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	<title>Rezensionen &#187; Cornwell, Patricia</title>
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	<description>von Petra Hildebrandt</description>
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		<title>Patricia Cornwell &#8211; Trace</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Aug 2007 13:18:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cornwell, Patricia]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi / Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Forensik]]></category>
		<category><![CDATA[Kay Scarpetta]]></category>

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		<description><![CDATA[Der 13. Roman der Kay-Scarpetta-Reihe Nach Blow Fly war ich mir nicht sicher, ob ich Patricia Cornwell: Trace wirklich lesen wollte. Das Urteil gibt es ausnahmsweise vorab statt am Ende: Der Roman war nicht so grottenschlecht wie Blow Fly, es findet eine Rückbesinnung auf die alten Werte (forensische Ermittlungen und Kay Scarpetta im Mittelpunkt) statt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der 13. Roman der Kay-Scarpetta-Reihe</em></p>
<p>Nach <a href="http://rezensionen.webhafen.de/2007/08/patricia-cornwell-blow-fly/">Blow Fly</a> war ich mir nicht sicher, ob ich</p>
<h3 align="center"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0751530778?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=0751530778"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51GMY0YV4BL._SL160_.jpg" border=0 /><br clear="all" /><br clear="all" />Patricia Cornwell: Trace</a></h3>
<p>wirklich lesen wollte.</p>
<p>Das Urteil gibt es ausnahmsweise vorab statt am Ende: Der Roman war nicht so grottenschlecht wie <em>Blow Fly</em>, es findet eine Rückbesinnung auf die alten Werte (forensische Ermittlungen und Kay Scarpetta im Mittelpunkt) statt, und größtenteils ist die Story spannend. Dennoch erreicht <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0751530778?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=0751530778">Trace </a> nicht das Niveau der ersten 10 oder 11 Scarpetta-Romane und ist nur hartgesottenen Cornwell-Fans zu empfehlen.</p>
<p>Das geht schon damit los dass der Roman &#8211; wie auch <em>Blow Fly</em> in der dritten Person geschrieben &#8211; ewig lang braucht bis wirklich etwas Aufregendes passiert. Immerhin, schon in den einleitenden Zeilen sitzt Scarpetta mit Marino im Auto und kehrt an den Ort ihres vorherigen Wirkens, Richmond, Virginia, zurück.<br />
<span id="more-172"></span><br />
Sie ist dort auf Einladung / Bitten des amtierenden Chief Medical Examiners, Dr. Marcus, der sie um Beistand in einem besonders kniffligen Fall gebeten hat. Doch zunächst erleben wir mit Scarpetta, wie das Gebäude, in dem sie früher arbeitete, abgerissen wird &#8211; es wird überdeutlich: eine Ära &#8211; die Ära von Scarpetta als Chief Medical Examiner &#8211; ist zu Ende, es gibt kein Zurück.</p>
<p>Ein kleines Mädchen, Gilly Paulsson, ist gestorben. Zunächst sieht alles nach einer Grippe aus, aber bei der Autopsie kann niemand einen echten Grund finden, warum das Kind gestorben ist. Und dann entdeckt man am Körper des Kindes Spuren &#8211; <em>trace evidence</em> &#8211; die mit denen eines anderen Falles identisch sind, bei dem ein Mann vorgeblich bei einem Unfall von einem Traktor zerdrückt wurde &#8211; oder waren beide Fälle Mord? Aber wo ist der Zusammenhang?</p>
<p>Hätte sich Cornwell damit begnügt, Scarpetta und Marino ihren Job machen zu lassen, es wäre ein passabler Krimi dabei herausgekommen. Leider windet sie eine Nebenhandlung um Supergirl Lucy Farinelli, die vollkommen verzichtbar ist, lässt uns wenig später wissen dass Dr. Marcus (natürlich, wie auch sonst) Scarpetta insgeheim hasst und seine Chance gekommen sieht der übermächtigen Kollegin endlich am Zeug zu flicken, und dazwischen erleben wir eifersüchtelndes Geplänkel mit Benton Wesley, das keinen Sinn ergibt. An einer Stelle behauptet / weiss Benton, dass Kay ihn bedingungslos liebt, und an anderer Stelle ist Scarpetta eifersüchtig, nur weil der Mann den sie liebt mal wieder irgendwo geheim undercover einen Job erfüllt von dem er ihr nichts erzählen darf, und sie eine Frauenstimme hört?</p>
<p>Eingeflochten sind ein paar Szenen zwischen Pete Marino, der immer noch heimlich auf Scarpetta steht und sich im Suff in eine peinliche und gewalttätige sexuelle Affäre hineinziehen lässt, und Scarpetta, die sich um ihn als guten Freund kümmert und für ihn auch in den dunklen Stunden da ist. Die hier gezeigte Beziehung ist sehr seltsam aber mit der stärkste Part dieses Romans, da er die alten Zu- und Abneigungen beider Charaktere gekonnt wieder aufgreift.</p>
<p>Rund die Hälfte des Romans ist spannend zu lesen, am Ende flaut der Spannungsbogen aber gewaltig ab, und ähnlich dem Schluß von <em>Blow Fly</em> findet die tatsächliche Auflösung ohne Kay statt, während diese in einer eigenartig leidenschaftslosen und unbefriedigenden Szene am Ende ihre Beziehung zu Benton Wesley wieder aufnimmt.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0751530778?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=0751530778">Trace. The New Scarpetta Novel</a> ist ein Schritt in die richtige Richtung, gleichzeitig frage ich mich aber auch, ob es nicht wirklich besser gewesen wäre, die Scarpetta-Reihe bei <em>The Last Precinct</em> enden zu lassen, denn das was Scarpetta ausmachte &#8211; ihr Job als Medical Examiner &#8211; ist nicht mehr. Ein Action-Spinoff mit Lucy Farinelli als Hauptfigur hätte wohl mehr Sinn gemacht, sieht man sich die Handlungsverläufe an.</p>
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		<title>Patricia Cornwell &#8211; Blow Fly</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Aug 2007 05:42:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cornwell, Patricia]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi / Thriller]]></category>
		<category><![CDATA[Kay Scarpetta]]></category>

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		<description><![CDATA[Der 12. Roman der Kay-Scarpetta-Reihe Bis heute (2007) hat Patricia Cornwell ingesamt 15 Romane um Serienheldin Kay Scarpetta geschrieben &#8211; eine Serie, die mit The Last Precinct im Jahr 2000 eigentlich abgeschlossen schien. Umso mehr erstaunte es mich, als 2003 ein weiterer, der 12. Roman der Reihe, nämlich Blow Fly erschien, doch bereits nach den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der 12. Roman der Kay-Scarpetta-Reihe </em></p>
<p>Bis heute (2007) hat Patricia Cornwell ingesamt 15 Romane um Serienheldin <em>Kay Scarpetta</em> geschrieben &#8211; eine Serie, die mit <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0425180638?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=0425180638">The Last Precinct</a> im Jahr 2000 eigentlich abgeschlossen schien.</p>
<p>Umso mehr erstaunte es mich, als 2003 ein weiterer, der 12. Roman der Reihe, nämlich <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0425198731?ie=UTF8&amp;tag=webhafen-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=0425198731">Blow Fly</a> erschien, doch bereits nach den ersten paar Seiten stellte ich das Buch wieder weg. Elf Romane hindurch trug Scarpetta die Story als Ich-Erzählerin vor, garniert mit ihren Anmerkungen etwa zum Benehmen von Pete Marino, oder dem Leben ihrer Schwester und ihrer Nichte &#8211; in <em>Blow Fly </em>jedoch wird die Handlung in der 3. Person geschildert, und die ersten Seiten rissen spannungsmässig nicht im mindesten vom Hocker. Tatsächlich hatte ich den Eindruck dass</p>
<h3 align="center"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0425198731?ie=UTF8&#038;tag=simo-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0425198731"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/219SXX1TVRL._SL160_.jpg" border=0><br clear="all" /><br clear="all" />Patricia Cornwell: Blow Fly</a></h3>
<p>gar nicht aus der Feder von Cornwell stammte, sondern von irgendjemand anderem, der sich der Figuren bediente und versuchte etwas eigenes, vollkommen anderes daraus zu stricken.<br />
<span id="more-169"></span><br />
Der Eindruck hat sich als ich mir das Buch dieses Jahr endlich vornahm, um die weiteren Scarpetta-Romane zu lesen, noch vertieft. Ich weiss nicht, was die Autorin geritten hat, als sie dieses Buch schrieb &#8211; vielleicht hat der Verlag auch wirklich einen Ghostwriter angestellt &#8211; aber <em>Blow Fly</em> ist mit Abstand <strong>eines der schlechtesten Bücher die ich sei langem gelesen habe</strong>.</p>
<p>Nicht nur, dass Cornwell vom gewohnten Erzählstil abweicht &#8211; das könnte man ihr ja noch verzeihen &#8211; aber auch sonst bietet der Roman nichts von dem, was Kay Scarpetta zu einer der beliebtesten Detektivinnen der Krimigeschichte gemacht hat.</p>
<p>Scarpetta ist nicht länger Chief Medical Examiner in Virginia, sondern nach einer zweifelhaften Untersuchung gegen sie freischaffender Consultant und Dozentin in Sachen Forensik, und forensische Untersuchungen und Beweise spielen in diesem Roman nur eine sehr nebensächliche Rolle. Statt dessen wird die Medizinerin in eine großangelegte Verschwörung und Geheimaktion verwickelt, in deren Verlauf sich einige Plotwendungen ergeben, bei denen sich mir die Haare sträuben. Alte Fäden werden wieder aufgenommen, Jay Talley und sein Bruder Jean-Baptiste Chandonne alias der menschliche Werwolf tauchen auf, und wie Phoenix aus der Asche steht nach dem ersten Drittel des Buches ein auferstandener Benton Wesley vor dem Leser. So ziemlich jeder ausser Kay Scarpetta scheint gewusst zu haben dass er noch lebte, allen voran Pete Marino und Nichte Lucy, und man wartet auf den Big Bang. Doch der bleibt aus&#8230; die Story plätschert an Scarpetta und auch dem Leser trotz mancher verzwickter Wendungen einfach vorbei. Auch ein Showdown findet nicht statt, stattdessen erzählt Benton am Ende Kay die Kurzfassung dessen was passiert ist.</p>
<p>Und ich frage mich, warum ich dieses Buch eigentlich gelesen habe. Nichts, aber auch gar nichts daran ist überzeugend oder schlüssig, die Chandonne-Handlung wird mit einem sehr schwachen Cliffhanger in den nächsten Roman mitgezogen, selbst beim Zusammentreffen von Kay und Benton bleibt die Katharsis aus, die Dramatik fehlt &#8211; zu viele unausgegorene Handlungsfäden und viel zu viel krude zusammen gestrickte Verschwörung in deren Mitte Kay Scarpetta als Daueropfer zu stehen scheint, nehmen der Hauptfigur jegliche Aktivität und damit auch Attraktivität. Dass Nichte Lucy sich zu einer Art Wonderwoman-Jason-Bourne-Kreuzung entwickelt die anscheinend alles kann und darf, macht den Roman nicht eben glaubwürdiger.</p>
<p>Fazit: <strong>Zeitverschwendung und eine Riesenenttäuschung.</strong></p>
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