<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Rezensionen &#187; Coupland, Douglas</title>
	<atom:link href="http://rezensionen.webhafen.de/category/autoren/c/coupland-douglas/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://rezensionen.webhafen.de</link>
	<description>von Petra Hildebrandt</description>
	<lastBuildDate>Fri, 03 Feb 2012 11:04:27 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Douglas Coupland &#8211; JPod</title>
		<link>http://rezensionen.webhafen.de/2009/01/douglas-coupland-jpod/</link>
		<comments>http://rezensionen.webhafen.de/2009/01/douglas-coupland-jpod/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 Jan 2009 10:27:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Coupland, Douglas]]></category>
		<category><![CDATA[Geeks]]></category>
		<category><![CDATA[Generation X]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://texte.webhafen.de/?p=387</guid>
		<description><![CDATA[&#8220;Very evil &#8230; very funny&#8221; behauptet der Verlag auf dem Rückeinband von Douglas Couplands neuem Werk, und verspricht auf der Front gar: &#8220;Microserfs for the age of Google&#8221;. Und in der Tat erinnert Douglas Coupland &#8211; JPod streckenweise an Couplands Roman über das Geek-Dasein der 90er Jahre. Die Helden sind eine Art spätgeborene Generation-X, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Very evil &#8230; very funny&#8221; behauptet der Verlag auf dem Rückeinband von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Douglas_Coupland">Douglas Coupland</a>s neuem Werk, und verspricht auf der Front gar: &#8220;Microserfs for the age of Google&#8221;. Und in der Tat erinnert</p>
<h3 align=center><a href="http://www.amazon.de/gp/product/1596912332?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=1596912332"><img src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/515HSZRHTFL._SL160_.jpg" border=0></p>
<p>Douglas Coupland &#8211; JPod</a></h3>
<p>streckenweise an Couplands Roman über das Geek-Dasein der 90er Jahre.</p>
<p>Die Helden sind eine Art spätgeborene <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Generation_X">Generation-X</a>, die Arbeitssklaven der Spieleindustrie, protoypische Geeks die sich von Junkfood ernähren und Nächte durcharbeiten, aber Tage damit verbringen Tetris zu spielen, oder obskure und nicht selten kryptographische Rätsel zu lösen. Hauptfigur ist Ethan, der die Geschichte als Ich-Erzähler vorträgt. Seine Mutter baut im heimischen Keller Marihuana an und lebt davon sehr gut, sein Vater geht zu Gesellschaftstanzwettbewerben und arbeitet als Komparse in der Filmindustrie von Vancouver, seine Kollegen haben alle eine mehr oder weniger schräge Macke &#8211; bis hin zu dem Typen der sich legal in John Doe hat umbenennen lassen um nur ja das Mittelmaß von allem zu sein, nachdem er in einer radikalvegetarischen lesbischen Kommune aufwuchs.</p>
<p>Auch Frauen gibt es in JPod, das für einen Büro/<em>cubicle</em>-Trakt steht, in welchem durch einen obskuren Verwaltungscomputerglitch ausschliesslich Leute sitzen, deren Nachname mit einem J beginnt. Doch was JPod wirklich fatal macht ist: es gibt kein Entrinnen aus dem System&#8230;<br />
<span id="more-387"></span><br />
Der Roman beginnt damit, dass einer der Charaktere anmerkt, er komme sich vor wie ein Flüchtling aus einem Douglas Coupland-Buch. Was zu Beginn noch gerade als witzige Idee durch geht, wird durch den Roman zur Manie &#8211; ich habe aufgehört zu zählen wie oft Coupland selbstreferentiell über sich, seine Bücher, die Frage ob<em> Melrose Place</em> ein Plagiat von <em>Generation X</em> darstellt und die Grossartigkeit des Autors Coupland schwadroniert &#8211; spätestens an dem Punkt des Romans in dem der Autor selbst als Figur der Handlung auftritt und sich in dieser immer mehr Raum verschafft.</p>
<p>Zwar zeichnet Coupland sich selbst keinesfalls als netten Kerl, aber doch am Ende als supergeekig coolen tollen Hecht, und seine Manie im Buch aufzutauchen ist mindestens so nervig wie insgesamt rund 130 Seiten voll mit Codeschnipseln, chinesischen Symbolen, Iterationen von Pi, Spam-Auszügen und ähnlichem, die nur rudimentär illustrierend mit dem Text zu tun haben &#8211; 130 von 448 Seiten, wohlgemerkt. So kann man seine Seiten natürlich auch füllen, wenn der Abgabetermin dräut&#8230;</p>
<p>Diese Gestaltung hat durchaus Anklänge an <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0060987049?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0060987049">Microserfs</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0060987049" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" />, und vielleicht ist genau das auch die Crux dieses Buches. Es ist, als habe der Autor versucht, <em>Microserfs</em> ein zweites Mal zu schreiben, oder eher: einen zweiten Aufguss zu machen.</p>
<p>Coupland hat, wie schon in früheren Werken, einen Episodenroman abgeliefert, in dem sich schräge, obskure Stories die Hand reichen mit Kryptospielereien und &#8220;Geek-Art&#8221;, aber den Geschichten fehlt dennoch der innere Zusammenhang, die Botschaft, und bei aller Abgedrehtheit sind sie vorhersehbar, klischeebehangen und &#8211; langweilig.</p>
<p>Da hilft auch nicht, dass er einen chinesischen Gangster auftauchen lässt, der den Ex-Lover von Ethans Mutter heroinsüchtig macht, was darin gipfelt dass Ethan nach China reisen muss um eben diesen Ex-Lover aus einer Art Gefangenenlager zu befreien &#8211; eine Reise in deren Folge er seinen Laptop an Douglas C. verliert, der ihn dafür aus dem chinesischen Hinterland mit in die Zivilisation nimmt&#8230;</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/1596912332?ie=UTF8&#038;tag=webhafen-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=1596912332">JPod</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=webhafen-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038; =1596912332" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> ist, bei aller Freude an Geek-Kultur, schrägen Charakteren und netten satirischen Einsprengseln, lausige Arbeit <a href="http://rezensionen.webhafen.de/2006/07/douglas-coupland-hey-nostradamus/">von einem der das sehr viel besser kann</a>. Reine Zeitvergeudung.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://rezensionen.webhafen.de/2009/01/douglas-coupland-jpod/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Douglas Coupland &#8211; Hey Nostradamus!</title>
		<link>http://rezensionen.webhafen.de/2006/07/douglas-coupland-hey-nostradamus/</link>
		<comments>http://rezensionen.webhafen.de/2006/07/douglas-coupland-hey-nostradamus/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 18 Jul 2006 03:20:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Coupland, Douglas]]></category>
		<category><![CDATA[Phantastik]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Spiritualität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://webhafen.de/textblog.neu/?p=63</guid>
		<description><![CDATA[GOD IS NOWHERE / GOD IS NOW HERE Es sind diese Worte, die Cheryl Anway auf ihren Notizblock kritzelt, bevor sie der Vancouver-Variante des Columbine High School Massakers zum Opfer fällt. Es sind diese Worte, die sie zu einer der verehrten Heldinnen des Dramas machen, und die sich als Thema durch Couplands vielleicht seltsamsten Roman [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>GOD IS NOWHERE / GOD IS NOW HERE</strong></p>
<p>Es sind diese Worte, die Cheryl Anway auf ihren Notizblock kritzelt, bevor sie der Vancouver-Variante des <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Columbine_High_School_massacre">Columbine High School Massakers</a> zum Opfer fällt. Es sind diese Worte, die sie zu einer der verehrten Heldinnen des Dramas machen, und die sich als Thema durch Couplands vielleicht seltsamsten Roman ziehen.</p>
<p>Cheryl Anway ist nicht mal 18, und bereits tot, während sie den ersten von vier Teilen des Romans erzählt. Sie ist ein All-American Girl (oder Canadian, aber das spielt hier kaum eine Rolle). Aus der Monotonie des Daseins entrückt sie sich selbst, indem sie bei YOUTH ALIVE!, einer religiösen Jungscharbewegung, Mitglied wird. Kontemplativ aus einem Reich des Dazwischen beäugt sie ihr Dasein, ihre Religiosität und ihre heimliche Ehe mit Jason, der wie sie ein ALIVE!-Kid ist. Schon für diesen ersten Teil des Buches, der uns den Glanz und die Glorie der Welt mit den Augen eines Kindes oder Künstlers nahebringt, lohnt es sich,</p>
<h3 align="center"><a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/redirect?link_code=as2&amp;path=ASIN/0007162510&amp;tag=webhafen-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742">Hey Nostradamus!<br clear="all" /><br clear="all" /><img src="http://images-eu.amazon.com/images/P/0007162510.03.MZZZZZZZ.jpg" border="0" /></a></h3>
<p>aufzuschlagen.</p>
<p>Der nächste Teil der Geschichte führt uns über ein Jahrzehnt später in die Welt von Jason, dessen Leben seit dem Massaker, seit Cheryl in seinen Armen starb, in Trümmern liegt. Sein Kampf mit der Welt, der Obrigkeit, Gott und nicht zuletzt seinem religiösen, verstörten Vater, begleitet uns durch eine kaputte Lebensgeschichte, die in den Bann schlägt. Seine Zusammentreffen mit seinem perfekten Bruder und dessen Frau und der Halbwelt Nordamerikas sind nur Stationen auf dem Weg zum furiosen Finale&#8230;</p>
<p><span id="more-62"></span></p>
<p>Das ist vielleicht das auffälligste Merkmal an Couplands Buch: die Charaktere haben eine Tiefe und Echtheit, wie sie der Autor in <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/redirect?link_code=as2&amp;path=ASIN/3442414199&amp;tag=webhafen-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742">Generation X</a> nie erreichen konnte. Ebenso katastrophale wie zutiefst menschliche Wendungen des Storyverlaufs machen es fast unmöglich, dieses Buch aus der Hand zu legen.</p>
<p>Auch für <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/redirect?link_code=as2&amp;path=ASIN/0007162510&amp;tag=webhafen-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742">Hey Nostradamus!</a> gilt, das es ein Generation-X-Roman ist &#8211; ich bezweifle, dass jemand ausserhalb der heutigen Lebensumstände und (Pop-)Kultur etwas mit Doug Couplands Plots und Problemen anfangen könnte &#8211; zeitlos sind seine Charaktere mitnichten, sie sind absolut zeitgemäss, legen den Finger in die Wunde des heutigen, moralinsauren, computerüberwachten Amerika. Und so führt uns der dritte Teil, erzählt von Heather, die ganz neue, kreative Seiten an Jason entdeckt und die ihre Erfahrungen mit einer paranormal begabten Frau macht, auch in die Welt von Software, mit der man Gesichter erkennen und vergleichen und Analoge von Menschen, das sind Menschen, die einem bis auf wenige Punkte absolut ähnlich sehen, finden kann. Diese Hightech-Elemente flicht Coupland mit gewohnter Souveränität als einen kleinen und doch bedeutsamen Subplot ein.</p>
<p>Allen Charakteren, und da schließt sich dann im letzten Abschnitt mit Reg, dem manisch religiösen Vater von Jason (der mich an den finnischen Independent-Film &#8220;<a href="http://www.cinema-muenster.de/dielinse/projekte+reihen/nordlichter05/badboys.html">Bad Boys &#8211; A True Story</a>&#8221; erinnert) ein Kreis &#8211; ist gemeinsam, dass sie gegen ihre innere Leere kämpfen, versuchen zwanghaft das Richtige zu tun und einen Weg zu sich oder dem was sie als das Göttliche erfahren, zu finden. In diesem Kampf um Liebe, Respekt und einen Daseinszweck über den banalen Alltag hinaus ergeben ihre verdrehten Lebensgeschichten einen Sinn, der uns zum Ausgangspunkt zurückbringt &#8211; es ist eine Frage des individuellen Standpunktes.<br />
<em><br />
God is nowhere. God is now here.</em></p>
<p>Ein spannender, aufregender, nachdenklicher und düsterer Roman.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://rezensionen.webhafen.de/2006/07/douglas-coupland-hey-nostradamus/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

