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	<title>Rezensionen &#187; Autoren A-Z</title>
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	<description>von Petra Hildebrandt</description>
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		<title>Karen Miller &#8211; The Awakened Mage</title>
		<link>http://rezensionen.webhafen.de/2011/09/karen-miller-the-awakened-mage/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Sep 2011 05:51:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Miller, Karen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der zweite Teil von Karen Millers Kingmaker, Kingbreaker-Serie. Als ich den ersten Teil dieses Buches, The Innocent Mage, las, war ich mir nicht sicher ob ich mir einen zweiten Teil antun sollte. Aber dann fand Karen Miller &#8211; The Awakened MageKingmaker, Kingbreaker Book 2 doch seinen Weg auf meinen Lesestapel, schließlich will man bei so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der zweite Teil von Karen Millers <em>Kingmaker, Kingbreaker</em>-Serie.</em></p>
<p>Als ich den ersten Teil dieses Buches, <a href="http://rezensionen.webhafen.de/2008/12/karen-miller-the-innocent-mage/">The Innocent Mage</a>, las, war ich mir nicht sicher ob ich mir einen zweiten Teil antun sollte. Aber dann fand</p>
<p><center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/1841499323/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=1841499323"><img src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51SpK9mIKTL._SL160_.jpg"></a></center></p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/1841499323/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=1841499323">Karen Miller &#8211; The Awakened Mage<br />Kingmaker, Kingbreaker Book 2</a></h3>
<p>doch seinen Weg auf meinen Lesestapel, schließlich will man bei so angefangenen Sachen ja irgendwie doch wissen, wie sie ausgehen.</p>
<p>Um es kurz zu machen: es lohnt sich nicht wirklich, dieses Buch zu lesen. Die Handlung um Asher aus Restharven, den Fischermann aus dem einfachen Volke (hier: die Olken) und eine elfengleiche Spezies von &#8220;Adligen&#8221;, die Doranen, und ihren König, sowie den weit zurück liegenden magischen Krieg zwischen Barl und Morg, der die Hintergrundgeschichte für das Ganze bildet, gehen in einem Wust von mysteriösen Andeutungen und klischeebehafteter Langeweile unter.<br />
<span id="more-1017"></span><br />
Zu Beginn des Romanes stirbt der König des Reiches nebst Frau und seiner zickigen Thronerbin bei etwas, das ein Unfall oder ein Anschlag sein könnte, womit der mißratene Sohn Gar mit seiner &#8220;defekten Magie&#8221; zum König wird, doch auch andere sind scharf auf den Posten. Weite Teile des Romans verplempert die Autorin mit der Frage, ob es ein Unfall war, und wer mit wem weswegen welche Intrigen spinnt. Dabei ist natürlich der &#8220;Böse&#8221; ein fieser Rassist, und der mühselig aufgebaute quasi unschlagbare Endgegner Morg vegetiert im Köper eines alten Magiers dahin, während die Doranen und Olken ihr Reich auch ohne ihn in Grund und Boden wirtschaften. </p>
<p>Dabei bleiben leider auch die Charaktere hölzern und ohne echte Entwicklung; Dathne, die Erbin Jervales, ist nach wie vor eine eingebildete Zicke, deren Hauptaufgabe es zu sein scheint nebulöse Andeutungen zu machen und die Hauptfigur dumm zu halten. Einziger Star der Geschichte ist der König und Magier wider Willen, Gar, dessen Leiden und Entwicklung ihn zu einem fabelhaften Protagonisten gemacht hätten, doch dafür ist er nicht vorgesehen.</p>
<p>Dafür tauchen völlig unglaubwürdige Wendungen auf, wie ein Bursche der dem verbotenerweise zum Magier gewordenen Olken Asher als Doppelgänger dienen und statt dessen hingerichtet werden kann, und ein Todesmagiespruch der dann doch nicht tötet&#8230; die globale Olkenverschwörung erweist sich als ein besserer Gebetskreis, und nachdem der Leser nun über eindreiviertel Romane hin auf den Endkampf vorbereitet wurde, handelt Miller diesen quasi nacherzählt in 20 Seiten ab, statt wirklich Action walten zu lassen.</p>
<p>Summa summarum; eine nett entwickelte alternative Fantasywelt allein reicht nicht, um ein bzw. zwei gute Bücher zu produzieren. Aus der Story um Barl und Morg hätte eine komplexe fantastische Historie erwachsen können, ja sogar ein tolkienesques Prequel, statt dessen bleibt das Ganze ein maximal jugendtaugliches und ziemlich einschläferndes  Abziehbild der Fantasy-Klassiker. Schade eigentlich um die Mühe der Autorin und die Lebenszeit, die ich für beide Bücher aufgewendet habe. </p>
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		<title>John Grisham &#8211; Die Liste (Hörbuch)</title>
		<link>http://rezensionen.webhafen.de/2011/09/john-grisham-die-liste-hoerbuch/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Sep 2011 15:42:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grisham, John]]></category>
		<category><![CDATA[Hörbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi / Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[CD]]></category>
		<category><![CDATA[Charles Brauer]]></category>

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		<description><![CDATA[John Grisham kennt wohl jeder – er ist seit “Die Firma” so etwas wie der Großmeister des juristischen Thrillers. Weltweit wurden über 60 Millionen seiner Bücher verkauft und in 29 Sprachen übersetzt, und zahlreiche seiner Bücher wurden erfolgreich verfilmt. John Grisham &#8211; Die Liste (6 CDs)gelesen von Charles Brauer Das Buch In Die Liste kehrt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>John Grisham kennt wohl jeder – er ist seit “Die Firma” so etwas wie der Großmeister des juristischen Thrillers. Weltweit wurden über 60 Millionen seiner Bücher verkauft und in 29 Sprachen übersetzt, und zahlreiche seiner Bücher wurden erfolgreich verfilmt.</p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3898307468/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3898307468"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41NG74H5YZL._SL110_.jpg"></p>
<p>John Grisham &#8211; Die Liste (6 CDs)<br />gelesen von Charles Brauer</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3898307468" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /></h3>
<p><strong>Das Buch</strong></p>
<p>In <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3898307468/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3898307468">Die Liste</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3898307468" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> kehrt Grisham zu seinen Wurzeln zurück, oder vielmehr, zu denen seiner Charaktere. 1989 erschienen sein erster Thriller <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453061187/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3453061187">Die Jury</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3453061187" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> (<em>A Time to Kill</em>), der in Clanton, Mississippi spielte, und einige der Figuren tauchen in beiden Werken auf &#8211; zum Beispiel Lucien Wilbanks und Harry Rex Vonner. </p>
<p>Ich-Erzähler von <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453430980/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3453430980">Die Liste</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3453430980" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> ist Willie Traynor, und auch wenn die Geschichte aus dem Blickwinkel der Jetztzeit erzählt wird, von einem alternden Traynor, spielt die Handlung doch in etwa im Jahr 1985 oder 1986, zeitlich also vor <em>A Time to Kill</em>. </p>
<p>Der Roman ist in drei Abschnitte unterteilt. In Abschnitt 1 wird erzählt, wie Willie Traynor mit abgebrochenem Studium in der Stadt anlangt, dank Sponsorings seiner Großmutter Redakteur und schließlich Besitzer der Lokalzeitung wird, und über einen spektakulären Mordprozess berichtet. Dieser erste Teil ist es, der an Bücher wie <em>Die Firma</em> erinnert, und in dem Grisham sein schreiberisches Können zeigt, zumindest soweit es um den Spannungsbogen geht.</p>
<p>Eine junge Mutter wird brutal vergewaltigt und vor den Augen ihrer Kinder ermordet. Wer der Täter ist, steht relativ schnell fest &#8211; der jüngste Spross einer reichen und in allerlei kriminelle Geschäfte verwickelten Familie der Gegend, der Padgitts, die Macht, Einfluss, Geld, Bestechung und Einschüchterung auffahren, um das Schlimmste zu verhindern. Dennoch wird Danny Padgitt verurteilt; allerdings nur zu Haft und nicht zur Todesstrafe, wie viele erwartet haben.</p>
<p>Im zweiten Teil erleben wir mit, wie sich Traynor, unter anderem durch seine reißerische Berichterstattung über Padgitt reich geworden, in Clanton einlebt, wie das Leben weiter geht, und er schließlich feststellen muss, dass Padgitt Freigänger ist, mehr Freiheiten als mancher Staatsbürger Mississippis genießt, und sich auf dem besten Wege befindet, auf Bewährung frei gelassen zu werden. Die Drohungen der Padgitts gegen Traynor und alle anderen Beteiligten sind jedoch nicht vergessen.<br />
<span id="more-1002"></span><br />
Damit kommt es zum dritten Teil, in dem &#8211; kaum dass Padgitt aus der Haft entlassen wurde &#8211; ein Juror aus dem damaligen Prozess erschossen aufgefunden wird, und etwas später ein zweiter. Durch den gesamten Roman zieht sich die Freundschaft von Willie Traynor mit der schwarzen Lehrerin und Jurorin Miss Callie, die nun um ihr Leben fürchtet. Ist wirklich Padgitt auf dem Kriegspfad?</p>
<p>Der zweite Abschnitt ist einigermaßen interessant, im dritten drängt sich das Gefühl auf, Grisham habe keinen Plan oder keine Lust mehr gehabt, an dem Buch weiter zu arbeiten, eher uninspiriert plätschert die Story dahin, aber der Autor ist noch die Auflösung des Falls schuldig, die recht unbefriedigend ist.</p>
<p><strong>Das Hörbuch (6 CDs)</strong></p>
<p>Charles Brauer, vielen als Kommissar Brockmöller aus dem &#8220;Tatort&#8221; mit Manfred Krug bekannt, ist mittlerweile so etwas wie <b>die deutsche Stimme von John Grisham</b>. Dass er diesen Titel zu recht trägt. stellt er in <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3898307468/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3898307468">Die Liste</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3898307468" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> ein weiteres Mal unter Beweis. Trotz der Längen, die das Buch streckenweise aufbietet, macht es bis zuletzt Spaß, ihm zuzuhören, wie er dieses Mal in der Rolle des auf sein Leben zurückblickenden Willie Traynor von den Geschehnissen in Clanton, Mississippi berichtet. </p>
<p>Obwohl ich gegen Ende etwas gelangweilt war, was am zuvor abgestorbenen Spannungsbogen der Story liegt, nicht am Vortragenden, gelingt es Brauer, aus dem Roman das Beste heraus zu holen. </p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Zum Teil ist die Handlung vorhersehbar, zum Teil suhlt sich Grisham (meines Erachtens unnötig) in Rollenklischees der Südstaaten, teilweise macht seine Beschreibung von Clanton und seinen schrulligen Charakteren aber auch einfach Spaß. Problematisch ist, dass durch die Erzählweise viel der Spannung verloren geht &#8211; der Leser/Hörer erlebt nicht mit, sondern bekommt die Handlung nacherzählt von Traynor, dadurch fehlt etwas Lebendigkeit.</p>
<p>Stärken hat das Buch in seiner Darstellung des Kleinstadtlebens der Südstaaten. Rassimus, Politik und ein ganz selbstverständliches Maß an Korruption gehören ebenso dazu wie das für meinen Geschmack etwas zu oft erwähnte Südstaaten-Essen, das der Erzähler bei seiner Freundin Callie Ruffin in sich schlingt. Insgesamt sehr viel Zeitgeschichtliches und Lokalkolorit, aber wenig zwingende Handlung und Drama, die Charaktere bleiben bis auf einige wenige blass und austauschbar, und die Familie der superbegabten superhöflichen superwohlerzogenen Schwarzen trieft nur so vor<em> Political Correctness</em>.</p>
<p>Als Hörbuch ist mir die Geschichte um ungefähr eine CD zu lang, dennoch ist sie dank des wieder einmal glänzend aufgelegten Charles Brauer auch auf langen Autofahrten angenehm zu hören gewesen. <strong>Für Grisham-Fans auf jeden Fall zu empfehlen, aber sonst eher nicht vom Hocker reissend</strong>.</p>
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		<item>
		<title>Hartmuth Malorny &#8211; Tod in Thailand</title>
		<link>http://rezensionen.webhafen.de/2011/05/hartmuth-malorny-tod-in-thailand/</link>
		<comments>http://rezensionen.webhafen.de/2011/05/hartmuth-malorny-tod-in-thailand/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 01 May 2011 06:40:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krimi / Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Malorny, Hartmuth]]></category>
		<category><![CDATA[Thailand]]></category>

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		<description><![CDATA[Harald Nitrowski ist ein abgehalfterter, drittklassiger Privatdetektiv aus Dortmund; er scheint das Leben ebenso zu hassen wie sich und seinen Job, und kommt als mißmutig, gelangweilt und widerlich rüber. Er säuft, raucht, pflegt Beziehungen zur (Dortmunder) Unterwelt und ist in seiner Misanthropie kein besonders angenehmer Zeitgenosse. In Tod in Thailand: Der Mysteriöse Asiat lässt Hartmuth [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Harald Nitrowski ist ein abgehalfterter, drittklassiger Privatdetektiv aus Dortmund; er scheint das Leben ebenso zu hassen wie sich und seinen Job, und kommt als mißmutig, gelangweilt und widerlich rüber. Er säuft, raucht, pflegt Beziehungen zur (Dortmunder) Unterwelt und ist in seiner Misanthropie kein besonders angenehmer Zeitgenosse. </p>
<p>In</p>
<p><center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3981224868/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=398122486"><img src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51l9OSoCRqL._SL160_.jpg"></a></center></p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3981224868/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3981224868">Tod in Thailand: Der Mysteriöse Asiat</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3981224868" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /></h3>
<p>lässt Hartmuth Malorny verräucherte Dortmunder Kneipen und das horizontale Gewerbe ebenso schmuddelig unangenehm zum Leben erwachen wie seine als Ich-Erzähler fungierende Hauptfigur. </p>
<p>Die Story windet sich um einen deutschen Spießbürger und dessen &#8220;gekaufte&#8221; thailändische Ehefrau, die erst verschwindet und später tot aufgefunden wird. Nitrowski soll zunächst für seinen Auftraggeber, Grünbein, die Frau finden und wiederbeschaffen, doch der Mann will schließlich auch noch, dass Nitrowski für ihn den Mörder jagt, eine Aufgabe, der der Schnüffler möglichst spesenfressend aus dem Weg geht. </p>
<p>Statt sich in Schwierigkeiten mit der die Prostitution kontrollierenden Russenmafia zu begeben, forscht er lieber in Thailand bei Mekong-Whiskey und mit einem hübschen Mädchen auf dem Schoß nach dem &#8220;geheimnisvollen Asiaten&#8221;, dem Drahtzieher hinter der ganzen Geschichte, und hat es damit nicht übermäßig eilig an den Gestaden des Golfs von Thailand.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3981224868/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3981224868">Tod in Thailand: Der Mysteriöse Asiat</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3981224868" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> ist ein relativ fader Krimi, der unter drei Dingen leidet: die Hauptfigur ist nicht besonders interessant, die Storyline wird mit mehreren Einschüben des Ich-Erzählers schon halb vorweg genommen, und schließlich ist die Auflösung des großen Rätsels jedem einigermaßen versierten Krimileser spätestens auf der Hälfte der Strecke klar, während die Hauptfigur viel zu weggetreten ist, um irgendwas zu kapieren. Das könnte nun ein fabelhafter Roman sein, selbst mit dieser Zusammenstellung, wäre Nitrowski ein Misanthrop vom Schlage eines Dr. House, und wären die Szenerien aus Deutschland ebenso lebensecht geschildert wie die Erlebnisse in Thailand. </p>
<p>Denn das ist es, was trotz einer gehörigen Dosis Klischees diesen Roman dann am Ende doch für mich habwegs lesenswert macht: die Beschreibungen Malornys aus Thailand lassen erkennen, dass er sich dort gut auskennt, und auch wenn er vieles aus dem Blickwinkel des (Sex-) Touristen überzeichnet, ersteht sein generischer thailändischer Touristenort (ob es Pattaya ist, sei mal dahin gestellt) lebendig und lebensecht vor dem Auge des Lesers, der schon mal in Thailand war.</p>
<p>Das war&#8217;s dann aber auch an Erwähnenswertem. Ein Lektorat hätte dem streckenweise hakeligen Text und der bisweilen wenig inspirierten Sprache gut zu Gesicht gestanden; zum Glück, muss man sagen, ist die im ersten Abschnitt viel zu langatmige Geschichte dann doch nur 125 Seiten lang geworden. </p>
<p>Exotisches Ambiente allein macht aber noch keinen Roman &#8211; dieses Werk (und Detektiv Nitrowski) kann man getrost auslassen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Jonathan Kellerman &#8211; Evidence</title>
		<link>http://rezensionen.webhafen.de/2011/03/jonathan-kellerman-evidence/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Mar 2011 09:26:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kellerman, Jonathan]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi / Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Alex Delaware]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller]]></category>

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		<description><![CDATA[Der 24. Alex-Delaware-Roman Die Romane um den (ursprünglich Kinder-) Psychologen Alex Delaware haben mich ein weites Stück meiner Lesegeschichte begleitet, ich glaube ich habe fast alle davon gelesen, wenn auch nur eine Handvoll hier bislang Erwähnung gefunden hat. Das, was für mich die Faszination an Delaware und den Romanen Kellermans ausmachte, waren die psychologischen Einsichten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der 24. Alex-Delaware-Roman</em></p>
<p>Die Romane um den (ursprünglich Kinder-) Psychologen Alex Delaware haben mich ein weites Stück meiner Lesegeschichte begleitet, ich glaube ich habe fast alle davon gelesen, wenn auch nur eine Handvoll hier bislang Erwähnung gefunden hat. Das, was für mich die Faszination an Delaware und den Romanen Kellermans ausmachte, waren die psychologischen Einsichten und Gedankengänge der Hauptfigur, sowie die bildhaften, szenischen Beschreibungen der Landschaft, die Los Angeles und seine Umgebung wie einen Film vor mein inneres Auge holten.</p>
<p>In<br />
<center>
<div id="image"><a href="https://www.amazon.de/dp/0345495195/ref=as_li_ss_til?tag=webhafen-21&amp;camp=2906&amp;creative=19474&amp;linkCode=as4&amp;creativeASIN=0345495195&amp;adid=00XTG472F07QZ1A90AMJ&amp;" target="_blank"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51fZmnu1syL._SL500_AA300_.jpg" alt=""height="200" /></a></div>
<p></center></p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0345495195/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=0345495195">Evidence</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0345495195" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /><br />
</h3>
<p>entfernt sich Kellerman von beidem immer mehr.</p>
<p>Die Geschichte ist ein klassisches <em>police procedural</em>, das eher in einen Ed McBain-Krimi passen würde, ganz routiniert geschrieben, aber dennoch nicht mehr als Krimidurchschnitt. Charakterentwicklungen der Haupthandlungsträger gibt es keine, die Story nimmt ausserdem nur sehr langsam Fahrt auf. Im Grunde ist der Psychologe Alex Delaware nicht mehr als ein Erzähler der Story, der Lieutenant Milo Sturgis bei einem Fall als dessen Faktotum begleitet &#8211; er ist weder für die Aufklärung hilfreich noch nötig noch trägt er sonst irgendwas zu den spannenden Teilen des Romans bei.</p>
<p>Die Handlung: Ein privat bezahlter Sicherheitsmann entdeckt bei einem seiner Routine-Rundgänge durch die leerstehende Bauruine eines Hauses in einem Stadtteil der Superreichen zwei Leichen. Sie befinden sich in einer sexuellen Stellung, der Mann wurde erschossen, die Frau erwürgt &#8211; und, wie sich später herausstellt, mit einem Revolver vergewaltigt.<br />
<span id="more-967"></span><br />
Von dort entspannt sich ein Gewirr von Handlungsfäden um eine superreiche verhaltensgestörte Schweizer Architektin, Ökoterroristen, ein islamisch-animistisch geprägtes Sultanat auf einer erfundenen Insel in Indonesien, die über reiche Ölvorkommen verfügt, sowie verschiedene Schichten von Lug, Betrug, Liebeleien, und religiöses und politisches Geplänkel.</p>
<p>Eingestreut sind regelmäßige Freßorgien von Milo Sturgis, ein bißchen Scheinwerferlicht auf den (fiktiven) Polizeichef von Los Angeles, und das war es auch eigentlich an Bemerkenswertem. Die Auflösung des Falls ist banal, wie der ganze Roman einfach nur sehr mäßiger Durchschnitt. Szenenbeschreibungen werden zu kurzen Anrissen die die Handlung in jede beliebige Stadt verlegen lassen könnten, zwischen den Protagonisten knistert und bewegt sich nichts, und der Plot lässt fingernagelzerbeissende Spannung, die das Ganze retten könnte, vermissen.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0345495195/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=0345495195">Evidence</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0345495195" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> ist dieses Buch möglicherweise dafür, dass Kellerman längst nicht mehr selbst schreibt, sondern schreiben läßt &#8211; oder ihm mit Delaware und Sturgis schlicht die Luft ausgegangen ist. Keine Empfehlung, und definitiv der letzte Delaware-Roman den ich je gelesen habe.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Brian Proffitt &#8211; Take Your iPad to Work</title>
		<link>http://rezensionen.webhafen.de/2011/03/brian-proffitt-take-your-ipad-to-work/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Mar 2011 10:20:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[Proffitt, Brian]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Handbuch]]></category>
		<category><![CDATA[iPad]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Take Your Ipad To Work&#8221; is the first book to focus on the usability of the Apple iPad as a business device. It examines device features, the best applications available for business users, such as printing, on-line meetings, content creation and cutting-edge information tools, and productive ways to use them. The iPad has a robust [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;Take Your Ipad To Work&#8221; is the first book to focus on the usability of the Apple iPad as a business device. It examines device features, the best applications available for business users, such as printing, on-line meetings, content creation and cutting-edge information tools, and productive ways to use them. The iPad has a robust application set with a large number of ways it can be used in business, but its potential as a business tool has been largely unexplored. This book discusses a range of business tasks, organized by general business type. After an overview of basic device features, there is a section devoted to general business tasks, then sections on retail, small business, and enterprise use.</p></blockquote>
<p>So weit die Kurzbeschreibung bei Amazon zu</p>
<div id="image"><a href="https://www.amazon.de/dp/1435458990/ref=as_li_ss_til?tag=simo-21&amp;camp=2906&amp;creative=19474&amp;linkCode=as4&amp;creativeASIN=1435458990&amp;adid=01Y9SYAF40TT2AYPZP7H&amp;" target="_blank"><img class="aligncenter" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/419bqAxL5tL._SL110_.jpg" alt="" width="129" height="164" /></a></div>
<p style="text-align: center;">&nbsp;</p>
<h3 style="text-align: center;"><a href="https://www.amazon.de/dp/1435458990/ref=as_li_ss_til?tag=webhafen-21&amp;camp=2906&amp;creative=19474&amp;linkCode=as4&amp;creativeASIN=1435458990&amp;adid=0YMY1CH0B9QGJFBRYAQ8&amp;">Brian Proffitt &#8211; Take Your iPad to Work</a></h3>
<p>Tatsächlich richtet sich, liest man in die Einleitung, das bei Course Technology erschienene Buch an den Geschäftsmann, der sich noch nicht ganz sicher ist ob ein iPad denn irgendwie in seinem Betrieb sinnvoll ist, und ihm bei seinen Aufgaben hilfreich sein kann. In 26 Kapiteln nähert sich Proffitt dem Objekt der Begierde &#8211; dem iPad &#8211; sowie darauf verwendeten Anwendungen, die möglicherweise im Business nützlich sind.<br />
<span id="more-946"></span></p>
<ol>
<li>Introducing the iPad</li>
<li>Interfacing with the iPad</li>
<li>Connecting with the iPad</li>
<li>Using the iPad Apps</li>
<li>Work the Web: Safari</li>
<li>Get the Word Out: Mail</li>
<li>Get to iWork: Documenting with Pages</li>
<li>Get to iWork: Analyzing with Numbers</li>
<li>Get to iWork: Presenting with Keynote</li>
<li>From iPad to Paper: Printing</li>
<li>In the Cloud: Using MobileMe</li>
<li>Remote Desktop Connectivity: LogMeIn Ignition</li>
<li>Ring Me Up: Point of Sale</li>
<li>When the Work&#8217;s Done: Invoicing</li>
<li>Shout to the World: Social Media</li>
<li>Box It Up: Shipping</li>
<li>Face-to-Face, Face-to-Web: Meetings</li>
<li>Write Online: Web Content Creation</li>
<li>Track Online: Web Site Management</li>
<li>Make a List: Task Management</li>
<li>See the Big Picture: Project Management</li>
<li>Manage the Customer: CRM</li>
<li>From the Home Office: Enterprise Collaboration</li>
<li>Get Ready to Go: Travel Arrangements</li>
<li>On the Plane: Multimedia</li>
<li>Continuing Education: iBooks</li>
</ol>
<p>Die Liste zeigt schon ganz deutlich, dass hier vor allem Software vorgestellt wird, und leider je Anwendungsfall immer nur eine, im Zweifel das Apple Produkt. Überhaupt lesen sich weite Teile des sehr flüssig und ansprechend geschriebenen Werks wie ein Handbuch zum iPad, für absolute Einsteiger in die iPad- und zum Teil auch Computer-Welt. Schritt für Schritt wird etwa erklärt wie man das richtige iPad auswählt, wo man es kaufen kann, wie man es mit iTunes synct, was Wifi ist und was man machen kann wenn das nicht funktioniert, etc. Die Bedienelemente werden vorgestellt, und Proffitt erklärt wie man Apps kauft und löscht. Die ersten 5 Kapitel sind für jeden, der schon mal einen Computer und möglicherweise iTunes benutzt hat, eigentlich sinnlos.</p>
<p>Die einzelnen Kapitel sind dazu noch recht weitschweifig ausholend mit netten aber für das Thema mehr als belanglosen historischen Einleitungen versehen. So muss ich zur Verwendung von Safari auf dem iPad wirklich nicht bei <em>dumb terminals</em> und Mainframe-Rechnern anfangen und Sir Tim Berners-Lee und HTML hervorholen; dass der Harvard Mark I Rechner 5 Tonnen wog, ist zur Illustration eines Kapitels über das Drucken vom iPad auch nicht eben zielführend.</p>
<p>Tatsächlich enthält das Kapitel über Safari den ersten für mich wirklich hilfreichen Tipp, nämlich wie das mit dem <em>tabbed browsing </em>geht wenn man keine Tabs hat &#8211; über eine Mehrseitenfunktion in Safari, mit der bis zu 9 Seiten parallel geöffnet bleiben können. Die folgenden Kapitel widmen sich dann intensiv der Benutzung von iWork, den &#8216;Office&#8217;-Apps fürs iPad, genauer Pages (Textverarbeitung), Numbers (Tabellenkalkulation) und Keynote (Präsentation).</p>
<p>Durch das Buch stellt Proffitt vor allem kostenpflichtige Software vor, mischt auch schon mal kostenlose dazwischen, gibt beides aber &#8211; bis auf einen einzigen Fall  &#8211; nirgends an. Er geht auch nicht auf Alternativen ein, sondern bleibt wo möglich innerhalb des Apple-Universums, was vermutlich für den prototypischen Business-iPad-User auch angebracht ist.</p>
<p>Das Kapitel über das Drucken, das ich sehr interessant gefunden hätte, leidet aus dem Blickwinkel Deutschland, 2011, daran, dass die im Buch vorgestellte allein selig machende PrintApp nicht (mehr) bei iTunes zu finden ist.</p>
<p>Heiter ist auch, dass Proffitt sich ausführlich über POP-und SMTP-Mail auslässt, und dann zu Gmail und Exchange nur ein<em> dafür braucht man ja nur Username und Passwort</em> übrig hat. Ein Abschnitt über IMAP und warum gerade IMAP auf einem Device wie dem iPad sinnvoll ist, wäre da vermutlich viel hilfreicher für den künftigen Tablet-Benutzer.</p>
<p>An Software stellt er u.a. eine kostenlose Cisco-Conferencing-App vor, Point-of-Sale-Software und Tools zum Tracken von Paketen, auch hier dient <a href="http://www.amazon.de/gp/product/1435458990/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=1435458990">Take Your iPad to Work</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=1435458990" border="0" alt="" width="1" height="1" /> mehr als Software-Handbuch denn als wirklicher Guide für den Geschäftsmann. Wie er auch Software nicht eigentlich vorstellt, sondern sich der Eindruck trotz  <em>there&#8217;s an app for that</em> aufdrängt, dass es eben nur diese eine App gibt die man dafür benutzen könnte oder sollte.</p>
<p>Effektiv bleibt die Frage: <em>Wie kann das iPad mir, oder verschiedenen Business-Ansätzen überhaupt, helfen mein Business mobil besser zu machen?</em> offen. In der Einleitung werden zwar noch drei mögliche Anwendungsbereiche für den Einsatz des mobilen Gerätes genannt, aber das war es dann auch. Ob die Anleitung, wie man eine Facebook-Seite erstellt oder ein Blog-Konto anlegt, wirklich in den Rahmen dieses Buches gehört, kann man zumindest für fraglich halten. Wie man Google Analytics benutzt, mit passender App, oder Reisen bucht, sollte sich auch auf dem iPad nicht wesentlich vom gewohnten Verfahren innerhalb einer Firma unterscheiden. </p>
<p>Beinahe niedlich ist, wie Profitt immer wieder auf grundlegende Sicherheitsaspekte eingeht, vom Typ: mache niemals vertrauliche Dinge auf offenen WiFi-Netzwerken. Summa summarum richtet sich sein Buch an einen Anwender, der ein vorkonfiguriertes iPad bekommt, auf dem die Apple-/USA-typische Standardkombo von Apps installiert ist, und der dasselbe wie am heimischen Rechner auch mit dem iPad machen will. Das lässt leider &#8211; bis auf den Exkurs zu <em>Whiteboarding mit Airsketch</em> in Kapitel 17 &#8211; die coolen, innovativen Optionen des Tablets gänzlich aussen vor.</p>
<p>Gewünscht hätte ich mir eine übersichtliche Liste der vorgestellten / eingesetzten Apps, mit Angabe des Verwendungszwecks, ein oder zwei Alternativen soweit vorhanden, und natürlich Preisen. Bei aller flüssigen (und ein wenig sehr an die Hand nehmenden) Schreibe ist es nämlich trotz zahlreicher Screenshots mühsam, gezielt etwas zu einer bestimmten Aufgabe und deren Erledigung zu finden.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/1435458990/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=1435458990">Take Your iPad to Work</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=1435458990" border="0" alt="" width="1" height="1" /> ist, salopp gesagt, ein Buch für (Verzeihung) Business-Deppen. Es liest sich wie etwas angehübschte FAQs und mag für Totaleinsteiger in die Materie hilfreich sein, alle anderen können es getrost auslassen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Jutta Speidel &amp; Bruno Maccallini – Wir haben gar kein Auto</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Feb 2011 15:25:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Maccallini, Bruno]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Speidel, Jutta]]></category>
		<category><![CDATA[Alpen. Radreisen]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom Cover dieses Buches, auf welchem die Schauspielerin Jutta Speidel ganz groß, ihr Lebensgefährte typografisch angepasst ein klein wenig kleiner als Autor auftaucht, prangt einem die goldblonde Bajuwarin mit dem radbehelmten Italiener vor einem Alpenpanorama entgegen. Jutta Speidel &#038; Bruno Maccallini &#8211; Wir haben gar kein Auto&#8230; &#8211; Mit dem Rad über die Alpen Vielleicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom Cover dieses Buches, auf welchem die Schauspielerin Jutta Speidel ganz groß, ihr Lebensgefährte typografisch angepasst ein klein wenig kleiner als Autor auftaucht, prangt einem die goldblonde Bajuwarin mit dem radbehelmten Italiener vor einem Alpenpanorama entgegen.</p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3548373186?ie=UTF8&#038;tag=simo-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3548373186"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41yDkNPCWuL._SL160_.jpg"></p>
<p>Jutta Speidel &#038; Bruno Maccallini &#8211; Wir haben gar kein Auto&#8230; &#8211; Mit dem Rad über die Alpen</a></h3>
<p>Vielleicht befremdet das ein wenig, ist doch in Deutschland Signore Maccallini vielen immer noch durch seinen Satz mit dem Auto in einer Kaffeewerbung erinnerlich, aber in gewisser Weise ist die Aufteilung treffend.</p>
<p>&#8220;Über die Alpen&#8221; wollen sie also <em>mit dem Radl </em>fahren, mal eben so &#8211; das ist ein wenig schönfärberisch, von &#8220;über&#8221; kann nämlich keine Rede sein. Aber gut, Bill Bryson &#8211; dessen Reiseerzählungen ich sehr schätze &#8211; redet ja auch von einem <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0552997021?ie=UTF8&#038;tag=simo-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=0552997021">Walk in the Woods</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=simo-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0552997021" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" />, wo er eine ausgewachsene Expedition auf dem Appalachian Trail meint..</p>
<p>Speidel und Maccalini wollen die <a href="http://www.radtouren.at/de/radwege/genussradtouren/via-claudia-augusta.html">Via Claudia Augusta</a> befahren, die sich auf einer alten Römerstrasse durch die Alpen windet und am Reschenpass gen Italien absinkt. Von Bayern, ihrer Heimat, nach Italien, in seine Heimat &#8211; durch lauschige Wiesen, niedliche Bergdörfchen, mit Brotzeiten auf Almen und Verweilen unter schattigen Bäumen&#8230; alles könnte wunderschön sein, nur gehen ihre Vorstellungen vom gemeinsamen Trip doch etwas auseinander.<br />
<span id="more-940"></span><br />
Das beginnt schon bei der Terminwahl, im Leben zweier selbständig arbeitender Künstler nicht einfacher als im Angestelltendasein, und endet nicht bei der Frage nach der richtigen Ausrüstung und dem benötigten Training. Wo sie sich ein ruhiges Beisammensein erhofft, will er alles voll multimedial begleiten, und auch die Zeitwahrnehmung der Radler und der Blick auf die Menschen denen sie begegnen stammen aus verschiedenen Welten.</p>
<p>So ist das Buch dann folgerichtig in dieser Dualität aufgebaut &#8211; nach einer kurzen Skizze der Tagesroute erzählt zunächst Jutta Speidel in einem lockeren, manchmal auch burschikosen Ton ihre Version der Tagesereignisse, dann folgt der &#8220;Tagebucheintrag&#8221; (das ist wirklich nur annähernd so zu verstehen) ihres Lebensgefährten. Leider merkt man den Texten von Maccallini an, dass sie im Italienischen gesprochen oder geschrieben wurden und dann &#8211; relativ ohne Schwung &#8211; von einem Übersetzer ins Deutsche übertragen worden sind, es fehlt ihnen ein wenig an Lebendigkeit und Elan, was besonders gegen die energetischen Beschreibungen Speidels abfällt.</p>
<p>Ich weiss nicht was ich mir von dem Reisebericht erwartet hatte &#8211; nach <a href="http://rezensionen.webhafen.de/2008/05/hape-kerkeling-ich-bin-dann-mal-weg-horbuch/">Kerkelings Wanderung über den Jakobsweg</a> vielleicht etwas mit mehr Tiefgang, mehr Beschreibung der Reise, ein Reisebuch eben, aber genau das ist <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3548373186?ie=UTF8&#038;tag=simo-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3548373186">Wir haben gar kein Auto</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=simo-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3548373186" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> nicht geworden. Stattdessen plänkeln sich Jutta und Bruno durch vorhersehbare Klischees und Beziehungskataströphchen auf ihrer Tour, die mit all ihren Eindrücken, Regionen, Erlebnissen völlig in den Hintergrund gerät.</p>
<p>Ein Blick auf die Website <a href="http://www.viaclaudia.org/" class="broken_link">viaclaudia.org</a> kann mehr von der Faszination dieser Route vermitteln als 100 oder 200 Seiten des Buches, und ob sich die an und für sich sympathischen Schauspieler mit diesem Buch marketingtechnisch wirklich so gut präsentieren, darf auch bezweifelt werden. Sicher, es hat einige schmunzelnde Momente und witzige Stellen, die aber, je weiter man liest und sie radeln, weniger werden. Wirklich Spaß macht das Buch bereits auf der Hälfte der Strecke nicht mehr, und ehrlich gesagt interessieren mich auch die Intimrasurgewohnheiten von Frau Speidel oder die persönliche Beziehung des italienischen Mannes zu seinem Telefon wie seinem Penis dann doch nur begrenzt.</p>
<p>Summa summarum: ganz große Fans der Speidel mögen das Buch vielleicht; wer gern gute Reiseberichte liest, sich für eine Radreise duch die Alpen interessiert oder die Schönheit der Via Augusta, kann es getrost auslassen. <strong>Enttäuschend</strong>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Jared Diamond &#8211; Collapse</title>
		<link>http://rezensionen.webhafen.de/2010/12/jared-diamond-collapse/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Dec 2010 10:58:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diamond, Jared]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Anthropologie]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Sachbücher, insbesondere solche die sich mit Anthropologie, Ökologie, Klimaveränderung und auch menschlicher Siedlungsgeschichte befassen, lese ich sehr gern und &#8211; offen gesagt &#8211; zum Vergnügen. Für Jared Diamond &#8211; CollapseHow Societies Choose to Fail or Succeed habe ich allerdings über 3 Jahre und ungefähr 14 Anläufe gebraucht, bis ich das Buch komplett gelesen hatte. Warum? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sachbücher, insbesondere solche die sich mit Anthropologie, Ökologie, Klimaveränderung und auch menschlicher Siedlungsgeschichte befassen, lese ich sehr gern und &#8211; offen gesagt &#8211; zum Vergnügen. Für</p>
<p><center><img src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/21RF59BST0L._SL160_.jpg"></center><br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/0143036556?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0143036556"></p>
<h3 align=center>Jared Diamond &#8211; Collapse<br />How Societies Choose to Fail or Succeed</h3>
<p></a></p>
<p>habe ich allerdings über 3 Jahre und ungefähr 14 Anläufe gebraucht, bis ich das Buch komplett gelesen hatte. Warum?</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jared_Diamond">Jared Diamond</a> ist ein bekannter amerikanischer Evolutionsbiologe und Biogeograf. Einem breiteren Publikum wurde er durch seine Bücher <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0060845503?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0060845503">The Third Chimpanzee</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0060845503" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> (über die Evolution des Menschen) und <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0099302780?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0099302780">Guns, Germs and Steel: A Short History of Everybody for the Last 13000 Years</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0099302780" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> bekannt.</p>
<p>In <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0670033375?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0670033375">Collapse</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0670033375" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> (auf Deutsch als <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3596167302?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3596167302">Kollaps: Warum Gesellschaften überleben oder untergehen</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3596167302" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> erschienen) stellt Diamond die These auf, dass sich Homo sapiens durch schlechte / falsche / kurzsichtige gesellschaftlich-wirtschaftliche  Entscheidungen selbst ausrotten kann, weil er seine Umwelt zerstöre (n muss), und versucht Muster dieser falschen (und richtigen) Entscheidungen anhand verschiedener Kulturen aufzuzeigen, bei denen das mit dem Überleben geklappt hat oder eben schief gegangen ist.</p>
<p>Zu Beginn liest sich das Buch sehr flüssig &#8211; Diamond beginnt bei seinen eigenen Beobachtungen in Montana, bei befreundeten Ranchern, einer verfehlten Landwirtschafts-, Wasser- und Minenbaupolitik, und wie diese das Leben der dort Ansässigen verändert und die Umwelt dauerhaft beeinflusst, so dass von Nachhaltigkeit beim Wirtschaften keine Rede mehr sein kann.</p>
<p>Dann folgen Kapitel über die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anasazi">Anasazi</a>, die Kultur der Osterinseln sowie die Pitcairn Islands, die Maya, die Expansion der Wikinger, die nordische Besiedlung Grönlands, Neu-Guinea, das Tokugawa-Japan, Genozid und Umweltprobleme in Ruanda, die Dominikanische Republik und Haiti, China und Australien, sowie ein abschliessender Block mit Diamonds Schlußfolgerungen.</p>
<p>Bis zu den Wikingern habe ich mit Interesse, aber durchaus auch Unbehagen ob des lockeren Umgangs mit den Fakten gelesen. Den Abschnitt über die nordische Besiedlung Grönlands und das Aussterben der Grönländer musste ich insgesamt 8 Mal neu zu lesen anfangen, da sich zwischendrin unendliche Müdigkeit und Langeweile einstellten &#8211; dazu gleich mehr. Die Texte über Ruanda und Haiti schliesslich sind wieder sehr spannend, bedürften aber einer genaueren historischen Prüfung.</p>
<p>Diamonds Buch beginnt mit einer These; daran ist zunächst nichts falsch. Diese These und die Belege, die er dafür anführt, hämmert Diamond aber durch das Buch immer und immer wieder penetrant in die Köpfe seiner Leser; ich fühle mich an eine einschläfernde Vorlesung erinnert &#8211; es ist als traue der Autor seinem Leser nicht zu sich die simpelsten Fakten und theoretischen Konstrukte auch nur für 20 Seiten zu merken. Insbesondere die Kapitel über Wikinger und Norweger sind langatmig und unnötig aufgebläht. Auch das könnte man noch hinnehmen, wenn Diamond denn seine Punkte wenigstens konzise wissenschaftlich belegen könnte.</p>
<p>Stattdessen beschleicht mich beim Lesen das Gefühl, dass hier ein Think-Tank für Diamond Sekundärliteratur querrezipiert hat. Tatsächlich sind die erwähnten Fakten fast deckungsgleich mit denen aus <a href="http://www.mnh.si.edu/vikings/">Vikings &#8211; A North Atlantic Saga</a> (ein Werk des Smithsonian Institute), und viele Begrifflichkeiten und Behauptungen Diamonds halten nicht mal einfachsten Prüfungen auf Glaubwürdigkeit stand.<br />
<span id="more-822"></span><br />
Das beginnt schon dabei, dass er sich über das &#8220;normale&#8221; Klima, Wetter, Regen- und Schneefälle Montanas auslässt, und diese &#8216;Normalität&#8217; nirgends anhand irgendwelcher Zahlen wissenschaftlich belegt &#8211; normal scheint für ihn zu sein, was er in seiner Lebenszeit erlebt hat. Gemessen an den glazialen Entwicklungen Nordamerikas oder auch nur der Temperaturkurve der Erde der letzten 14.000 Jahre muss man sich fragen, wie ein Biogeograf solche Positionen vertreten kann. An anderer Stelle moniert er dann etwa, dass die Anasazi nicht über ihren Tellerrand von 1 oder 2 Generationen Regenmustern wegsehen konnten und deswegen untergehen mussten &#8211; ähm, ja?</p>
<p>Diamonds Ausführungen zu den Osterinseln werfen mehr Fragen auf als sie beantworten &#8211; ich glaube Erich von Däniken hat sich intensiver damit befasst als der amerikanische Professor. Bei der Entwicklung der Norweger in Grönland und den Gründen für ihr Aussterben stellt Diamond Thesen auf, denen sogar die von ihm angeführten Fakten widersprechen&#8230; summa summarum sind die &#8216;Belege&#8217; die er für seine Thesen anführt bestenfalls schwach und wenig schlagkräftig, und ich werde beim Lesen das Gefühl nicht los, dass er  genau deswegen seine Argumente immer und immer wiederholt &#8211; nur werden sie davon nicht überzeugender.</p>
<p>Dennoch führt Diamond eine Menge interessante Fragen ins Feld, mit denen man sich befassen muss: Etwa die Berücksichtigung von Bodengeografie, Reproduktionsraten von Böden, der Wichtigkeit vulkanischen Ascheeintrags und regelmässiger Regen (Monsun) sowie Wärme für die schnelle Erholung einer Vegetation vs. die langsamen Erholungsraten von Böden, die sich unter Periglazialbedingungen und niedriger neuer Humusbildung entwickelt haben. Dass diese Faktoren, zusammen mit für Siedlungsareale neuen fremden Pflanzen und Tieren, Einfluss auf Erfolg oder Mißerfolg einer Siedlung gehabt haben mögen, ebenso wie die (mangelnde) Anpassungsfähigkeit von Siedlern an neue Bedingungen, ist wohl unbestritten.</p>
<p>Auch seine Überlegungen zum Versagen demokratischer Systeme im Hinblick auf den Ressourcenerhalt (das Wort Kapitalismus darf er als ordentlicher Amerikaner ja nicht einfach benutzen) sind interessant und bedenkenswert.</p>
<p>Woran es <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0143036556?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0143036556">Collapse</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0143036556" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> mangelt, ist wissenschaftliche Präzision. Hier hat nicht jemand sorgfältig eine These erarbeitet, sondern das Ganze wirkt wie ein verlegerischer Schnellschuss, aus Versatzstücken der Menschheitsgeschichte und vielleicht ein paar Seminarpapieren zusammengestoppelt. Diamond bleibt an fast allen Stellen die tatsächlichen Belege für seine trendige These von der gesellschaftlich bedingten Selbstausrottung von <em>homo sapiens</em> und den angeblich dagegen wirksamen Mechanismen schuldig; bereits bei der Problemdefinition setzt er unterschiedliche Maßstäbe an und lässt einen ordentlichen methodologischen Ansatz vermissen.</p>
<p>So bleibt am Ende für mich nach diesem Buch nur ein seltsam unbefriedigtes Gefühl &#8211; ich habe es endlich geschafft mich hindurch zu kämpfen, und eine Menge Interessantes über Maya, Anasazi und zum Teil auch die Siedlungen der Wikinger erfahren, sowie einen spannenden Einblick in die heutige Politik der USA erhalten. Aber sein eigentliches Ziel hat das Buch um Längen verfehlt, und das Wikingerkapitel und die beiden (sic!) Abschnitte über die Grönlandsiedler &#8211; die ausserdem reichlich Fehler enthalten &#8211; taugten für mich monatelang als Einschlafhilfe und zum Einstellen jeglichen Lesens.</p>
<p>Enttäuschend.</p>
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		<item>
		<title>William Shatner &#8211; Up Till Now (Hörbuch)</title>
		<link>http://rezensionen.webhafen.de/2010/11/william-shatner-up-till-now-horbuch/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Nov 2010 15:06:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Hörbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Shatner, William]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspieler]]></category>
		<category><![CDATA[StarTrek]]></category>

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		<description><![CDATA[Bislang habe ich gute Erfahrungen mit Hörbüchern gemacht, die von ihren Autoren gesprochen wurden; allerdings sind das dann im Normalfall Medienprofis (etwa Hape Kerkeling oder Susanne Fröhlich); und so überrascht es nicht, dass auch in diesem Fall, in dem ein professioneller Bühnen-, Film- und TV-Schauspieler mit Jahrzehnten Erfahrung sein Werk einspricht, das Ganze akustisch schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bislang habe ich gute Erfahrungen mit Hörbüchern gemacht, die von ihren Autoren gesprochen wurden; allerdings sind das dann im Normalfall Medienprofis (etwa <a href="http://rezensionen.webhafen.de/2008/05/hape-kerkeling-ich-bin-dann-mal-weg-horbuch/">Hape Kerkeling</a> oder <a href="http://rezensionen.webhafen.de/2010/06/susanne-frohlich-frisch-geprest-horbuch/">Susanne Fröhlich</a>); und so überrascht es nicht, dass auch in diesem Fall, in dem ein professioneller Bühnen-, Film- und TV-Schauspieler mit Jahrzehnten Erfahrung sein Werk einspricht, das Ganze akustisch schon mal perfekt in Szene gesetzt ist.</p>
<p><center><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/31Wsko41Q0L._SL160_.jpg"></center>&nbsp;</p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0230700055?ie=UTF8&#038;tag=simo-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=0230700055">William Shatner: Up Till Now (Autobiografie)<br />
gesprochen von William Shatner</a></h3>
<p><strong>Das Buch:</strong></p>
<p>William Shatner schaut auf ein ereignisreiches Leben zurück. Wer in ihm nur &#8216;Captain Kirk&#8217; sieht, wird auch als hart gesottener StarTrek Fan hier eines Besseren belehrt &#8211; William Shatner hat die Theater- und Filmlandschaft über 60 Jahre bereist und dabei Fußabdrücke hinterlassen &#8211; mal kleine, mal grosse, mal tiefe, mal fast vergessene.</p>
<p>Mit viel Witz, aber auch durchaus Bescheidenheit und einer ihm gut stehenden Demut blickt er zurück auf sein bewegtes Leben, berichtet von seiner Kindheit im kanadischen Montreal, seiner aufblühenden Leidenschaft für&#8217;s Theater und ersten Auftritten in Toronto und New York, dann ersten Rollenangeboten in großen Hollywoodproduktionen, die ihm zwar Respekt, aber kein Geld einbrachten, dem Kampf eines aufstrebenden Schauspielers darum, seinen Lebensunterhalt zu verdienen, aber auch von seiner Arbeit am heute berühmten und hoch erfolgreichen <a href="http://www.stratfordfestival.ca/">Shakespeare-Festival in Stratford, Ontario</a>. Wunderbar ist zum Beispiel zu lesen wie Yul Brynner ihm in den Hintern trat. Dabei sieht er im Rückblick auch ein, dass er oft übermäßig selbstbezogen war und Fehler gemacht hat, und warum seine Ehen nicht unbedingt immer von Erfolg gekrönt waren.</p>
<p>Natürlich kommt auch die Rolle des James Tiberius Kirk zur Sprache, wie diese sein Leben veränderte und wie und warum Star Trek die Welt verändert hat (es gibt eine wunderbare Doku mit Shatner unter dem Titel <a href="http://memory-alpha.org/wiki/How_William_Shatner_Changed_the_World">How William Shatner changed the world</a>, die sich mit den Auswirkungen von StarTrek auf die heutige Technologie befasst). Er versucht die Animositäten zwischen ihm und den anderen Mitgliedern der StarTrek Crew zu verstehen, wenn ihm das auch nicht immer gelingt, und erzählt von den Auseinandersetzungen mit Leonard Nimoy, mit dem ihn heute eine tiefe Freundschaft und auch viel Zusammenarbeit an anderen Dingen verbindet.<br />
<span id="more-770"></span><br />
Aber in Shatner steckt sehr viel mehr als nur James T. Kirk &#8211; neben vielen anderen Projekten auch T.J. Hooker, der, so sagt er, das Krimigenre der Zeit neu definierte; und natürlich, wie sollte es anders sein, die formidable Zusammenarbeit mit James Spader bei <a href="http://www.datenhamster.org/2009/06/boston-legal/">Boston Legal</a>, zu einem Zeitpunkt wo andere sich längst aufs Altenteil zurück gezogen haben und sogar das Arbeitstier Shatner <em>eigentlich</em> kürzer treten wollte &#8211; wie gut dass er es nicht getan hat.</p>
<p>Neben zahlreichen witzigen Anekdoten aus der Film- und Fernsehwelt gewährt der Schauspieler vor allem tiefsinnige wie heitere Einblicke in sein Privatleben. <em>Up Till Now</em> zeigt eine erstaunlich komplexe, umfangreiche Karriere und einen auf seine Art liebenswerten und vielschichtigen Workaholic, der bis heute baff ist, wie kleine Entscheidungen sein Leben verändert haben. Sein Credo dabei war: wenn ich es machen kann, mache ich es &#8211; wer weiss wofürs mal gut ist. Dass Shatner sich auch nach fast 80 Lebensjahren einen <em>sense of wonder</em> bewahrt hat und neuem gegenüber aufgeschlossen bleibt, macht ihn noch sympathischer.</p>
<p>Die Mischung aus ruhigem selbstkritischem Erzählen und einer oft leichtfüssigen Selbstironie ist sehr angenehm, Shatner plaudert über sein, könnte man sagen. Lieblingsthema: sich selbst &#8211; und das auf eine Art, die sicher nicht nur dem gestandenen StarTrek Fan Freude bereitet &#8211; sein Blick auf die Historie der Film- und Fernsehindustrie ist fast ebenso spannend wie seine Lebensgeschichte, die nicht ohne tiefe Tragik bleibt.</p>
<p>Eine Biografie die Spaß macht.</p>
<p><strong><br />
Das Hörbuch:</strong></p>
<p>Man merkt jedem Satz, jedem Wort, jedem stimmlichen Dynamikwechsel den Sprech-Profi an. Dabei inszeniert Shatner sich nicht &#8211; außer an den quer durch das Buch eingestreuten Hinweisen auf seine Website oder die Unternehmen für die er geworben hat und/oder noch wirbt &#8211; sondern wirkt ganz natürlich, authentisch, der nice guy next door, der Dir bei einem Bier seine wirklich interessante Lebensgeschichte erzählt.</p>
<p>Die Dynamikwechsel sind zumindest beim Hören im Auto manchmal etwas lästig; summa summarum muss ich aber sagen: hätte man nicht besser machen können, eine fabelhafte Einspielung, die Freude macht und sich gut und angenehm hören lässt. Ich denke, selbst gelesen kann es nur halb so gut sein, einfach weil hier eben <strike>Denny Crane</strike> Bill Shatner höchstpersönlich erzählt. &#8211; Denny Crane. <img src='http://rezensionen.webhafen.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Grosses Kino.</strong></p>
<p><center><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=foodfreak-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;asins=0312372655&#038;fc1=000000&#038;IS2=1&#038;lt1=_blank&#038;m=amazon&#038;lc1=0000FF&#038;bc1=000000&#038;bg1=FFFFFF&#038;f=ifr" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=000000&#038;IS2=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=000000&#038;lc1=0000FF&#038;t=simo-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;md=1M6ABJKN5YT3337HVA02&#038;asins=0230700055" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p></center></p>
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		<title>Norbert Suchanek &#8211; Der Soja-Wahn</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Nov 2010 13:30:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Suchanek, Norbert]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>
		<category><![CDATA[Pestizide]]></category>
		<category><![CDATA[Soja]]></category>

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		<description><![CDATA[Norbert Suchanek ist seit seinem Studium der Chemietechnik Umweltjournalist, war für Greenpeace aktiv, und hat sich in Eine-Welt-Netzwerken engagiert. Er lebt und arbeitet heute in Brasilien. In Norbert Suchanek: Der Soja-WahnWie eine Bohne ins Zwielicht gerät setzt er sich kritisch mit der Sojabohne auseinandern &#8211; egal ob es sich um Ernährungslügen handelt oder die Folgen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Norbert Suchanek ist seit seinem Studium der Chemietechnik Umweltjournalist, war für Greenpeace aktiv, und hat sich in Eine-Welt-Netzwerken engagiert. Er lebt und arbeitet heute in Brasilien. In</p>
<p><center><img src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41VA0HG4LBL._SL160_.jpg"></p>
<p></center></p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3865812163?ie=UTF8&#038;tag=foodfreak-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3865812163">Norbert Suchanek: Der Soja-Wahn<br />Wie eine Bohne ins Zwielicht gerät</a></h3>
<p>setzt er sich kritisch mit der Sojabohne auseinandern &#8211; egal ob es sich um Ernährungslügen handelt oder die Folgen des weltweiten Sojaanbaus für Mensch und Umwelt.</p>
<p>Die Kapitelliste:</p>
<ol>
<li>Soja &#8211; gut für die Gesundheit?
<li>Margarine aus Soja &#8211; gesünder als Butter?
<li>Soja statt Gras &#8211; schlecht für Mensch und Tier
<li>Soja und Asien &#8211; mehr Mythos als Wahrheit
<li>Opfer der Bohne: Mensch und Natur
<li>Soja &#8211; ein amerikanischer (Alb-) Traum
<li>Kann (Gen-) Soja nachhaltig sein?</ol>
<p>Die Frage nach der Gesundheit ist hoch interessant, und es ist passend, dass Suchanek sie an den Anfang stellt. Immer wieder wird Soja als gesundes Nahrungsmittel, ja geradezu als <em>Superfood</em> angepriesen; Soja sei gut in den Wechseljahren und gegen Krebs (wegen der Phytoöstrogene); das Eiweiss besonders hochwertig; Sojaprodukte ein jahrtausendealtes Gesundmittel der Asiaten, Motto: esst mehr davon, etc. pp.</p>
<p>Dem Format des Bändchens angemessen geht Suchanek auf diese Fragen sehr komprimiert ein; viele Erkenntnisse der modernen Ernährungsmedizin jenseits von Low-Fat-Propaganda und Ernährungsrichtlinien der Regierungen (wie die Fehlerhaftigkeit der Cholesterinhypothese oder die fälschliche Behauptung mehrfach ungesättigte Fettsäuren seien gesünder als einfach gesättigte) setzt er voraus oder reisst diese nur knapp an; dafür findet sich dann in der Literaturliste das wohl endgültige Standardwerk zum Thema, Gary Taubes&#8217; <a href="http://www.amazon.de/gp/product/1400033462?ie=UTF8&#038;tag=foodfreak-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=1400033462">Good Calories, Bad Calories: Fats, Carbs, and the Controversial Science of Diet and Health</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=foodfreak-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=1400033462" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> oder auch die thematische Artikelsammlung der Weston A. Price Foundation zum Thema Soja, <a href="http://www.westonaprice.org/soy-alert/">Soy Alert</a>.</p>
<p>Für den, der diese Lektüre kennt, sind die Ernährungskapitel keine Neuigkeiten, alle anderen dürften erstaunt aufschauen. Die meisten Punkte aus dem Buch zum Thema Soja als Menschennahrung findet man bei Taubes oder der Weston A. Price Foundation detaillierter wieder, sofern man des Englischen mächtig ist &#8211; das Weiterlesen lohnt sich.</p>
<p>Die folgenden Kapitel widmen sich dann der Massenproduktion von Soja im agrarindustriellen Komplex &#8211; beginnend bei der Tatsache, dass proteinreiches Soja eben keine geeignete Tiernahrung darstellt (und natürlich ernährtes Tier, <em>grass-fed</em> oder <em>pastured</em> heisst das im angloamerikanischen Raum, nicht nur besser schmeckt sondern auch für den Konsumenten deutlich gesünder ist).</p>
<p>Weiter geht es über Gentechnik (97% der Sojabohnen aus den USA sind GMO-crops) und Pestizide (Round-up und Konsorten) zur flächendeckenden Vernichtung von Regenwäldern für aus Sojaöl gewonnenen ach-so-nachhaltigen Biodiesel (die Produktion verschlingt 27% mehr Energie als sie erzeugt) und den Billigfleischhunger der ersten und zweiten Welt, die Zerstörung kleinbäuerlicher Strukturen und die Subventionierung von Soja in den USA, bis hin zu neuem Agrarkolonialismus in Afrika. Der Pestizid- und Düngerverbauch von Soja nimmt Rekordausmaße an. Und dank Lobbyisten darf sich in Zukunft selbst Soja, das mit aus Flugzeugen versprühten Pestiziden eingenebelt wurde, noch als &#8216;verantwortliches Soja&#8217; schmücken.</p>
<p>Soja, eine Alternative für die Zukunft? Nur, wenn die Zukunft transgenen patentierten Produkten aus dem Labor der Agrochemiekonzerne gehört.</p>
<p>Die 110 Seiten sind gut zu lesen und ein vielleicht grad dank seiner Kompaktheit kräftiger Tritt in den Hintern, die eigenen Glaubenssysteme mal wieder zu überdenken. Zu befürchten steht allerdings, dass dieses Büchlein diejenigen, die es bräuchten, am wenigsten erreichen wird, sondern es am Ende auf <em>preaching to the choir</em> herausläuft.</p>
<p>Auf jeden Fall <strong>empfehlenswert</strong>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Walter Moers &#8211; Die Stadt der Träumenden Bücher (Hörbuch)</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Oct 2010 09:33:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Hörbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Moers, Walter]]></category>
		<category><![CDATA[CD]]></category>
		<category><![CDATA[Dirk Bach]]></category>
		<category><![CDATA[Phantastik]]></category>
		<category><![CDATA[Zamonien]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Walter Moers &#8211; Die Stadt der Träumenden Bücher (Hörbuch)vorgetragen von Dirk Bach. Ungekürzte Fassung. &#160; Das Buch &#8220;Eine Übersetzung aus dem Zamonischen&#8221; nennt Walter Moers sein Werk, das die Geschichte einer Suche erzählt. Der Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz begibt sich auf eine Grand Tour, nachdem sein Dichtpate, Danzelot von Silbendrechsler, verstorben ist und ihm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3899038088?ie=UTF8&#038;tag=simo-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3899038088"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/61uqUyvj%2B4L._SL160_.jpg" alt="" /></a></center>&nbsp;</p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3899038088?ie=UTF8&#038;tag=simo-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3899038088">Walter Moers &#8211; Die Stadt der Träumenden Bücher (Hörbuch)<br />vorgetragen von Dirk Bach. Ungekürzte Fassung.</a></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Das Buch</strong></p>
<p>&#8220;Eine Übersetzung aus dem Zamonischen&#8221; nennt Walter Moers sein Werk, das die Geschichte einer Suche erzählt. Der Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz begibt sich auf eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Grand_Tour">Grand Tour</a>, nachdem sein Dichtpate, Danzelot von Silbendrechsler, verstorben ist und ihm ein recht eigenartiges Erbe hinterlassen hat: einen Text, welcher von solcher Schönheit und sprachlichen Perfektion ist, dass alles andere dagegen verblassen muss. Dummerweise ist der Verfasser des Textes unbekannt, das einzige was Hildegunst weiss, ist, dass sich der Unbekannte auf Anraten von Danzelot nach Buchheim begeben hat &#8211; in die Stadt der Bücher.</p>
<p>Buchhaim ist das Zentrum des zamonischen Bücherschaffens &#8211; hier leben Dichter, Agenten und Verleger, hier findet der Literaturbetrieb in all seiner Schönheit und Schrecklichkeit statt. Die Suche nach dem unbekannten Dichter führt den Lindwurm in abgewrackte Kaschemmen und finstere Antiquariate, die von mythischen Fabelwesen geleitet werden, zu Literaturlesungen und einem Platz voller vergessener Dichter, sowie in ein Nebelheimer Trompaunenkonzert, welches eine sehr weitreichende Wirkung (nicht nur) auf den Protagonisten hat.</p>
<p>Schliesslich aber landet Hildegunst auf verschlungenen Pfaden in der Unterwelt Buchhaims, in der düsteren Welt von Bücherjägern und Quallenfackeln, den gefährlichen Buchlingen, den Katakomben und tiefen Abgründen der Buchkultur Zamoniens, mithin in der Welt des <em>Schattenkönigs</em>. Wird Hildegunst seinen vermissten Dichter finden? Oder jemals wieder das Tageslicht erblicken?<br />
<span id="more-721"></span><br />
Moers lässt ein wahres Ideenfeuerwerk auf den Leser hinabprasseln; ich fürchte eine Menge der brillianten Wortspiele und Gedankenblitze sind mir durch die Lappen gegangen, weil mir einfach das Hintergrundwissen aus dem Buchbetrieb dazu fehlt. Die Welt der zamonischen Literatur, die er entwirft, ist höchst ausgefeilt und eine nicht selten so rasiermesserscharfe Satire auf das Medienschaffen dieser Tage, dass man kaum Atem holen kann ob der fantastischen Ideen die er ausbreitet und aneinanderreiht wie Perlen auf einer schier endlosen Kette. Zu keinem Zeitpunkt wird es langweilig, wenn auch die ausufernd melodramatische Ader des Ich-Erzählers, gespickt mit so manchem repetitivem Element, einem bisweilen ein &#8220;ja gut, danke, ich weiss&#8230; könnten wir jetzt mit der Handlung weitermachen?&#8221; entlockt.</p>
<p>Der Protagonist ist ein beinahe prototypischer Antiheld, bei dem man ahnt, dass immer, wenn er vermutet es könne <em>gerade jetzt</em> nun nicht mehr schlimmer werden, oder er habe <em>endlich</em> etwas richtig gemacht, natürlich der unvermeidliche Tiefschlag oder die Breitseite an Dämlichkeit und Katastrophen ihn heimsuchen wird; aber auch das ist ein Element das eher zur Erheiterung beiträgt.</p>
<p>Oft frage ich mich, woher Moers seine fantastischen Ideen nimmt; ich kann mich nur verbeugen vor seiner Sprach- und Ideengewalt. Das ist Phantastik der ganz grossen Schule, angenehm weit entfernt von den ewiggleichen tolkienesquen Welten der angloamerikanischen Tradition; grosses Kino sozusagen, das einfach einen Riesenspass macht und hochintelligent und gekonnt geschrieben ist zugleich. <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3492045499?ie=UTF8&#038;tag=simo-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3492045499">Die Stadt der träumenden Bücher</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=simo-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3492045499" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> gehört für meine Begriffe auf die Leseliste jedes Fans der phantastischen Literatur &#8211; und auch jedes Bücherschaffenden.</p>
<p><strong>Das Hörbuch</strong></p>
<p>Schon in dem feinen kleinen Hörbuch <a href="http://rezensionen.webhafen.de/2006/05/walter-moers-der-fonig-horbuch/">Der Fönig</a> hat Dirk Bach bewiesen, dass ihm die Texte von Walter Moers wie Champagnerperlen von der Zunge gehen; in <a href="http://www.amazon.de/gp/product/389903225X?ie=UTF8&#038;tag=simo-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=389903225X">Die Stadt der träumenden Bücher</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=simo-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=389903225X" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> hat er sich allerdings selbst übertroffen. Die komplette Romanfassung (immerhin 14 CDs) mit all ihren abgedrehten Namen, Ideen, verschwurbelten Gedanken, Philosophien, Satzkonstrukten und fantastisch fabulierten Gestalten und Orten wird von Bach in diesem Hörbuch zu einem funkensprühenden Leben erweckt, als sei ihm die Rolle des Ich-Erzählers mit dem Drang zur melodramatischen Übertreibung, des dicklichen Lindwurms Hildegunst von Mythenmetz, geradezu auf den Leib geschrieben. Ob es das Dampfgeplauder des Ich-Erzählers ist, oder die Stimmen winziger und riesengroßer Gegner, Gefahren, Freunde und Feinde, denen der Lindwurm auf seinen Reisen durch die (Un-) Tiefen der Labyrinthe und Katakomben von Buchheim begegnet, jede hat ihr eigenes Flair, jede Figur ist so präsent und jede Atmosphäre akustisch so stimmig, dass es eine Lust ist, dieses Buch zu hören.</p>
<p>Ein fantastischer Vortrag für ein nicht minder fantastisches Buch. Grossartig &#8211; ich wünschte es gäbe mehr Hörbücher dieser Klasse. Sieht man dazu dann noch den momentanen Preis für das Werk, dann ist das ein wahres Schnäppchen. Wir hatten jedenfalls viele Stunden lang auf langen Touren im Auto Freude an diesem Roman.<strong> Uneingeschränkt zu empfehlen.</strong></p>
<p><center><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=000000&#038;IS2=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=000000&#038;lc1=0000FF&#038;t=simo-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;md=1M6ABJKN5YT3337HVA02&#038;asins=3899038088" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe><br />
</center></p>
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