1=_blank&#038;m=amazon&#038;lc1=0000FF&#038;bc1=000000&#038;bg1=FFFFFF&#038;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=000000&#038;IS2=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=000000&#038;lc1=0000FF&#038;t=simo-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;md=1M6ABJKN5YT3337HVA02&#038;asins=0230700055" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p></center></p>
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		<item>
		<title>Chris Heath &#8211; Robbie Williams &#8211; Feel</title>
		<link>http://rezensionen.webhafen.de/2009/03/chris-heath-robbie-williams-feel/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Mar 2009 06:22:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Heath, Chris]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Musiker]]></category>
		<category><![CDATA[Pop]]></category>
		<category><![CDATA[Robbie Williams]]></category>

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		<description><![CDATA[Ob man Chris Heath&#8217;s Werk Robbie Williams &#8211; Feel wirklich als Biographie im klassischen Sinne verstehen kann, ist sicher diskutabel. Über einen Zeitraum von mehreren Monaten, die sich zu beinahe zwei Jahren auswachsen, hat Reporter Chris Heath &#8211; zunächst nur für einen Magazinartikel recherchierend &#8211; Robbie Williams durch dessen Leben begleitet, sozusagen als embedded paparazzo. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ob man Chris Heath&#8217;s Werk</p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3499619989?ie=UTF8&#038;tag=simo-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3499619989"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41-T%2B5SfH9L._SL160_.jpg" border=0></p>
<p>Robbie Williams &#8211; Feel</a></h3>
<p>wirklich als Biographie im klassischen Sinne verstehen kann, ist sicher diskutabel. Über einen Zeitraum von mehreren Monaten, die sich zu beinahe zwei Jahren auswachsen, hat Reporter Chris Heath &#8211; zunächst nur für einen Magazinartikel recherchierend &#8211; Robbie Williams durch dessen Leben begleitet, sozusagen als <em>embedded paparazzo</em>.</p>
<p>Dabei ist ein durchaus interessantes Portrait entstanden, das den britischen Popstar von schrillen wie von ungewohnt ruhigen und nachdenklichen Seiten zeigt.</p>
<p>Robbie Williams, stellt man in diesem Buch fest, ist &#8211; nicht besonders überraschend &#8211; nicht (nur) der <em>bad boy</em> wie ihn besonders die britische Boulevardpresse gern darstellt. Klar, er hat Drogenexzesse hinter sich, hat sich in jungen Jahren mit Ecstasy Teile seiner Gehirnchemie gegrillt, ist depressiv, offensichtlich hyperaktiv, mittlerweile trockener Alki, und alles in allem eine seltsame Mischung aus einem besessenen Perfektionisten und einem grossen schlecht erzogenen Kind &#8211; aber erklärt das die Person Robbie Williams?<br />
<span id="more-440"></span><br />
Heath lässt den Leser Teil haben an einem Alltag, der weniger glamourös ist als man sich das vielleicht vorstellt &#8211; Millionär zu sein, aber nicht mal in Ruhe einen Kaffee trinken zu können; auf beständiger Flucht vor der Yellow Press und Fans, die glauben irgendwelche Rechte am Leben ihres Idols zu haben, nur weil sie seine Platten kaufen. Überrascht stellt Heath fest, dass in der Presse dreist Dinge über RW verbreitet werden, die nicht stimmen, was er beurteilen kann, schlicht weil er zu den fraglichen Zeitpunkten dabei war und bestätigen kann dass nichts von den kolportierten Exzessen jemals stattfand; aber auch Kurioses hat er aufzubieten &#8211; von RW, der die Hälfte von <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000070WJE?ie=UTF8&#038;tag=simo-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=B000070WJE">Escapology</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=simo-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=B000070WJE" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> nackt in der Sängerkabine einsingt, oder wegen seiner empfindlichen Blase und seiner Tendenz klammheimlich von Parties zu verschwinden stets von einem Tross Bodyguards und eben auch Heath zur Toilette eskortiert wird, bis zur Tatsache dass Williams seine Entertainer-Persona als getrennten Teil seines Selbst sieht.</p>
<p>Da steht nicht Robbie Williams, der Mensch, auf der Bühne, sondern eine Kunstfigur, der Entertainer Williams. &#8220;Let Me Entertain You&#8221; wird hier zum Credo &#8211; und wer <a href="http://www.datenhamster.org/2009/03/what-we-did-last-summer-robbie-williams-live-at-knebworth/">das Knebworth-Konzert</a> gesehen hat, mag kaum glauben. dass Williams nicht wirklich gern auf die Bühne geht, das Gefühl hat ein Betrüger zu sein, immer noch viel zu viel von sich preiszugeben, dass ein Konzert für ihn vor allem eins ist: Stress, hoch organisierter, anstrengender, heftiger Stress, der ihn auf Wochen auslaugen wird.</p>
<p>Ich bin kein &#8220;Fan&#8221; im klassischen Sinne, wenn es um Robbie Williams geht &#8211; ich mag vieles seiner Musik, ich mag vor allem seine grossartige Stimme &#8211; und den Perfektionismus, den man jedem optimal sitzenden Ton seines Gesangs anhört. Ich mag Frank Sinatra, und vermutlich ist es gerade der besessene Entertainer Williams, der mir imponiert (neben einem gewissen nicht abzusprechenden Sex-Appeal).</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3499619989?ie=UTF8&#038;tag=simo-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3499619989">Feel: Robbie Williams</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=simo-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3499619989" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> ist allerdings keine klassische Biographie, es ist mehr eine zum Text mutierte Video-Reportage, wie sie zusammengeschnitten auch auf einer DVD (oder einem Musik- oder Dokusender) erscheinen könnte &#8211; neben blitzlichthaft ausgeleuchteten Szenen des Protagonisten in Action kommen kleine Featurettes dazu. So versteht man nach der Lektüre denke ich besser, was zwischen Robbie Williams und Guy Chambers vorgefallen ist, oder kann sich die spezielle wechselhafte Beziehung zwischen RW und Take That zusammenreimen. Aber ein konsistentes Bild, einen Lebensabriss des Sängers und vor allem Musikers Robbie Williams, sucht man vergebens &#8211; man muss sich die einzelnen Schnipsel schon zusammensuchen.</p>
<p>Tatsächlich erinnert mich <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3499619989?ie=UTF8&#038;tag=simo-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3499619989">Feel: Robbie Williams</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=simo-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3499619989" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> stark an die zweite Staffel von <em>Californication</em>, in der Hank Moody on/off das abgedrehte Leben von Popstar Hal Ashby mitlebt, um über ihn zu schreiben.</p>
<p>In dieser eher nichtlinearen Erzählstruktur liegt auch der grosse Vorzug von Heaths Biographie &#8211; gerade weil er nicht versucht, das endgültige Buch über <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robbie_Williams">Robert Peter Williams</a> aus Stoke-on-Trent zu schreiben, ermöglicht er einen relativ unverfälschten Blick auf das Leben eines Popstars, aus dem Blickwinkel hinter den Kulissen, und dieser Blickwinkel macht die nur wenig strukturierte Zusammenstellung faszinierend.</p>
<p>Die Person allerdings, die er beschreibt, ist &#8211; ausser für Fans &#8211; wohl eher mässig interessant &#8211; es gibt spannenderes als furzende, sich einsam fühlende, notorisch kaffeetrinkende Millionäre mit Depressionen, die in Kalifornien in <em>gated residences</em> ohne Führerschein Luxusautos fahren und in panischer Paranoia vor der britischen Yellow Press gefangen sind.</p>
<p>Mir hat diese Nicht-Biografie gefallen, weil sie mich einen anderen RW erleben lässt als den, den die Hochglanzfotos und Musikvideos zeigen &#8211; einen Künstler, der von Dämonen getrieben wird, die vielen Künstlern, egal ob Musiker, Maler oder Autoren, ständige altbekannte Begleiter sind. Für Fans ist <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3499619989?ie=UTF8&#038;tag=simo-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3499619989">Feel: Robbie Williams</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=simo-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3499619989" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> ohnehin unverzichtbar.</p>
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		<title>Jon Krakauer &#8211; Into the Wild</title>
		<link>http://rezensionen.webhafen.de/2009/01/jon-krakauer-into-the-wild/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Jan 2009 11:10:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Krakauer, Jon]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Alaska]]></category>
		<category><![CDATA[Chris McCandless]]></category>
		<category><![CDATA[Outdoor]]></category>

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		<description><![CDATA[1992 starb Christopher McCandless, kaum 24 Jahre alt, in einem abgelegenen Gebiet von Alaska, nachdem er mit minimaler Ausrüstung durch die Wildnis gezogen war, an Hunger und körperlicher Auszehrung. Seine Geschichte hatte der amerikanische Outdoor-Spezialist und Profi-Bergsteiger, Jon Krakauer, kurz darauf in einem Artikel für das Outside-Magazin zusammengefasst und kommentiert. Doch der Fall Chris McCandless [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>1992 starb <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christopher_McCandless">Christopher McCandless</a>, kaum 24 Jahre alt, in einem abgelegenen Gebiet von Alaska, nachdem er mit minimaler Ausrüstung durch die Wildnis gezogen war, an Hunger und körperlicher Auszehrung. Seine Geschichte hatte der amerikanische Outdoor-Spezialist und Profi-Bergsteiger, <a href="http://www.bookbrowse.com/biographies/index.cfm?author_number=123">Jon Krakauer</a>, kurz darauf in einem Artikel für das <em>Outside</em>-Magazin zusammengefasst und kommentiert.</p>
<p>Doch der Fall Chris McCandless liess Krakauer nicht los, und so macht er sich daran, die Lebensgeschichte und die letzte grosse Reise des hochintelligenten jungen Mannes zu recherchieren.</p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0330351699?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0330351699"><img src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41YREC2MRHL._SL160_.jpg" border=0></p>
<p>Jon Krakauer &#8211; Into the Wild</a></h3>
<p>Aus dieser, man könnte sagen, Reisenacherzählung ist eine spannende Biografie geworden, ebenso wie eine Analyse des amerikanischen Traums von der Wildnis, der <em>final frontier</em> die die ungezähmte Natur immer noch für viele darstellt, und von der sich Träumer, Abenteurer und Enthusiasten wieder und wieder verlocken lassen.</p>
<p>Auch Jon Krakauer gehört zu denen, die dem Ruf der Wildnis gefolgt sind, die sich bis an ihre Grenzen erprobt haben, und so flicht er in seine feinsinnige Geschichte auch eigene Erlebnisse aus Alaska ein, als seine private Expedition zum <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Devils_Thumb">Devils Thumb</a>, einem 2767 m hohen Berg an der Grenze Alaska/Kanada, fatal schiefgeht.<br />
<span id="more-406"></span></p>
<p>Krakauer spricht nicht nur mit Freunden, Familie und im wahrsten Sinne des Wortes Weggefährten von Chris, um sich ein Bild dieses empfindsamen, idealistischen jungen Mannes und seiner Motivationen zu machen, er greift auch zurück auf die Ideen von Henry David Thoreau, oder bezieht sich auf John Muir, den Gründer des Sierra Club, und erkennt viele der Antriebe von Chris McCandless in diesen wieder.</p>
<p>War Chris wirklich nur ein fehlgeleiteter junger Mann, der sich für unbesiegbar hielt, und zu viel Jack London und Tolstoi gelesen hatte, letztlich dahingestreckt von schlechter Vorbereitung und Hybris? Oder steckt noch etwas anderes hinter der tragischen Geschichte?</p>
<p>Schicht um Schicht enthüllt Krakauer, was Chris McCandless angetrieben haben mag. Dabei kommt er, und das ist für mich eine der Stärken dieses Buchs, zu Erkenntnissen, die seinen eigenen Artikel im Outside-Magazin teilweise widerlegen, ja er lässt sich darauf ein am Ende mit anderen Schlüssen und einer Korrektur seiner eigenen Behauptungen da zu stehen.</p>
<p>Eine Biografie wie die vorliegende ist schwere Arbeit &#8211; nicht nur gibt es wenig bis gar keine Informationen über dieses kurze Leben, das der Autor untersucht, man weiss auch bereits von Anfang an, was geschehen wird. Dennoch gelingt es Jon Krakauer, die Spannung aufrecht zu erhalten, die Faszination der Natur und der freiheitlichen Ideale McCandless&#8217; zu vermitteln, zu zeigen wie sehr ein (hochbegabter) Aussenseiter mit sich selbst und der ihn umgebenden (amerikanischen) Gesellschaft gerungen hat, und warum es am Ende zu der tragischen Katastrophe gekommen ist, die Anfangs- und Endpunkt des Buches darstellt.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0330351699?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0330351699">Into the Wild</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0330351699" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> ist eine Mischung aus Abenteuerroman, kritischem Journalismus und Biografie, geschrieben mit sehr viel Liebe zum Detail wie zum zugrunde liegenden Thema &#8211; der Auseinandersetzung des Menschen mit sich selbst im Spiegel der Natur.</p>
<p>Das Buch ist sehr eloquent geschrieben, und ich habe nur einen einzigen, klitzekleinen Kritikpunkt &#8211; für mich liest sich die Biografie von McCandless wie das &#8220;Drama des begabten Kindes&#8221; &#8211; seine Charakterzüge lassen darauf schliessen dass er einen überdurchschnittlich hohen IQ hatte (hochbegabt war), und sein extrem ausgeprägter Sinn für Gerechtigkeit und seine bisweilen übermenschlich hoch angesetzten Ideale wie seine starke Kontaktscheu deuten auf zumindest näherungsweise autistische Züge hin, wie sie nicht selten bei Hochbegabten auftreten. Aber eine solche psychologische Analyse war nicht das Ziel von Krakauers Buch, er ist einem Kriminalisten ähnlich dafür den Indizien nachgegangen, die den Tod von Chris begleiten, und konstruiert daraus einen überraschend atemberaubenden Fall einer beinahe minutiös erzählten menschlichen Tragödie, bei der man unwillkürlich mitleidet.</p>
<p>Lesenswert.</p>
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		<title>Markus Lanz &#8211; Und plötzlich guckst Du bis zum lieben Gott</title>
		<link>http://rezensionen.webhafen.de/2008/01/markus-lanz-und-plotzlich-guckst-du-bis-zum-lieben-gott/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Jan 2008 12:21:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Lanz, Markus]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Horst Lichter]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer kennt ihn nicht, den stets vergnügten, bisweilen launige Witze reissenden Fernsehkoch mit dem formidablen Schnauzbart, der selbst Johann Lafer zum Lachen bringt und bei Kerners Köchen schon mal damit kokettiert, er könne nicht kochen &#8211; Horst Lichter, den Mann aus Rommerskirchen. Dass hinter der rheinischen Frohnatur ein unglaublich netter Mann mit einer wahrhaft irrsinnigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer kennt ihn nicht, den stets vergnügten, bisweilen launige Witze reissenden Fernsehkoch mit dem formidablen Schnauzbart, der selbst Johann Lafer zum Lachen bringt und bei Kerners Köchen schon mal damit kokettiert, er könne nicht kochen &#8211; Horst Lichter, den Mann aus Rommerskirchen.</p>
<p>Dass hinter der rheinischen Frohnatur ein unglaublich netter Mann mit einer wahrhaft irrsinnigen Lebensgeschichte steckt, wussten bislang nur wenige Menschen und aufmerksame Zuschauer der Kerner-Talkshow. Markus Lanz hat sich mit Horst Lichter für eine Woche in die Abgeschiedenheit eines Klosters zurückgezogen, um das Leben von Horst Lichter zu verstehen und aufzuzeichnen, um den Menschen hinter dem Zwirbelbart kennenzulernen, und herausgekommen ist eine wunderbare Biographie.</p>
<h3 align="center"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3579064592?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3579064592"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/21bX5AO2iGL._SL160_.jpg" border="o" /><br clear="all" /><br clear="all" />Markus Lanz: Und plötzlich guckst Du bis zum lieben Gott<br clear="all" />Die zwei Leben des Horst Lichter</a></h3>
<p>Einfach haben es sich beide nicht gemacht, nicht Lanz, der für dieses Buch auch die Freunde, Familie, Ärzte und Weggefährten Horst Lichters kennengelernt und befragt hat &#8211; aber vor allem Horst Lichter nicht.<span id="more-184"></span></p>
<p>Von seinen Jugendjahren &#8211; geprägt durch Wochen in einem Gipskorsett im Bett &#8211; über den Versuch, das ganz normale spießbürgerliche Leben seiner Umgebung zu leben, mit Häuschen bauen, Kind, im Kohlekraftwerk schuften und Unterordnung unter die herrschende soziale Norm und die Wertvorstellung seiner Eltern &#8211; bis hin zum zweimaligen Kollaps, mit klinischem Tod und dramatischer Wiederbelebung, wochenlanger Reha, der Auseinandersetzung damit was im Leben wirklich wichtig ist und für ihn zählt, Lichter und Lanz lassen nichts aus in diesem Buch. Oft möchte man atemlos nach Luft schnappen, Lichters Eltern ob ihrer Borniertheit würgen, dem Horst auf die Schulter klopfen. Man leidet mit ihm, obwohl man doch weiss das das alles längst Geschichte ist, dann wieder freut man sich von ganzem Herzen mit Lichter, wenn er sich Träume erfüllt und schließlich ganz unbeirrt und gegen alle Widerstände seinen ureigenen Weg geht, als er weiß, er hat nichts mehr zu verlieren, ausser dieses eine Leben.</p>
<p>Das Portrait das Lanz zeichnet ist so einfühlsam aber auch so lebensecht und authentisch wie Lichter selbst, dass man sich fühlt als sei Lichter ein Familienmitglied, auf jeden Fall aber ein guter Freund mit dem man gelitten und sich gefreut hat. Und an vielen Stellen macht das Buch nachdenklich, regt dazu an das eigene Leben kritisch unter die Lupe zu nehmen, etwas mehr man selbst und etwas weniger das was die anderen erwarten zu sein.</p>
<p>Bei allen Schwierigkeiten die Lichter in seinem Leben bewältigt hat macht er zumindest in diesem Buch jedoch niemandem Vorwürfe, nein er ist einfach ein großartiger Kerl, eine ehrliche Haut, der man bedingungslos das eigene Leben anvertrauen würde, und das spiegelt sich dann auch in dem was seine Freunde und Kollegen über ihn zu sagen wissen.</p>
<p>Eine tolle Biographie über einen besonderen Menschen, die zu Herzen geht. Unbedingt lesen!</p>
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		<title>Daniel Goeudevert &#8211; Wie ein Vogel im Aquarium</title>
		<link>http://rezensionen.webhafen.de/2007/08/daniel-goeudevert-wie-ein-vogel-im-aquarium/</link>
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		<pubDate>Thu, 30 Aug 2007 05:46:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Goeudevert, Daniel]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Autoindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[Manager]]></category>

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		<description><![CDATA[Daniel Goeudevert dürfte einer der bekanntesten Manager Deutschlands sein, vor allem durch seine Tätigkeit bei Volkswagen. In Daniel Goeudevert &#8211; Wie ein Vogel im AquariumAus dem Leben eines Managers lässt er die Leser ein Stück weit teilhaben an seinem Werdegang durch die Höhen und Tiefen der Autoindustrie. Als &#8220;Querdenker&#8221; wurde er gefeiert, als einer der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Goeudevert">Daniel Goeudevert</a> dürfte einer der bekanntesten Manager Deutschlands sein, vor allem durch seine Tätigkeit bei <a href="http://www.volkswagen.de">Volkswagen</a>. In</p>
<h3 align="center"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3871342815?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3871342815"><img src="http://ec1.images-amazon.com/images/I/21X5VSRTBAL._AA_SL160_.jpg" border=0 /><br clear="all" /><br clear="all" />Daniel Goeudevert &#8211; Wie ein Vogel im Aquarium<br clear="all" />Aus dem Leben eines Managers</a></h3>
<p>lässt er die Leser ein Stück weit teilhaben an seinem Werdegang durch die Höhen und Tiefen der Autoindustrie.<br />
<span id="more-173"></span><br />
Als &#8220;Querdenker&#8221; wurde er gefeiert, als einer der sich den Blick für das Menschliche bewahrt hat, und als Paradiesvogel, und als solcher stellt er sich selbst auch gern dar.</p>
<p>Das Buch beginnt damit, dass Klein-Daniel mit seinem teutonischen Äusseren und seinem Körper in Frankreich aneckte und von den Mitschülern abgelehnt wurde. Als Laberbacke und Aussenseiter war der junge Mann, der sich vor dem Militärdienst mit einer Schummelei drückte, für die Managerrolle offenbar prädestiniert, auch wenn er selbst das nie so gesehen hat und immer nur mit dem Fluß dessen ging, das ihm angeboten wurde. Und tatsächlich kann man etwas Wichtiges lernen bei der Lektüre dieses Buches: dass man(n) von den richtigen Leuten gefördert werden muss, will man es zu etwas bringen.</p>
<p>Warum das Buch sich in Deutschland zu einem Bestseller entwickelte? Erklären kann ich mir das nur durch die starke mediale Präsenz von Goeudevert (die er im Buch bestreitet). Ja, er hat ein paar klarsichtige Momente, ja, Goeudevert spricht ein paar Dinge aus, die man so manchem Manager (und Politiker) gern einmal mit lautem Knallen um die Ohren hauen möchte; etwa wenn er schreibt, dass es in seiner Generation das Problem der Arbeitslosigkeit noch nicht gab:</p>
<blockquote><p> Was immer man auch gelernt hatte, irgendwo kam man bestimmt unter, und gefiel einem die Tätigkeit nicht, brauchte man bloß über die Straße zu gehen, und schon hatte man einen anderen Job. (&#8230;) Deshalb sind die Vertreter meiner Generation auch nur bedingt kompetent, wenn es um das Problem der Arbeitslosigkeit geht. Wir verstehen diese Problematik nur oberflächlich, weil wir sie nie am eigenen Leib erfahren haben.</p></blockquote>
<p>Goeudevert ist nicht ohne Grund ein Spitzenmanager gewesen &#8211; er hat sich im Gegensatz zu vielen Kollegen dafür interessiert, was seine Kunden und seine Mitarbeiter tun und wollen, statt feudal top-down zu regieren, und das macht ihn zu einer besonderen Erscheinung in der Managerwelt von heute. Das Buch beginnt mit seinen Kinderjahren und endet knapp nach der Ära VW, dazwischen führt er vor allem die Stationen seiner Karriere und die wichtigsten Förderer auf, gewürzt mit ein wenig Ausgewähltem aus dem Privatleben, wie der Liebesgeschichte mit seiner (deutschen) Jugendliebe, die er eine Ehe und drei Kinder später wiedertrifft und sich erneut verliebt.</p>
<p>Gleichzeitig werden persönliche Dinge aber auch sehr managerlike ausgeblendet &#8211; die treusorgende Ehefrau die drei Kinder geboren und großgezogen und ihnen &#8220;an wechselnden Wohnorten ein Heim gegeben&#8221; hat erscheint eher als Aktivposten in der Karrierebilanz denn als Person die ihm etwas bedeutet, Goeuedvert gibt unumwunden zu dass der Job stets vorging. Hier ist er der klassische große Mann, dem eine Frau den Rücken freihält (und die dann, grosse Liebe hin oder her, gehen darf wenn Monsieur beschließt sich in der Mitte des Lebens neu zu erfinden).</p>
<p>Summa summarum ist &#8220;Wie ein Vogel im Aquarium&#8221; eine ganz normale Karriere des 20. Jahrhunderts mit einer Hauptfigur, die einige spannende Impulse für die europäische Industrielandschaft gegeben und interessante Akzente gesetzt hat. Leider wird das Buch der Person jedoch nicht gerecht, was auch daran liegen mag dass Goeudevert es  selbst geschrieben hat. Die Sprache ist einfach gehalten &#8211; daran ist nichts verkehrt für einen Mann der französischer Muttersprachler ist, jedoch plätschert die Erzählung relativ langweilg und in Wiederholungen ähnlicher Szenarien mäandernd dahin. Ein professioneller Ghostwriter und Biograph hätte der Lebensgeschichte von Daniel Goeudevert sicherlich mehr Flair und mehr interessante und dramatische Details entlocken können, als das dem Manager selbst gelingt.</p>
<p>Unwillkürlich wünsche ich mir einen Exzerpt mit der Handvoll wichtiger Zitate aus diesem Buch in denen Goeudevert die &#8220;irreale Welt des Scheins&#8221; der nach seinen Worten den Manager umgibt, verlässt, und zumindest ansatzweise zum Nachdenken anregt. Diese Stellen sind aber so rar, dass sie das ansonsten eher belanglose Buch nicht retten können. Enttäuschend.</p>
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		<title>Joyce Tyldesley &#8211; Hatschepsut</title>
		<link>http://rezensionen.webhafen.de/2007/06/joyce-tyldesley-hatschepsut/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 Jun 2007 04:37:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Tyldesley, Joyce]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Hatschepsut]]></category>
		<category><![CDATA[Pharaonen]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu den faszinierendsten Gestalten der Historie Altägyptens gehört die Pharaonin Hatschepsut &#8211; und wohl auch zu den umstrittensten, haben ihr doch die Archäologen in den vergangenen Jahrzehnten so mancherlei angedichtet, das mehr der Fantasie und Misogynie der Wissenschaftler als der Faktenlage entsprang. Wer und vor allem, was war Hatscheput wirklich? Was waren ihre Motive und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu den faszinierendsten Gestalten der Historie Altägyptens gehört die Pharaonin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hatschepsut" title="Wikipedia  Hatschepsut">Hatschepsut</a> &#8211; und wohl auch zu den umstrittensten, haben ihr doch die Archäologen in den vergangenen Jahrzehnten so mancherlei angedichtet, das mehr der Fantasie und Misogynie der Wissenschaftler als der Faktenlage entsprang. Wer und vor allem, <strong>was</strong> war Hatscheput wirklich? Was waren ihre Motive und Ziele? Wie ist ihr Wirken insgesamt in der 18. Dynastie einzuordnen? Diesen Fragen stellt sich</p>
<h3 align="center"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3809030120?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3809030120"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/715C5FXHEML._SL160_.gif" border="0" /><br clear="all" /><br clear="all" />Joyce Tyldesley: Hatschepsut<br clear="all" />Der weibliche Pharao</a></h3>
<p>1996 erschienen, kann man <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3809030120?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3809030120">Hatschepsut. Der weibliche Pharao</a> wohl als die derzeit aktuellste und umfassendeste Biographie der Königin aus dem 15. Jahrhundert vor Christus bezeichnen.</p>
<p><span id="more-159"></span></p>
<p>Tyldesley führt ihre Leser auf einer Spurensuche durch das Land am Nil. Sie beginnt mit einer für die Analyse des Selbstverständnisses der Pharaonen dieser Zeit sehr hilfreichen Übersicht über die militärisch-politische Lage des Staates Ägypten am Beginn der 18. Dynastie. Dabei zeigt sie auf, dass  die Pharaonen des Neuen Reiches sich als rechtmässige Erben und inhaltliche Nachfolger der glorreichen, idealisierten Regierungszeit der 12. Dynastie sahen. Dann entflicht und entwirrt sie die Verwandtschaftsverhältnisse und auch die öffentliche Wahrnehmung des königlichen Clans der Thutmosiden.</p>
<p>Von dort schlägt sie den Bogen von der Königstochter und Königin Hatschepsut (also der Gemahlin eines Pharao, die für diesen die Regierungsgeschäfte quasi als Regentin führt) zur Herrscherin Hatschepsut, die sich zum (männlichen) Pharao wandelte. Tyldesley kann klar zeigen, dass Hatschepsut zunächst ohne Ambitionen in der ihr von der Gesellschaft zugewiesenen Rolle verharrte. Was schließlich für sie den Ausschlag gab, entgegen der Konvention den Posten des Pharao zu übernehmen, ist ungewiß &#8211; sicher ist aber, dass die Pharaonin ihr Land gewissenhaft regierte und eine Zeit der kulturellen und wirtschaflichen Blüte einleitete.</p>
<p>Die Autorin räumt sorgfältig mit verbreiteten Vorurteilen über Hatschepsut auf, etwa dass sie eine machtgierige böse Stiefmutter gewesen sei die ihren Neffen unterdrückte und seines Thron beraubte, oder das Militär &#8211; typisch Frau eben &#8211; habe verfallen lassen. Natürlich führt Tyldesley den Leser auch in den Prachtbau von <em>Djeser-Djeseru</em>, heute Deir-el-Bahari, einen der wohl schönsten Tempel der Menschheitsgeschichte.</p>
<p>Sie versucht Licht in die Beziehung von Hatschepsut und ihrer inoffiziellen rechten Hand Senenmut zu bringen, zeigt, wie politische Propaganda in der Antike funktionierte, und wie geschickt es die Pharaonin verstand, sich den starken Einfluß der Religion zunutze zu machen um ihre Herrschaft zu festigen.</p>
<p>Schließlich findet Tyldesley auch Erklärungsmodelle für das Verschwinden Hatschepsuts aus den offiziellen Königslisten, die noch ganz andere Interpretationen als die bislang favorisierten zulassen &#8211; etwa dass ein Teil der Auslöschungen von Darstellungen von Hatschepsut, die sich immer stark als Tochter Amuns / Ammon-Ras präsentierte, auf Bilderstürmer der Zeit um Echnaton zurückgehen; oder dass ihre Tilgung aus den Königslisten zugunsten einer reinen Thutmosiden-Reihe auch eine Folge davon ist, dass sie sich auf ihren Stelen stets nur als Mitregentin eines der Thutmosis-Pharaonen angegeben hat und damit keine reine &#8216;eigene&#8217; Regierungszeit aufweisen konnte, selbst wenn sie de facto mehr als zwei Jahrzehnte die Geschicke des Landes bestimmte.</p>
<p>Tyldesleys Buch über Hatschepsut kann man mit Fug und Recht als das aktuelle Standardwerk zum Thema bezeichnen. Ihre Sachkenntnis und die unaufgeregte Zusammenstellung und Analyse der vorliegenden Fakten und Theorien ermöglichen einen relativ vorurteilsfreien Blick auf die mysteriöse Pharaonin, die Gliederung ist in sich schlüssig.</p>
<p>Wie viele Sachbücher ist der Text teilweise mühsam zu lesen, was aber weniger an den sprachlichen Fähigkeiten der Autorin als an der Komplexität des Themas und der zu verarbeitenden Faktenfülle liegt. Eine flüssige Biographie im klassischen Sinne ist das Buch jedoch nicht, eher eine Annäherung in Splittern und Bruchstücken an ein Leben, das vor mehr als 3.000 Jahren gelebt wurde.</p>
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		<title>Lene Gammelgaard &#8211; Die letzte Herausforderung</title>
		<link>http://rezensionen.webhafen.de/2007/03/lene-gammelgaard-die-letzte-herausforderung/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Mar 2007 04:23:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Gammelgaard, Lene]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Bergsteigen]]></category>
		<category><![CDATA[Mount Everest]]></category>
		<category><![CDATA[Sagarmatha]]></category>

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		<description><![CDATA[Untertitelt ist Lene Gammelgaards Bericht über ihre Teilnahme an der Sagarmatha-Umweltexpedition vom 1996 mit &#8220;Wie ich die Tragödie am Mount Everest überlebte&#8221;. Die knappe Antwort darauf ist: mit Glück. Sehr viel Glück. Einen Achttausender zu besteigen ist kein Zuckerschlecken &#8211; das weiß auch die erfahrene dänische Bergsteigerin, als sie beschließt, gemeinsam mit einem Team um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Untertitelt ist Lene Gammelgaards Bericht über ihre Teilnahme an der Sagarmatha-Umweltexpedition vom 1996 mit &#8220;Wie ich die Tragödie am Mount Everest überlebte&#8221;. Die knappe Antwort darauf ist: mit Glück. Sehr viel Glück.</p>
<p>Einen Achttausender zu besteigen ist kein Zuckerschlecken &#8211; das weiß auch die erfahrene dänische Bergsteigerin, als sie beschließt, gemeinsam mit einem Team um die Firma &#8216;Mountain Madness&#8217; des bekannten Bergsteigers Scott Fischer den Chomolungma oder Mount Everest zu besteigen. Sie will die erste Dänin auf dem Dach der Welt werden &#8211; und heil wieder herunter kommen, das ist von Tag 1 ihres Trainings ihr wichtigstes Mantra.</p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/redirect?link_code=as2&#038;path=ASIN/3548362540&#038;tag=webhafen-21&#038;camp=1638&#038;creative=6742" ><img src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/514YDZZ4B3L._SL160_.jpg" border=0><br clear=all/><br clear=all/>Lene Gammelgaard &#8211; Die letzte Herausforderung</a></h3>
<p>Neben der Besteigung des höchsten Berges auf unserem Planeten, vorzugsweise ohne Sauerstoff, haben es sich die Teilnehmer der Expedition zum Ziel gesetzt, etwas von dem dort angesammelten Müll vom Berg zu tragen. Denn die Höhen des Himalaya sind längst nicht mehr jungfräulich &#8211; nicht nur weniger glückliche Bergsteiger kann man schockgefroren in den kalten Gräbern des Berges vorfinden, vor allem haben die Expeditionen ihren Müll, insbesondere Unmengen von Sauerstofflaschen zurückgelassen.</p>
<p><span id="more-134"></span></p>
<p>Gammelgaard berichtet in einer Art Tagebuch von den Anfängen des Projektes Mount Everest bis zu den ebenso berauschenden wie extrem harten Tagen des Kletterns, die sie über ihre körperlichen und geistigen Grenzen hinaus belasten. Sie erzählt von der Kameradschaft in ihrem Team, den großartigen Menschen, die sie trifft, von der eingeschworenen Gemeinschaft der Profibergsteiger, von den menschlichen Problemen, die diese mit sich herumtragen; vergisst darüber auch nicht die Sherpas, ohne die diese prestigeträchtigen Unternehmungen unmöglich wären.</p>
<p>Vor allem aber wird bei der Lektüre ihres Reiseberichtes klar, was für ein Irrwitz eine Himalayaexpedition eigentlich ist, welch schier übermenschliche Leistungen die Teilnehmer erbringen, welch absurde Risiken sie in ihrer Begeisterung für die Grenzerfahrung eingehen. Dass jegliche noch so gute Planung von den Unwägbarkeiten eines gnadenlosen Wetters binnen Sekunden umgeworfen werden kann, jahrelange Vorbereitung mit einer Windbö in 7900 Metern Höhe in der Katastrophe enden kann&#8230; dass die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit eines einzelnen ein ganzes Team in Lebensgefahr bringen kann, all das verankert die Autorin unprätentiös und wirkungsvoll in ihrem knappen, sachlichen Stil im Gehirn des Lesers.</p>
<p>Lene Gammelgaard schafft es zum Dach der Welt &#8211; und heil wieder zurück, doch nicht alle Teammitglieder sind so glücklich. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Scott_Fischer" >Scott Fischer</a> bleibt auf dem Berg der Berge zurück, ausgerechnet der Teamleiter, der vielleicht erfahrenste von allen.</p>
<p>Es gibt andere Darstellungen der Vorfälle im Mai 1996, darunter auch von <a href="http://www.bergfieber.de/berge/bergsteiger/bios/boukreev.htm" >Anatoli Boukreev</a>, der nicht viel später tödlich verunglückte. Die Intensität der Grenzerfahrung vermag Gammelgaard zu vermitteln, in die Psyche ihrer Mitkletterer dringt sie dagegen kaum ein und so ist dieses Buch auch eine rein auf Gammelgaard bezogene Erzählung der <a href="http://library.thinkquest.org/10131/nepal_park_everest.html" >Sagarmatha</a>-Expedition, die für sich allein genommen die Ereignisse nicht auflöst. Sie zeigt uns eine starke Frau, die unbeirrt ihren Weg geht und immer und immer wieder betont, dass jeder 100prozentig für sich selbst verantwortlich ist, und dies auch lebt &#8211; nur so kann sie ein Vorhaben wie die Everest-Besteigung erfolgreich beenden.</p>
<p>Gleichzeitig lässt uns Gammelgaard auch an der grandiosen Schönheit der Natur und ihrer tiefen Verbundenheit mit allem Sein teilhaben.</p>
<p>Ein faszinierendes, eiskaltes Bergabenteuer aus dem realen Leben.</p>
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		<title>Robyn Davidson &#8211; Spuren</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Oct 2006 05:20:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Davidson, Robyn]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Australien]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>

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		<description><![CDATA[Robyn Davidson ist 27 Jahre alt, als sie einer verrückten Idee nachgeht &#8211; mit Kamelen den australischen Kontinent zu durchqueren. Und das ohne einen Penny in der Tasche, ohne Ahnung vom australischen Outback, und mit einer riesigen Portion Naivität. So ist vorprogrammiert, dass sie, die weisse Frau inmitten von Ultra-Macho-Land, zunächst einen nervaufreibenden Kampf mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Robyn Davidson ist 27 Jahre alt, als sie einer verrückten Idee nachgeht &#8211; mit Kamelen den australischen Kontinent zu durchqueren. Und das ohne einen Penny in der Tasche, ohne Ahnung vom australischen Outback, und mit einer riesigen Portion Naivität. So ist vorprogrammiert, dass sie, die weisse Frau inmitten von Ultra-Macho-Land, zunächst einen nervaufreibenden Kampf mit ihrer Umwelt führt. Fast zwei Jahre arbeitet sie in lausigen Jobs in <a href="http://www.australien-info.de/alice.html">Alice Springs</a>, um ihren Unterhalt zu sichern und von einem sie ausbeutenden Kamelhändler alles zu lernen, was sie über Kamele lernen kann.</p>
<h3 align="center"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3499231409?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3499231409" title="Davidson Spuren"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/512WQFS298L._SL160_.jpg" border="0" /><br clear="all" /><br clear="all" />Robyn Davidson &#8211; Spuren. Eine Reise durch Australien</a></h3>
<p>Sie steht das durch dank ihrer Vision, dank ihrer überbordenden Liebe zu dem Land und zu den Tieren, mit denen sie zusammenarbeitet.</p>
<p>Dann, endlich, zieht sie los, mit vier halbwilden Kamelen und einem abgerissenen Hund, und durchquert innerhalb von 8 Monaten die <a href="http://www.nationalgeographic.com/wildworld/profiles/terrestrial/aa/aa1303.html">Gibson-Wüste</a> allein.</p>
<p><span id="more-117"></span></p>
<p>Schon der Kampf mit sich selbst, der eignen Unbedarftheit, aber auch mit widerborstigen Kamelen, unfreundlichen Mitmenschen und einfach der Gnadenlosigkeit des Wüstenlebens, macht &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3499231409?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3499231409">Spuren</a>&#8221; zu einer hinreißenden Reise- und Abenteuererzählung. Davidson berichtet so unverblümt, frisch von der Leber weg und ohne falsche Scham auch von ihren peinlichsten Momenten, mit soviel Witz und Selbstironie, dass selbst die größten Katastrophen noch zu heiteren Episoden werden.</p>
<p>Während Davidson ihren Respekt vor der &#8220;normalen&#8221; Welt jenseits der Wüste bald verliert, weil sie kapiert, dass nur sie selbst sich beurteilen kann und da draussen im Outback andere Wertmaßstäbe gelten, dass Authentizität und Überleben wichtiger sind als gekämmte Haare und glückliche Reporter, ist ihre Reiseerzählung tief geprägt vom Respekt für das Land, seine Natur und die Aboriginals. Sie lernt, mit anderen, eigenen Augen die Welt zu sehen, und auch den Blickwinkel der Ureinwohner zu verstehen. Dabei macht sie nicht halt vor ausdrücklichen Anklagen gegen die weiße Regierung des Landes, die die Ureinwohner systematisch ausgeraubt und beinahe ausgerottet hat; ihr Buch ist ein Aufschrei gegen den Rassismus, der auch heute, 25 Jahre nach ihrem Buch, leider in Australien weit verbreitet ist.</p>
<p>Das alles ist verpackt in atemberaubende Naturbeschreibungen, die jedem Australienfan das Herz höher schlagen lassen. Eine fesselnde, abenteuerliche Reiseerzählung aus dem wahren Leben, die auch fast 3 Jahrzehnte später nichts von ihrem Reiz verloren hat. Großartig.</p>
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		<title>Stephen Coote &#8211; Drake</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Oct 2006 05:50:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Coote, Stephen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Elisabethaner]]></category>
		<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[Piraten]]></category>
		<category><![CDATA[Seefahrt]]></category>

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		<description><![CDATA[Die meisten kennen Sir Francis Drake vor allem als den heldenhaften Seebären im Dienste ihrer Majestät, der kühn und keck mit einer kleinen Nußschale von Schiff die Spanier in der Karibik das Fürchten lehrte und Silberbarren und Golddublonen scheffelte, bis sein Schiffchen beinahe zu sinken drohte. Dass hinter dem Bauernsohn, der schon frühzeitig bei Freunden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die meisten kennen Sir Francis Drake vor allem als den heldenhaften Seebären im Dienste ihrer Majestät, der kühn und keck mit einer kleinen Nußschale von Schiff die Spanier in der Karibik das Fürchten lehrte und Silberbarren und Golddublonen scheffelte, bis sein Schiffchen beinahe zu sinken drohte.</p>
<p>Dass hinter dem Bauernsohn, der schon frühzeitig bei Freunden der Familie anheuerte und zur See fuhr, viel mehr steckte als nur ein schlichter Pirat, weiss Stephen Coote mit viel Liebe zum Detail zu erzählen.</p>
<h3 align="center"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0312341652?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=0312341652"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51NKC2079PL._SL160_.jpg" border="0" /><br clear="all" /><br clear="all" />Stephen Coote &#8211; Drake<br />
The Life and Legend of an Elizabethan Hero</a></h3>
<p>Er setzt den genialen Strategen, die geborene Führungspersönlichkeit Drake ebenso in Szene wie die historischen Zusammenhänge &#8211; und die tief verwurzelte Überzeugung des protestantischen, elisabethanischen England, im Auftrage Gottes gesandt zu sein, die Macht der verhassten Papisten zu brechen. Das erscheint zunächst größenwahnsinnig, ist aber erst aus der Zeitgeschichte heraus zu verstehen. Denn das katholische Spanien war in der Tat daran interessiert, Britannien wieder zu Ehren der Kirche zu unterjochen und vor allem die eigene Seeherrschaft und Pfründe zu sichern.</p>
<p><span id="more-108"></span></p>
<p>Es war ein Zeitalter voller Eroberungszüge und Glorie, und Drake schaffte es nicht nur, legendär erfolgreiche Beutezüge an die afrikanische Küste und von dort in die Karibik zu machen, wo er den Spaniern teuer seine Sklaven verkaufte, sondern auch die Welt zu umsegeln &#8211; unter haarsträubenden Bedingungen, mit meuternden Mannschaften, revoltierenden adligen Geldgebern an Bord, Eifersüchteleien mit seinem eigenen Bruder und in verheerenden Stürmen. All dem entkam er und spielte schließlich eine wichtige Rolle im englischen Sieg über die Armada 1587.</p>
<p>Stephen Coote zeigt uns einen Drake, wie wir ihn in Historienfilmen nicht sehen können &#8211; skrupellos, und doch von starker Christlichkeit zutiefst geprägt, mit feinem Gespür für die Stimmungen in seiner Mannschaft, was auf wochenlangen Exkursionen mit vielen rauen Männern auf einem winzigen Schiff überlebenswichtig war.</p>
<p>Mit dem nötigen Quäntchen Glück &#8211; trotz wechselnder Koalitionen und Unterstützungen auch in der britischen Krone &#8211; schaffte es der Junge aus einfachstem Stande, wie er es verstand &#8220;durch Gottes Segen&#8221; an die Spitze der englischen Gesellschaft.</p>
<p>Coote bindet die Historie Drakes gekonnt in einen größeren Zusammenhang ein. Sein Buch ist spannend zu lesen, erschlägt aber bisweilen beinahe mit dem Detail. Eine faszinierende, großartige Biographie, die im Segelschiff rund um die Welt und in die Tiefen der Religionskriege führt.</p>
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