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	<title>Rezensionen &#187; Crichton, Michael</title>
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	<description>von Petra Hildebrandt</description>
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		<title>Michael Crichton &#8211; Prey</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Mar 2008 13:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Crichton, Michael]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi / Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Nanotechnologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon der dem Buch vorangestellte Einleitungstext, Artifical Evolution in the Twenty-first Century, befasst sich mit einem von Crichtons Steckenpferden, der Systemtheorie, der Frage von selbstorganisierenden komplexen Systemen, und so ist der Themenkreis von Michael Crichton: Prey bereits abgesteckt. Wieder einmal, wie schon bei The Lost World und Jurassic Park, haben sich skrupellose Wissenschaftler im Namen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon der dem Buch vorangestellte Einleitungstext, <em>Artifical Evolution in the Twenty-first Century</em>, befasst sich mit einem von Crichtons Steckenpferden, der Systemtheorie, der Frage von selbstorganisierenden komplexen Systemen, und so ist der Themenkreis von</p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0061015725?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0061015725"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51g%2BYLMIOqL._SL160_.jpg" border=0><br clear=all><br clear=all>Michael Crichton: Prey</a><br clear=all></h3>
<p>bereits abgesteckt.</p>
<p>Wieder einmal, wie schon bei <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0099240629?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0099240629">The Lost World</a> und <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0345370775?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0345370775">Jurassic Park</a>, haben sich skrupellose Wissenschaftler im Namen von Forschung und Mammon aufgemacht, neue Technologien zu erforschen und über den Punkt hinaus weiterzuentwickeln, an dem sie noch abbrechen und die Folgen ihres Tuns hinterfragen könnten &#8211; das ist der Kern von <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0345370775?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0345370775">Jurassic Park</a>, von <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0345417623?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0345417623">Timeline</a>, und auch im vorliegenden Roman der Quell allen Übels.</p>
<p>Dabei weiss Crichton durchaus recht faszinierend und teilweise auch fachkundig aus der Welt der Nanopartikel und Nanorobots zu erzählen, er vermittelt faszinierende Einblicke in Möglichkeiten und Gefahren der Nanotechnologie, und das alles so einfach und prägnant erklärt, dass es auch ein weniger in der Materie steckender Leser gut nachvollziehen kann. Dass nicht alle Thesen die er aufstellt unbedingt richtig oder fundiert sind, dass vieles davon Sci-Fi-Fabulieren bleibt, ist eher ein Fall für klassische Nörgler, denn ein echter Kritikpunkt an diesem Roman, und auch Kleinkram wie das Verwechseln von Piezozellen und Solarzellen sei ihm verziehen.</p>
<p>An Kritikpunkten allerdings mangelt es nicht.<br />
<span id="more-196"></span><br />
Der Held des Romans ist Jack Forman, Ex-Programmierer und Hausmann wider Willen, der da er arbeitslos ist, voll und ganz für Haushalt und drei Kinder aufkommt, während seine Ehefrau Julia einen spannenden und gut bezahlten Job in einer Biotech-Firma hat und von Tag zu Tag müder und später nach Hause kommt. Irgendwann kommt Jack zu dem Schluss, dass sie ihn betrüge &#8211; wie sexy ist schließlich ein windelnwechselnder Vater daheim gegen die hart arbeitenden Kollegen vor Ort, die mehr von seiner Frau sehen als er selbst?</p>
<p>Und die Indizien scheinen ihm Recht zu geben. So ist Jack nur zu gerne bereit, einzuspringen, als in der fernab in der Wüste Nevadas gelegenen geheimen Forschungs- und Produktionstätte der Firma plötzlich Bedarf an seinen Fähigkeiten als Programmierer herrscht &#8211; er sieht seine Chance gekommen, den mysteriösen Konkurrenten ausfindig zu machen. Und das tut er &#8211; der Konkurrent sind selbstorganisierte,  von Bakterien erzeugte Nanoroboter, die dort entwickelt wurden und seither so etwas wie Schwarmintelligenz zu entwickeln scheinen. Einige von ihnen sind in die freie Wildbahn gelangt und machen nun Jagd auf kleinere Lebewesen, sie machen Beute (Prey). Doch es gibt noch eine viel größere Beute zu jagen&#8230;</p>
<p>Was sich entwickelt, ist ein filmreifer Actionplot, günstigerweise wie schon die Handlungen von Jurassic Park &#038; Co. fernab der Zivilisation gelegen, mit Haupthandlungsträgern die sich drehbuchgerecht dämlich verhalten und der Gefahr natürlich ohne Überlegung ins Messer laufen. Streckenweise erscheinen die Plots wie nachträglich auf Roman adaptierte Drehbuchteile (Movie Tie-in). Die Ich-Erzähler-Struktur ist der Perspektive eines Films angemessen und soll den Leser mit Jack mitfiebern, mit ihm die Ereignisse quasi live erleben lassen, und doch muss Crichton die Erzählung immer wieder unterbrechen um erläuternde Einschübe zur Nanotechnologie oder Genetik dazuzupacken, die dem Leser erklären, was Jack natürlich längst weiss.</p>
<p>Die Charaktere sind flach und klischeehaft, und die Handlung ist bei aller Mühe, die tatsächlichen Zusammenhänge vor Jack und dem Leser geheim zu halten, mehr als vorhersehbar. Atemberaubend spannend geschriebene Abschnitte wechseln sich ab mit langweiligen und teilweise nicht im mindesten plottragenden Stellen, fast wirkt es als sei dieses Buch von mehrere Personen geschrieben worden (was bei den Think-Tanks großer amerikanischer Autoren nicht unbedingt abwegig erscheint). Die Tempiwechsel sind irritierend, vom <em>page turner</em> zur Schlaftablette in Nullzeit, und am Ende geht auch die eigentlich sinnvolle Message &#8211; <em>lasst uns Gentechnik und Nanotechnologie mit Verstand kontrollieren ehe es zu spät ist</em> &#8211; in einem Kuddelmuddel aus positivem Hype über die Möglichkeiten und Horrorszenario der Nanofrankensteins die die Menschheit ausrotten könnten (was auch sonst), unter.</p>
<p>Wirklich spannend ist das Buch, von seinen wissenschaftlichen Überlegungen abgesehen, erst in den letzten zwei oder drei Kapiteln, die dafür durch unlogische Löcher und tumbe Action negativ auffallen.</p>
<p>Meines Erachtens vergibt Crichton hier ein großes Thema, aber ich vermute, dass den meisten Lesern das Buch dennoch gefallen wird, weil es die gängigen Actionfilmklischees routiniert bedient.</p>
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		<title>Michael Crichton &#8211; Timeline</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2007 10:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Crichton, Michael]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi / Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitreise]]></category>

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		<description><![CDATA[Michael Crichton schreibt üblicherweise sehr gut recherchierte Thriller mit einem phantastischen wissenschaftlichen Hintergrund, der zwar so noch nicht existiert, aber sehr wohl existieren könnte. Für &#8220;Timeline&#8221; hat sich der amerikanische Erfolgsautor das Thema Zeitreise vorgenommen. Michael Crichton &#8211; TimelineEine Reise in die Mitte der Zeit Wie von Crichton gewohnt, sind Wissenschaftler und Spezialisten seine Hauptakteure. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Michael Crichton schreibt üblicherweise sehr gut recherchierte Thriller mit einem phantastischen wissenschaftlichen Hintergrund, der zwar so noch nicht existiert, aber sehr wohl existieren könnte. Für &#8220;Timeline&#8221; hat sich der amerikanische Erfolgsautor das Thema Zeitreise vorgenommen.</p>
<h3 align="center"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3442451221?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3442451221"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/512WQVCHBDL._SL160_.jpg" border="0" /><br clear="all" /><br clear="all" />Michael Crichton &#8211; Timeline<br clear="all" />Eine Reise in die Mitte der Zeit</a></h3>
<p>Wie von Crichton gewohnt, sind Wissenschaftler und Spezialisten seine Hauptakteure. Und wie so oft ein großer böser Konzern&#8230; der gänzlich alleine und ohne dass es jemand merkt, eine Zeitreisetechnologie auf Quantenbasis entwickelt hat und sich anschickt, damit die Welt zu verändern.</p>
<p>Seine Zeitreisetheorien baut Crichton auf modernen Erkenntnissen der Quantenphysik auf und behauptet u.a., dass die Zeit an sich nicht verändert werden kann, sondern man sich per Quanten-Zeitsprung in eine Art alternativer Realität begibt, die keine Einflüsse auf das Heute hat. Diese &#8211; wie so manch andere seiner wissenschaftlichen Behauptungen &#8211; vergisst er jedoch im Lauf des Romans zugunsten von Plotwendungen, die ihm gerade opportun erscheinen.</p>
<p><span id="more-144"></span></p>
<p>Und das ist wohl auch das größte Manko an dieser Zeitreisegeschichte &#8211; trotz am Ende des Buches gut dokumentierter Recherchearbeit haben sowohl die Handlungsfäden als auch die wissenschaftlichen Ansätze riesige klaffende Lücken. Die Plots sind an den Haaren herbeigezogen, unlogisch und gleichzeitig in ihrer Plumpheit vorhersehbar; die Protagonisten sind Abziehbild-Actionhelden und haben keinerlei Tiefe oder echte Persönlichkeit. Während man am Anfang noch mit gewissem Interesse durch Crichtons etwas langatmige Erklärung von Quanten- und Pseudo-Quantenphysik blättert, verfällt der innere Handlungszusammenhang zusehends, als seine Helden sich per Zeitmaschine ins Mittelalter begeben, um einen verschollenen Geschichtsprofessor zu suchen und zu retten.</p>
<p>Ich mochte kaum glauben, dass dieses Buch wirklich aus der Feder von Michael Crichton stammt. Seine Beschreibungen der Szenerie im 100jährigen Krieg und seine Hollywood-Version des Mittelalters samt Gegner-Abschlachten im Dauerschwertkampf sind einfach unerträglich; die Haupthandlungsträger stolpern ohne Gemütsregung erfolgreich (!) von Schlacht zu Katastrophe zu Schlacht mit mittelalterlichen Gegnern, die wie im PC-Spiel grundsätzlich erst mal auf alles eindreschen&#8230; natürlich gibt es einen Verräter in den eigenen Reihen, und schließlich sendet Herr Professor eine Nachricht in die Zukunft, indem er etwas an einem Ort vergräbt, an dem seine Archäologie-Studis es auch garantiert finden müssen&#8230;.</p>
<p>Wenn diese Zeitlinie (Timeline) keinen Einfluss auf das Hier und Jetzt hat, wieso findet jemand die Botschaft aus der anderen Realität? Und wenn der Konzern, der natürlich den mittelalterlichen Themepark eröffnen will (was sonst), eine Technik entwickelt hat, mit der man Menschen minutengenau versetzen kann, warum schickt man nicht jemanden vor dem Professor ins Mittelalter und warnt ihn? Warum schreibt der Wissenschaftler sich nicht selbst eine Message, die er finden kann, bevor er ins Mittelalter abtaucht? Simple Logik scheint völlig abhanden gekommen zu sein&#8230;</p>
<p>Crichton hat wahrlich bessere Romane geschrieben als Timeline. Für die Recherchemühe und den gewohnt flüssigen Schreibstil gibt es zwei Punkte. Als unterhaltsame Urlaubslektüre könnte dieser Roman taugen, ich würde aber lieber anderes von Crichton lesen.</p>
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		<title>Michael Crichton &#8211; Airframe</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Sep 2006 15:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Crichton, Michael]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi / Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Flugzeug]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf dem Flug von Hongkong nach Denver kommt es in einem chinesischen Charterflugzeug zu einem seltsamen Unfall &#8211; das Flugzeug macht ohne Vorwarnung geradezu Sprünge in der Luft, steigt und fällt mehrmals steil an und ab, und das alles binnen weniger Minuten. Passagiere werden umhergeschleudert, 3 Tote und 56 Verletzte sind die Folge &#8211; und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem Flug von Hongkong nach Denver kommt es in einem chinesischen Charterflugzeug zu einem seltsamen Unfall &#8211; das Flugzeug macht ohne Vorwarnung geradezu Sprünge in der Luft, steigt und fällt mehrmals steil an und ab, und das alles binnen weniger Minuten. Passagiere werden umhergeschleudert, 3 Tote und 56 Verletzte sind die Folge &#8211; und eine drohende Millionenklage gegen den Hersteller der Maschine, die sich so unsachgemäß und unplanbar verhalten hat.</p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/redirect?link_code=as2&#038;path=ASIN/0345402871&#038;tag=webhafen-21&#038;camp=1638&#038;creative=6742" ><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51zvoko0vNL._SL160_.jpg" border=0><br clear=all/><br clear=all />Michael Crichton &#8211; Airframe</a></h3>
<p>Der Flugzeugbauer, Norton Aircraft, steht in wichtigen Vertragsverhandlungen um ein großes Geschäft mit China &#8211; und die Vizepräsidentin, Casey Singleton, wird damit beauftragt, so schnell wie möglich die Ursache des Unfalls herauszufinden und soweit nur eben möglich den Konzern reinzuwaschen. Dabei wandert sie auf einem schmalen Grat zwischen verschiedenen Interessengruppen, die ihr das Leben zusätzlich schwer machen &#8211; den Medien, die mit viel Geheul einen Schuldigen finden und köpfen möchten, der Gewerkschaft der Flugzeugbauer, die um ihre Arbeitsplätze ringt, und den Vorstandsmitgliedern von Norton Aircraft, für die allein das anstehende Geschäft mit Asien wichtig ist. Und natürlich ist etwas faul bei dem Unfall&#8230;</p>
<p><span id="more-92"></span></p>
<p>Ich interessiere mich sehr für alles das mit Luftfahrt zu tun hat, aber auch ohne diese Voraussetzung ist Airframe ein rasanter Thriller, bei dem Crichton seine Leser gekonnt wie nebenbei und ganz unauffällig mit unglaublich vielen technischen Informationen über Flugzeuge und Hintergründen über das Airline-Business füttert. Die Beschreibungen der Tests, denen die Unglücksmaschine unterzogen wird, werden nie fade, die Spannung steigert sich eher von Untersuchung zu Untersuchung, bis hin zu einem ebenso dramatischen wie witzigen Abschlußtest mit einer nervensägenden Sensations-Journalistin an Bord, die sich den Zutritt halb erpresst &#8211; und das bald bereut&#8230;</p>
<p>Obwohl viele der Charaktere nicht sehr viel tiefgründiger sind, als man das von einem Actionfilm (oder eben -Roman) erwartet, sind sie doch alle in ihren Motivationen glaubwürdig skizziert. Die Hauptfigur, Casey Singleton, ist eine brilliante junge Frau, die nicht aufgibt, obwohl ihr alle nur erdenklichen Steine in den Weg gelegt werden &#8211; zum Teil, weil sie fremde Pläne unwissentlich durchkreuzt, zum Teil aber auch nur, weil sie eben eine Frau ist. Mit ihr fiebert man förmlich der Auflösung dieses Flugzeug-Krimis entgegen.</p>
<p>Hochintelligente, fundiert recherchierte Unterhaltung, Technikkursus und eine Abrechnung mit amerikanischen Sensations-TV inklusive.</p>
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