U.S.S. Longbeard – Teil 1
9. Mai 2007 – 22:40Die folgende Geschichte wurde nicht von mir alleine geschrieben, sondern entstand im Rahmen eines kooperativen E-Mail-Rollenspiels zum Thema StarTrek – www.sf-germany.org – mit verschiedenen Co-Autoren. Da die Handlung um die USS Longbeard jedoch in einem großen Mailinglistenarchiv mit vielen anderen Plots nur einen winzigen Bestandteil ausmacht, noch dazu auf Einzelmails verteilt die oft mit großem zeitlichem Abstand entstanden sind – die Originalposts findet man im Yahoo-Archiv der Raumstation USB Ganymed, wenn man Longbeard als Suchbegriff eingibt – habe ich mich daran gemacht, diesen Plot gesondert an prominenter Stelle zusammen zu führen, da er meines Erachtens zum Besten und Witzigsten gehört, das auf dieser Liste geschrieben wurde. Ich werde im Folgenden jeweils kennzeichnen, wer welchen Teil geschrieben hat, dabei aber gleich Fehler soweit möglich korrigieren und Bezüge und Zusammenhänge versuchen herzustellen.
Was ist die USS Longbeard? In der Kurzfassung ist die Longbeard ein ganz normales Sternenflottenschiff, wie es auch die USS Enterprise oder die USS Voyager sind. Nunja, fast ganz normal. Wie der Name schona ndeutet, sind hier hauptsächlich ausgediente altgediente Recken der Sternenflotte auf ihrem letzten Flug, Admiräle a.D., denen nach ein wenig Sternstaub um die Nase wehen und einer richtigen Aufgabe der Sinn steht, sowie einige Helferlein – kurzum, ein fliegender Rentnerclub, der von vornherein eher als Comedy-Einheit angelegt war. So nimmt sich das alles auch nicht furchtbar ernst…
Willkommen an Bord der U.S.S. Longbeard!
Vorbemerkung: In der Folge tauchen einige Abkürzungen auf, die für Neulinge verwirrend sein könnten, deswegen hier ein kurzes Glossar. Texte in eckigen Klammern weisen im allgemeinen auf einen Funk/Bordkommunikationskontakt hin, der Sprecher am anderen Ende der Leitung ist in Klammern gesetzt.
2O – Zweiter Offizier
CING – Chefingenieur
CO – Captain
COMM – Kommunikationsoffizier, aber auch: Bordkommunikationssystem
Ensign – Fähnrich
EO – Erster Offizier
FKOM – Flottenkommando
FO – Führungsoffiziere
KOMAD – Kommandierender Admiral / Oberbefelshaber der Flotte
KTECH – Technische Abteilung der Sternenflotte
PADD – Datenträger ähnlich einem PDA
TO – Technischer Spezialoffizier
USS Longbeard – Die Vorstellung [Carsten Jaecker]
Sternzeit: 61205.1053
Szene: USS Longbeard, Bruecke
Sie waren schon lange unterwegs und nicht zu unrecht galten sie als sonderbarste Truppe im Alpha-Quadranten. Das Schiff – eine Independence-Klasse – war alt, sehr alt. Die Besatzung war alt, sehr alt. Das FKOM hatte sie vergessen, so schien es. Nur ab und an kam frischer Nachwuchs auf das Schiff, trotzdem schien die Fuehrungscrew zu den Ewiggestrigen zu gelten…
Verkalkung und Vergessenheit… das Motto der USS Longbeard.
Der Captain, Cpt. Jo “Doc” Snyder, hatte seine 79 Lenze bereits uebertreten, ebenso wie sein Erster Offizier, Commander Dean McRight.
Sie waren die beiden Fuehrungsoffiziere, die auf der Bruecke fuer Recht und Ordnung sorgten. Der dritte in der Runde – der 2O – war zugleich im Maschinenraum taetig. Es gab keinen CING mehr, der sich in dem mehrfach umgebauten Maschinenraum mehr auskannte, daher musste der 81jaehrige Commander Gerry Longbottom-Hijacker als CING sich verdingen – und das wohl bis zu seinem Lebensende. Nein, nein, die Maschinen funktionierten, keine Frage. Hier stellte sich nie das “Wie” ein, sondern eher das “Warum”.
“Captain, wir muessten so langsam dannmal auf Warp gehen.” sagte McRight.
“Was?”
“Auf Waahharp!” sagte der EO lauter.
“Ach so.. ja… aeh… Bruecke an Maschinenraum.”
Stille.
“Hee, Gerry!!!” schrie Snyder.
[Was?? Was ist?]
“Wie siehts mit Warp aus, hm?”
[Was ist?]
“Ich fragte, wie es mit Warp aussieht!”
[Achso.. ja.. gut, denke ich.]
“Oh Gott, Gerry, lass das denke, dass hat in den 81 Jahren auch nicht funktioniert. Na schoen, dann lass uns mal auf Warp 2 gehen, was meinst Du?”
[Was?]
“WARP 2!!!”
[Warp 3?]
“_2_!!!!!!”
[Achso, sach das doch gleich. Gut, mal sehen, ich glaube, das war der Knopf hier....]
Suuuuuuuuuuum…Plop.
[Shit, das war der Falsche. Hee, ihr da oben, ich brauch noch n Moment.]
“Mach hin, Gerry.”
[Was?]
“Ach, vergiss es. Bruecke Ende.”
“Sir, wenn ich vorschlagen duerfte, wuerde ich gerne Commander Hijacker helfen.” sagte ein junger, motivierter, unerfahrener, selbstherrlicher, nicht-so-gut-wie-er-denkt-aber-die-Frauen-stehen-auf-ihn-Ensign.
“Wer sind Sie denn?” fragte McRight gruebelnd.
“Ensign Crusher, Sir.”
“Wer?”
“Ensign Bosley Crusher, Sir.”
“Ich kannte mal eine Beverly Crusher.”
“Mein Grossmutter, Sir.”
“Oh.”
“Wie Sie meinen, Sir.”
“Ja… hmm… Sind Sie dann auch mit diesem Wesley Crusher verwandt, ja?”
“Ganz recht, Sir. Mein Vater.”
“Oh.”
“Wie Sie meinen, Sir.”
“Dann haette ich da tatsaechlich eine Aufgabe fuer Sie.”
“Zu Diensten, Sir.”
“Holen Sie doch bitte aus dem Quartier von Commander Longbottom-Hijacker dessen Hoergeraet und bringen Sie es dem Commander, ja?”
*Grummel* “Gewiss Sir.” Der Ensign dreht sich rum, um zu gehen, als Doc Snyder ihn noch einmal aufhielt.
“Ach, und Ensign?!”
“Ja, Captain Snyder?”
“Nichts anfassen, ja?”
“Wie bitte?”
“Ich sagte, Sie sollen moeglichst keine technischen Dinge anfassen, ja?”
“Wie Sie meinen, Sir.”
Badesalz [Dirk Reith]
Crusher musste sich wirklich anstrengen, der Versuchung zu widerstehen und auf dem Schiff mal ordentlich aufzuraeumen.
Die Independence-Class war von der Auslegung her nun einmal eng; die Gaenge jedoch voll von Souvenirs und anderen Geschenken, die entweder die FOs oder die Herrn Admiraele auf ihren Reisen eingeheimst hatten. So musste er sich z.B. an den fleischfressenden Lavender-Pflanzen von Gogor IV genauso wie an den 3D-Bildern von Dune II, welche Passanten mit Sandstuermen ueberraschte, vorbeimogeln. Crusher hatte jedoch noch mehr Pech. Auf dem Weg zum Quartier des 2O lief ihm VzAdm. Getaille ueber den Weg.
“O, tres bon, die Ensign Cruescher. Isch ‘abe eine wischtige Auftrag fuer Sie.”
Crusher quealte ein Laecheln in sein Gesicht. “Gern, Admiral.”
“Isch ‘abe meine Badesalz vergessen in meine Quartier. Aber isch will Josh nischt gerne bei das Ssccwimmigpool warten lassen. Warsch’einlisch ‘at er schon eine Bahn Voreschprung! Die Badesalz steht auf meine Table, a droit.”
“Verstehe. Ich bin schon auf dem Weg.”
“Bon. Eilen Sie, Ensign, eilen Sie.”
‘It’s summertime’ [Johannes Schneider]
Ort : Ein Swimmingpool….ein GIGANTISCHER Swimmingpool
Zeit/Szene: die Crew bekommt gar nicht mehr mit, das Zeit vergangen ist
Das Wasser blitzte und funkelte in einem angenehmen strahlendem Blau aus dem gigantischen Schwimmbecken empor, spiegelte sich in den leuchtenden Glasspiegeln, die sich um das Becken an den Wänden befanden. Die künstliche Sonne von der Decke verkündete einen herrlichen Sommertag, der geradezu zum Baden einlud….Sommer war es hier übrigens immer…
Eine einsame Gestalt befand sich auf dem 5 Meter Sprungturm, der neben etlichen anderen Badeattraktionen selbstverständlich zu dem Schwimmbad dazu gehörte. Diese Gestalt hatte einen Bademantel an, der geschlossen wie eine Sternenflottenuniform aussah und die Uniform eines Admirals, besser eines Senior Admiral zeigte. Dazu hatte er eine enge Badekappe mit Motiven der Sphinx über seinen Kopf gestülpt, die seine vollen schwarz-grauen Haare aber nur unzureichend bedeckte. Mit entschlossenem Schritt schlurfte die Gestalt mit ihren Badelatschen, welche ebenfalls optisch mit Motiven von Kakteen verziert waren, ein Geschenk seiner Sekretärin, seine ehemaligen Sekretärin, an den Rand des Sprungturms.
//Uiuiui, das geht ganz schön tief nach unten. Aber schließlich war ich mal der mächtigste Mann der Sternenflotte, da wird mich das bisschen Höhe auch nicht abhalten. So, dann wollen wir mal, muss mich beeilen, sonst schaff ich es nicht mehr vor Marc Olivier…//, dachte sich der Senior Admiral a.D. der Sternenflotte, der ganz hingerissen von dem Angebot gewesen war, seinen Wohnsitz in Ägypten, der ihm eh zu beengend vorkam verlassen zu können um wieder durch die Weiten des Alls zu fliegen….zwar vielleicht nicht mehr gerade an vorderster Front, aber dafür mit Stil….mit SEHR VIEL Stil.
Mit einer schwungvollen Bewegung entledigte sich der alternde Senior Admiral a.D. seines Bademantels und schmiss ihn gekonnt über das Geländer des Turms.
“Au, verdammt, mein Kreuz. Meine Knochen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.”, jammerte Josh vor sich hin, während er sich mit der Hand den leicht verrenkten Rücken rieb. Doch von solchen ,Feindangriffen’ würde er sich nicht kleinkriegen lassen. Tapfer machte er noch einen Schritt nach Vorne. Jetzt stand er direkt an der Kante.
Ui war das tief…
Wieder ganz der Admiral streifte er seine Badelatschen ab, stellte sie an die Kante des Turms, machte ein paar kurze, sehr kurze Gymnastikübungen, zupfte seinen Altherrenbadeanzug, der vielleicht vor 500 Jahren mal ,in’ war zurecht. Dann trat er vor. Seine Zehen waren schon über der Kante. Oh Gott oh gott oh gott…schoss es Josh durch den Kopf. Doch er musste vor Marc Olivier im Wasser sein. Er sprang, er würde es schaffen.
Doch seine Konzentration wurde unterbrochen, als sich die eleganten, holzvertäfelten Türen zu dem Schwimmbad öffneten und ein ziemlich außer Atem seiender Vize Senior Admiral a.D. durch die Türe gerannt, vielmehr geschnaubt, kam, wie wild seinen eigenen Bademantel versuchte sich vom Leib zu reißen um ja vor Josh die Wasseroberfläche zu berühren, sich dabei verhedderte, ins Stolpern geriet, mit einer Badelatsche an einem der kleinen tailianischen Mosaiksteinchen, einer Schenkung der tailianischen Regierung, hängen blieb, dabei nur noch dachte dass diese Unebenheit von diesem schwachsinnigen Ensign Crusher beseitigt werden müsste und zwar mit Pinzette und Nadel, bevor er halb schlitternd, halb hüpfend samt Bademantel und Latschen ins Becken stürzte.
Die Schadenfreude von Josh hielt jedoch nur für den Bruchteil einer Sekunde an, genau so lange bis er die Oberfläche erreichte und dort, in seiner ,Konzentration’ gestört, wie ein Komet mit einem taifunwellenartigem Bauchplatscher einschlug.
Die Badesaison war eröffnet mit zwei auf dem Wasser treibenden ehemaligen Senior Admirälen…
Vergessene Helden [Torsten Olt]
Ort: USS Alaska – Gästequartier des FKOMs
Entspannt lehnte sich der FKOM in seinem Sessel hinter dem Schreibtisch.
Nach einer einstündigen Schrauborgie war der Techniker, den der TO geschickt hatte, wieder verschwunden. Und er konnte die externen Kommunikationssysteme nutzen. So, wie er es wollte. Ohne jemanden auf der Brücke stören zu müssen.
In der einen Hand spielte er mit einem Stift, mit der anderen blätterte er die Berichte auf dem Terminal durch, die frisch vom Hauptquartier eingetroffen waren. Friedlich war es draussen. Zu friedlich, wie es ihm vorkam. Sandra, seine Assistentin, stand neben ihm und blätterte in der Zwischenzeit die Unterlagen durch. Nach dem Sortieren legte sie das unterste PADD nach ganz oben.
Der FKOM hatte es bemerkt und sah zu ihr auf. “Das scheint ja besonders wichtig zu sein.”
“Naja, die USS Longbeart bittet um eine Missionszuweisung. Gleichzeitig haben Sie ihren letzten Missionsbericht angehängt.” Mit einem verschwörerischen Grinsen reichte sie Ferra das PADD. Langsam blätterte er nach unten und lass die ersten Zeilen.
“Aber der ist doch von vor zwei Jahren.” Ferra stand auf und ging an das Fenster, um raus zu den Sternen zu sehen. “Diese Longbeard. Was ist das für ein Schiff? Der Name sagt mir nichts.”
“Ja, es…”
“Immer raus damit. Was für ein geheimes Forschungsprojekt habt Ihr mir wieder verschwiegen?”
“Ich kann Ihnen nur sagen, was ich aus den Aufzeichnungen kenne. Vor ein paar Jahren hat das FKOM die USS Longbeard mit einer etwas älteren Crew losgeschickt. Es ist eine modifizierte Independ….”
“Wusste ich’s doch. Irgend was Geheimes wieder.”
“Nein. Es ist unser Altersheim.”
“WAS?” Ferra stüzte sich an die Wand.
“Man wollte einigen alten Herren, vornehmlich Admirals ausser Dienst, den Wunsch erfüllen, wieder zu den Sternen fliegen zu können. Also hat man eine Independence-Klasse in eine Art Erholungs-Schiff umgebaut.”
Seufzend stand Ferra wieder am Fenster. “Und das schippert jetzt mit den alten Herren durch das All?”
“Ja, genau. Um dass sie sich nicht unnütz fühlen, erhalten sie ab und an ein paar ‘Spezialaufträge’ von uns. Patrouillenflüge und so.”
“Und jetzt ist es mal wieder soweit. Ok, mal sehen. Schicken Sie Oppenheimer mit ein paar harmlosen Zielkoordinaten an Bord. Vielleicht kommt er auf den Geschmack, auch mal in Ruhestand zu gehen.”
Ein paar Tage später – Shuttle ‘Good Ol’ Man’
Oppenheimer’s Pilot hatte das Shuttle sicher im Hangar der Longbeard gelandet. Vorsichtig stieg er aus und wartete auf seine Begrüssung.
“Na Fredie, die lassen sich aber auch wieder Zeit, um uns abzuholen.” flüsterte er zu seinem rechten Handrücken, den er etwas angehoben hatte.
Warp oder nicht Warp, das ist hier die Frage… [Carsten Jaecker]
Sternzeit: 61213.1326
Szene: Maschinenraum der USS Longbeard
Nein, leider nicht. Er hatte sein Hoergeraet immer noch nicht bekommen. Da Admiral Getaille den jungen Bosley Crusher aufgehalten hatte, hatte dieser in der Aufregung, einem Admiral zu Diensten sein zu koennen, den Auftrag Longbottom-Hijacker das Hoergeraet zu bringen, ganz vergessen.
Und so war es – eigentlich – wie immer. Der stellvertretende Chefingenieur der Longbeard, der 42jaehrige Andorianer Dalos Polar, hatte die Haende voll zu tun damit, dem 2O Geraetschaften zu reichen, mit denen Gerry den Warpantrieb zu reparieren versuchte.
“Verdammt… aehm… ich braeuchte dann noch den Modularterminator.” sagte Gerry zu Dalos.
“Den .. was?”
“Was?”
“Ich fragte, ‘Den WAS’?!”
“Ach so. Den Modularterminator.”
“Das hab ich schon verstanden, Sir. Nur – WAS IST DAS??”
“Wie? Sie sind doch hier in der Maschinenraumetage taetig, Sie sollten wissen, was das ist.”
“Tut mir leid, Sir. Ich habe keine Ahnung.”
“Was?”
“Ich sagte, ..”
“Nein, das hab ich verstanden. Ich bin nur ueberrascht, dass Sie das Geraet nicht kennen.”
“Ich befuerchte, dass es das Geraet frueher einmal gab und es jetzt nicht mehr im Gebrauch ist, Commander.”
“Oh. Das koennte natuerlich sein. Computer, welche Geraetschaft wird anstelle des Modularterminators benutzt?”
[PIEP. Der Modularterminator wurde ersetzt durch den Modularsequenzer.]
“Oh. Gut. Dann geben Sie mir den, Polar.”
“Verstanden Sir.”
[Bruecke an Maschinenraum. Wie siehts aus, Gerry? Wann haben wir wieder Warp?] fragte Commander McRight durch die COMM.
“Aehm.. ich denke, in etwa 4 Stunden.”
[Der Captain sagt, Du hast 2!]
“Was?”
[Der Captain sagt, Du hast _2_ Stunden!!]
“Oh. Ok.”
[Ach ja, und ausserdem beamt in wenigen Minuten Commodore Oppenheimer an Bord.]
“Fein. und was heisst das?”
[Das heisst, Du sollst als Fuehrungsoffizier in Transporterraum 1 kommen.]
“Unmoeglich. Dann schaffe ich es nicht in 2 Stunden.”
[Hmm... na gut. dann werden der Doc und ich den Commodore empfangen. Ich dachte, Du haettest Dein Hoergeraet bekommen?]
“Nein. Sollte ich?”
[Eigentlich schon... na, vielleicht wurde Crusher aufgehalten. Ok, dann viel Glueck euch da unten!]
“Was?”
[Viel Glueck!!!]
“Danke. Hijacker Ende. Sagen Sie, Polar, wieso will der Commander viel Stueck haben? Verstehe ich nicht.”
“Sir, er sagte VIEL GLUECK.”
“Oh. Ich sollte demnaechst doch das Hoergeraet mitnehmen. Na schoen. Dann wollen wir mal sehen, ob der Modularsynchronisator seine Arbeit hinbekommt.”
“Sequenzer, Sir, es ist ein Modularsequenzer….”
Szene: Swimmingpool
“Aaaaaaah!” PLATSCH!
Gerade eben war Vizeadmiral Getaille angekommen, hatte Ranun entdeckt, der sich zum Bade hinablassen wollte, und nahm einen gewaltigen Anlauf, um in das Becken zu springen.
“Erster!” prustete Marc los, nachdem er wieder auftauchte.
“Stimmt gar nicht. Ich war schon lange hier, laenger als Du, Du Greis Du.”
“Hihi, schau Disch an, mon ami?! Isch bin nischt waesentlisch ael’her als Du.”
“Sososo, aber Du siehst aelter aus.”
“Was sagst Du? Isch und aelther aussehen als Du? Ha! Das isch nischt lach’e!”
“Aber aber, meine Herren, wer wird sich denn streiten, hm? Schwimmen Sie mal lieber ein paar Bahnen, das tut ihren Koerpern ganz gut. Ich habe so die Befuerchtung, dass Sie beide nach Ihrem Aussscheiden aus Amt und Wuerden etwas an Gewicht zugenommen haben!” sagte eine Stimme hinter den beiden. Es Izumi Nagashitu, die ehemalige KADKOM.
“Ah, Izumi.” sagte Marc. “Aber in Wuerd’e bin isch allemal noch.”
“Was heisst hier zugenommen, hm? Ich wiege immer noch mein Gewicht wie vor drei Jahren.”
“Dann war das auch schon zuviel, Josh!” sagte die Japanerin und liess sich ins Wasser hinein. “Aaah, hervorragend temperiert. So gefaellt mir das. Also, ich fuer meinen Teil werde jetzt ein paar Runden schwimmen. Sie koennen sich gerne anschliessen. Der erste, der 30 Runden geschwommen hat, bekommt von mir nachher einen gruenen Tee gemacht. Handmade!”
“Na, dann auf!!” sagte die beiden KOMADs und begannen, zu schwimmen.
Oppenheimer lässt Wellen schwappen [Dirk Reith]
Ort: USS Longbeard, Schwimmbad
Getaille hatte natuerlich keine Chance gegen Josh. Er hatte in seinem Leben einfach zu oft den leiblichen Genuessen gefroent, was zwar den Vorteil mit sich brachte, dass er kaum noch untergehen konnte, aber auch den Nachteil, dass er nicht vorwaertskam.Nach ca. einem Drittel der Strecke hatte musste er daher einen Krampf vortaeuschen und kletterte aus dem Becken um Josh weiter schwitzen zu sehen.
“Den Tee gibts nur fuer die volle Distanz!” rief Izumi vorsorglich und zog das Tempo noch ein wenig an. Josh fluchte.
Kurz darauf ging die Tuer auf, und Crusher betrat den Raum.
“Sirs, ich habe den Auftrag, Ihnen im Namen von Captain Snyder Besuch anzukuendigen. Commodore Oppenheimer vom FKOM.”
“Ah, tres bon. Eine neue Auftrag fuer uns. Meine Ver’andlungsgeschick auf die Einstein ‘at sich wohl schon rumgesprochen.” strahlte Getaille stolz und begann sogleich, sich abzutrocknen.
“Sagen Sie ihm, wir empfangen ihn in das Kaminzimmer.” schickte er den Ensign auf den naechsten Botengang, waehrend Josh schimpfte.
“Jetzt warte gefaelligst auf uns!”
“Beeilt Euch eben!”
“ICH WILL ABER ERST MEINEN TEE!!!”
“Nur noch 5 Runden…” grinste Izumi, waehrend Josh hin- und hergerissen war…
Gleichzeitig, Shuttlehangar
Oppenheimer’s Pilot hatte das Shuttle sicher im Hangar der Longbeard gelandet. Vorsichtig stieg er aus und wartete auf seine Begrüssung.
“Na Fredie, die lassen sich aber auch wieder Zeit, um uns abzuholen.” flüsterte er zu seinem rechten Handrücken, den er etwas angehoben hatte.
Eine Minute verging. Eine weitere. Und noch eine weitere.
Alles was man zwischendurch hoerte war nur:
“Ens.Crusher! Melden Sie sich im Maschinenraum!”
oder
“Ens.Crusher! Melden Sie sich auf der Bruecke!”
oder…
Franklin wurde schon fast unruhig, als die Tueren sich schliesslich doch noch oeffneten und zwei hochbetagte Offiziere den Raum betraten.
“Uh, willkommen an Bord, Commodore!” sagte Jo Snyder.
McRight war etwas ausser Puste (der lange Weg!) und sagte erstmal gar nichts.
“Das wurde aber auch Zeit, meine Herren. Was hat denn so lange gedauert ?!”
“Wir… mussten ein paar kleinere Umwege nehmen.” versuchte Dean umzuformulieren, dass sie versehentlich in den falschen Turbolift gestiegen waren. Jo war schon Jahre nicht mehr hier unten gewesen, wollte aber partout nicht hoeren…
“Nun gut, dann bringen Sie mich mal zur Admiralitaet. Ich habe einen Auftrag von hoechster Wichtigkeit fuer Sie. Das Ueberleben der Sternenflotte haengt davon ab!”
Die bisher gespannten Mienen der Longbeard-FOs loesten sich schlagartig.
“Na, wenn’s weiter nichts ist; das sind wir ja schon gewohnt. Wenn Sie uns denn zum Kaminzimmer folgen wuerden?” laechelte Jo muede, bevor er hinzufuegte: “Und DU gehst vor, Dean.”
Absolut unwichtiger wichtig klingender Auftrag [Torsten Olt]
Eine Zeit lang folgte der Commodore des FKOMs den beiden Führungsoffizieren der Longbeard. Sie bogen mal hier rechts ab, dann wieder links. Fuhren mit dem Turbolift nach oben, dann wieder nach unten. Endlich auf der Brücke angekommen fiel Cpt. Snyder ein, dass sie sich mit den Admirals im Kaminzimmer treffen wollten.
Auf dem Weg zurück, rechts den Korridor entlang, konnte sich Oppenheimer schon vorstellen, was sein Chef mit ‘besonders wichtigem Auftrag’ meinte.
“Sagen Sie, Captain. Das Schiff sah von aussen gar nicht so gross aus. Im Vergleich zu den Wegen hier kam es uns viel kleiner vor.” sprach er nun doch das aus, was er schon seit Minuten versuchte, zurückzuhalten.
“Ja, Sir. Viele unterschätzen mein Schätzchen.” kommentierte Snyder voller Stolz. “Sie hat schon viele wunderbare Aufgaben gemeistert.” Dabei strich er sanft über die Duranium. “Habe ich Ihnen eigentlich schon von unsererm Einsatz auf Aldonia Prime erzählt?”
Oppenheimer liess Snyder erst garnicht weiterreden. Statt zuzuhören deutete er auf eine gepolsterte Tür. “Ich glaube, hier sind wir richtig.”
McRight sah sich die Tür genauer an, lass das Schild daneben und sah verwundert zu Oppenheimer. “In der Tat. Es ist das Kaminzimmer. Ich dachte es wäre….”
“…genau hier, Dean.” Snyder drückte den Türöffner und die drei traten ein.
Vor ihnen erstreckte sich ein grosser Raum, in hinteren Bereich ein grosser Kamin, in dem ein holographisches Feuer brannte. Davor stand Josh Ranun, der versuchte, es zu schüren. Weiter vorne sassen Nagashitu und Getaille in Ledersesseln, die ihre Köpfe weit überragten. Rundherum an den Wänden hingen diverse Mitbringsel der verschiedensten Kulturen.
Oppenheimer schielte auf seinen rechten Handrücken. “Ja, hier würdest Du Dich wohlfühlen, Fredie.” flüsterte er hinunter.
Sofort drehten sich Snyder und McRight um und fragten im Chor. “Was haben Sie gesagt?”
“Nichts.” der FKOMler hob abwehrend die Hände.
“Willkommen an Bord.” begrüsste ihn Ranun, den nun auch das Interesse gepackt hatte. “Setzen Sie sich doch bitte. Ich habe gehört, die Föderation benötigt mal wieder unsere Hilfe, um sie aus dem Schlamassel zu ziehen.”
“Das ist richtig.” Oppenheimer liess sich in einen der Sessel fallen. Er faltete die Hände zusammen und legte das Kinn darauf. In nachdenklicher Pose sah er seine Gegenüber an.
“Was ist es denn nun?” fragte ich Getaille nach einiger Zeit ungeduldig.
“Also. Es ist etwas schreckliches passiert.”
“Der Präsident wurde entführt?” fragte McRight dazwischen.
“Schlimmer.”
“Die Cardassianer greifen an?” mutmasste Ranun als nächstes.
“Viel Schlimmer. Ein schusseliger Lagerarbeiter hat den einzigen Vorrat Romulanischen Ales auf Ganymed vernichtet.”
Alle in Spannung vorgeschobenen Köpfe senkten sich wieder enttäuscht.
“Ale zerstört” murmelte Getaille und lehnte sich im Sessel zurück.
“Dieses Ale wurde extra für den Neujahrsempfang eingelagert.” fuhr Oppenheimer fort. “Man wollte T’Khar schon etwas bieten, wenn er schon auf die Erde kommt. Und nun.” schwer seufzend lehnte sich nun auch er zurück. “nun kann das fehlende Ale eine politische Krise hervorrufen.”
In Ranun meldete sich wieder der Retter der Föderation. “Was können wir tun?”
“Es ist ganz einfach. Sie fliegen nach Romulus, ergattern dort ein paar Kisten des heissbegehrten originalen Ales und bringen es nach Ganymed.”
Eine wichtige Frage [Petra Hildebrandt]
Kurzvorstellung des Charakters: K’YaRT’ash
Rufname: K-Y (‘käi-wai’)
Spezies: Klingone
Grösse: 201 cm
Gewicht: 140 kg
Position: Bordkoch der USS Longbeard
Dienstgrad: CPO
Nachdem sich in jungen Jahren herausstellte, dass K’YaRT’ash zwar ein hervorragender Messerschwinger war, aber zum Leidwesen seines Vaters nur in der Küche, machte der junge Klingone eine lange Reise durch die verschiedenen Welten des klingonischen Reiches und später auch in die Föderation, wo er unter anderem die japanische Küche der Erde zu schätzen lernte, die mit einer Wertschätzung alter japanischer Kampf- und Ehrbegriffe einherging.
Lange Jahre arbeitete der junge Mann aus dem Hause Qltuq für verschiedene Häuser als Küchenchef, bis er schliesslich am Hof des Reichskanzlers angestellt wurde. Seine Karriere dort war als Leibkoch des Kanzlers lang und erfolgreich, bis zu jenem traurigen Tag, an dem die Lieblingskonkubine des Kanzlers in der Küche vorbeischaute und beschloss einen Fisch mitsamt Schwanz, Flossen und Innereien (lebendig) als Snack zu verspeisen. Zu ihrem wie zum Leidwesen des Leibkoches handelte es sich um einen japanischen Fugu. Infolgedessen sank K’YaRT’ash in der Gunst des Kanzlers sehr rapide und war auch in den meisten anderen Häusern auf Q’onos nicht unbedingt ein gern gesehener Angestellter.
Im Alter von 48 Jahren verliess K’YaRT’ash das Reich, um sich eine andere Anstellung zu suchen. Die wenigsten Jobs gefielen ihm jedoch, so dass er sich schliesslich – nach zwei sterbenslangweiligen Jahren in einem Hotelkomplex auf Risa – auf einem Sternenflottenschiff anheuerte und sich nach und nach zum CPO hocharbeitete.
K’YaRT’ash ist ein typischer Klingone, allerdings aufgrund seines Berufes etwas übergewichtig. Seine Reflexe sind nicht mehr die besten, und er hat sich in der für ihn zu kalten Luft auf den Sternenflottenschiffen einen chronischen Husten zugelegt, weswegen er in der Kueche meist einen Mundschutz als Ergänzung einer traditionellen Kochmütze trägt.
K’YaRT’ash ist für einen Klingonen relativ ausgeglichen, solange man nicht an seinem Essen herummeckert. Seine Lieblingswaffe ist ein ellenlanges Ausbeinmesser, von Bath’leths und Co hält er nicht viel, auch ist er eher unkriegerisch eingestellt, was sowohl etwas mit seinem für einen Klingonen doch fortgeschrittenen Alter zu tun haben könnte, als auch damit, dass seine Leidenschaften primär dem Kochen gehören, sekundär auch dem eigenen Geschlecht – was ein weiterer Grund ist warum K-Y im Reich nicht gern gesehen ist. Er hat nach aussen hin eine grantige Art, ist aber eigentlich von Grund auf ein lieber, treusorgender Freund, was er natürlich niemals zugeben würde. Einem guten Streit bei dem die Fetzen fliegen ist er dank seines Naturells ebensowenig abgeneigt wie einem handfesten Besäufnis.
Ort: USS Longbeard, Kaminzimmer
Zeit: Oppenheimers Auftragserteilung
“Es ist ganz einfach. Sie fliegen nach Romulus, ergattern dort ein paar Kisten des heissbegehrten originalen Ales und bringen es nach Ganymed.”
“Hrm hrm…” machte Getaille. “Das ist in der Tat ein ueberaus heikler Auftrag. Schliesslich ist romulanisches Ale… wie soll ich sagen…
“Nicht alle Sorten sind gleich,” fiel Snyder ein. “Das erfordert eine immense Sachkenntnis und natuerlich muessen wir aufpassen, dass wir auch das richtige mitbringen.”
“Verkosten.” murmelte Oppenheimer undeutlich.
“Verschrotten? Aber so alt ist die Longbeard doch garnicht?” wunderte sich Getaille.
“VER_KOS_TEN!” wiederholte der FKOMler nun deutlicher. “Das Ale.”
Jo wiegte den Kopf hin und her. “Heikel heikel… ich meine haben wir noch irgendwo Vergleichsmassstaebe?” Das konnte eine Nachfrage beim Zustaendigen fuer die Versorgung der Crew vielleicht klaeren.
Ort: Bordkueche
Zeit: wenig spaeter
“Natuerlich haben wir romulanisches Ale an Bord,” grollte K’YaRT’ash nahezu beleidigt. “Immerhin waren SIE es der auf einer Silvester-Pool-Party mit Steaks, Grillwuerstchen und romulanischem Ale bestanden hat.”
['Ach ja... ich erinnere mich'] gab Snyder zu verstehen. Der Koch schnaubte nur kurz. Bratwuerstchen. Er haette ein Weltklasse-Dinner gezaubert, ein Buffet, aber nein, Grillwuerstchen und Bier wollten die Admirals. Wenigstens wuerde er fuer Izumi Nagashitu ein paar exquisite Fischspiesse vorbereiten koennen.
['Jedenfalls ist das romulanische Ale bis auf weiteres nicht fuer die Party freigegeben; wir brauchen es noch fuer eine lebenswichtige Mission. Snyder Ende.']
K-Y zuckte die Achseln. Dann wuerde er eben einen Neujahrsempfang organisieren. Er war sich sicher dass bei der Silvesterparty die Admirals alte Schlachtgeschichten anstimmen wuerden.
Das war eine Tradition, die er durchaus zu wuerdigen wusste, und so stimmte er einen Heldengesang an, der – zumindest behauptete Bosley, dieser kleine aufgeblasene Wichtigtuer, urspruenglich mal ein terranisches Volkslied gewesen war…
‘Morgon, the red-faced Klingon,
Had a very shiny sword,
And if you ever saw it,
You would even say it glowed!
All of the other Klingons,
Used to howl and call him names.
They’d never let poor Morgon
Join in any Klingon games.
Then one foggy winter night,
Kahless came to say:
Morgon, with your sword so bright,
Won’t you guard my back tonight?
Then how the Klingons envied him,
As they shouted out with glee:
Morgon, the Red-Faced Warrior,
You’ll go down in history!’
Damit nahm er den Wetzstahl vom Haken und begann sein Fischmesser zu schleifen…
Ferras Alptraum [Torsten Olt]
Anmerkung: die hier beschriebene Handlung stammt aus einer anderen Plotlinie auf USB Ganymed und hatte zunächst mit der Story der Langbart nichts zu tun, da wir uns aber den Plot quasi ausgeliehen haben, habe ich diesen Part hier integriert.
Ort: USS Longbeard
Gemütlich schlenderte Oppenheimer durch die Gänge der Longbeard, seine rechte Hand leicht angehoben.
“Ist aber nett, dass die Admiräle uns zu ihrer Silvesterparty eingeladen haben. Weisst Du Fredie, ich war so lange auf keiner Silvesterparty mehr. Letztes Jahr hab ich sogar den Jahreswechsel verschlafen. Das wird hier sicher lus….”
Er nickte Bosley schweigend zu, der grüsend an ihm vorbeieilte.
“Na, der Junge hat’s aber ganz schön eilig.”
Das Schott zum Pool bzw. zu dem ehemaligen Frachraum, der hier den Pool beherbergte, glitte zur Seite. Die Techniker hatten Holo-Emitter eingesetzt, um rundherum einen Strand anzulegen. In einer Ecke stand eine Bar mit einige Flaschen, deren Inhalt in allen Farben schimmerte. In einer anderen Ecke hatte sich der klingonische Schiffskoch mit einem altmodischen Holzkohlegrill aufgestellt.
“Schön, dass sie kommen konnten, Cdor.” begrüsste ihn Cpt. Snyder.
“Danke für die Einladung. Sagen Sie, wie weit sind unserer Bemühungen, was das Ale betrifft?”
Im Hintergrund ploppte es und er hörte Ranun sagen. “Ja, ich glaube, das hier ist das Original.”
Snyder wollte zu einer Erklärung ansetzen, doch er liess es, als Oppenheimer die Augen schloss und einige Sekunden ruhig durchatmete. Als er sie wieder öffnete, stand plötzlich der Klingone neben ihm und drückte ihm ein Grillwürstchen in einem Brötchen in die Hand.
“Auch eins?”
Ort: USB Ganymed
Zeit: einige Tage später
“Und was macht die Longbeard, Sandra?” fragte Ferra seine Assistentin, während er sich gemütlich in seinem Sessel zurücklehnte.
“Laut Oppenheimers Bericht dürften Sie zu Silvester 2402 mit einer Ladung Ale ankommen.”
“Dann haben wir ja erst mal wieder unserer Ruhe.”
In dem Moment stürmte eine weiterer Assistent durch die Tür und hielt dem Admiral ein PADD entgegen. “Sir, eine Nachricht des Präsidenten?”
Erheitert sah er auf und nahme das PADD entgegen. “Eine Nachricht vom Präsidenten für den FKOM. Sicher will er sich beschweren, dass ich ihm noch nicht gratuliert habe, wie es sich für einen anständigen Bajoraner gehört.”
Kichernd beförderte Sandra den Assistenten, der die Nachricht gebracht hatte, zur Tür hinaus. Während dessen öffnete Ferra die codierten Dateien und begann zu lesen. Langsam verwandelte sich das sein Gesicht beim Lesen von einer gesunden Hautfarbe in tiefrot. Seine Lippen zuckten unkontrolliert als er das PADD wütend auf den Tisch knallen liess.
Er sprang von seinem Sessel auf und nahm das PADD wieder in die Hand. “Ich bin auf dem Weg zu Teryn. Wenn ich zurück bin, möchte ich, dass der Leiter der Abteilung Flottenverwaltung auf mich wartet.”
“Ja, Sir.” wollte Sandra noch antworten, doch ihr Chef war schon zur Tür draussen.
Eine solche strategische Entscheidung hatte zuerst über Teryns Schreibtisch zu wandern und der Einzige, der innerhalb der Sternenflotte Admiräle herumkommandierte, war er, der Kommandierende Admiral – und niemand sonst…
“Sir.”
Ferra stand noch immer am Fenster, sein Blick jetzt auf Teryn gerichtet.
“Teryn.”
Der KOMAD schreckte aus seinen Gedanken hoch. “Ja. Das ….”
“…ist eine Frechheit. Der Präsident nimmt sich heraus, Flottenangehörigen direkte Befehle zu geben. Das kann er nicht. Nein, erdarf es nicht.”
“Wie gedenken Sie vorzugehen?”
“Eine solches massives Vorgehen, egal, ob eine Verstärkung der Truppen oder ein Abzug von Einheiten muss zuvor in Föderationsrat erörtert und genehmigt werden. Es geht hier schliesslich auch um Aussenpolitik.”
“Da haben Sie recht.”
“Ausserdem hat er Sie, den Kommandierenden Admiral einfach übersprungen. Ich gedenke, den ‘Befehl’ zu ignorieren und weiter wie in unserer letzten Besprechung geplant zu verfahren. Ich strebe weiterhin eine Flottenstärke von 100% Soll an. Vorab wollte ich mir nur ihre Unterstützung einholen.”
Zurück im Büro des FKOMs….
Cdor. Swift, seines Zeichens Leider der Abteilung Flottenverwaltung hatte schon vor der Tür gewartet, als der Admiral zurückkam. Dieser hatte ich auch gleich in sein Büro gebeten und ihm eine PADD in die Hand gedrückt.
“Das ist unmöglich, Sir.” kommentierte Swift den Inhalt, nachdem er das PADD ruhigdurchgelesen hatte. “Wir können unmöglich so viele Schiffe innerhalb von zwölf Monaten in Dienst stellen. Die Werften sind jetzt schon ausgelastet ge…”
“Die Werfte, die Werften.” Ferra war aufgestanden und sah am Fenster in den Himmel. “Fällt Euch denn nichts anderes ein. Da draussen hat man nach dem Krieg dutzende, wenn nicht hunderte Schiffe alter Baureihen mit leichten Beschädigungen auf Schiffsfriedhöfen ausgelagert. Sie entsprächen nicht mehr den Anforderungen waren damals die Kommentare dazu. Und jetzt vergammeln diese Schätze. Wir sind beide Techniker und wir wissen, dass sie mit ein paar Handgriffen wieder Einsatztauglich sind.”
“Sir, Sie gedenken….”
“Ja. Ich will diese ganzen alten Nebulas, Galaxys, und wassonst noch da draussen rumfliegt…” Er drehte sich auf dem Absatz und sah zu seiner Modellsammlung. “… von mir aus auch die Mirandas wieder in Dienst stellen. Schicken Sie Teams los, die die Bestände Sichten und Katalogisieren. Ein eignes für diese Aufgabe eingesetzter Technikerstab wird dann entscheiden, welche Schiffe repariert und wieder in Dienst gestellt werden.”
Etwas betröpfelt sah Swift seinen Chef an. “Aber dieses PADD hier. Widerspricht das nicht den Anweisungen gegen das Flottenbauprogramm.”
“Nein, lesen Sie genauer. Frachter der King Klasse, Dragon als Scientific Refit, Intrepids ohne Hologitter für Forschungsmissionen. Nichts was man uns als Aufrüstung vorhalten könnte.”
Seufzend stant Swifr schliesslich auf. “Ok, Sir. Ich kümmere mich sofort darum.”
Die Eloran-Krise [Carsten Jaecker]
Sternzeit: 70205.1312
Szene: USS Longbeard, Kantine
Lecker war es, doch doch. Dieser klingonische Schiffkoch war eine wirkliche Bereicherung fuer die Longbeard gewesen. Ein Luxus, den sich wohl wirklich nur ein Schiff mit alten, “ausgemusterten” Admiraelen leisten konnte. Die Admiraele nahmen – wie immer – ihre Mahlzeit im Roten Salon ein, das Kaminzimmer inklusive Bibliothek. In der Kantine wiederrum sassen CO, EO und 2O gemuetlich beisammen und assen dieselben Koestlichkeiten wie die oberen Chargen.
“Ich habe gehoert, in den hoeheren Raengen in der Sternenflotte geht es derzeit heiss her.” unterbrach Longbottom das Schweigen.
“So? Was ist denn da los?” fragte Doc Snyder zurueck.
“Naja… Ferra will die alten Schiffe wieder auf Vordermann bringen, um den Kriegsverlust auszugleichen. Und das KTECH tut alles, um das zu verhindern.”
“Aha… und wieso?”
“Was?”
“Ich fragte, WIESO das KTECH das verhindern will.”
“Nun, die meinen, die Schiffe seien alt und nicht mehr diensttauglich. Haetten hier und da ein Leck oder irgendeine Fluktuation oder so. Wenn Du mich fragst, alles nur Geplauder. Ein faehiger Ingeneur koennte das in wenigen Tagen wieder hinbekommen. Die fuehlen sich im KTECH nur uebergangen. Wahrscheinlich muessen die so auf sich aufmerksam machen, sonst werden sie vergessen.” sagte Longbottom und stocherte lustlos in seinem Essen rum, was ihm einen heftigen Hustenanfall des Klingonen einbrachte.
“Und woher weisst Du das alles, Gerry?”
“Lange nicht mehr gesehen. In der Schiffsdatenbank hab ich mal ein paar Folgen gefunden.”
“Hae????”
“Na, Dallas.”
“Ich fragte, WOHER DU DAS _ALLES_ WEISST!!!”
“Achso. Sag das doch gleich. Na, ich hab da n alten Bekannten beim Eloran-Schiffsdepot. Der hat mir das letztens geschrieben.”
“Verstehe. Na denn…”
“Vielleicht sollten wir mal unsere Passagiere darauf ansprechen?” fragte McRight.
“Keine schlechte Idee. Ich gehe nachher mal rueber. Na denn, prost Mahlzeit meine Herren.”
Neuer Besuch auf Eloran [Lasse Bjoern Wittland]
Ort : Anflugkontrolle, Ausschußlager Eloran
Zeit: Nachmittag
Scheinbar bewegungslos schwebte das Schiff auf dem Bildschirm der Anflugkontrolle. Nichts deutete darauf hin, das es sich bewegte, bis am rechten Bildrand eine der Funkbojen auftauchte, die das Ausschusslager umgaben, und langsam in die Hintergrund driftete. Diese Beobachtung brachte Captain Reuber zu einem anderen Schluss: Das Schiff bewegte sich doch, und die Aussenkamera, die ihnen dieses Bild lieferte, mit ihm. Und sie kamen hierher. Noch eine Überraschung. Reuber hoffte bloss, das diese nicht ebenso schlimm war wie der Besuch von Admiral Naren.
Neugierig trat der Verwalter neben den diensthabenen Kommunikationsoffizier.
“Was ist denn das? Neue Kundschaft?” erkundigte Captain Reuber sich.
“War auch mein erster Gedanke, Sir.” erwiderte dieser. “Aber laut der Kennung handelt es sich um die USS Longbeard, ein noch im aktiven Dienst stehendes Schiff.”
“Die Longbeard?” entfuhr es Reuber ungläubig. Er hatte schon von diesem Schiff gehört, aber bisher hatte er sie sich immer als ein gleißendes, majestätisch durch das All gleitendes Vorzeigesymbol vorgestellt. Das, was da aus dem Schirm gemütlich auf sie zugeflogen kam war deutlich ernüchternder: an großen Teilen der Außenhülle war der Lack abgeblättert und gewährte einen Blick auf die eigentliche Duraniumhülle. Der Steuerbordbussardkollektor bließ eine dünne Spur gerade erst gesammelter Partikel hinter dem Schiff in den Raum zurück und hinter zwei Fenstern flackerte das Licht, anstelle gleichmässig zu leuchten. Ein kurzer Blick auf einen Sekundärmonitor, der die EM-Signatur des Schiffes anzeigte, wies Reuber auf weitere Störungen hin.
“Waren die in einen Kampf oder sowas verwickelt?”
“Nein, Sir, sie meinten, bei ihnen wäre alles in Ordnung.” meinte der COMM.
Reuber nickte. Die Schäden an dem Schiff sahen auch nicht so aus, als ob sie durch Waffeneinsatz verursacht worden wären. Eher so, als sei das Schiff seit seiner Indienststellung nicht einmal richtig gewartet wurden.
“Ich nehme an, sie machen mir jetzt nicht die Freude und sagen, das das Auftauchen der Longbeard nichts mit unserem Gast zu tun hat?”
“Leider nein, Sir. Captain Snyder hat ausdrücklich darum gebeten, möglichst schnell nach ihrem Andocken mit `dem Kerl´ zu sprechen, wegen dem sie ihre wichtige Mission unterbrechen mußten.”
“Wichtige Mission?” murmelte Reuber vor sich hin.
“Eine andere Person hat daraufhin etwas von einem Mittel gegen Erbrechen und Husten erwähnt.” fuhr der COMM fort, aber seine Miene verdeutlichte, das er hier recht skeptisch war. “Wenn sie möchten, kann ich ihnen die Aufzeichnung abspielen.”
“Danke, öffnen sie mir lieber eine Verbindung zu dem Schiff.”
“Das kann ich leider nicht, Sir.” schüttelte der junge Offizier den Kopf. “Die Kommunikationssysteme der Longbeard sind während des letzten Gesprächs zusammengebrochen. Ich zeige es ihnen.”
Der COMM gab ein paar Kommandos ein, worauf auf dem Hauptbildschirm die Longbeard (die Boje war mittlerweile hinter dem Schiff verschwunden) einem Standbild ihrer Brücke wich. Diese machte zunächst einen besseren Eindruck als das Äußere des Schiffes, doch auch hier konnte Reuber Anzeichen der Vernachläßigung erkennen – einen Pizzarest unter dem Stuhl des ersten Offiziers oder ein offenes Kabelende, das neben der Wissenschaftskonsole aus der Wand hing.
“Achten sie auf den Jungen links oben.” raunte der Eloran-COMM und startete die Wiedergabe.
[`Verstanden, Eloran. Wir kommen rein an Andockpunkt 6. Geschätzte Ankunftszeit in etwa einer Stunde.´] sprach Captain Snyder in die Kamera. [`Legt schon mal den Champagner kalt.´]
Der Junge, auf den sein Untergebener Reuber hingewiesen hatte, ging in der Zwischenzeit, ein mit Tassen, Gebäck und Kaffeekannen überladenes Tablett vor sich balancierend, in den vorderen Teil der Brücke.
[`Ähmm, sicher, Sir. Bevorzugen sie eine bestimmte Marke?´] kam nun die Stimme des Eloran-COMM aus der Aufzeichnung.
Bevor Snyder antworten konnte passierte das Missgeschick: Der Kaffeeträger stolperte über die sprichwörtliche unsichtbare Schildkröte. Obwohl er mit einigen athletischen Kunststückchen versuchte das Unvermeidbare zu verhindern verteilte sich der Inhalt seines Tabletts über die umliegenden Konsolen. Von irgendwo her konnte man noch jemanden [`Bosley, du Idiot!´] rufen hören, dann löste sich die Aufzeichnung in statischem Rauschen auf.
“Das war vor etwa zehn Minuten. Seit dem herrscht drüben Funkstille. Aber die Longbeard ist noch auf Kurs.”
“Bleibt zu hoffen, das sie diesen Bosley in der nächsten Stunde von den Bremstriebwerken fernhalten.” Reuber schuettelte ungläubig den Kopf. Womit hatte er das verdient?
“Wurde Admiral Naren schon informiert?”
“Gleich nachdem ich sie gerufen habe, Sir.” bestätigte der COMM.
Schiffsmusterung [Johannes Schneider]
Ort : Longbeard – Brücke (oder was als diese bezeichnet wird)
Zeit/Szene: kurz vor dem Andocken an die Eloran Raumstation
Die Konsolen auf der Brücke, die ihre besten Jahre schon hinter sich, äh, vielleicht sogar WEIT hinter sich gelassen hatten, brutzelten ein wenig vor sich hin, während Bosley versuchte wie ein Bescheuerter den Kaffee und Tee und die damit verbundenen Kuchenreste von den Konsolen abzukratzen.
“Entschuldigen sie, Captain, entschuldigen sie…”, murmelte Bosley ohne Ende vor sich hin, während er ein Tuch nach dem anderen verbrauchte um die Konsolen abzuwischen.
Der Captain, eine imposante, brilliante, intelligente, und überhaupt ganz herausragende Gestalt erhob sich langsam von seinem Captainchair und drehte sich zusammen mit seinem ersten Offizier und seinem zweiten Offizier zu Bosley um. Allesamt betrachteten sie den jungen Ensign bei seiner Arbeit.
“Wo, sagtest Du gleich, haben wir diesen Fritzen her?”, wandte sich Jo an Dean.
“Keine Ahnung, eines Tages stand er auf dem Schiff.”
“Dacht ich’s mir, dacht ich’s mir. Wer schickt uns nur immer solche Leute.”
“Weiß ich auch nicht mehr. Hab noch nie verstanden, wo diese ganzen anderen Leute hier auf dem Schiff herkommen.”
“Meine mich zu erinnern, das jemand mit einem ‚F’ im Namen uns die Besatzung zuteilt.”, antwortete Jo mit überlegendem Gesichtsausdruck.
“Flottenkommandant.”, schaltete sich jetzt Gerry ein, der bis dato an seinem Hörgerät herumgespielt hatte. Vermutlich hatte er sich mal wieder über sein Hörgerät den Ferengi Subraumkaufkanal angehört. Die beiden anderen leicht betagten Herren drehten sich ungläubig ob des überlegenen Wissens zu Gerry um.
“Hab ich zumindest mal in einem Zeitungsartikel gelesen, das jemand mit so einem Namen so was macht.”, erklärte Gerry während er mit den Schultern zuckte.
“Na dann. BOSLEY, wehe Dir, wenn die Konsolen wieder wochenlang klebrig sind.”, drohte Jo “Doc” Snyder mit erhobenen Finger ein letztes Mal zu ihrem Leibeig…Hausangest…Ensign und drehte sich wieder langsam, ganz langsam (der letzte Hexenschuß lag noch nicht soweit zurück) um zusammen mit seinem ersten und zweiten Offizier und setzten sich wieder in ihre schön bequemen (andere würden durchgesessen sagen) Sessel und betrachteten fasziniert den Sichtschirm.
Da war eine Raumstation zu sehen und dahinter wunderschöne Schiffe, die alle im Licht der Sonne wie neu blitzten und funkelten. Warum sie hier nach ausgemusterten Schiffen suchen sollten war Jo unverständlich. Offensichtlich handelte es sich hier um ein Missverständnis, denn das dort draußen waren in Wahrheit nigelnagelneue Schifflein.
“Captain, wir erreichen die Station. Captain, ich, ich, ich…”, sagte ein schwitzender Crewman von der Steuerkonsole mit zittrigen Händen.
“Was ist denn mein Junge?”
“Ich, ich, ich…habe noch nie an einer Raumstation angedockt. Bin bis jetzt immer nur im freien Raum geflogen…und…”
“Das ist doch kein Problem, mein Junge. Wir üben das demnächst mal, wenn wir mal wieder in Ganymed anlegen. Ist viel lustiger es dort zu üben.” meinte Jo und mit einem leichten Lächeln erhob sich der Captain dieses prachtvollen Schiffes namens USS LONGBEARD und begab sich schnellen Schrittes (Schnelligkeit ist eine relative Größe, nur um das mal festzuhalten
zu der Steuerkonsole. Mittlerweile füllte die Raumstation den gesamten Bildschirm aus.
Fachmännisch setzte sich Jo auf den Steuermannssitz und legte seine Hände auf die Kontrollen. Im Hintergrund hörte er Gerry nur etwas davon murmeln, das 20 Heizdecken in die Lagerräume der Longbeard geliefert werden sollten. War er schon wieder auf diese Ferengi hereingefallen…mit einem Kopfschütteln konzentrierte sich der Captain nun wieder auf das Andockmanöver, wobei ihm einfiel, das er so was das Letzte mal vor gar nicht allzu langer Zeit gemacht hatte, vor ca. 15 Jahren, aber irgendwie waren ihm gewisse Dinge wohl entfallen. Aber nunja, wie schwer konnte so was schon sein?
Seine Hände wanderten über die Konsole und die Longbeard drehte unendlich langsam bei. Irgend etwas fehlte noch? Achja, die Geschwindigkeit musste reduziert werden. Wo war denn… Ah, dort schien der Knopf zu sein. Mit mehr oder weniger geübten Handgriffen reduzierte Jo, das war doch die Bremstaste, die Geschwindigkeit seines Schiffes.
Merkwürdig. Jetzt stand die Longbeard still im Raum, aber irgendwie war keine Andockschleuse zu sehen. Was für eine bescheuerte Station war das denn?
“Äh, Jo, ich glaube wir müssen andersherum.”, warf nun Dean ein, der auf seiner Konsole einen schematischen Umriss der Raumstation hatte.
“Wirklich?..ich meinte, das wusste ich natürlich…”, sagte Jo und seine Finger wanderten wieder langsam über die Konsole. Er würde Bosley anweisen Zettelchen an die Knöpfe zu kleben. Da wusste ja kein Mensch welcher Knopf für was gut sein sollte.
Also probierte er ein paar weitere aus, bis sich die Longbeard majestätisch wendete….und plötzlich ein ohrenbetäubendes, quietschendes, metallisches Geräusch zu vernehmen war. Auf dem Sichtschirm konnte man erkennen, wie der vordere Teil der Longbeard an einem Ausleger der Station vorbeischabte und das Schiff vibrieren ließ.
Die Funken sprühten ins All. Es war ein schöner Anblick, wie Jo fand, denn mit einem Begrüßungsfeuerwerk hatte er wirklich nicht gerechnet.
Dann hörte endlich das Quietschen auf und nach ein bisschen rangieren, einmal vor, einmal zurücksetzen, war die Longbeard dann auch schon auf der Höhe der Andockschleuse. Dann endlich konnte man das obligatorische Geräusch der Andockklammern an der Longbeard vernehmen.
“Du hast es geschafft, Jo, wunderbar.” gratulierte Dean.
“Ach danke, Dean. War ja nichts besonderes. Obwohl, können wir..?”
“Klar, muss das gefeiert werden. Unser erstes Andockmanöver seit 15 Jahren. Ganz ausgezeichnet. Grillparty heute abend, 20.00 Uhr?”
“20.00 Uhr.”, meinte Jo noch mit einem Schulterklopfen zu Dean und machte sich dann auf den Weg zur Andockschleuse der Longbeard…aber diesmal hatte Dean den Weg zuvor vom Computer errechnen lassen und auf ein Padd gespeichert…
Hallo und ogott! [Lasse Bjoern Wittland]
Ort : Eloran-Schiffslager, Andockschleuse 1
Zeit: waehrend des Andockmaneuvers
Mit der Zeit wurde es besser. Im ersten Moment hatte Captain Reuber gedacht, dass der Schiffsjunge der Longbeard entgegen seinen Hoffnungen doch an die Steuerung der Manoevertriebwerke gelangt war und das das Schiff nun ungebremst durch den schmalen Ausleger hindurchbrechen wuerde, in dem er und sein Stab sich versammelt hatten. Aber gluecklicherweise schien der Pilot der Independence zwar kurzsichtig, aber immer noch faehig genug zu sein, um eine weitere Kollision zu vermeiden.
Und so verhallte der anfangs ohrenbetaeubende Laerm der durch den Ausleger donnerte genauso wie dessen Schwingen noch ehe die Longbeard sie umflogen und auf der entgegengesetzten Seite angedockt hatte.
Reuber vergewisserte sich noch einmal, das seine Uniform richtig sass und sein Stab – zwei Gruenschnaebel von der Akademie, die den Leistungsanforderungen auf normalen Einheiten nicht genuegten, ein Karrierejunkie, der immer noch darauf hoffte, ueber Eloran schneller in der Hierachie aufzusteigen, und ein alternder Lt., der die letzten Jahre vor seinem Ruhestand abseits jeglichem Aergers verbringen wollte- ebenfalls einen hinreichend befriedigenden Eindruck machten.
Ein Zischen aus der Luftschleuse kuendigte den Druckausgleich an, und wenig spaeter oeffnete sie sich und die Besatzung der Longbeard bertat die Station.
“Guten Tag. Ich bin Cpt. Reuber, und im Namen meiner Crew moechte ich Sie herzlich auf meiner Station begruessen.” begann Reuber und streckte dem ersten auf ihn zukommenden Offizier die Hand
entgegen. “Ich hoffe, Sie hatten eine angenehme Anreise?”
“Es ging.” entgegnete Cpt. Snyder. “Aber es waere bestimmt besser gewesen, wenn Sie Ihre Andockklammern nicht vor uns versteckt haetten.”
“Und es gibt in dieser Gegend keinen vernuenftigen Pornokanal!” meckerte Dean von weiter hinten
“Dieser Typ von Station hat nun mal nur auf einer Seite Dockvorrichtungen.” entschuldigte Reuber. “Wir haben ja auch nicht so viel Verkehr hier.”
“Nun gut. Aber naechstes mal drehen sie die Station bitte passend, wenn wir kommen, ja?”
Reuber konnte seinen Chefingenieur hinter sich schlucken hoeren, hielt es aber fuer besser, nicht weiter darauf einzugehen.
“Wenn Sie mir nun bitte folgen wuerden? Wir haben in der Messe einen kleinen Imbiss vorbereitet, bei dem wir uns dann ueber den Grund Ihres Hierseins und die Reparaturen an Ihrem Schiff unterhalten koennen.”
“Reparaturen?” Jo runzelte die Stirn. “Welche Reparaturen?”
“Nunja,” praezisierte Reuber und deutete durch die Duraniumwand in die Richtung, in der die Longbaerd lag, “alle, die halt so noetig sind.”
“Wenn auf meinem Schiff irgendwelche Reparaturen noetig waeren, dann wuerde ich doch wohl davon wissen, oder?” rief Jo. Was bildete sich dieser Lagerverwalter eigentlich ein, _seinem_ Schiff Reparaturbeduerftigkeit zu unterstellen? Gerade er, an dessen Dockausleger eine dicke, meterlange Schramme verlief, an der noch nie irgendjemand etwas getan zu haben schien.
“Auf der Longbeard ist alles in Ordnung.” mischte sich nun auch Dean wieder ein. “Wir haben keine Probleme, die wir nicht mit ein wenig Spucke und Kaugummi in den Griff kriegen.”
“Wenn Sie meinen. Aber falls Sie irgendwelche Ersatzteile benoetigen koennen Sie sich jederzeit an meinen Stellvertreter wenden.” versuchte Reuber es noch einmal. “Oder irgendetwas anderes.”
Cmdr Longbottom-usw. gesellte sich zu den Diskutierenden: “Etwas Kaugummi koennten wir schon gebrauchen. Pfefferminzgeschmack, wenn es geht. Die mag ich am liebsten, aber irgendjemand klaut mir immer meine Vorraete.”
Um seine Ausfuehrung zu untermauern warf er boese `ich weiss, was du letzten Sonntag getan hast’-Blicke auf Dean und Jo, aber der einzige Erfolg, den er hatte war der, das sein Hoergeraet mal wieder verrutschte.
“Wir werden vielleicht auf ihr Angebot zurueckkommen.” meinte Jo und strich sich ueber den Athletenbauch. “In der Zwischenzeit koennten Sie uns vielleicht endlich in die Messe bringen. Und dann… yummi, yummi.”
“Das habe ich doch gerade gesagt!” polterte Gerry los.
Reuber zoegerte.
Irgendwo tief in ihm war ein Rebell, jemand, der Vorschriften und Protokolle verachtete und gegen sie anging, wo er nur konnte.
Frueher hatte er diesem destruktiven Teil seiner Selbst manchmal freien Lauf gelassen, so wie damals, als er ein Grafitti auf eine Hauswand gesprueht hatte oder seine Schuhe im Kindergarten nicht ausgezogen hatte. Spaeter hatte er der Anarchie dann abgeschworen, und durch rigoroses Training und eiserne Selbstdisziplin war es ihm gelungen, nie wieder auf den inneren Rebellen zu hoeren.
Aber jetzt hoerte er wieder seine Stimme in ihm, staerker als jemals zuvor in seinen langen Jahren in der Sternenflotte. `Schmeiss diese Bande von deiner Station, ehe sie genauso aussieht wie ihr Schiff!’ rief es. `Zoegere nicht, sonst haben sie gewonnen! Die Luftschleuse ist direkt neben dir. Die wuerden doch sowieso nicht merken, was gerade passiert ist, und vielleicht wuerdest du sogar einen Orden bekommen.’
“Hier entlang, bitte.”
Mit einem Wink machte Reuber sich auf, die Longbeard-Offiziere in seine Station zu fuehren. Nein, seine wilden Jahre waren vorbei.
Hinter ihm tuschelte jemand leise. Reuber riskierte einen Blick ueber die Schulter und sah, wie sich einer der Longbearder mit der Wand neben sich redete.
“Fredie moechte wissen, ob der Mann, den wir hier treffen sollen, auch in der Messe ist?” sagte er in diesem Moment laut, und dann “Wen sollten wir doch gleich treffen?” wieder zu der Wand.
“Irgendsoeinen adeligen Narren mit Kranich.” half Gerry.
“Admiral Naren vom KTECH!” korrigierte Reuber. Und nein, er hoffte, das Naren nicht in der Messe war. Jedenfalls nicht, ehe er selbst einen Grund finden konnte, diese wieder zu verlassen.
“Danke.” meinte wieder der andere. “Fredie ist in letzter Zeit so vergesslich – macht bestimmt das viele Fernsehen.”
Jo und Dean waren in der Zwischenzeit einige Meter hinter den Anderen zurueckgefallen und unterhielten sich ueber andere Dinge.
“Sie mal, das da ist eine Ambassador. Die hatten damals verdammt bequeme Kommandosessel an Bord. Sowas wird heute gar nicht mehr gebaut sag ich dir.” schwaermte Jo und deutete auf eines der in der Naehe schwebenden Wracks.
“Mein Opa hat mal einen auf einer Auktion ergattert. Bei Haemorrhoiden gibt’s nix besseres.”
Dean nickte knapp und fuegte die Sessel in die Liste ein, die beiden aufstellten.
“Ich habe mal gehoert, die sollen auch tolle Energieverteiler an Bord haben. Fangen schon viel frueher an bunt zu gluehen als unsere Mistdinger.”
Nun nickte Jo.
“Klingt gut. Schreib sie mit auf.”
“Wie sollen wir das ganze Zeug eigentlich auf die ‘Beard bringen? Diesem Reuber traue ich nicht, der wuerde bestimmt die besten Teile fuer sich behalten.”
“Hmmmmm….” machte Jo. In seinem Gehirn nahm gerade einer dieser genialen und doch simplen Plaene Gestalt an.
“Schick Bosley los. Solange er auf den anderen Schiffen ist kann er bei uns keinen Unsinn anstellen. Und mit etwas Glueck verlaeuft er sich, findet nicht mehr zurueck und wir muessen ohne ihn abfliegen.”
Ja, der Plan war wirklich gut.
Jaeger der verlorenen Ersatzteile [Petra Hildebrandt]
Ort: USS Longbeard, angedockt an der Eloran-Station
Zeit: am Tag nach Ankunft der USS Longbeard
Auf Zehenspitzen schlich Bosley Crusher in die Bordkueche, um sich moeglichst unbemerkt ein Fruehstueck zu organisieren – ueberfluessig zu erwaehnen, dass die Replikatoren auf diesem Schiff eine Menge ausspuckten, aber keinesfalls trinkbaren Kaffee.
Fuer einen zufaelligen Besucher des Schiffes waere die Kueche ein Ort der Ueberraschung gewesen – im Gegensatz zu weiten Teilen der LONGBEARD, die einen recht vernachlaessigten, um nicht zu sagen ueberalterten Eindruck machten, war dieser Raum nicht nur picobello in Schuss sondern auch blitzblank und aufgeraeumt. Und justament erspaehte das jugendliche Faktotum auch schon das Objekt der Begierde. Bosley kannte sich hier aus, schliesslich durfte er staendig Lebensmittel aus dieser Kueche auf die Bruecke oder an den Pool schleppen. Eilig schraubte er die riesige staehlerne Kaffeekanne auf, die neben einem Stapel Muffins auf ihren Einsatz wartete, goss sich einen Becher ein und griff nach einem Blaubeermuffin, als eine grosse Hand sich schwer auf seinen Arm legte und eine tiefe Stimme grollte “Finger weg vom Fruehstueck des Captains, Buerschchen!”
Unwillkuerlich zuckte Bosley zusammen und stammelte: “A-aber i-ich wollte doch nur…” dann fiel ihm etwas Besseres ein: “Koennten Sie meine Hand loslassen? Die brauch ich noch… also ich hab einen Ausseneinsatz und da muss ich doch was zu essen dabei…”
“Ach warum sagst Du das nicht gleich Kleiner,” der klingonische Koch versetzte dem Faehnrich einen zaertlichen Klaps auf den Po, der Crusher einmal halb durch die Kueche schob, “ich mach Dir ein Lunchpaket, Bosley. Kommt sonst noch jemand mit?”
“Aehm ja, der Captain wollte mich begleiten… er meinte da draussen,” Bosley machte eine allumfassende Bewegung in Richtung auf den Raumschiffsfriedhof, “sei noch ‘eine Menge interessantes Zeug’ zu finden und vielleicht ein paar neue Teile fuer die Longbeard.”
Crusher hatte wohlweislich seinen Gedanken, dass dieser Kahn hier wohl eher komplett da ‘draussen’ abgelegt hoerte und er ausserdem viel lieber Gerry Longbottom-Hijacker dabeigehabt haette, nur sehr leise vor sich hingemurmelt, was Jo, Dean und Gerry je nach Hoervermoegen als eine freiwillige Meldung, eine Lob fuer ihre ausgezeichneten technischen Kenntnisse oder auch gar nicht verstanden hatten.
“Hmhm…” Mit einem Fleischmesser, das viel Aehnlichkeit mit einem kleinen Mek’leth hatte (zumindest war es imposant genug um Bosley einige Schritte vor K’YaRT’ash zurueckweichen zu lassen), zerlegte der klingonische Koch einen Rest Spanferkel vom Grill von der Party vom Vorabend und stapelte die Scheiben auf ein Sandwich.
“Mein… Lunchpaket`?” erkundigte sich Bosley hoffnungsvoll.
“Mein Fruehstueck,” knurrte K-Y, liess sich aber erweichen und stellte zwischen einigen herzhaften Bissen in sein Sandwich und einigen Schlucken Kaffee zwei weiterer dieser Sandwiches, die einen Loewen gesaettigt haetten, her. “Pack das ein,” wies er dann den Faehnrich an. “Und geht mir nicht verloren zwischen all dem Schrott.”
Ort: irgendwo in den Weiten des Eloran-Raumschiffs-, oehm, -archivs
Zeit: am Nachmittag
“Sir, muessen wir da wirklich auch noch hin?” Kritisch betrachtete Bosley den Stapel wertlosen Schunds im Laderaum des Shuttles hinter sich.
“Eine Fundgrube, eine absolute Fundgrube,” murmelte Jo ‘Doc’ Snyder begeistert, “schau Dir doch nur diese Schwarzschildradiatoren an. Und der Phasenkonverter den wir auf dem vorletzten Schiff gefunden haben, wird die Performance unserer Tetrionfluxinhibitoren mit Sicherheit steigern koennen.”
DAS befuerchtete Bosley allerdings auch – vorausgesetzt es fand sich jemand der die Teile auch fachgerecht einbaute. Nun ja, einige Crewmitglieder waren ja alt genug um derart antikes Zeug noch im Einsatz erlebt zu haben…
Da Snyder keine Anstalten machte, von seinem naechsten Expeditionsziel, einer mehr als schrottreifen Daedalus-Class, abzusehen, erbot sich Bosley, diesmal das Andockmanoever zu fliegen. (Selbstredend war der Transporter an Bord dieses Shuttles defekt). Aber da der Daedalus ohnehin die Haelfte des Hecks und auch der Hangar fehlte, wuerde es ein leichtes sein, in die Ueberreste des Schiffes zu fliegen und zu landen. Weitaus schwieriger wuerde es sich gestalten, Doc Snyder in den Raumanzug zu bekommen….
Ort: an Bord der Daedalus-Class
Zeit: einige Flueche, eine scheppernde Landung und sehr viel Geduld beim Anlegen eines Raumanzugs spaeter
“Sagtest Du nicht was von Sandwich?” erkundigte sich Snyder brummelnd und schob den Helm zurueck, sobald die Atmosphaerenanzeige der Schleuse auf gruen stand. Bosley fand das etwas verfrueht, denn zum einen waren so alte Systeme, wie er aus leidiger Erfahrung an Bord der Longebard wusste, alles andere als zuverlaessig, zum anderen war fragwuerdig, dass nach so langer Zeit die Lebenserhaltung noch funktionierte bzw das KTECH nicht ohnehin alles was irgendwie brauchbar war ausgebaut hatte. Zu seiner schieren Ueberraschung war jedoch nicht bloss Atemluft vorhanden, sondern hinter der Schleuse war es warm _und_ hell.
“Sir,” nun blieb ihm ja nichts anderes uebrig als den Helm auch abzunehmen und eilends hinter dem Richtung Bruecke losstuermenden Snyder herzurennen, “vielleicht moechten Sie den Imbiss auf der Bruecke…”
Snyder hieb ihm anerkennend auf die Sechulter, was angesichts mangelnder Schwerkraft gluecklicherweise nicht so hart ausfiel, wie Crusher befuerchtet hatte: “Junge, Du bist ja doch zu was zu gebrauchen!” So schnell ihn seine Magnetsohlen trugen stapfte Jo auf das Brueckenschott zu, oeffnete die Tuer manuell (die das mit einem widerwilligen Quietschen quittierte) – und blieb wie vom Donner geruehrt stehen.
“Was tun SIE denn hier?” vernahm Bosley die Stimme seines Captains – und die einer Frau – praktisch gleichzeitig. Neugierig draengte sich der Faehnrich an Snyder vorbei und erblickte nun auch die Person zu der Stimme. Auf dem Boden, mit einer Art Klett-Kniepad am Teppich der Bruecke fixiert, kauerte vor einer aufgeschraubten Konsole eine kleine Frau mit dunklen Locken, in Zivilkleidung. Um ihre Schultern schwebte eine Umhaengetasche in der sich ein rechteckiger Gegenstand befand, und ihr Blick kam durch zwei kleine runde Glasscheiben, die mit einer Art Drahtgestell auf dem Gesicht der Frau befestigt waren.
Nach einem kurzen Mustern konzentrierte sie sich wieder auf ihre Arbeit und murmelte “Sternenflotte… weitermachen…”
Snyder blieb mit offenem Mund in der Tuer stehen. Sacht schob Bosley den Captain Richtung Captain’s Chair und hoffte instaendig, dass sich daran ein Gurt befand mit dem er Snyder festschnallen konnte – die Frage wie Jo bei Schwerelosigkeit ein Sandwich verzehren wollte bereitete ihm noch einiges Kopfzerbrechen.
“Identifizieren Sie sich,” schnarrte Jo nun in seinem besten Commanding-Officer-Tonfall. Es war ungeheuerlich dass eine Zivilistin sich ungehindert auf einem Sternenflottenschiff bewegte…
Muede sah die Frau von ihrer Konsole auf, murmelte etwas unverstaendliches und liess ihre Finger ueber eine Art Interface wandern, das seltsamerweise leise Klackergeraeusche von sich gab. “Dr. Dr. Montabaur, Computerhistorikerin,” gab sie dann muerrisch ueber die Schulter zu verstehen, “und wer sind Sie und was wollen Sie hier? Seit wann interessiert sich die Sternenflotte fuer das letzte unter BSD laufende Schiff der 2. Flotte?”
To be continued…